Überraschung!

Am Freitagnachmittag erlebten die Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses eine wunderbare Überraschung.

Das ganze war für die Bewohner ein echtes Mysterium, stand doch nichts dazu auf dem monatlichen Veranstaltungskalender. Nur Informationszettel auf den Tischen im Speisesaal informierten uns, dass das Mittagessen bereits um 11:30 Uhr auf den Wohnbereichen stattfinden würde, da abends gegrillt würde und die Hauswirtschaft freie Bahn brauchte, um den Speisesaal umzuräumen.

Aha. Es sollte also gegrillt werden. Wir freuten uns sehr! Ich bestellte mein Mittagessen ab, da ich beim Grillen zuschlagen wollte! Da sollte es nämlich auch Salate geben.

Gegen 15:00 Uhr wurden die Bewohner aufgefordert in den Speisesaal zu kommen oder sie wurden runter gebracht. Die Spannung wuchs. Wir spürten, dass da was im Sack war!

Der Speisesaal war um Seminarraum und Kapelle vergrößert worden und lange Tische waren aufgebaut. Die Damen von Hauswirtschaft und Sozialdienst waren beschäftigt, die Bewohner an ihre Plätze, unterteilt nach Wohnbereichen, zu leiten.

Nach und nach fanden sich immer mehr unbekannte Herren ein und wir mutmaßten, wer das wohl sei. Schnell waren wir uns einig: das mussten edle Spender sein!

Der Rotary Club Kempen Krefeld hatte den trompetenden Eismann Skotty bestellt. Es gab also erst einmal köstliches Eis, Vanille + Schoko + Erdbeere, gekrönt von leckerer Schokoladensahne und Erdbeersoße. Ein Gedicht!

sooooooo lecker!!!!!

Nachdem alle Bewohner mit Eis versorgt worden waren, spielte Skotty beschwingte Musik auf seiner Trompete. Er spielte alles auswendig, begleitet zu Musik vom Band. Einfach genial!

Skotty, der trompetende Eismann

Derweil begrüßte Hr. Frings-Wikker, Einrichtungsleiter des Gerhard Tersteegen Hauses die edlen Spender und die Bewohner.

Durch die Fenster blickten wir nach draußen in den Garten des Heims. Wir sahen, wie Hr. D., ein ehrenamtlicher Helfer des GTH den großen Grill anwarf. Später legte er Fleisch und Würste auf den Rost. Das Grillen hatte begonnen.

Herr D. am Grill

Zur selben Zeit baute die Hauswirtschaft ein Büfett mit Salaten, Kräuterquark, Brot und weiteren schmackhaften Kleinigkeiten auf.

Damen der Hauswirtschaft des GTH

Da lief einem schon beim Zusehen das Wasser im Munde zusammen!

Die Bewohner des GTH bedanken sich ganz herzlich beim Rotary Club Kempen-Krefeld für den schönen Nachmittag!

Ebenso geht unser Dank an alle weiteren helfenden Hände, die die Speisen zubereiteten und das Fest für uns wunderschön gelingen ließen!

(Ich bitte um Nachsicht mit meinen Fotos. Besser unscharfe Bilder, als gar keine. 😉  )

 

Wetterabhängig?

Wer im Freitags-Füller gelesen hat, was ich am Samstag vorhatte, der erinnert sich vielleicht, dass ich mit einer Freundin einkaufen gehen wollte. Immerhin hatte ich einen Gutschein für mich und eine Freundin, der „20% auf alles“ versprach.

Ich wachte gegen 7.00 Uhr auf und hörte den Regen schon gegen das Fenster klopfen. Als dann die Vorhänge zurück gezogen wurden, sah ich das ganze Elend. Eine Komposition grau in grau.

Da gab es nur eins: warten, ob es am Nachmittag auch noch so aussah.

Svenja Weidmann / pixelio.de

Was soll ich sagen: „Hey! Wir haben Geld gespart!“. Denn mit dem Rolli raus in den Regen, das muss nicht sein!

So war’s – Sommerfest 2017

Es war ein ganz tolles, wunderbares Sommerfest! Das Wetter hat zwar nicht so ganz mitgespielt. Doch da alles überwiegend drinnen stattfand, konnte das unsere Laune nicht verderben.

Die Angestellten des Gerhard-Tersteegen-Hauses haben eine echte logistische Meisterleistung vollbracht. Pünktlich um 16:00 Uhr eröffnete Frau Kira El-Kaamouzi als stellvertretende Einrichtungsleitung (Diesen Part hat sie fast ein Dreivierteljahr lang hervorragend gemanagt, obwohl sie Mutter eines kleinen Kindes ist und nur eine Teilzeitstelle hat.) das Sommerfest und gab dann ab an Herrn Volker Frings-Wikker, der seit 01.06.2017 Einrichtungsleiter des GTH ist.

Herr Frings-Wikker begrüßte uns und stellte sich uns erst einmal ganz offiziell vor.

Das schreibt der Neukirchener Erziehungs Verein (NEV).

Dann begrüßte er auch die Gruppe Funky Butt New Orleans Jazzmen

und gab den Startschuss für den Verzehr der ganzen Leckereien.

