So war’s – Tag der Schlemmereien – Teil 1

Teil 1 ist schnell erzählt: Ich war gar nicht angemeldet. Im Nachhinein erinnere ich mich, dass ich E. gesagt hatte, dass ich am 12.09.2019 Gala Dinner hätte und daher nicht vorher nachmittags noch Waffeln essen wolle.

Gott sei Dank! Denn es wäre seher schade gewesen, wenn ich für Teil 2 nicht mehr genug Appetit gehabt hätte! Aber davon erzähle ich euch morgen, denn ich bin totmüde!

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Tag der Schlemmereien

Wenn das so weiter geht bis Weihnachten, dann werde ich zur Weihnachtskugel.😵

Aber es schmeckt mir so gut!!!

Gleich um 15:30 Uhr bin ich eingeladen von meiner 92jährigen Freundin zum Waffelessen.

 

2018-09-11

 

 

Dann ab 17:30 Uhr ist Gala-Dinner bei uns im GTH. Es soll 4 Gänge geben! Darüber werde ich ein So war’s posten.

 

 

Aber nun muss ich mich auf den Weg ins Seidencarré machen.

Warum Funkstille gestern?

Gestern gab es bei mir eine kurze Funkstille. Ich kämpfte zu sehr mit meinen inneren kleinen Teufeln.

Es ist nicht immer gleich gut zu ertragen, dass ich so sehr auf die Hilfe anderer angewiesen bin.

Dazu kommt, dass nicht nur ich hier Hilfe benötige. Die anderen Bewohner brauchen auch mehr oder weniger Hilfe.

Im ungünstigsten Fall klingeln wir dann alle / viele gleichzeitig. Dann wünschen wir schnelle Hilfe. Tja. Das ist wohl ein frommer Wunsch. Denn es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Personal. *seufz * ☹️

Im Laufe der Jahre, die ich schon hier bin (seit August 2013), bin ich ruhiger geworden und weiß, dass ich manchmal ~15 Minuten warten muss, bis jemand kommt. Doch wenn ich fast ½ Stunde warten muss, dann brennt bei mir eine Sicherung durch. Dann werde ich richtig wütend! 😡 Leider falle ich dann auch aus der Rolle.😖

Rasant düse ich dann mit dem E-Rolli los; kreische, schreie, heule, freue mich dann an den verschreckten Gesichtern der anderen.👹….. wie armselig…. damit erreiche ich nämlich höchstens Ärger.

Nach dem Ausraster blieb ich erst mal auf dem Zimmer.

Erst tat ich mir Leid und vergoss ein Paar Krokodilstränen. Nicht gerade tapfer… eher armselig.

Dann wurde ich ruhiger. Ich beschloss zum Mittagessen nicht runter zu gehen. Hunger hatte ich eh keinen.

Da passte es sehr gut, dass ich nachmittags zum Waffelessen eingeladen war. Von E. im Seidencarré, dem Betreuten Wohnen nebenan.

(C) Katrin-musikhai

Es gab pro Person eine super-leckere Waffel, frisch gebacken, mit Vanille-Eis, Sahne und sauren Kirschen. Da war meine Welt wieder in Ordnung!

Anschließend spielten wir zwei sogar noch ein wenig Scrabble™. Das Seiden-Carré hatte nämlich ein neues Spiel gekauft: Scrabble™ mit Großbuchstaben! Damit konnte E. wieder etwas sehen! Juhu!!! Wir hatten beide unser Scrabble™spielen sehr vermisst!

Zum Waffelessen eingeladen

Dienstagnachmittag war ich von E. zum Waffelessen ins Seidercarré eingeladen. Wie ich hörte, macht das Betreute Wohnen das ein Mal im Monat. Die Bewohner dürfen einen Gast mitbringen. Da wählte E. mich!

