Schluss von Tom Sawyer

Frau M. und ich haben den „Schluss“ von Tom Sawyer hinter uns gebracht. Wir waren enttäuscht, dass er so kurz war. Hätten wir das gewusst, hätten wir es noch ans letzte Kapitel dran gehangen.

Schluss


Hier erklärt der Autor, warum seine Geschichte hier enden muss. Er hat eine Geschichte über die Abenteuer und Streiche eines Jungen geschrieben. Doch der wird natürlich immer älter.

Damit wird die Geschichte über Tom Sawyer irgendwann zwangsläufig die Geschichte eines Teenagers und dann die eines Erwachsenen. Daher hört die Geschichte über das Kind Tom Sawyer irgendwann auf.

Frau M. war ganz enttäuscht.

„Was nun?“, fragte ich sie. „Womit machen wir jetzt weiter?“

Frau M. zuckte mit den Schultern. Auch Frau Kp. hatte keinen neuen Vorschlag. Sie wusste nur, dass sie nicht die Geschichte vom Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand, hören wollte. Denn das hatte sie schon gelesen und es hatte ihr nicht gefallen.

Wir schauten uns etwas ratlos an. Dann schlug ich „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne vor. Damit waren beide Damen einverstanden.

Beim Durchstöbern meiner Bücher auf dem Kindle entdeckte ich plötzlich noch etwas anderes: „Oder was halten Sie vom Dschungelbuch?“

„Au ja! Mit Mogli…“, sagte Frau M. ganz entzückt.

Auch Frau Kp. fand den Vorschlag gut. Damit war die neue Lektüre also gefunden!

„Das Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling

Das Dschungelbuch wird also das vierte Buch sein, das ich den Bewohnern vorlese. Nach 2 Bänden mit den Herdmanns kam Tom Sawyer und jetzt also das Dschungelbuch.

Mir macht das Vorlesen wirklich Spaß. Und vor allem macht mir Spaß zu sehen, wie sich die Bewohner freuen. 🙂

Kapitel 31 von Tom Sawyer

Hier kommt jetzt also die Fortsetzung von Samstagabend :

Kapitel 31

Das war ein sehr langes Kapitel. Es war auch nicht sonderlich spannend. Aber es gehört zum Buch, also mussten wir da durch. Es war praktisch, dass Frau M. im Bett lag. Da konnte sie mir nicht flüchten. 😉

Es beginnt damit, dass Huck nach den furchterregenden, letzten Ereignissen das Weite suchte und schließlich an die Türe des Wallisers klopfte und ihn bat, sich bei ihm verstecken zu können. Er hatte große Angst, Indianer-Joe könnte ihn finden und umbringen.

Nachdem der Walliser Huck eingelassen hatte, erzählte er ihm alles. Vom Schatz, von der Höhle, von den beiden zwielichtigen Gestalten, die sich als Indianer-Joe und sein Kumpan entpuppten.

Dann kam eine ganze Gruppe von Leuten den Berg hoch und läutete beim Walliser. Huck sprang schnell in ein Versteck denn er wollte nicht gesehen werden. Die Leute wollten den Schauplatz ansehen und sich auch beim Walliser bedanken. Ganz fair meinte der, einem anderen, der jedoch nicht genannt werden wolle (Huckleberry Finn), gehöre das Lob mehr als ihm.

Immer mehr Menschen kamen den Berg hoch gelaufen. Dann beschloss man, sich in der Kirche wieder zu treffen. So geschah es. Dort traf man noch mehr Leute. Es stellte sich heraus, dass Becky Thatcher und Tom Sawyer beide nicht nach Hause zurückgekehrt waren. Plötzlich meinte jemand, dass die beiden wohl noch immer in der Höhle sein müssten und sich verlaufen hätten.

Sofort fand sich ein Suchtrupp zusammen und ging auf die Suche nach den beiden.

