Karnevalserwachen 2019

Krefeld ist eine echte Karnevalshochburg. Viele Krefelder nehmen an Karnevalssitzungen teil, gehen zu Karnevalsveranstaltungen. In den Schulen haben die Kinder an den Festtagen Weiberfastnacht (Altweiber), Tulpensonntag, Rosenmontag, Veilchendienstag, Aschermittwoch (?) schulfrei. In der Nacht zu Aschermittwoch um Mitternacht wird der „Hoppeditz“ zu Grabe getragen, eine typische alte niederrheinische Narrenfigur, der Ähnlichkeit mit Till Eulenspiegel hat. (In Köln ist das der „Nubbel“.)

Auch im Gerhard Tersteegen Haus wird ausgiebig gefeiert.

Heute, Montag, stand wieder wie gewöhnlich um 10:30 Uhr Sitzgymnastik auf dem Programm. Es hatte sich ein großer Kreis an Bewohnern unten im erweiterten Seminarraum versammelt. Es begann ein strammes Programm. Dann, kurz nach 11 Uhr machten wir eine kurze Pause. Machen wir immer um diese Zeit. Dann gibt es meist etwas zu trinken und eine kurze Verschnaufpause.

Doch dann, um 11:11 Uhr erschienen die Kursleiterinnen plötzlich mit einem Servierwagen mit Eierlikör, Sekt, Saft, Wasser und lauter Karnevalsmusik. Der Karneval war erwacht!

Wir Bewohner begannen im Takt zu wippen, zu tanzen zu singen. Es war wunderbar!

Verabschiedung von Hr. Matenaers

Hr. Christoph Matenaers spielt Gitarre, manchmal auch Mundharmonika, und singt. Das hat er auch regelmäßig mit den Senioren des Gerhard Tersteegen Hauses gemacht. Da wurden die bekannten, alten Lieder aus der Volksmusik und von Schlagern der 1960er bis 2000er Jahre gemeinsam gesungen.

Die Senioren mit und ohne Demenz singen sehr gerne. Oft können sie viele Strophen der Lieder auswendig. Aber Hr. Matenaers hat auch viele Texthefte zusammengestellt. Für jede Jahreszeit und Gelegenheit gibt es Hefte, aus kräftigem Papier und in Großschrift.

Doch leider muss Hr. Matenaers eine längere Zeit mit dem Gitarrenspiel pausieren. Ärztliche Anweisung! Seine Arme und Hände müssen sich regenerieren.

Die Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses werden ihn und die Gesangstunden mit ihm sehr vermissen. Wir wünschen ihm baldige Genesung. Wir freuen uns sehr auf seine Rückkehr!

Sekt mit einer Hundertjährigen

Es ist schon etwas her. Aber davon will ich unbedingt noch erzählen. Frau Kt. wurde diesen Sommer 100 Jahre alt.. Das ist schon etwas besonderes. Zwar gibt es einige Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses, die dieses hohe Alter erreicht haben. Aber es ist doch jedes Mal etwas besonderes.

Natürlich bekommen die Bewohner dann viel Besuch. Sogar ein Bürgermeister lässt es sich nicht nehmen, dem hochbetagten Bewohner zu gratulieren.

Wie das dann so ist an diesen besonderen Tagen, häufen sich die Geschenke und / oder Mitbringsel. Bei Frau Kt. waren das auch mehrere Flaschen Sekt. Große Flaschen. Keine Piccolos.

„Was soll ich denn damit machen? Alleine bekomme ich so eine Flasche nie leer!“, Frau Kt. stöhnte.

Das war damals als U. Geburtstag hatte. Ihr ging es ähnlich. Daher lud sie mich und auch Frau Kt. zum Sekt ein. Das brachte Frau Kt. auf die Idee uns beide einzuladen und mit uns eine der großen Flaschen zu trinken.

Wir sagten gerne zu, denn Frau Kt. ist eine sehr lebhafte (trotz 100!) gesellige Frau, die ein sehr interessantes Leben hatte. Davon erzählt sie gerne! Und wir hören ihr gerne zu!

