Sitzgymnastik – Choreografie

Da der Seminarraum zur Zeit belegt ist, musste die Sitzgymnastik gestern in einem kleinen Teil des Speisesaals stattfinden. Die beiden Damen des Sozialen Dienstes, die die Veranstaltung leiteten, hatten sich gut überlegt, wie das am besten klappen würde. Wir saßen alle in einem Kreis und studierten zusammen eine Choreografie, also eine Abfolge von gymnastischen Übungen ein.

Frau Domke begann mit einer Übung für die Beine.

Dann folgte eine Übung für die Schultern.

Danach war der Hals dran.

Dann die Arme.

Nun wurden alle Übungen hintereinander durchgeführt und es kam eine weitere für die Beine dazu.

+ neue Übung für die Schultern

+ neue Übung für  den Hals

+ neue Übung für die Arme

Nun waren es schon 8 Übungen hintereinander. Natürlich gab es eine weitere Runde. Diese sollte jedoch eine der Teilnehmenden übernehmen. Und zwar eine etwas vorlaute Dame. Frau Domke lachte sich ins Fäustchen, als der erste Hänger kam, 😄 half dann aber weiter. Sehr geschickt hatte sie die Gymnastik kombiniert mit einer Übung für den Geist.

Nach der nächsten Runde war die Anzahl der Übungen um 4 weitere gestiegen. Doch bei 12 Übungen war noch längst kein Ende! Ich weiß nicht, auf welche Zahl wir zuletzt kamen. Doch um 7 Minuten vor Ende der Veranstaltung waren wir alle geschafft. Oder nur ich? Auf jeden Fall trat ich den Rückzug an. 😉

Doch es war eine wunderbare Sitzgymnastik! Es hat allen viel Spaß gemacht. Ich fand besonders gut, dass es eine Übung für Körper UND Geist war!

Fühldosen in der Jungen Gruppe

Letzten Donnerstag haben wir unter anderem wieder etwas für unseren Tastsinn, für unsere taktile Wahrnehmung getan. Das ist für jeden von uns in der Gruppe ein Sinn, der krankheitsbedingt nicht mehr so ganz funktioniert wie bei gesunden Personen.

Dazu hatten die beiden Damen des Sozialen Dienstes, die dieses mal die Gruppe leiteten, verschiedene undurchsichtige Plastikdosen mit Schraubdeckeln mit unterschiedlichen Sachen befüllt.

Nun sollten wir die Augen schießen (oder die Augen wurden zugehalten) und dann durften wir fühlen, was sich in der Dose befand.

Es gab verschiedene Schwierigkeitsgrade. Die Dose enthielt einen Gegenstand, 2 verschiedene oder sogar 3 verschiedene Gegenstände. Wie viele es waren, wurde vorher nicht gesagt. Außerdem hatten wir nicht viel Zeit, bevor die Dose wieder weggenommen wurde.

Anschließend ging es zurück an den Tisch und wir sollten aufschreiben, was wir erfühlt hatten.

Insgesamt bekam jeder 5 verschiedene Dosen präsentiert. Beim ersten Durchgang waren es 2 verschiedene  Dosen. Beim zweiten Durchgang 3 Dosen. Meine letzte Dose war die orangefarbene vorne rechts. Sie enthielt Wasser, also eine Flüssigkeit!😁

 

© Katrin – musikhai

 

Damit die anderen, die gerade nicht mit Fühlen dran waren, weiter gefordert waren, wurden Fragen zur Allgemeinbildung gestellt. Diese las Frau R. von ihrem Handy vor.

Nach einer Pause wieder Sitzgymnastik

Nachdem ich einige Male montags nicht bei der Sitzgymnastik war, war ich heute morgen wieder dabei.

Frau Sobocik hatte die Leitung. Sie wurde unterstützt von Frau Kubens. Bei Ewa macht es immer viel Spaß. Bei ihr ist es wie in einem VHS-Kurs für Gesunde. Das sagte einmal Frau V..

Sie und ich verstehen uns sehr gut, sind uns in vielem sehr ähnlich. Wir haben beide früher viel Sport gemacht. Sie war Leistungsschwimmerin. Wir schonen uns beide nicht. Sie ist 85 und hat ALS. Durch den Sport geht es uns auch jetzt trotz der Erkrankungen noch relativ gut. Wir sind Kämpfernaturen und lassen uns nicht so leicht zermürben.

Trotzdem halten wir beide die Stunde nicht durch. Meine Aufmerksamkeit lässt nach einer halben Stunde sehr nach. Als ich dann Doppelbilder bekam und immer kraftloser wurde, zog ich die Reissleine und hörte auf. Beim Warten auf den Aufzug sah ich, dass Frau V. auch den Seminarraum verließ.