>> Fortsetzung 2 folgt <<

 

Vor dem Vorlesen von Kapitel 31 und 32 von Tom Sawyer

Nun sind wir aber Freitag deutlich ein großes Stück weiter gekommen mit Tom Sawyer! Das kam so:

Mittlerweile habe ich herausbekommen, wann Frau M. im kleinen Speisesaal auf dem Wohnbereich anzutreffen ist. Also machte ich mich auf dem Weg dorthin. Hm… sie war nicht da. Also fragte ich eine Pflegerin: „Wo ist denn Frau M.? Ich wollte weiter vorlesen, wenn sie das möchte.“

„Sie ist in ihrem Zimmer, liegt im Bett, will einfach nicht aufstehen heute Nachmittag“, bekam ich zur Antwort.

„Hm…“, ich war etwas ratlos.

„Gehen sie ruhig mal hin. Vielleicht schläft sie ja nicht mehr“, sagte mir die Pflegerin.

Ich war schon unterwegs! Als ich an ihrer Zimmertür ankam, klopfte ich leise, machte die Tür auf und fuhr einfach ins Zimmer hinein. Währenddessen führte ich ein leises Selbstgespräch: „Hm, jetzt komme ich einfach so hier rein… aber ich muss doch sehen, ob es Frau M. gut geht… wenn sie tatsächlich um halb 4 noch schläft, dann gehe ich halt wieder… doch ich wollte doch so gerne weiter vorlesen… “

Dann umrundete ich endlich die Wand und konnte das Bett und somit Frau M. sehen. „O, tatsächlich… sie liegt noch immer im Bett… aber ob sie schläft???“ Ich schaute ganz intensiv auf ihren Kopf am anderen Ende des Bettes. „Hm… ob sie denn wirklich schläft?… Wirklich!?

Frau M. hatte nämlich die Augen leicht geöffnet. Auf meine Frage schüttelte sie schweigend aber heftig den Kopf. Aber die Bettdecke hatte sie nach wie vor bis unters Kinn gezogen.

„O! Sie ist ja wach!“, freute ich mich, „Hätten Sie Lust, dass ich weiter von Tom Sawyer vorlese? Wenn nicht, dann gehe ich wieder.“

Ganz heftig nickte sie Gestalt unter der Bettdecke bejahend.

„Wirklich?“, vergewisserte ich mich, „Aber nur wenn Sie das wirklich möchten!“

Da hauchte sie ein leises aber verlangendes: „Ja!!!

Ich musste schmunzeln. Also bereitete ich mich vor, schaltete den Kindle ein und begann.

>>> Fortsetzung folgt <<<

Kapitel 30 von Tom Sawyer

Samstagvormittag habe ich Frau M. weiter von Tom Sawyer vorgelesen. Dieses 30. Kapitel war so spannend, dass sich immer mehr Zuhörer einfanden. Frau M. und Frau Kp., später kam Frau L. dazu. Selbst die immer stänkernden Damen L. und D. ließen schnell ihre gehässigen Kommentare sein und lauschten der Geschichte. Unglaublich!

Kapitel 30

Teil 1

Das Kapitel 30 besteht eigentlich aus 2 eigenen Geschichten. Im ersten Teil geht es um die Rückkehr der Familie Thatcher und das versprochene Picknick Beckys. Ihr erinnert euch an Becky Thatcher, Toms heimliche Liebe?

Jetzt sollte das Picknick also endlich stattfinden. Die Jugend versammelte sich und sie wanderten los. Man hatte für den Ausflug ein Dampfschiff gemietet und junge Damen und Herren, selbst erst 18 bis 24 Jahre alt sollten als Aufsicht mitfahren.

Der Ausflug sollte bis in den Abend hinein dauern. Daher wollte Frau Thatcher lieber, dass Becky bei einer Freundin übernachtete, die näher wohnte, als die Thatchers, als im Dunklen den ganzen Heimweg anzutreten.

Nachdem die Truppe junger Leute mit dem angemieteten Dampfboot 3 Meilen vom Dorf entfernt war, hielten sie an. Die Gesellschaft schwärmte aus und vertrieb sich die Zeit mit wilden Spielen. Dann wurde Tom klar, dass sie sich unterhalb des Douglas’schen Anwesens, am Fuße des Douglas’schen Bergs, wo die Douglashöhle war, befanden.

