Zum 5. mal Fenstersingen mit Pfr. Grünhoff

Pfr. Grünhoff vergisst ihre Schäfchen nicht. Schon zum 5. Mal war sie zusammen mit der Kirchenmusikerin Fr. Tebbe-Tänzler und erfreute uns, die Bewohner des GerhardTersteegen Hauses mit Musik, gespielt und gesungen rund um das GTH: Virchowstraße, Billsteinstraße und zuletzt im Garten des GTH. Dort kamen auch die Bewohner des Betreuten Wohnens, Seiden Carré, auf die Terrassen und hörten zu.

Dieses Mal war ich im Garten als sie kamen. Daher erlebte ich sie hautnah (mit gebührendem Sicherheitsabstand). So gibt es dieses mal auch andere Fotos. 😉

 

Scrabble™ spielen mit E.

Gestern Nachmittag war ich mit E. verabredet zum Scrabble™ spielen. Bei einem unserer Gespräche stellten wir fest, dass wir beide sehr gerne dieses Brettspiel mit den Buchstaben-Steinen spielen.

E. hatte es früher gerne mit ihrem Ehemann gespielt. Ich habe das Gefühl, dass sie seit er starb, nicht wieder gespielt hat. Denn im Spielkarton befanden sich noch die Zettel mit notiertem Punktestand von den letzten Spielen, die sie mit ihrem Ehemann gespielt hatte. Ich erfuhr, dass er vor 13 Jahren gestorben ist.

pixabay.com – Bruce Emmerling

Jetzt spielte sie also mit mir. Wir trafen uns im Wohnzimmer des Seidencarrés im Erdgeschoss. Seit zwei Jahren wohnt E. in einer kleinen Wohnung im Betreuten Wohnen dort. Im Wohnzimmer des Seidencarré hatten sich einige Gruppen zum Spielen getroffen. Dadruch war es recht lebhaft. Die vielen Stimmen machten es für mich ziemlich anstrengend.

Wir hatten vor, ein Spiel mit 10 Runden zu spielen. Das Spiel wird je zur Hälfte durch Glück und Können der Spieler beeinflusst. Ich hatte leider fast die Hälfte des Spiels keine Vokale. Daher konnte ich Worte nur durch Anlegen an einen Vokal eines bereits auf dem Spielfeld liegenden Wortes bilden.

E. hatte mehr Glück mit ihren Buchstaben. So gewann sie dann auch das Spiel nach 10 Runden.

Das ganze hat uns beiden viel Spaß gemacht. E. wollte auch gleich schon einen Termin für das nächste Spiel ausmachen. Da war ich sofort ihrer Meinung!

„Ach, dass wir zwei uns gefunden haben… wie wunderbar… !“, seufzte E.

Seelenverwandte

Es gibt sie ganz selten. Aber es gibt sie. Wenn man das Glück hat einem zu begegnen und Zeit miteinander zu verbringen, ist das ein großes Geschenk!

Da macht es auch keinen wirklichen Unterschied, wie alt man ist.

Ich habe das große Glück, bereits einige Seelenverwandte getroffen zu haben. Für mich besteht eine Seelenverwandtschaft, wenn ähnliche Ansichten und Interessen bestehen und wenn man sich quasi „blind“ versteht. Wenn die Herzen im Gleichtakt schlagen. Wenn man nicht viel erklären muss, um verstanden zu werden.

Meine neueste Seelenverwandte heißt E. und ist 92 Jahre alt. Ich begegnete ihr zum ersten mal vor 2 Jahren. Sie saß draußen im Garten des Seidencarré, dem Betreuten Wohnen, das an das Gerhard Tersteegen Haus angrenzt und dessen Garten direkt an den Garten des GTH angrenzt.

Im Seidencarré wohnen Senioren ohne Pflegegrad selbstständig in ihren eigenen kleinen Wohnungen.

Als ich E. vor 2 Jahren dort im Garten sitzen sah, war sie gerade ins Seidencarré eingezogen. (Doch das erfuhr ich erst am Montag.) Wir unterhielten uns und fanden uns gleich sympathisch.

Dann waren wir uns immer mal wieder über den Weg gelaufen / gerollt 😉 . In letzter Zeit hatte ich sie länger nicht mehr gesehen. Doch ich hielt immer nach ihr Ausschau. Meine Gedanken waren oft bei ihr. ..oO(Hoffentlich ist sie nicht mittlerweile gestorben!😳 )

Doch dann trafen wir uns letzten Samstag wieder! Ich saß mit meinen Eltern in dem neuen Café des Seidencarré. Wir tranken Kaffee und unterhielten uns. Da sah ich eine Seniorin ins Café kommen, die dort etwas kaufte. Es war E.! Begeistert wandte ich mich ihr zu, nahm ihre Hand, streichelte sie und sagte: „Frau U.! Ist das schön, dass ich Sie hier treffe!“ Ich freute mich wirklich sehr!

„Frau S.? Sind Sie es?“, sie umschloss meine Hände, als wolle sie mich nie wieder los lassen, „Frau S. … ach, das ist ein Geschenk, dass wir uns hier treffen. …“

Ihre Stimme war ganz leise geworden, leise und brüchig. Aber ich hörte die Freude, die darin schwang.

„Ein Geschenk!“, sagte sie immer wieder.

Als sie ihren Einkauf getätigt hatte, sagte sie: „Wir sollten uns treffen und miteinander unterhalten! Lassen sie uns einen Termin machen!“

„Gerne“, antwortete ich.

„Montag?“, fragte sie.

Das nenne ich „Nägel mit Köpfen machen“!

Also trafen wir uns am Montag Nachmittag!

Seitdem darf ich E. zu ihr sagen.😊

 

Besuch im Seiden Carré

Im Laufe meines Wohnens hier im Gerhard Tersteegen Haus lernte ich vor einigen Jahren eine Bewohnerin des Seiden Carré kennen. Das Seiden Carré bietet kleine Wohnungen für Betreutes Wohnen an.

Im Gegensatz dazu ist das GTH eine stationäre Einrichtung. Hier benötigen die Bewohner mehr Pflege und Hilfe. Demgegenüber leben die Bewohner des Seiden Carré selbstständiger. Die Wohnungen sind großzügiger.

Natürlich habe ich schon öfter mal darüber nachgedacht, ob das nicht auch eine Lösung für mich wäre. *seufz * Nach wie vor denke ich, dass ich im GTH gut aufgehoben bin.

Ich schmücke meine Beiträge immer gerne mit Fotos. Aber hier kann ich nur Bilder von draußen zeigen. Denn die die Privatsphäre meiner Bekannten ist mir heilig!

Bilder und näheres findet ihr auf der Homepage des Seiden Carrés.

Hier meine Herbstbilder vom Platz der Wiedervereinigung vor dem Haus: