Gedenkfeier für die Verstorbenen – (November 2019 – März 2020)

2 – 3 mal im Jahr finden Gedenkfeiern für verstorbene Bewohner statt. Das ist immer in einem sehr würdigen Rahmen in der Kapelle des Gerhard Tersteegen Hauses.

Hr. Hübner hatte dieses Mal wieder die Feier zusammengestellt. Sie stand unter dem Motto: Keiner geht verloren – Jeder wird gehalten.

Die Bewohner saßen in der Kapelle im Kreis. In der Mitte stand ein Tisch, auf dem eine Kerze stand. Zudem standen dort auch Karten mit dem Motivbild, das auch auf dem Beiblatt abgebildet war, das jeder Teilnehmer der Gedenkfeier ausgehädigt bekam.

Jede|r Verstorbene wurde vorgelesen. Dann wurde an jede|n erinnert, indem charakteristische Vorlieben und Eigenschaften genannt wurden. Die Bewohner, die die|den Verstorbene|n kannten, erzählten über sie|ihn. Zuletzt wurde ein Teelicht für sie|ihn entzündet und auf dem zentralen Tisch abgestellt.

Mir gefällt dieses Erinnern sehr. Denn so sind die Verstorbenen noch einmal mitten unter uns. So „geht keiner verloren“.

Die Gedekfeier klang aus mit dem Lied: „Time to say goodbye“

 

Gedenkfeier für die Verstorbenen – November 2019

Immer wieder gibt es sehr würdige Feiern in der erweiterten Kapelle des Gerhard Tersteegen Hauses. Die letzte war am 11.11.2019. Sie wird immer gestaltet vom Sozialen Dienst.

Zum ersten Mal leitete Herrn M. Hübner die Veranstaltung. Er stellte das Ganze unter den Titel Geborgen .

Wir sind ein christliches, evangelisches Haus. Daher findet eine Gedenkfeier auch mit Gott und Bibel, Gebeten und Liedern aus dem Gesangbuch statt. Das schafft einen würdigen Rahmen.

Mit Gott und den ganzen chrislichen Ritualen sind die meisten Bewohner aufgewachsen. Hier fühlen wir uns wohl und geborgen.

Wir saßen alle in einem großen Kreis um einen Tisch, der feierlich geschmückt war.

Herr Hübner hatte die Feier wunderbar durchorganisiert.

Beim Erinnern und Gedenken wurde über jeden Verstorbenen noch einmal gesprochen. Das Team des Sozialen Dienstes (Fr. Faust, Fr. Kubens und Hr. Hübner) kannte alle, denn sie sind ja Wohnbereichsunabhängig tätig. Daher konnten sie auch etwas zu den Verstorbenen des Wachkomabereichs sagen.

Ansonsten saßen in der Runde Bewohner eines jeden Wohnbereichs und kannten die Verstorbenen des eigenen Wohnbereichs. Sie waren aufgefordert und taten dies auch gerne, zu den einzelnen Mit-Bewohnern etwas zu sagen.

Anschließend wurde für jeden Verstorbenen ein Teelicht angezündet und auf den Tisch in der Mitte gestellt.

Zum Abschluss gab es Musik – Trauerlied „Time to say good bye“. Das ließ bei vielen Bewohnern noch einmal die Tränen fließen.

 

 

Es war wieder eine würdige Gedenkfeier voller Liebe und Gefühl.

 

Gedenkfeier für unsere Verstorbenen März 2019

Circa 2 bis 3 mal im Jahr findet eine Gedenkfeier für verstorbene, ehemalige Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses in der Kapelle des GTH statt. Vergangenen Donnerstag war es wieder so weit. Diese Feiern werden immer von der Leitung des Sozialen Dienstes (Frau Faust und/oder Frau Kubens) vorbereitet und dann durchgeführt.

Das zentrale Thema, um das herum die Feier aufgebaut war, war ein Satz aus der Offenbarung des Johannes. Dort steht in der Bibel: Ich habe euch eine Tür aufgetan, die niemand verschließen kann.

Ich finde das sehr tröstlich, dass ein Verstorbener nur eine Tür durchschritten hat, um weiter zu gehen in eine neue Sphäre.

Frau Kubens hatte Bilder, Gedichte, Lieder zusammengetragen, in denen es immer wieder um Türen ging. Wir lasen, sangen, tauschten uns aus.

Zuletzt wurden die Verstorbenen mit Namen genannt. Über jeden wurde etwas erzählt, was typisch für sie / ihn war. Dann wurde ein Teelicht für sie / ihn angezündet.

Zum Abschluss gab es Musik – Albinoni’s Adagio in g-moll für Streicher und Orgel. Das ließ bei vielen Bewohnern noch einmal die Tränen fließen.

Es war eine würdige Gedenkfeier voller Liebe und Gefühl.

Steine für die Verstorbenen

Ich werde einige frühere Beiträge rebloggen. Anfangen will ich heute, passend zu den Novembertagen, mit der Andachtsecke im Garten des GTH mit Gedenksteinen für verstorbene Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses.