„Wer kommt mit zur Höhle?“, fragte Tom. Alle wollten. Sie betraten die Höhle. Es war dunkel, kalt und feucht innen. Es war richtig geheimnisvoll und romantisch, in tiefster Dunkelheit zu stehen und auf die glänzenden, grünen Bäume draußen zurück zu blicken. Sie trennten sich, blieben aber immer in den Teilen, die ihnen schon bekannt waren. Als sie sich alle wieder draußen trafen, wurde es schon langsam dunkel.

Doch statt über Nacht zur Freundin zu gehen, hatte Tom die famose Idee, mit Becky zur Witwe Douglas zu gehen, um dort die Nacht zu verbringen. Frau Douglas besaß das größte, schönste Haus des Städtchens. Sie war außerdem berühmt für ihre Großzügigkeit und Gastfreundschaft. Sie bietet den Gästen im Sommer meist köstliches, erfrischendes Speiseeis an.

Becky hatte erst ein schlechtes Gewissen, etwas anderes zu tun, als sie ihrer Mutter  versprochen hatte. Aber Tom malte den Besuch bei der Witwe in den schillernsten Tönen aus, lockte mit dem köstlichen Eis, bis Becky sich ergab und mit Tom auf den Berg stieg.

Kurz dachte Tom daran, was wohl wäre, wenn Huckleberry Finn ausgerechnet heute sah, wie Indianer-Joe den Schatz brachte. Doch dann dachte er, es sei die ganzen letzten Tage nichts passiert. Es würde schon gut gehen.

Teil 2

Doch natürlich passierte es in genau dieser Nacht, dass Huck sah, wie Indianer-Joe mit dem Schatz und seinem Freund kam. Indianer-Joe trug den Schatz unter dem Arm. Huck folgte ihnen, unsichtbar und leise.

Plötzlich merkten Indianer-Joe und sein Begleiter, dass sie in dieser Nacht nicht allein im Wald waren. Beckys Picknick-Gesellschaft war aber auch nicht zu überhören. Da wollte Indianer-Joe den Schatz lieber nicht vergraben. Nicht jetzt.

Der Leser erfuhr, dass es Indianer-Joe gar nicht auf den Schatz abgesehen hatte. Er wollte Rache üben! Rache gegen den Mann der Witwe. Der war gemein zu ihm gewesen. Er war der Richter gewesen, der ihn zum Landstreicher gemacht habe. Er habe ihn geschlagen, ausgepeitscht. Da er aber nun tot sei, müsse die Witwe nun dran glauben. Grausames hatte er mit ihr vor. Aber das müsse nun warten, wo so viel los war.

Das hörte Huck. Da die Witwe immer anständig mit ihm gewesen war, wollte er sie warnen. Er stürzte los!

Kapitel 28 und 29 von Tom Sawyer

Wir kommen weiter mit Tom Sawyer! Gestern las ich die Kapitel 28 und 29 vor.

Tom quälen auch nachts noch die Erlebnisse des letzten Tages. Am nächsten Morgen hofft er, dass er das alles nur geträumt habe. Um das abzusichern geht er in der Früh zu Huckleberry Finn.

Doch sein Freund Huck konnte ihn da nicht trösten. Das war kein Traum. Sie hatten das wirklich erlebt. Sie hatten tatsächlich den Schatz gesehen und waren dann dabei von Indianer Joe ertappt worden.

Huck hatte wirklich geträumt, von dem grünäugigen Spanier, wie er auf ihn losging. Der Henker solle ihn holen, meinte Huck.

Nicht holen, finden sollten sie ihn und damit das Geld, meinte Tom.

Doch Huck meinte ganz ängstlich: „Lieber nicht! Mich würd’s schütteln, wenn ich ihn wieder zu Gesicht bekäme.“

Da war Tom mutiger. Dann würde er es eben alleine tun. Huck solle nur Schmiere stehen und im Bescheid sagen, wenn sich der Kerl dem Haus näherte. Das Haus, wovon er überzeugt war, dass es das war, wo Joe den Schatz versteckt hatte.

Da Tom Huck davon überzeugen konnte, dass es nachts so dunkel sei, dass Joe Huck nicht sehen könne, erklärte sich Huck dazu bereit, Schmiere zu stehen.

Dann begann die Zeit des ängstlichen Wartens. Einige Tage war es nicht dunkel genug. Daher erschien Joe auch nicht. Doch dann gab es endlich eine Nacht, in der es dunkel genug war. Und siehe da, Joe erschien tatsächlich! Also rief Huck Tom und der erschien mit einer Laterne und einem großen Tuch, unter dem er das Licht der Laterne versteckte.

