FrühTV 02

Frau XYZ kam etwas später zum Frühstück, also um 8:30 Uhr statt um 8:00 Uhr. Frühstück ist von 8:00 Uhr bis 10:00 Uhr.

Die meisten Bewohner kommen immer sehr pünktlich oder früher als zur Anfangszeit zu den Mahlzeiten. Daher ist, wenn man eine halbe Stunde später kommt, das beste vom Büfett schon weg.

Natürlich wird immer wieder nachgelegt. Doch es kann sein, dass man dann kommt, wenn die Leckerbissen schon gerade weg sind, die Hauswirtschafterin aber noch nicht wieder nachgelegt hat.

Genau in dieser Zeit kam Frau XYZ.

„Aha… typisch… nix da… hmpf!“, ereiferte sie sich. „Dann können die mir das anden Platz bringen. Ich bleib hier nicht die ganze Zeit stehen!“

Da erschien Herr ZY, Heinrich (eigentlicher Name geändert). Die beiden kommen oft zu ähnlichen Zeiten.

„Haste gesehn, Heinrich? Hier ist wieder alles ausverkauft!“, grummelte Frau XYZ.

Ihr blieb nicht viel Zeit, ihre schlechte Laune auszukosten. Denn schon erschien die Hauswirtschafterin mit neuen Platten Käse und Aufschnitt.

„Ah, bring mal die Platten hier her!“, bellte Frau XYZ „Heinrich, nu komm schon, die muss uns die Platten an den Platz bringen!“ Feldwebel XYZ wa ganz in ihrem Element.

Die Hauswirtschafterin ging erst mal zum Büfett. Die Rache der kleinen Frau war zu köstlich. Dann setzte sie noch einen drauf: „Was denn? Käse?“, sie wusste geau, dass Frau XYZ lieber Aufschnitt mag.

„Nein! Aufschnitt!“, rief Frau XYZ entrüstet.

Die Hauswirtschafterin grinste.

Dann wurde es noch einmal spannend. Flink und behände huschte Frau ABC durch den Speisesaal. Ihr direkt auf den Fersen lief die Frisörin aus dem Frisör-Salon. „Frau ABC… Frau ABC… hier lang! Sie wollen doch zum Frisör! Da haben sie die falsche Richtung eingeschlagen!“, in der einen Hand den Frisier-Umhang segelte sie in Richtung Kapelle, Frau ABC hinterher.

„Ach“, lachte Frau ABC als die Frisörin sie eingefangen hatte.

 

Ich will grünes Wasser! – FrühTV 01

Mit einem kommandierenden Ton rief das eine Seniorin gestern Morgen im Speisesaal.

Mein Frühstücksfernsehen (FrühTV) war eröffnet!

„Hast du grünes Wasser, Heinrich (eigentlicher Name geändert)?“, krakelte es weiter.

„Nein. Wieso?“, antwortete Heinrich.

„Ich brauch grünes Wasser! Ich muss doch meine Tabletten einnehmen!“, wichtig plusterte sie sich auf: „Hier ist nur rosanes und das mag ich nicht!“

 

 

„Das schmeckt wie eingeschlafene Füße!“

Also ich trinke nur das rosafarbene Wasser.

Dann erschien plötzlich eine Angestellte der Hauswirtschaft. Sie kam aus der Küche. Sie hatte gespült.

„Ach .. aaahhh … Ich will grünes Wasser!“, tönte es.

Also, wenn man so unwirsch poltert, sind die Damen der Hauswirtschaft schwerhörig.😉

Sie bediente erst einen andern Bewohner. Dann verschwand sie wieder in der Küche… und tauchte wieder auf mit 2 grünen Flaschen!

„Oh, ERT, du bist die allerbeste“, säuselte Frau XYZ.

Ja, ja…

Irgendwie ist der Mensch überall gleich… 😔

Alt wird Neu

Tschakka! Ich habe meinen alten Platz wieder! Bereits gestern Mittag hatte die Hauswirtschafterin meinen und Frau XWs Platz getauscht und eingedeckt. Jetzt sitze ich also wieder an dem Platz, den ich zugeteilt bekam, als ich 2013 hier einzog.