Als ich im Esszimmer des Seidencarrés ankam, war es schon ziemlich voll dort. Doch E. fehlte noch. Ich rollte an einen kleineren, noch freien Tisch und ließ meinen Blick durch den Raum wandern. Viele Gesichter kannte ich, aus der Physiotherapie, von der Kirche, von meinen Runden draußen mit dem Rolli.

Wunderbare Düfte lagen in der Luft. Kaffee… Waffeln… hmm… Langsam füllten sich die Plätze an meinem Tisch. Dann erschien auch E.. Sie hatte einen anstrengenden Vormittag hinter sich und war dann tief und fest beim Mittagsschlaf eingeschlafen. Ein wenig verschlafen kam sie an unseren Tisch.

So eine recht kurze Strecke vom Eingang ins Esszimmer bis zum Tisch, wo ich saß und auf E. wartete (ca. 5 Meter?) zu überwinden, kann ziemlich lange dauern. 🙄

„Ach, guten Tag Frau X., schön, dass ich Sie mal wieder sehe! Wie geht es Ihnen?“

„Guten Tag, Frau U., ach ja, es geht, man muss ja…“

Von diesen kleinen Begrüßungsreden gab es einige. Doch irgendwann hatte E. unseren Tisch erreicht. Und gerade zur rechten Zeit, denn die Teller mit Waffeln, Eis, sauren Kirschen und Sahne wurden serviert!

(c)Katrin-musikhai

Es schmeckte vorzüglich! Gerne hätte ich eine weitere Waffel gehabt. Doch die gab es nur noch mit Puderzucker. Aber das war auch sehr lecker!

Satt und zufrieden begaben wir uns ins Wohnzimmer. Dort war es ruhiger. Dann packte E. ihr Scrabble™-Spiel aus. Mit ihrer Hilfe gewann ich tatsächlich! Eigentlich halfen wir einander! Sie mir und ich ihr. 😊

Waffeln immer wieder beliebt

Vorgestern Nachmittag wurden unten im Speisesaal wieder Waffeln gebacken.  Schön drinnen im Warmen zu sitzen und bei einer heißen Tasse Kaffee eine frische Waffel zu genießen, ist so gemütlich! Solch ein Angebot wird von den Bewohnern und Gästen immer sehr willkommen geheißen.

Wie man sieht, bin ich ganz dick eingepackt. Ich wollte eigentlich eine kurze Runde um den Platz der Wiedervereinigung drehen. Etwas Luft und Sonne tanken. Das machte ich dann anschließend. Oh!!! War das kalt!!! Ich hatte vergessen eine Mütze aufzusetzen. Böser Fehler!

Am nächsten Tag war es noch kälter. Da blieb ich dann drinnen!

 

Waffeln am Tag der deutschen Einheit

Am Dienstag war Tag der Deutschen Einheit. Der 3. Oktober ist seit 1990 ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Daher war die Stimmung eher sonntäglich bei uns im Gerhard Tersteegen Haus.

Morgens gab es Rosinenweißbrot und Mandelweißbrot statt Brötchen. Veranstaltungen fielen aus.

Das Therapiezentrum war geschlossen, daher also keine Therapieeinheiten.

Draußen war es sehr ruhig auf den Straßen. Die arbeitende Bevölkerung nutzte den Brückentag, um Kurzurlaub zu machen.

Ebenfalls wie am Wochenende hatten viele Bewohner Besuch.

Am Nachmittag buken Frau Domke und Herr Regels frische Waffeln zum Kaffee. Wer mochte, konnte eine Waffel mit heißen Kirschen und Sahne bekommen.

Es schmeckte so wunderbar, dass viel mehr Waffeln nachgefragt wurden, als angefertigt werden konnten. Aber das Team Domke/Regels vom Sozialdienst war ideenreich und servierte den Nachzüglern Eis (denn davon war zum Glück genug da). So kam dann doch jeder auf seine Kosten.



Tag der Deutschen Einheit – Wiki