Sitzgymnastik mit Frau Kraus

Am vergangenen Montag hatten wir endlich wieder eine super Sitzgymnastik. Frau Kraus ist wieder da! Mit ihr macht es immer viel Spaß und man merkt, dass man was getan hat. Diese Einheit stand ganz im Zeichen der Beckenbodengymnastik, da sich das viele Bewohner gewünscht hatten.

Frau Kraus hat uns richtig gefordert. Dabei macht sie das mit einem Augenzwinkern. Sie leitet die Übungen energisch und forsch. Dabei lässt sie sich ungern unterbrechen. Wenn wir eine Übung 5 mal machen sollen, zählt sie: „Eins….. Zwei……. Drei…………. <Pause… die Muskeln fangen an zu schmerzen> …. ….. <die Beine tun weh!>……. “

Da hält es ein Bewohner nicht mehr aus und ruft: „Vier..Fünf..Sechs..Sieben..Acht, Neun, Zehn- und ABSETZEN!“

Frau Kraus ganz cool: „MO-MENT! Wo waren wir stehen geblieben? Da fangen wir besser noch mal von vorn an! Eins….. Zwei…….“

Der Bewohner heult auf: „NEIN!!! “

Man sollte Frau Kraus am besten nicht unterbrechen. 😂

Der Bewohner kann sich nicht beherrschen und murmelt laut: „In welchem Kindergarten sind wir hier gelandet?!?“

Das hat sofort ein vielstimmiges: „SSSSSSSSCCCCCCCCCCCCCHHHHHHHHHHHHHHHTTTTTTTTTTTTTT!!!!!!!!!!!!!!!!!!“ der Gruppe zur Folge. Ich muss grinsen! 😂

Bei Sonnenschein und abgekühlten Temperaturen wieder um den Block

Um den Block

Gestern hatte ich endlich wieder Physiotherapie bei meinem Physio-Ritter. Hatten wir tags zuvor noch gesagt, dass es mit dem Laufen wohl nichts würde, bei DEN Temperaturen (da waren es 27 °C) stellten wir gestern erfreut fest, dass es sich angenehm abgekühlt hatte. Also stand dem Laufen Üben mit Rollator nichts im Wege.

Ich schaffte die Runde um den Häuserblock ohne Pause in einem durch!

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Physiotherapie im Keller

Zwei Mal in der Woche habe ich Physiotherapie hier im Haus bei meinem Physio-Ritter. Er ist Physiotherapeut beim Therapiezentrum Krefeld. Wir haben uns das so eingeteilt, dass ich ein Mal Laufen am Rollator übe und ein Mal Kraft und Ausdauer an den Geräten im Keller trainiere.

Heute zeige ich euch also Bilder aus dem Keller. Ich fange an auf dem Ergometer.

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Hier fahre ich 5 Minuten mit unterschiedlichem Widerstand. Danach sind die Beine ganz schön schwer.

Danach geht es an das Gerät für

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Hier muss ich gegen Widerstand Gewichte entweder herunterdrücken

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oder hochdrücken.

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Das geht entweder mit beiden Beinen gleichzeitig, oder eins nach dem anderen.

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Danach bin ich ziemlich kaputt. Ich laufe dann am Arm des Therapeuten zurück zu meinem E-Rolli. Das geht mal besser, mal schlechter. Daher laufen wir entweder direkt zum E-Rolli oder wir nehmen einen längeren Weg.

Gegen den Wind

Vergangenen Mittwoch stand in der Physiotherapie wieder Laufen auf dem Programm. Das Wetter war recht frisch aber wunderbar sonnig.

In weiser Voraussicht schlug der Physio-Ritter vor, nicht die große Runde um den Platz der Wiedervereinigung zu laufen, sondern die kleinere Runde um den Block. Das sind immerhin auch schon über 300 Meter.

Um den Block

Um den Block

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Gut, dass er das vorausgesehen hatte! Denn es herrschte ein sehr starker Gegenwind. Das machte das Laufen extrem schwierig und anstrengend für mich! Ich war total KO und froh, wieder zurück ins GTH zu kommen!

Momentanes Endziel erreicht

Heute ist einfach ein Tag wie er im Bilderbuch steht. Blauer Himmel und Sonne, Sonne, Sonne… Was lag also näher, als heute in der Physiotherapie den weiten Weg um den Platz der Wiedervereinigung zu wagen?!

Den Physio-Ritter brauchte ich nicht lange zu überzeugen. (Obwohl er mir nachher erzählte, er habe nicht gedacht, dass es klappen würde.)

Also starteten wir bei allerschönstem Wetter. (Er skeptisch, ich voll Willenskraft.)

Der Weg ist wirklich weit für mich.

Karte

Aber ich habe einen eisernen Willen! Auf der Hälfte war ich schon ziemlich KO. Aber ich hatte ja ein Ziel! Weiter ging es. Ich wurde langsam immer wackliger. Doch ich biss die Zähne zusammen.

Ungefähr auf der Hälfte der Strecke ließ ich den Physio-Ritter ein Beweisfoto schießen:

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Dann ging’s weiter. Mittlerweile konnte ich nicht mehr laufen und gleichzeitig reden. Ich konzentrierte mich voll und ganz auf meinen Weg.

Als wir es dann endgültig geschafft hatten, sank ich ermattet, aber stolz in meinen E-Rolli.

TSCHAKKA!!!

Ich hatte es geschafft. An einem Stück. Puh!

Aber nun habe ich erst einmal meine maximale Strecke erreicht. Jetzt geht es am Dienstag erst mal zur nächsten Chemo ins Krankenhaus. Wenn es mir dann wieder besser geht, muss ich erst mal ganz langsam anfangen. Ich freue mich, wenn ich die heutige Strecke wiederholen kann.

JA, JA, JA!!!

Gestern hatte ich wieder Physiotherapie mit meinem Physio-Ritter. Dienstags ist immer laufen angesagt.

Da das Wetter einfach traumhaft schön ist, MEIN Wetter, kühl (gestern -3°C), die Luft klar, blauer Himmel, Sonnenschein, wollte ich gerne draußen laufen!

2016-01-18 07.55.07Blick aus meinem Fenster morgens am 18.01.2016

2016-01-19 08.03.02Blick aus meinem Fenster morgens am 19.01.2016

An beiden Tagen war morgens ein so traumhafter Himmel zu sehen. Die Tage wurden entsprechend wunderbar.

Also erschien ich rechtzeitig, schon warm eingepackt mit meinem E-Rolli unten in er Praxis und erzählte dem Physio-Ritter von meinem Wunsch.

Er holte schnell seinen Anorak und den Rollator und los ging es. Es klappte dieses Mal schon viel besser, als beim ersten Mal. Mutig schritt ich aus. Ich wollte es unbedingt bis zum Bäcker schaffen. Laut Google.maps sind das 156 Meter. Für Gesunde mag das ein Klacks sein. Für mich ist das weit!

Ich schaffte es tatsächlich an einem Stück! Ohne Pause!

wp-1453210810439.jpegBeweisfoto!

Dann musste ich mich erst einmal ein wenig im Sitzen ausruhen.

Zurück ging es wieder ohne Pause an einem Stück!

JA, JA, JA!!!

Der Physio-Ritter war bass erstaunt!

Ich war stolz und glücklich! 😀

MS und das Uhthoff-Phänomen