Fühldosen in der Jungen Gruppe

Letzten Donnerstag haben wir unter anderem wieder etwas für unseren Tastsinn, für unsere taktile Wahrnehmung getan. Das ist für jeden von uns in der Gruppe ein Sinn, der krankheitsbedingt nicht mehr so ganz funktioniert wie bei gesunden Personen.

Dazu hatten die beiden Damen des Sozialen Dienstes, die dieses mal die Gruppe leiteten, verschiedene undurchsichtige Plastikdosen mit Schraubdeckeln mit unterschiedlichen Sachen befüllt.

Nun sollten wir die Augen schießen (oder die Augen wurden zugehalten) und dann durften wir fühlen, was sich in der Dose befand.

Es gab verschiedene Schwierigkeitsgrade. Die Dose enthielt einen Gegenstand, 2 verschiedene oder sogar 3 verschiedene Gegenstände. Wie viele es waren, wurde vorher nicht gesagt. Außerdem hatten wir nicht viel Zeit, bevor die Dose wieder weggenommen wurde.

Anschließend ging es zurück an den Tisch und wir sollten aufschreiben, was wir erfühlt hatten.

Insgesamt bekam jeder 5 verschiedene Dosen präsentiert. Beim ersten Durchgang waren es 2 verschiedene  Dosen. Beim zweiten Durchgang 3 Dosen. Meine letzte Dose war die orangefarbene vorne rechts. Sie enthielt Wasser, also eine Flüssigkeit!😁

 

© Katrin – musikhai

 

Damit die anderen, die gerade nicht mit Fühlen dran waren, weiter gefordert waren, wurden Fragen zur Allgemeinbildung gestellt. Diese las Frau R. von ihrem Handy vor.

Saugnäpfe, Kugelschreiber, Zunge

Was verbindet diese 3 Begriffe miteinander?

Die Antwort lautet: Logopädie!

Die Logopädin bastelte aus Kugelschreiberhütchen Saugnäpfe die sie anwendet, um die Sensibilität meiner Zunge zu steigern.

Was ich mit Worten schwer ausdrücken kann, zeigen vielleicht die Fotos.

Natürlich wollt ihr jetzt wissen, ob es wirklich etwas bringt.

Meine ganz klare Antwort ist: JA!!! 👍

Ich habe zwar immer noch Missempfindungen auf/an der Zunge. Aber es ist besser geworden. Ich beiße mir viel seltener auf die Zunge.

Auch die Empfindlichkeit bei sauer oder süß ist längst nicht mehr so gesteigert, wie es mal war. Ich genieße sogar wieder Schokolade und auch manchmal Nutella oder Honig! Das hätte ich vor Jahren noch nicht für möglich gehalten!

Zungenbrecher in der Logopaedie

Immer wieder werde ich konfrontiert mit dem Ausruf: „Du gehst zur Logopaedie? Du kannst doch ganz normal sprechen!“

Die meisten Menschen verbinden mit Logopaedie immer ein Problem mit der Sprache, mit dem Sprechen. Stottern, Lispeln, und andere Sprachstoerungen.

Dass sich der Logopaede mit viel mehr befasst, kann man beim Eintrag zu Logopaedie in der Wikipedia sehen:

Logopädie (von altgriechisch λόγος lógos, deutsch ‚Wort‘ und παιδεύειν paideuein, deutsch ‚erziehen‘; wörtlich also ‚Sprecherziehung‘) ist die medizinische Fachdisziplin, die Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörbeeinträchtigung zum Gegenstand hat. Sie beschäftigt sich mit Prävention, Beratung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation, Lehre und Forschung auf den Gebieten der Stimme, Stimmstörungen und Stimmtherapie, des Sprechens, Sprechstörung und Sprechtherapie, der Sprache, Sprachstörung und Sprachtherapie, des Schluckens, Schluckstörung und Schlucktherapie sowie der Kommunikation und des Hörens…

Quelle

Ich gehe hin, weil ich mich so oft beiße. Meine Sensibilität im Mundraum muss gesteigert werden.

Was mir viel Spaß macht, das sind die Zungenbrecher. Den schwierigsten von gestern zeige ich euch:

Also los, versucht euer Glück! Schafft ihr es so schnell und fehlerfrei wie die Dame im Video? Ich nicht. 😉