Ich erkenne, dass es ein wirklich guter Platz ist, mit Blick in den Speisesaal hinein und bei leichter Kopfdrehung in den Garten des GTH.

Ich sah aber heute auch, warum ich mich damals wegsetzen ließ. Die anderen Tischgenossen kommen morgens sehr früh, essen schnell und verlassen den Tisch ebenso schnell, sobald sie ihr Frühstück beendet haben. Die Folge daraus ist, ich sitze oft die ganze Zeit allein am Tisch.

U. hat sich ja als erste wegsetzen lassen. Sie sitzt jetzt bei Obelix, mit dem sie mittlerweile gut befreundet ist. P. gesellt sich dazu, sobald sie ihr Blitzfrühstück an meinem alten neuen Tisch beendet hat. Außerdem sitzt dort auch B. (auch ein Mitglied der älteren der Jungen Gruppe). Wenn man die 4 dort herumalbern sieht, selber aber alleine sitzt, … So kam ich damals auf die Idee, woanders  sitzen zu wollen.

Doch jetzt genieße ich meine Ruhe, meinen Blick in den Garten und bin froh, wieder zurück zu sein. Tja, … aus Erfahrung klug geworden. 😉

 

 

Neuer Platz

Ich habe mich wieder umsetzen lassen. Die negative Atmosphäre, die von den Tischgenossen am letzten Platz verbreitet wurde, war einfach zu viel für mich. Es zog mich total runter. 😥

Jetzt sitze ich wieder an meinem alten Tisch. 😏

Dort wurde ich wieder freundlich empfangen: „Ach, kommst du jetzt zurück?“

Kleinlaut nickte ich.

„Warum?“, fragte Herr YX. … „Aha…“

Meinen alten Platz habe ich noch nicht zurück. Dort sitzt jetzt Frau XW. Mich hat man auf Frau XWs alten Platz gesetzt. Der ist allerdings für einen Rollifahrer nicht ideal. Vielleicht kann ich Fau XW bitten, den Platz mit mir zurück zu tauschen. Mal sehen. Sie ist halt ein wenig dement. Das wird nicht einfach sein. Ich muss einen Zeitpunkt abpassen, wo sie noch recht fit ist.

Die Hauswirtschafterin heute morgen, rollte nur mit den Augen. 🙄 „Ob Frau XW das auf die Reihe bekommt. Dieses ewige Hin und Her“, meinte sie nur.

Drückt mir die Daumen, dass es klappt.

Schon der alte Goethe sagte:

Johann Wolfgang von Goethe
Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem.
Johann Wolfgang von Goethe

So war’s – Konzert mit Fr. Storz und Kollegen Juni 2019

Freitag war es dann endlich so weit. Vorgestern war das Konzert. Es war wirklich sehr schön! Aber schaut und hört selbst:

alle Bilder (c)EwaSobocik

Ich habe mehrere Audiodateien aufgenommen. Doch irgendwie bin ich überfordert damit, die Audioclips bei mir zu finden. Dann sind sie wieder weg. Ich raufe mir noch alle Haare aus!

Jetzt gebe ich euch den Link zu den Sachen, die ich bisher habe. Das ist einmal ein Duett der beiden Damen und zum anderen das gemeinsame Lied „Wenn ich ein Vöglein wär“.

Also…  …. …. ….

Juhu! Jetzt habe ich doch alles gefunden und hochgeladen!

Konzert mit Fr. Storz und Kollegen Juni 2019

Traurig

Ich bin richtig traurig, dass meine momentane Tischfamilie so gar nicht zusammenhält. Jetzt sehe ich, was ich für ein Glück hatte mit der Tischfamillie, die ich beim Einzug ins Gerhard Tersteegen Haus bekam.

Sicherlich hing auch viel damit zusammen, dass der Tisch voll besetzt war und ich mit meinen beiden direkten Nachbarinnen Glück hatte.

Über Eck zur linken saß Frau St., die Läuferin, nur mit Rollator. Zur rechten neben mir saß Frau K., meine Seelenverwandte. Wir hatten beide einen ähnlichen Humor. Das verbindet über Altersgrenzen hinweg! Zuerst kam sie auch mit Rollator. Später hatte sie einen E-Rolli, ähnlich wie meiner.