Es begann damit, dass wir eine leckere, alkoholfreie Erdbeer-Bowle serviert bekamen. Draußen war schon ein ganzes Team von Köchen, Hauswirtschaftern und Ehrenamtlichen dabei, zu grillen. Es gab Würstchen, Schweine-, Rind- und Hühnerfleisch, Gemüse, Brot.

Drinnen gab es diverse, sehr schmackhafte Salate und später auch Nachspeisen. Ich denke es war der neuen Hauswirtschftsleiterin, Frau Düro gelungen, dem ganzen ihre Handschrift zu verleihen. Denn es war anders als in den Jahren zuvor. Andere Rezepte, andere Geschmacksnoten. Nicht nur gute alte Hausmannskost, sondern durchaus Salate mit Pfiff. Ich war begeistert! Zum ersten Mal in meinem Leben aß ich zum Nachtisch Panna Cotta, die einfach grandios schmeckte!

Überhaupt fühlte ich mich sehr wohl an diesem Nachmittag. Ich saß mit netten Leuten am Tisch. Zum Beispiel mit der einen lebensfrohen, im nächsten Jahr 100 Jahre alt werdenden Dame. Oder mit dem Herrn von der Wachkoma-Station, der sehnsuchtsvoll sah, wie ich mir die Leckereien munden ließ, bis ich zu ihm rollte, und ihm ein Stückchen von meiner Wurst gab und danach einen Schluck aus seiner Bierflasche. Ja, er kann schlucken. Ich hatte es schon mehrfach beobachtet, dass er von einer Pflegerin Essen und auch zu trinken angereicht bekam. Also traute ich mich. Und das war gut so! 🙂

Außerdem machte ich Bilder mit meinem Smartphone und bat Gesunde mit meinem Smartphone ein paar Fotos zu machen.

Ganz zum Schluss der Feier kamen Hr. Mackenstein und Hr. Müller des KCC Niederrhein mit ihren Käfern und drehten eine kleine Runde mit einigen Bewohnern. Auch mit mir! Ein perfekter Abschluss eines perfekten Tags!

Nun will ich euch zum Schluss noch ein paar Fotos zeigen!‘

 

Wie am Mittelmeer

Gestern hatten wir ein Wetter wie man es sonst nur vom Urlaub am Mittelmeer kennt. Die Sonne schien heiß und unbarmherzig. Schon morgens war es bei Sonnenaufgang 22 °C. In der Nacht ist es nicht tiefer gegangen. Ich habe also ganz ordentlich geschwitzt letzte Nacht.

Wetter am 26.08.2016
Nachmittags stiegen die  Temperaturen tatsächlich noch auf 33/34 °C!

Gegen 12.00 Uhr gestern Mittag saßen einige der Bewohner draußen, noch im Schatten vor dem Speisesaal. Doch dann verkrümelte sich einer nach dem anderen nach drinnen. Nur Frau St. und ich saßen irgendwann noch draußen und genossen die Aussicht über den Garten und den leichten Wind, der uns durch das Haar fuhr.

„Es ist einfach unglaublich! So ein blauer Himmel!“, Frau St. legte den Kopf in den Nacken und genoss.

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„Sollen wir unser Mittagessen hier draußen essen?“, fragte ich sie.

Frau St. schaute mich an und strahlte: „Das wäre schön!“

Also rollte ich in den Speisesaal an unseren Tisch, nahm mein Besteck, meine Serviette und mein Glas mit nach draußen. Dann schickte ich Frau St. los, ihre Sachen zu holen. Außerdem sagte ich der Hauswirtschafterin Bescheid, dass wir zwei draußen säßen und dort auch essen wollten. Ich bat sie auch, uns Getränke raus zu bringen. Denn das schaffte ich nicht.

Etwas später wurde uns das Mittagessen draußen serviert. Genial!

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Frau St. aß Fisch mit Kartoffelsalat, ich Kartoffelauflauf mit Rote Beete. Zum Nachtisch gab es Erdbeerpudding. Es schmeckte hervorragend!

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Es hatte wirklich etwas von Urlaub am Mittelmeer. Später gönnte ich mir noch einen Espresso auf dem Zimmer. Den hatte mir ein Angestellter mit meinem Pulver-Espresso zubereitet. Hilfe einzufordern ist gar nicht so schwer. 😉

Schöner kann es im Urlaub gar nicht sein!

Hitze

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Die momentane Hitze wird allgemein im Gerhard-Tersteegen-Haus nicht sonderlich gut vertragen. :-/ Es ist wie immer in Deutschland: die Schwankungen von zu nassem Sommer mit Temperaturen von gerade mal 12 – 15 °C sind einer abartigen Hitze gewichen mit 22 – 36 °C. Wir haben nun also locker 20 °C mehr als noch vor einer Woche.

Das vertragen nicht nur die Bewohner nicht gut. Auch viele Angestellte sind krank. Dazu kommt noch der Urlaub vieler. Das hat zur Folge, dass die ohnehin knapp bemessene Personaldecke dünn ausfällt. Diejenigen die dann noch da sind, müssen unmenschlich viel leisten. Und das bei den niedrigen Löhnen in der Pflegebranche.

Also nutze ich den Blog mal, um mich bei den fleißigen Angestellten und den ganzen Praktikanten zu bedanken!

Bilderquelle: pixabay.com