Meine Erlebnisse im Altenheim

Seit 2005 gibt es im Haus eine schöne Tradition, eingeführt von der Diplom-Sozialpädagogin und Diakonin Anne Mosel, die viele Jahre hier im Haus tätig war.

Wenn ein Bewohner stirbt, wird sein Name und sein Alter auf ein gerahmtes Blatt geschrieben und dieses im Speisesaal auf eine Anrichte gestellt. Dort kommen mehrmals täglich die Bewohner vorbei, wenn sie den Speisesaal, den Seminarraum oder die Kapelle aufsuchen. Da bleibt der Rahmen eine Zeit lang stehen, bevor wieder Platz für neue gemacht werden muss.

Zudem wird für jeden verstorbenen Bewohner ein Stein mit Name und den Daten von Geburt und Tod angefertigt. Es ist ein Flusskiesel oder Feldkiesel vom Niederrhein. So wird der Verstorbenen auch nach deren Tod gedacht. Die Angehörigen der Verstorbenen können diesen Stein mit nach Hause nehmen.

Mehrmals im Jahr findet in der Kapelle des Hauses eine Trauerfeier für die kürzlich Verstorbenen statt, an der sowohl Bewohner als auch Angehörige…

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Die Hitze fordert weitere Opfer

Auf dem Andachtspodest im Speisesaal sammeln sich immer mehr Todesanzeigen. Heute wären es mittlerweile schon 10 gewesen. Doch dazu reichte der Platz nicht mehr. Daher wurden die beiden Rahmen der schon am längsten dort stehenden durch neue ersetzt.

Frau Ga.s Name steht also nicht mehr dort.

Der Haustechniker und seine Mitarbeiter sind fleißig dabei, die Zimmer der Verstorbenen wieder zu renovieren, damit neue Bewohner einziehen können.

Heute morgen erfuhr ich, dass mein stimmgewaltiger Nachbar im Krankenhaus verstorben sei. Er wird also nicht mehr ins Gerhard Tersteegen Haus zurückkehren. Wieder ein neuer Name auf dem Andachtspodest. Dort las ich, dass er für heutige Verhältnisse gar nicht so sehr alt geworden ist. 75 Jahre alt ist heutzutage kein Alter zum Sterben mehr. Doch ich denke es war für ihn eine Erlösung. Jetzt kann er endlich seine Muddi wieder sehen.

Der verbleibende Rest der Bewohner, einschließlich mir sind erleichtert, dass die lauten Rufe erst einmal aufgehört haben.

Ich bin gespannt, wer demnächst in das Zimmer ziehen wird.

 

Wird Miss Marple die neue Frau Ga.?

Dass Frau Ga. gestorben ist, hat auch irgendwie Auswirkung auf meinen Blog. Ich habe gerne kleine Geschichten von ihr erzählt, die mich zum Lachen gebracht haben. Diese Geschichten waren auch bei euch, meinen Lesern beliebt.

Jetzt ist ein Loch entstanden, wo die kleine Prinzessin mittags am Tisch meiner Tischfamilie saß. Sie fehlt uns sehr.

Aber sie fehlt mir auch im Blog. Ich schrieb gerne über meine Erlebnisse mit ihr. Dabei vergaß ich die beiden anderen, U. und Miss Marple. Also widme ich meine Aufmerksamkeit jetzt den beiden. Es ist schon interessant, welche Beobachtungen ich mache. Dabei habe ich keine neuen Tischnachbarn.

Natürlich ist jeder Mensch einzigartig. Frau Ga. kann man nicht einfach ersetzen.

Die Jahre mit Frau K. an meinem Tisch im Speisesaal waren wunderbar. Das waren meine ersten Jahre im Gerhard Tersteegen Haus. Wir verstanden einander fast blind. Sie teilte mein Interesse für Fußball. Sie war echter Fan von Borussia Mönchengladbach. Ich passte immer besonders auf, wenn die Fußball-Ergebnisse im Radio/Fernsehen verkündigt wurden. Am nächsten Morgen drehte es sich in unserem Gespräch dann um Fußball.

Da war die Zeit mit dem Wurzelsepp. Unsere Spaziergänge/fahrten durch den Garten des GTH. Ich vermisse ihn immer noch!

Dann gab es die Zeit, in der ich mir mit Herrn R. Schachpartien lieferte. Auch das war sehr erfüllend für mich und wieder eine ganz andere Herausforderung.

Einige Jahre gehörte auch Frau W. zu meiner Tischfamilie. Sie war außerdem Mitbewohnerin in U.s erstem Zimmer, einem Doppelzimmer. Über sie gab es auch viel zu schreiben. Sie erzählte mir von ihrem Leben vor dem Zweiten Weltkrieg. Damals lebte sie auf einem Gutshof in Ostpreußen. Ungestüm ritt sie die Kaltblüter ohne Sattel und fühlte sich frei. Eine ganz andere Zeit.

Diese 5 sind leider alle mittlerweile verstorben.

Es wird Zeit für neue Bewohner an unserem Tisch im Speisesaal. Ich bin gespannt, was sich da tuen wird. Ich werde darüber schreiben, wenn sich etwas tut!