Mission Serious

Mein Blog ist ja ein Blog über Meine Erlebnisse im Altenheim UND über Multiple Sklerose.

Da heute Sonntag ist und dies meist ein arbeitsfreier Tag und ein Tag zur Entspannung und Erholung ist, will ich euch heute ein Spiel vorstellen. Ein Spiel, bei dem man auch ein wenig über MS lernen kann.

Gefunden habe ich es auf der Seite des Deutsche Multiple Sklerose Bundesverbands. Es nennt sich Mission Serious.

Wenn ihr auf diesen Link klickt, gelangt ihr direkt zum Spiel.

In dem Spiel kann man sein Wissen über MS testen und neues dazu lernen. Auf spielerische, spannende Weise gibt es Einblicke in und Wissen über die Erkrankung.

VIEL SPASS!

Ein Sonntag, wie er im Buche steht!

Gestern war wirklich ein Sonntag im wahrsten Sinne des Wortes! Die Sonne schien von morgens bis abends. Allerdings war es recht frisch dabei. Man merkt, dass wir uns in Richtung Winter bewegen.

Im TV sagten sie, dass die höchstmögliche Zeit an Sonnenschein bei uns momentan 9 Stunden beträgt. Die hatten wir auch in Krefeld! Da trieb es mich einfach nach draußen nach der Mittagspause.

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Platz der Wiedervereinigung

Zuerst fuhr ich zum Platz der Wiedervereinigung. Dort färbt der Herbst viele Blätter schon leuchtend gelb. Dazu der leuchtend blaue Himmel und das weiß scheinende Wasser der Springbrunnen-Fontäne… wunderschön!

Am Platz der Wiedervereinigung

Am Platz der Wiedervereinigung

Das war so malerisch…
…ooOO( Jetzt mit Staffelei und Leinwand dort stehen und malen können )
träumte ich.

Doch die Luft war frisch und trotz Fließ-Jacke und leichter Anorak-Jacke wurde es mir schon kühl, sitzend im E-Rolli. Also trat ich den Rückweg an. Ich gebe zu, mich lockte auch meine Tasse Kaffee und das Stück Kuchen, was mir gebracht wurde, als ich gerade das Zimmer verlassen wollte. Die standen jetzt auf meinem Tisch am Fenster. 😉

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Die Herbstsonne wirft lange Schatten.

Es war wirklich ein echter Sonn(en)tag 🙂

Schach – 9. Aufeinandertreffen – Herr R. zieht davon

Letzten Sonntag hatten Herr R. und ich unser nächstes Schachspiel. Das war das erste Spiel im neuen ‚Kampf-Shirt‘ von Frau Tonari.

neues 'Kampf-Shirt'

neues ‚Kampf-Shirt‘

Es sollte mir Glück bringen und meinen Gegner einschüchtern. 😉

Doch was soll ich sagen… es dauerte nicht lange und meine Unvorsichtigkeit hätte mich fast wieder die Dame gekostet. 😯

Doch Herr R., ganz Kavalier, wies mich darauf hin und ließ mich den Zug zurücknehmen. Puh! Glück gehabt!

Dann spielten wir eine ganze Weile und Herr R. stöhnte und ächzte, meinte: „Sie haben eine ganze Menge gelernt… hätte nicht gedacht, dass das so schwierig für mich wird…“, sagte er und grummelte vor sich hin.

Ich war glücklich! 🙂

Aber er hatte eine Idee, ein Konzept, und ich spielte zu leichtsinnig und konnte noch nicht mehr als einen, maximal zwei Züge in die Zukunft denken.

Also war ich dann zu guter Letzt Schachmatt gesetzt. :-/

Bilanz aktuell:
Herr R.: S6 U1 N3
Katrin:   S3 U1 N6

Danach war es Zeit für Kaffee und Kuchen. So saßen wir noch beisammen und ließen es uns gut gehen. 🙂

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Ist das kalt heute!

„Brrr… ist das kalt heute!“, Frau M. schüttelte sich, als sie sonntagmorgens zum Frühstück an ihren Platz gerollt kam.