Nun betrat er den Rasthof, den Joe betreten hatte. Er ging zu dem Zimmer, in dem er Joe vermutete und versuchte die ganzen Schlüssel, die er mitgebracht hatte. Er hoffte, dass irgendeiner die Tür öffnen würde.

Das alles nahm ziemlich viel Zeit in Anspruch. Huck wartete bang draußen. Er wollte schon nachsehen, ob Tom nicht doch etwas schreckliches zugestoßen sei, da stürzte Tom zur Tür hinaus. Er war nämlich in das Zimmer gekommen. Die Tür war gar nicht abgeschlossen. Und da lag Indianer-Joe hinter der Tür und schlief seinen Rausch aus!

Nachdem die beiden Freunde in einer unglaublichen Geschwindigkeit weit genug weg gerannt waren, nahmen sie sich vor, den Schatz zu holen, wenn Joe nicht in dem Zimmer sei.

Librivox Free Audio Books: Die Abenteuer Tom Sawyers

Kapitel 23 von Tom Sawyer

Das Wetter momentan sorgt dafür, dass wir mit Tom Sawyer recht zügig weiterkommen. Vorgestern las ich bereits das 23. Kapitel vor.

Frau M. hatte den Kaffee bereits hinter sich und wurde vom Pfleger schon auf den Balkon geschoben. Draußen goss es in Strömen. Gut, dass wir einen überdachten Balkon auf dem Wohnbereich haben!

Da ich Frau M.s Rhythmus mittlerweile kenne, war mir klar was jetzt dran war: die Zigarette. Sie kann das aber nicht alleine. Normalerweise hilft ihr da ein Pfleger, der auch raucht. Hmm. Ich bin Nichtraucher, habe nie geraucht. Trotzdem machte ich es ihr möglich, die Zigarette rauchen zu können.

Ich fand ihre Zigaretten im Netz an der Rücklehne ihres Rollis.

Dann bat ich einen anwesenden Raucher, die Zigarette anzuzünden. Nun gab ich Frau M. die Zigarette zwischen die Finger.

Nächstes Problem: sie traf ihren Mund nicht. Hmm. Also nahm ich die Zigarette in meine linke Hand (rechts hätte ich auch nicht getroffen) und gab Frau M. diese zwischen die Lippen. Sie nahm einen tiefen Zug. Dann entfernte ich die Zigarette von ihrem Mund. Mühsam, aber es hat geklappt! Zug um Zug rauchte Frau M. die ganze Zigarette.

Endlich konnte ich mit dem Vorlesen beginnen.

Kapitel 23

Für Tom und seine Klassenkameraden haben die Sommerferien angefangen. Bereits nach wenigen freien Tagen begann Tom sich zu langweilen.

Um sich abzulenken, trat er dem Orden „Kadetten der Enthaltsamkeit“ bei. Ihn hatten die bunten Abzeichen und die Uniform gelockt. Um dem Orden beizutreten, musste er versprechen nicht zu rauchen oder Tabak zu kauen und nicht zu fluchen.

Doch kaum ist etwas verboten, übt es einen ungeheuren Reiz auf Tom aus. Er verspürte bald  das dringende Verlangen zu trinken und zu fluchen. So gab er nach nicht einmal 48 Stunden seine Mitgliedschaft im Orden wieder auf.

Dann kam der 4. Juli, Amerikas Unabhängigkeitstag, mit seinen Feiern und Paraden. Außerdem sollte einem verstorbenen Richter ein großes Begräbnis ausgerichtet werden.  Der Orden der Kadetten marschierte mit. Sie sahen sehr beeindruckend aus mit ihren Uniformen und Abzeichen, sodass Tom schon fast wieder bereute, ausgetreten zu sein.

Doch Tom war jetzt ein freier Mann. Er konnte trinken und fluchen soviel er wollte. Aber es war seltsam. Jetzt wo er durfte, wollte er es gar nicht mehr.

Die Tage zogen dahin. Tom begann ein Tagebuch zu schreiben, nur um nach 3 Tagen wieder aufzuhören. Es passierte einfach nichts neues.