Hier schrieb ich schon mal einen Beitrag über ihre Berufe: >>klick<<

Als wir zu ihr kamen hatte sie schon alles vorbereitet. Sekt und Gläser standen schon auf dem Tisch.

Während wir gemütlich bei ihr zusammensaßen, kam sie auch dazu, uns von ihrer großen Leidenschaft, dem Quilten zu erzählen. U. zeigte sehr großes Interesse und ließ sich alles erklären. Ob sie wohl mal Lust dazu bekommt, es selber auszuprobieren? Frau Kt. versprach, ihr zu helfen, sollte sie Hilfe benötigen.

Mein Geburtstag 2018

Die Tür zu meinem Zimmer wurde von außen dekoriert:

Meine Tür wurde dekoriert!

Jetzt neigt er sich dem Ende zu, mein Geburtstag 2018. Es war ein wirklich schöner Tag!  

Es begann damit, dass die Pflegerin heute morgen ein Geburtstagslied singend in mein Zimmer kam. Dann ging es erst einmal unter die Dusche.  

Unten im Speisesaal forderte ich erst einmal eine Geburtstagskerze ein.  Das zeigte den anderen Bewohnern an, dass ich Geburtstag hatte. Prompt reihten sich die Frühstücksgäste ein, um mir zu gratulieren. Ich wurde gedrückt, geküsst, mir wurde ein Geurtstagsständchen gesungen. Ich war sehr glücklich! 😊 *seufz*  

Dann bekam ich einen Blumenstrauß geschickt. Es war ein wunderschöner, dicker Strauß mit Freilandrosen. Es sind bestimmt 50 an der Zahl! Es war auch eine Grußkarte an dem Strauß befestigt. Er kam von einer Freundin aus Oppum, dem Stadtteil in dem ich früher gewohnt habe. Vielen, vielen Dank, S.!  

Vormittags hatte ich Familienbesuch – erst Eltern dann Schwester.  

Nachmittags feierte ich mit den Bewohnern der Jungen Gruppe. Frau Faust und Frau Sobocik vom Sozialen Dienst hatten im Friseursalon wunderschön dekoriert. Ein langer Tisch war gedeckt. Getränke standen bereit. Knabberzeug und Chips in kleinen Schalen standen auf dem Tisch.  

Die beiden Damen hatten mich gefragt, wie ich mir meinen Geburtstag denn vorstelle. Ich sagte, ich wolle Pizza ausgeben und HLT-Rätsel lösen.  

Also gingen sie am frühen Nachmittag bei den Teilnehmern der Gruppe für Jüngere herum, nahmen Bestellungen auf und bestellten die Pizzas zu 16:15 Uhr.  

Alles klappte wie erwünscht. Frau Faust füllte zu Beginn erst einmal Sekt- und Saft-Gläser. Dann wurde auf mich angestoßen.  

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Vielen, vielen Dank für diesen wunderbaren Tag!

Silvester 2017

Silvester wird im Gerhard Tersteegen Haus nicht großartig gefeiert. Aber nette Kleinigkeiten stimmen die Bewohner auf den Jahreswechsel ein.

Nachmittags fuhr der rollende Silvester-Wagen mit Damen vom Sozialdienst über die Gänge der einzelnen Wohnbereiche. Sie schoben einen Servierwagen, bepackt mit einem Ghetto-Blaster mit schmissiger Party-Musik, mit Luftschlangen und Tischfeuerwerk, mit Sekt, Saft und Likören und verbreiteten gute Laune.

Abends wurden wir von der Hauswirtschaft überrascht mit leckeren Extras. Es gab gefüllte Eier, Spargel eingerollt in Kochschinken, leckere, würzige, kleine Party-Frikadellen. Dazu natürlich das normale Abendbrot-Programm: verschiedene Brotsorten, verschiedene Käsesorten und verschieden Aufschnitt.