Der Aufreger der Vorweihnachtszeit – Krefelder Weihnachtsmarkt 2018

DANKE! Es ist selten so wie es im Fratzenbuch wiedergegeben wird!

Mediothek Krefeld

Hallo zusammen,

heute wird es mal ganz persönlich und vorweihnachtlich. Ich arbeite zwar in der Mediothek Krefeld, und somit auch für die Stadt Krefeld, kann mir meine Meinung aber selbst bilden und schwöre Euch deshalb, was jetzt kommt, kommt von mir.

Das mit der Idee, sich eine eigene Meinung zu bilden, ist schon mal ein guter Einstieg in diesen Blogpost. Es geht um unseren Krefelder Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr stand er, zumindest in der Diskussion um ihn, unter keinem guten Kometen, nicht mal unter einem guten Stern. Aber, fangen wir vorne an.

Ganz plötzlich tauchte in den sozialen Netzwerken eine Studie auf, man hatte Weihnachtsmärkte getestet und der Krefelder landete auf dem vorletzten Platz. Unattraktiv, einfallslos und nur Fressbuden. Nach einem etwas genaueren Blick kam dann heraus, diese „Studie“ war eine Zusammenfassung von Google- und Facebookbewertungen, nichts empirisches, nichts wirklich handwerklich sauberes und dann, und das ist ja dann schon fast…

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Weihnachtliches Backen 2018

Vorgestern Nachmittag haben die Bewohner auf meinem Wohnbereich gebacken. Zwei Damen des Sozialen Dienstes betreuten das ganze.

Sie hatten am Vortag Spritzgebäckteig angerührt und ihn im Kühlhaus der Küche kalt gestellt. Jetzt war er ziemlich fest geworden. Die beiden machten nun kleine Kugeln daraus. Diese kneteten sie dann ein wenig warm. Das war auch notwendig. Denn uns Bewohnern fehlte dazu die Kraft!

Jetzt kamen die Bewohner an die Reihe. Teig wurde ausgerollt. Mit Plätzchenformen wurden Sterne, Monde, Herzen, Lebkuchenmänner, Tannen… ausgestochen und auf Backpapier gelegt. Dann wurde alles mit Eigelb bestrichen. Zuletzt wurde mit bunten Streusel dekoriert. Oder es wurden einzelne Plätzchen übereinander gelegt. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Mit fortgeschrittener Zeit wurde der Teig immer wärmer. Dadurch wurde es immer schwieriger, die Plätzchen auf das Backpapier zu befördern. Gut, dass die beiden Damen vom Sozialen Dienst hierbei halfen. Sie beförderten die Plätzchen auch auf die Backbleche und in und aus dem Backofen.

Als sie dann fertig waren, sah der fertige Berg wunderschön aus! Lecker waren die Plätzchen auch!

 

Heiligabend 2017

Heiligabend nenne ich den ganzen 24. Dezember. Denn die Feierlichkeiten begannen schon im Laufe des Tages.

Vormittags besuchte mich meine Schwester zusammen mit meinem Schwager und meinem Neffen. Es war ein sehr kurzer Besuch. Wir gratulierten uns zu Weihnachten, umarmten uns, plauderten ein wenig und ich bat eine Pflegerin ein Foto von uns zu machen. Das werde ich jedoch nicht veröffentlichen.

Bei der Unterhaltung versuchte ich so viel wie ich konnte von/über meinen Neffen zu erfahren. Er hat jetzt bald sein erstes Semester in Münster an der Uni hinter sich, hat viel gelernt, viele nette Kommilitonen kennen gelernt. Außerdem hat er herausgefunden, dass er sein Studienfach wechseln will.

Von meiner Schwester erfuhr ich, was bei ihr und ihrem Mann in nächster Zukunft geplant ist.

Dann war auch schon 11:30 Uhr und es gab das frühe Mittagessen oben auf dem Wohnbereich. Ich ließ mir mein Tablett ins Zimmer bringen.

Denn um 13:00 Uhr wurde unser Wohnbereich nach unten in den umgebauten Speisesaal gebracht. WB für WB wurden die Bewohner nach unten gebracht. Dort waren lange Tafeln aufgebaut und die Sitzplätze mit Namensschildchen bestückt. Der Sozialdienst hatte das ganze komplett durchgeplant, damit alles möglichst glatt lief.