Dann kam eine schwarze Sängergesellschaft in den Ort. Wenig später setzte heftiger Regen ein. So fiel sogar die große Parade zum 4. Juli buchstäblich ins Wasser. Es passierten noch einige andere kleine Dinge. Ein Zirkus kam.

Zuletzt kamen die Masern. Nicht alle Dorfbewohner überlebten das. Tom lag 2 Wochen mehr tot als lebendig im Bett. Dann kehrte das Leben langsam zu ihm zurück. Als er durch das Dorf lief, hatte vieles sich verändert. Diejenigen Dorfbewohner, die überlebt hatten, waren ganz from geworden.

Doch Tom erlebte einen Rückfall. 3 weitere Wochen musste er das Bett hüten. Einige seiner Freunde hatten auch einen Rückfall der Krankheit erlebt. Es schien Tom ganz seltsam, dass sie einen Moment fromm geworden waren. Doch dann verspeisten sie eine gestohlene Melone. 😉

Kapitel 22 von Tom Sawyer

Gestern Nachmittag ging es weiter mit Tom Sawyer. Frau M. wurde gerade vom Pfleger in den kleinen Speisesaal gerollt. Es gab nämlich Kaffee und Kuchen. Ich hatte meine gerade verzehrt.

Als ich Frau M. den Kindle zeigte und fragte, ob ich weiter vorlesen solle, strahlte sie und sie nickte.

„Das können Sie ruhig machen. Ich reiche Frau M. Kaffee und Kuchen an und höre dabei auch gerne zu“, sagte der Pfleger.

Im kleinen Speisesaal waren noch einige andere Damen. Die beiden oft querschießenden Damen D. und A. am kleinen Tisch an der Seite, Frau L. am großen Tisch. Da wurde jetzt auch Frau M. hingeschoben. Frau Kp. saß draußen auf der Terrasse. Sie würde mich leider nicht hören.

Ich zog mich ganz ans Ende des Saals zurück, wo auch Frau M. saß. Dann begann ich zu lesen:

Kapitel 22

Vor dem Beginn der Schulferien stehen die Schulprüfungen. Toms Klassenlehrer, Mr. Dobson war bekannt dafür, dass er die geringsten Fehler und Versäumnisse ahndete. Kräftig schlug er auf das Gesäß (paddle spanking). Noch heute gibt es in vielen Staaten der USA in Schulen Schläge.

Die Schüler in Toms Klasse warteten in Angst darauf aufgerufen zu werden. Dann sollten sie vorlesen oder buchstabieren oder einen eigenen Aufsatz vortragen.

Als Tom aufgerufen wurde, begann er sehr selbstbewusst die Ode an die „Freiheit“ zu deklamieren. Doch er kam nur bis zur Hälfte. Dann hatte er plötzlich einen „Hänger“ und kam nicht weiter. Als dann noch Mr. Dobson die Stirn in Falten zog und Tom streng anguckte, war es aus. Tom stammelte, stotterte und musste aufhören.

Weiter ging es mit dem nächsten Schüler.

Weil Mr. Dobson für seine Strenge und seine Schläge bei den Schülern gefürchtet wurde, überlegten sie, wie sie Rache nehmen konnten. Dazu hatten sie Alfred,  den Sohn des Anstreichers mit ins Boot genommen, der zur Zeit Malerarbeiten auf dem Dachboden machte.

Als der Moment kam an dem Mr. Dobson direkt unter der Falltür zum Speicher stand, öffnete der Sohn des Anstreichers diese und ließ eine Katze, an deren Bein er eine Schnur gebunden hatte, langsam herunter. Die Katze zappelte und als sie fast den Kopf des Lehrers berührte, verkrallte sie sich in dessen Toupet. In dem Moment zog der Anstreichersohn die Katze samt Toupet wieder hoch und sie verschwanden auf dem Dachboden.

Des Lehrers kahler Schädel aber erstrahlte in ungeahnter, zauberischer Pracht, – der Sohn des Anstreichers hatte denselben vergoldet!

So fanden die Prüfungen ein jähes Ende. Die Schüler hatten sich gerächt! Außerdem begannen jetzt die Sommerferien!