Schräg gegenüber saß Frau W.. Sie sorgte oft für viel Spaß. Mit ihr lachten wir häufig. 😁 😂 Auch sie kam mit Rollator. Ihre Freundin, Frau M. (Rolli-Fahrerin) saß über Eck zu Frau W.. Die zwei heckten ständig irgendetwas aus.

Mittlerweile sind sie alle verstorben.

Wir bekamen noch einmal eine gute Nachfolgerin, Frau Ga.. Mit ihr war es zwei Jahre lang sehr lustig. Doch dann starb auch sie.

Mittlerweile hatte sich U. von ‚meinem‘ Tisch wegsetzen lassen. Sie sitzt nun bei ihrem Freund, dem Obelix, gleich am Eingang zum Speisesaal, nah zum Buffet. Ich sehe ein, dass das für sie besser ist. Aber ich vermisse sie. *seufz *

Indem ich das jetzt so rekapituliere, wird mir klar, so eine volle Besetzung ging nur, weil viele nicht im Rolli saßen. Für uns kalkuliert man mehr Platz ein. *seufz *

Ich habe halt Pech, dass die jetzigen Rollatorfahrer so seltsam sind. *seufz *

Nein! Das ist für dich!

Frühstück unten im Speisesaal bietet immer wieder neuen „Stoff“ für den Blog! 😉

Erst war ich alleine an meinem Tisch. Frau M. war schon fertig. Ihr begegnete ich bereits am Aufzug. Ich stieg ein, um zum Speisesaal zu fahren. Sie war schon fertig und kam zurück, stieg aus.

Frau B. kommt überhaupt nur noch selten nach unten in den Speisesaal.

Herr H. kommt nur zum Mittagessen runter.

Bei den Damen B. und F. war noch eingedeckt, Zeichen dafür, dass sie noch nicht unten gewesen waren.

Ich war gerade dabei, mein Brot zu schmieren, als ich Frau F. kommen sah. Die Hauswirtschafterin sah das auch und kümmerte sich um sie, fragte sie nach ihren Wünschen und belud dann entsprechend ihren Teller. Ich kümmerte mich schon mal um ihren Kaffee (2 Zucker und Milch).

Frau F. kann nur noch sehr wenig sehen. Da sie aber gerne selbstständig ist, ersetzen ihr die Finger die Augen und sie fasst gerne alles an nach dem Motto: „Wer nicht sehen kann, muss fühlen!“ Sie tatscht dann auch auf den ganzen Speisen (Brot, Marmelade, Käse, Aufschnitt) herum und das geht bei Lebensmitteln nun gar nicht! Hygiene!

pixabay.com – (c)Clker-Free-Vector-Images

Und die Sache mit „Getränke eingießen“ hat schon des Öfteren für Überschwemmungen gesorgt!

Als sie dann mit einem reichhaltig bestückten Teller ankam, fragte ich sie: „Möchten Sie kein Frühstücksei?“ Das fehlte nämlich.

Erst antwortete sie mit „Nein“, doch ich sah, dass sie mich überhaupt nicht verstanden hatte. Ich nahm mein Ei, zeigte es ihr und gab es ihr dann in die Hand. Es war noch warm.

„Oh, ein Ei! …
Wo gibt es die denn?“

„Vorne am Buffet!“, sagte ich, „Soll ich Ihnen eines holen?“

„Nein! Ich hole es mir selber!“,antwortete sie und war schon weg.

Sie fand die Eier tatsächlich ziemlich flink und kam stolz zurück.

„Und? Haben sie die Eier gefunden?“, fragte ich.

„Ja!“, sagte sie und zeigte mir stolz 2 Eier. Eins gab sie mir. „Das ist für dich!“, meinte sie glücklich.

Andreas Hermsdorf / pixelio.de

So war’s – 20 Jahre GTH

Das Fest gestern war erste Klasse! Ganz toll! Das Haus war ganz festlich geschmückt. Man hatte extra eine Künstlerin engagiert, die die tollsten Dinge aus Luftballons formen konnte. Sie hatte den Eingang zum Heim, den Speisesaal und auch das Festzelt im Garten geschmückt.

Es gab mehrere Musik-Auftritte. Ein Chor sang „Oldies but Goldies“ (nannten sie es glaube ich).