Um 14:00 Uhr begann dann der Gottesdienst. Pfr. Fricke-Hein leitete den Gottesdienst. Ein WB-Leiter las Abschnitte aus dem Lukas-Evangelium vor. Dann wurde von der Gemeinde gesungen. Weihnachtslieder. Schön!!!

Da wir Bewohner immer wieder mit eingebunden waren, war das ganze sehr kurzweilig. Schnell war der Gottesdienst vorbei!

Unsere neue Einrichtungsleitung, Frau Kira El Kaamouzi, richtete einige Worte an die Bewohner. Sie stellte die jeweiligen Führungskräfte der einzelnen Bereiche vor. Dies war von neueren Bewohnern an sie herangetragen worden, darum gebeten worden. Derweil wurde ein wenig umgebaut.

Das Hauswirtschafts-Team und das Sozialdienst-Team stellten Kaffee und andere Getränke und Plätzchenteller auf die Tische. Dann bediente das Hauswirtschafts-Team die Bewohner. Frau Faust vom Sozialdienst führte durch das Unterhaltungs-Programm. Sie hatte sich wieder viel einfallen lassen.

Musikalisch wurde der Gottesdienst und auch noch ca. 1 Stunde danach die Feier von Frau Junglas am Klavier. Später kam Herr Krücker mit seiner Klarinette dazu.

Das alles war sehr laut. Dadurch waren meine Kraftreserven irgendwann einfach aufgebraucht. Aber es war auch sehr schön.

Zum Schluss verabschiedete ich meine Eltern. Dabei erfuhr ich, dass sie abends zum Essen bei meiner Schwester und Familie eingeladen waren. Mit einem Mal kippte meine Laune. Ich wurde so was von eifersüchtig und neidisch. Schon während ich das hier niederschreibe laufen mir die Tränen übers Gesicht. Super! Eifersüchtig, neidisch, in Selbstmitleid zerfließend!

Bitte entschuldigt die unscharfen Bilder!

 

Plötzlich schneite es!

Das muss einfach noch einmal extra erwähnt werden:

Wir saßen beim Konzert des Männerchores und lauschten den Liedern über Christrose, Weihnachtszeit, Schneeglöckchen, Weihnachten, Bethlehem, Schneeflöckchen, Weißröckchen…

Da passierte es! Als ich meinen Blick durch den weihnachtlich geschmückten Speisesaal wandern ließ und durch das Fenster auf die Terrasse schaute, auf den dort stehenden Weihnachtsbaum, konnte ich meinen Augen kaum trauen: dicke Schneeflocken rieselten herab. Erst einzelne, dann immer mehr! Es schneite!

Es war zwar kälter geworden, aber von Schnee bei uns hatten die Wettervorhersagen nichts gesagt. Wir hatten Temperaturen von 1 – 4 °C. Doch wir waren angenehm überrascht, denn der Schnee passte wunderbar zu der weihnachtlichen Stimmung, die sich langsam einstellte.

„Kann das denn mit rechten Dingen zugehen?“, mag so mancher gedacht haben.

Wenn man den Sozialdienst des Gerhard Tersteegen Hauses kennt, weiß man, dass sie sich immer wieder neue Sachen einfallen lassen, um den Bewohnern des Hauses eine Freude zu machen. Sie sind einfach einmalig! Einige von ihnen standen auf dem Balkon des Wohnbereichs 1 und ließen Kunstschnee auf die Terrasse herunter „schneien“!

Wir Bewohner des GTH bedanken uns ganz herzlich bei den Angestellten des Hauses. Egal wo sie eingesetzt werden, ob in der Hauswirtschaft, dem Sozialdienst, der Pflege, der Verwaltung. (Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen!) Ihr setzt euch mit allem Einsatz für uns ein. Dabei habt ihr selber Familie, und Weihnachten ist ein Familienfest. Doch ihr denkt auch an uns, die Bewohner. Durch euch haben wir eine wunderschöne Adventszeit und später ein tolles Weihnachtsfest! Ihr seid einfach spitze!

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Schnee selber machen