Weihnachtshektik

Weihnachten ist zusammen mit Ostern und Pfinsten eines der Hauptfeste des christlichen Kirchenjahrs. Es wird meist in der Familie oder mit Freunden und mit gegenseitigem Beschenken gefeiert.

 

Bild von Sushuti auf Pixabay

In unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft nimmt der Geschenke-Kult immer mehr zu. Daher rennt fast jeder panisch bis zur letzten verkaufsoffene Minute durch die Städte auf der Suche nach dem letzten passenden Geschenk. Oder man verschwindet in der virtuellen Einkaufswelt. Doch real oder virtuell, die Geschenkesuche ist meistens sehr stressig.

Zudem muss ein Christbaum gekauft / besorgt werden. Der wird dann festlich geschmückt.

Außerdem ist da der Stress mit dem Weihnachtsessen. Hat man alles eingekauft? Die Verwandten / Freunde alle eingeladen? In der Küche werden die Ärmel hochgekrempelt, gewerkelt, geschwitzt.

Dann gibt es ja auch noch den Besuch der Christvesper. Auch wer sonst nicht in die Kirche geht, die Christvesper ist Tradition. Da platzen die Kirchen hier aus allen Nähten.

Horst Fleitmann hat hierzu ein wunderbares Gedicht geschrieben, das ich euch in meinem Blog zeigen darf:

Horst Fleitmann

Weihnachtshektik …

Dies Jahr wieder:
Viel Geschenke,
fromme Lieder.
Man bedenke:
Bücher kaufen,
Plätzchen backen,
Weine saufen,
Geld einpacken,
Karten schreiben,
Baum schön schmücken.
Locker bleiben.
Schlimmer Rücken.
Weihnachtsmorgen:
Nochmal fahren,
Fleisch besorgen,
schonmal garen.
Fast vergessen:
Onkel Anton
kommt zum Essen,
auch die Tanten.
Die Bescherung:
Jetzt sehr eilig
Christverehrung,
äußerst heilig.
Onkel, Tanten
gehen wieder.
Die Verwandten
singen Lieder.
Keine frommen,
eher schmutzig
und verkommen,
das macht stutzig.
Werden nicht mehr
eingeladen.
Nie mehr wieder
zu den Tagen.
Ganz am Ende:
Weihnachtslieder,
Jahreswende.
Nächst Jahr wieder?

©Horst Fleitmann

Ich hoffe, ihr lasst euch nicht zu sehr von der Weihnachtshektik vereinnahmen, sondern könnt die Adventszeit und das Weihnachtsfest genießen!