Gegen 16.30 Uhr traten dann die „Funky Butt“ auf und erfreuten uns mit New-Orleans-Jazz. Wunderschön!

Erst gab es Kaffee und Kuchen. Der Geburtstagskuchen sah aus wie das GTH. Aber es gab auch einen mit Erdbeercreme. Der war für mich leckerer!

Nachmittags wurde gegrillt. Dazu hatte die Hauswirtschaft mehrere Salate gemacht. Außerdem gab es Spargel mit Sauce Hollandaise und frischen neuen Kartoffeln. Darauf habe ich mich gestürzt!

Die Feier war rundum gelungen!

Ich hörte nur zufriedene Stimmen. Allerdings ziemlich geschaffte. Nicht nur Bewohner! Herr Riebe-Beier, der das GTH ins Leben gerufen hat und auch als erster Einrichtungsleitung des GTH war, war die ganze Zeit anwesend. Er unterstützte Frau El Kaamouzi, jetzige Einrichtungsleitung des GTH, indem er die Moderation des Festes übernahm. Er ist mittlerweile für die Geschäftsbereichsleitung Altenhilfeverbund in Neukirchen-Vluyn beim Neukirchener Erziehungsverein tätig. Kein Wunder, dass auch er ganz geschafft abends den Heimweg antrat.

Wir danken Ihnen, Herr Riebe-Beier ganz herzlich!

Ebenso danken wir Bewohner den vielen fleißigen Händen der Hauswirtschaft, der Pflege, der Ehrenamtler, des Sozialen Dienstes, der Haustechnik, und und und. Sollte ich jemanden vergessen haben, entschuldige ich mich schon mal vorab!

Dieses wundervolle Fest wird uns noch lange positiv in Erinnerung bleiben!

Mit Klick auf die einzelnen Bilder, werden sie vergrößert angezeigt.

Speiseplan zum Mittagessen

Ursprünglich veröffentlicht Mai 23, 2014

Zum Frühstück und Abendbrot gibt es im Speisesaal ein Buffet, auf dem die Speisen angerichtet sind. Dort kann man sich entweder selber bedienen oder die anwesenden Damen/Herren der Hauswirtschaft sind einem behilflich.

Wer jedoch sehr viel Hilfe beim Essen braucht, wo das Essen angereicht werden muss, der isst auf seiner Station. Jeder Wohnbereich hat eine eigene kleine Küche und einen kleinen Speisesaal. Hierhin wird das Essen aus der Hauptküche hoch gebracht.

Man kann sein Essen auch auf dem Zimmer einnehmen.

Der Speiseplan im Heim ist sehr abwechslungsreich. Jeden Tag kann man zwischen 2 Angeboten wählen. Das Angebot wiederholt sich erst nach 2 Wochen. Theoretisch kann man also 4 Wochen lang etwas anderes zu Mittag essen. Hat man Sonderwünsche, versucht man, sich darauf einzustellen. Das Essen wird entweder direkt auf Tellern oder in einzelnen Servierschalen gereicht. Man kann vorher sagen, ob man halbe oder ganze Portionen wünscht, ob man das Fleisch bereits klein geschnitten haben muss, ob man vorher Suppe möchte oder lieber nicht, ob man auf das Dessert lieber verzichten möchte.

Alle 6 bis 8 Wochen gibt es eine sogenannte „Speiseplanbesprechung mit dem Küchenpersonal“. (Jetzt 3 – 4 x im Jahr) An der kann jeder Bewohner teilnehmen und Kritik oder Verbesserungswünsche aber auch Lob anbringen. So habe ich, zusammen mit einigen anderen Bewohnern bei der letzten Besprechung angeregt, mehr Salat und Gemüse, nicht immer Fleisch anzubieten. Darauf wurde umgehend eingegangen. Mittlerweile haben wir ein Mal in der Woche ein vegetarisches Menü im Angebot.

Die Speisen werden in der Küche des Hauses von augebildeten Köchen und ihrem Team frisch zubereitet und schmecken vorzüglich! Mein großes Lob geht also auch an die Küche samt Personal des Heims!

Speiseplan für die 21. Kalenderwoche
Speiseplan für die 21. Kalenderwoche 2014

Auch nach fast 6 Jahren schmeckt es mir immer noch sehr gut!