Auf noch größerer Fahrt

Gestern haben G. und ich einen weiteren Ausflug unternommen. Wir sind bis nach Krefeld-Uerdingen an den Rhein gefahren. Wieder fuhren wir mit der Straßenbahn, dieses Mal mit der Linie 043.

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Im Bügeleisen ist auch das Heimatmuseum. Von dort starteten wir unsere Runde.

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Vor einem Jahr hatten Künstler die Straßen und die Mauern dort bemalt. So entstand die Rhine-Side-Gallery. Einige wenige Bilder sind immer noch dort zu bewundern. Aber Wind und Wetter konnten viele Werke nicht Stand halten. Die Farben waren verblasst. Die optischen Täuschungen waren nicht mehr zu erkennen.

 


Rhine Side Gallery 2018 Es entstand durch Sand, Liegestühle und ein passendes Uerdinger Gastronomieangebot ein Stadtplatz mit Rheinsicht.

Nachdem wir also auf dem Gelände der früheren Rhine Side Gallery schauten, was davon noch übrig geblieben war begaben wir uns auf die Ufer-Promenade. Ich bin ein echtes Kind des Rheins. Ich liebe es, am Fluss entlang zu spazieren, auf das Wasser zu schauen, auf die Krefeld-Uerdinger-Rheinbrücke, zu träumen.

G. liebt auch den großen Strom. Plötzlich blieb sie stehen. Sie blickte auf die andere Rheinseite. „Da ist ja Duisburg!“, sagte sie ganz ergriffen.

Uns wurde klar, dass wir ganz nah beieinander wohnten.

Weiter rollten wir auf der Promenade. Dann hatten wir die Brücke über dem Rheintor erreicht. Von dort blickt man zur einen Seite nach Uerdingen, zur anderen auf den Rhein.

Wären wir weiter bis ans Ende der Promenade gerollt, wären wir bis zum Restaurant La Riva – Trattoria & Enoteca gekommen. Ich erinnere mich an frühere Besuche des schönen, aber leider nicht barrierefreien Lokals.

Selfie 😀

Dann traten wir den Rückweg an. Wir wollten bei einem Eiscafé am Ende der Fußgängerzone noch einen Kaffee trinken. Dann ging’s wieder zurück mit der Straßenbahn zum GTH.

Auf großer Fahrt

Gestern Nachmittag hatten G. und ich beide keine Termine. Also beschlossen wir gemeinsam etwas zu unternehmen. Wir machten uns auf den Weg zu den Straßenbahnhaltestellen am Bahnhof. Was und wohin sollte die nächste Bahn entscheiden, die wir nehmen konnten.

Dann kam die 042 Richtung Elfrath. Ich entschied, nur bis Bockum zu fahren. Am Bockumer Platz gibt es die Möglichkeit ebenerdig mit Rolli auszusteigen. Das machten wir. Dann besuchten wir das Sylter Eiscafé. Die haben total leckeres Eis! Ich bestellte einen Becher mit 2 Kugeln: Mango (G.s) und Himbeer (meins). Dann suchten wir uns eine ruhige Stelle. Wir stellten uns nebeneinander auf und ich versorgte uns beide mit Eis. Einmal G. anreichen, einmal selber schlecken. Wir genossen das beide sehr!

Straßenbahnhaltestelle am Bockumer Platz

 

Quelle: Speisekarte des Cafés

Nach dem Eisessen wollte G. gerne in einem Park spazierenrollen. Grün – gute Luft – nur Blätterrauschen, keine Autos hören. Da Bockum meine Heimat aus früheren Tagen ist, kenne ich mich dort sehr gut aus. Wir fuhren an Omas früherer Wohnung vorbei bis zum Sollbrüggenpark.

Es war so schön dort. Die Luft klar und rein, Ruhe – kein Autolärm, der Wind spielte in den Blättern der großen, alten Bäume. Perfekt um zu Entspannen!

Sollbrüggenpark.jpg
Gemeinfrei, Link

Doch leider mussten wir den Rückweg antreten, um pünktlich zum Abendbrot wieder im GTH zu sein. Aber wir hatten einen wunderbaren Ausflug gemacht!

In die Straßenbahn ohne Rampe

Als ich letztens in Krefeld-Bockum im Sylter Eiscafé war, durfte ich mir eine Speisekarte mitnehmen, um eventuell das ein oder andere Bild im Blog zu verwenden.

Da ich Samstag Nachmittag so wie so etwas unternehmen wollte, brachte ich die Karte zurück… und aß natürlich wieder ein wunderbares Eishörnchen dort. *didum* 😜 . Ich probierte andere Geschmackssorten: Joghurt und Himbeere. Beide waren sehr gut, aber Himbeere war sensationell! *träum*

Ich fuhr wieder mit E-Rolli mit der Straßenbahn. Sowohl am Krefelder Hauptbahnhof als auch am Bockumer Platz gibt es erhöhte Bahnsteige, die es Rolli-Fahrern ermöglichen, in die Bahn hinein und heraus zu fahren. Damit kann man an diesen Haltestellen als Rolli-Fahrer die Bahn auch benutzen.

Auch Rollator-Nutzer oder Eltern mit Kinderwagen profitieren davon. Allerdings kann, wer in der Lage ist, sein „Fahrzeug“ in die oder aus der Bahn zu heben (oder heben zu lassen) auch alle anderen Haltestellen nutzen. Der E-Rolli ist leider zu schwer. *grummel* 😖 . Damit kann ich z.B. am Zoo nicht aus- oder einsteigen!

Die Straßenbahnfahrer können an den erhöhten Bahnsteigen eine kleine Rampe ausklappen, damit eine eventuelle minimale Höhendifferenz zwischen Bahnsteig und Bahn oder auch ein eventueller Spalt zwischen beiden überbrückt werden  kann.

Bisher habe ich die Rampe immer benutzt, wenn ich mit der Straßenbahn oder dem Bus gefahren bin. Die Fahrer sind immer sehr zuvorkommend. Doch Samstag kam zwar die Schaffnerin raus und hätte mir auch die Rampe ausgeklappt. Aber sie fragte mich: „Wie wollen Sie es machen? Mit oder ohne Rampe?“

Ich war erst sehr überrascht. Dann sagte ich: „Also ich habe das bisher immer mit Rampe gemacht. Das geht ja auch gar nicht ohne. Da ist ja dieser Spalt… “ Ich war etwas verunsichert.

„Doch, doch“, sagte sie, „die anderen machen das doch auch immer so.“

Ich schluckte.

„Probieren Sie es doch einfach mal. Ich bleibe hier“, schlug sie vor.

Nun ja. Das freundliche Angebot wollte ich nicht ausschlagen! „Augen zu und durch!“, dachte ich.

Ich gab Gas… und… juhu!!! Es klappte! Das machte ich dann auch beim Aussteigen und auch auf der Rückfahrt. Ich war richtig stolz! Aber ganz geheuer ist es mir noch nicht. Wahrscheinlich muss ich das erst ein paar mal machen.

Das Wetter war wunderschön, sodass ich ein paar Fotos von Bockum machte.

Straßenbahnhaltestelle am Bockumer Platz
Blick in die entgegengesetzte Richtung