Ja, ja, wenn man vor dem Frühstück erst mal eine rauchen muss, muss man raus vors Heim, an die frische Luft. Dort war es wohl ziemlich kalt gewesen. Das musste auch Frau M., starke Raucherin, festgestellt haben.

Als dann eine Dame von der Hauswirtschaft kam und sie fragte, was sie denn frühstücken wolle, sagte Frau M.: „Das is richtich kalt geworden… hamm wer denn bald Weihnachten?“

„Das ist schon vorbei“, sagte die Hauswirtschafterin, „wir gehen schon auf Karneval zu!“

„Ach… feiern wir das auch hier?“, fragte Frau M. interessiert.

„Aber ja!“, bekam sie zur Antwort.

Auf die Frage, ob sie denn auch ein Ei zum Frühstück wolle, schließlich sei ja heute Sonntag, juchzte Frau M. begeistert: „Oh, ja!!!“

Es ist ja so liebenswert, mit welch kleinen Dingen man den Senioren eine Freude machen kann. Eier, Bananen, Gesang, Ausflüge, Schokolade, …

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Das Glück des Alters

Sahnetorte am Sonntag

Es ist mal wieder Sonntag. Sonntage sind immer ruhige Tage. Es gibt zwei Mal im Monat Gottesdienst im GTH. Manchmal ist auch ein Musiker hier, der ein Konzert gibt. Aber die meisten Sonntage sind eher ruhig. Man bekommt schon mal Besuch. Oder aber man ist irgendwo eingeladen, geht selbst irgendwo zu Besuch.

Konstant ist die Sahnetorte am Sonntagnachmittag, die es zum Kaffee gibt. Sie wird einem entweder auf dem Zimmer serviert, oder man geht runter in den Speisesaal.

Sahnetorte am Sonntag

Sahnetorte am Sonntag

Wurzelsepp geht’s wieder besser

Es ist Sonntag, diese Woche ein Sonntag ohne Gottesdienst im GTH. Ich werde auch nicht in die Auferstehungskirche nach Oppum fahren. Also ein Sonntag ohne Gottesdienst, ohne Anwendungen, ohne Programm. Da bleibt Zeit, mal wieder vom Wurzelsepp zu erzählen. Immerhin hat er sich ja zu einer Beliebtheit / Berühmtheit in meinem Blog entwickelt. 😀

Wurzelsepp und ich

Wurzelsepp und ich

‚Einfach so‘ würde ich das Bild nicht posten. Ich wartete einen ‚guten Moment‘ ab, wo ich mir sicher war, dass mein Wanderkumpan verstehen würde, was ich vorhabe.

Das Wetter ist viel angenehmer geworden. Das zeigt sich auch bei ihm. Er ist viel besser zurecht. Es geht ihm viel besser! Daher waren wir letztens nach dem Essen wieder im Garten und drehten unsere Runden – zwei Stück sogar! So wanderten wir durch den Garten, plauderten und genossen die frische Luft. Da zeigte sich wieder, dass er früher begeisterter Wanderer war. Er vermisst es, dass die gr0ßen Bergtouren nicht mehr machbar sind. Er war früher Wanderführer und bildete Nachwuchs aus. Einige seiner ehemaligen Schülerinnen und Wandergefährten besuchen ihn auch hier.

Anschließend zeigte ich ihm auf meinem Zimmer den Blog und erklärte ihm, dass ich über das GTH schreibe und auch schon von uns beiden erzählt hätte.

„Wie?!? Von dir und mir???“, fragte er.

„Ja,“, sagte ich „allerdings ohne den echten Namen zu nennen.“

Dann sagte ich, dass ich gerne das Bild von uns beiden dort zeigen würde. Schließlich sei er eine Berühmtheit geworden!

„Wer kann das dann sehen?“, fragte er.

„Die ganze Welt.“, meinte ich, „Wer immer auf meinen Blog kommt, um die Geschichten zu lesen.“

„Na und? Was ist schlimm daran? Wir tun doch nichts Verbotenes.“

Genau. Das stimmt. Wir sind nur zwei Bewohner des GTH, die sich sympathisch sind und die gerne zusammen durch den Garten flanieren. 🙂