So war’s – Fahrende Falknerin

Freitag war der Tag der großen Veranstaltungen. Nachdem vormittags die Ausstellungseröffnung der neuen Bilder im Speisesaal war, kam nachmittags die fahrende Falknerin, Fr. Sabine Ehmanns-Kramp mit ihren Tieren zu uns ins Gerhard Tersteegen Haus.

Die Tiere waren:

Fritz, ein Uhu

Charlotte, eine Schleiereule

Lutz, ein Wüstenbussard (= Harris Hawk)

Grete, ein Dackel-Terrier-Mischling

2 Frettchen (domestizierte Iltisse)

1 Iltis (ausgestopft)

4 Mäuse

Wir saßen draußen in einem großen Kreis und Fr. Ehmanns-Kramp ging mit den Tieren im Kreis auf und ab, zeigte die Tiere und erzählte viel interessantes über sie. Teilweise ließ sie die Bewohner die Tiere auch halten oder streicheln.

Raubvögel sind eigentlich hauptsächlich über Futter zu dressieren. Daher bekamen sie auch alle vor der Aufführung nichts zu fressen, kamen also etwas hungrig zu uns. Dann wurden Eulen, Frettchen und Wüstenbussard von Fr. Ehmanns-Kramp mit männlichen Küken (die sonst getötet werden, da sie keine Eier legen) angelockt und geatzt.

Das war ein blutiges Unterfangen. „Aber“, sagte die Falknerin, „das ist Natur. Und die ist grausam. Doch Raubtiere töten nur so lange, bis sie satt sind.“

Falknerin ist Fr. Ehmanns-Kramps zweiter Beruf. Im ersten Beruf war sie Altenpflegerin. Dann sah sie auf einem Mittelalter-Markt die Vorführung eines Falkners. Von da an wollte sie das auch lernen. Sie machte einen Jagd-Schein, der Voraussetzung ist für die Falknerei, dann den Falkner-Schein.

Heute verbringt sie viel Zeit mit ihren Tieren, macht Vorführungen in Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen oder bei öffentlichen Veranstaltungen.

Wüstenbussard – Wiki