Aber es war schön, wieder dabei gewesen zu sein!

 

Eiscafé 2019

Nachmittags bekommen wir Bewohner gegen halb 3 Kaffee. Den gibt es entweder auf dem Zimmer oder im kleinen (auf den Wohnbereichen) oder großen (im Erdgeschoss) Speisesaal. Mittwochs und Sonntags gibt es auch Kuchen dazu. An den anderen Tagen gibt es entweder nur Kaffee oder dazu Plätzchen.

Manchmal gibt es auch etwas außer der Reihe wenn die Damen des Sozialen Dienstes etwas organisiert haben. Letzte Woche gab es einmal frische Erdbeeren mit Sahne oder mit Vanillepudding oder mal Wassermelone. Das tollste war der Eiscafé letzte Tage, als es so unheimlich heiß war!

Schafe malen in der Jungen Gruppe

Noch einmal waren wir kreativ in der Gruppe für Jüngere. Frau S. und Frau R. hatten einige unserer „Gartenbewohner“ in den Seminarraum geholt. Die standen nun Modell für uns im Seminarraum. Einmal waren dort 2 Schafe, zum anderen die 2 langbeinigen Vögel.

 

Bald stellte sich heraus, dass alle Schafe malen wollten.

Ganz eifrig und immer wieder mit Hilfe von den beiden Damen des Sozialen Dienstes ging es ans Werk.

Zum Schluss hatten wir eine ganz ansehnliche Gallerie mit Schafen erstellt.

Verstärkung für Sozialen Dienst

Seit einigen Wochen hat der Soziale Dienst Verstärkung bekommen. Herr H. ist studierter Sozialpädagoge und Religionspädagoge.

Er wirkt jung und dynamisch. Doch er wird deses Jahr schon 60 Jahre alt. Er ist sportlich, hat zwar ein Auto, fährt aber viel mit dem Rad. Auch zum Gerhard Tersteegen Haus fährt er die 13 km (eine Richtung) mit dem Rad. Respekt!

Hier haben sich zwei gefunden. Das GTH bekommt einen motivierten, gut ausgebildeten, berufserfahrenen Pädagogen zur Verstärkung des Sozialen Dienstes, der nicht nur in der Arbeit mit Senioren Erfahrung hat. Er kann auch Gottesdienste leiten und durchführen, etwas wofür wir bisher immer Pfarrer oder Diakone bestellen mussten.

Herr H. hat noch einmal eine neue Herausforderung für seine letzten 6 Berufsjahre gesucht, wo er sich mit seinen ganzen Ausbildungsschwerpunkten voll und ganz einbringen kann.

So etwas nennt man Win-win-Situation!

Er hat mich bereits angesprochen, weil er gehört habe, dass ich den Gottesdienst bei der Lesung unterstütze. Gerne könne ich das auch bei ihm tun, meinte er. Überhaupt möchte er die Bewohner mehr in den Gottesdienst miteinbeziehen.

Er fragte mich auch, aus welcher Bibel ich die Texte denn lese. Ich sagte ihm, ich könne mich da ganz nach seinen Wünschen richten. In der Regel habe ich bisher immer die Lutherbibel 2017 oder die Basisbibel genommen. Er arbeite gerne mit der Gute Nachricht Bibel. So lerne ich wieder etwas für mich neues kennen! Das Leben bleibt spannend!

 

Rosenmontag 2019

Der gestrige Rosenmontag war vom Wetter her ziemlich anstrengend. Es regnete immer wieder und ein kräftiger Wind heulte ums Haus und durch die Straßen. Man musste ständig Radio oder TV hören, ob die einzelnen Umzüge überhaupt stattfinden würden.

Der einzige, der pünktlich stattfand, war der Kölner Zug. Alle anderen Städte warteten etwas und starteten dann mit Verspätung. Auch der Krefelder Rosenmontagszug. Doch die Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses blieben lieber im Trockenen im GTH. Sogar unser eingefleischtester Karnevalsjeck Obelix blieb enttäuscht mit seinen ganzen Orden behangen im Heim.

Aber was würden wir nur ohne die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes machen? Sie sorgten dafür, dass uns die Karnevalsstimmung doch noch erfasste.

Frau Kubens und Frau Ider hatten einen Rollwagen bepackt mit Getränken und amerikanischen Pancakes, einer Pfanne um die Pancakes warm zu machen, dazu Schokocreme. So wanderten sie von Wohnbereich zu Wohnbereich, um die Bewohner zu verköstigen. Dazu tönte laute Karnevalsmusik.

Wir Bewohner bedanken uns ganz herzlich!

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