Ich verliere sie… jeden Tag ein wenig mehr…

Das sagte mir ein Bewohner letztens dessen Frau an Alzheimer-Demenz erkrankt ist. Sie wohnt schon einige Jahre im Gerhard Tersteegen Haus. Vor 2 Jahren zog er dann auch hier ein.

Er hatte mittlerweile mehrere Infarkte, Herz und Hirn betreffend, erlitten. Mittlerweile läuft er wieder am Rollator. Geistig ist er recht fit. Er ist halt mit Mitte 80 nicht mehr der Jüngste.

Jetzt leben also beide im GTH, allerdings in getrennten Räumen.

Viele Jahrzehnte sind sie miteinander verheiratet. Die ersten 40 (oder 50?) Jahre waren glücklich. Dann ereilte sie die Alzheimer-Demenz. Schleichend machte die Demenz sich bemerkbar. Die ersten 10 Jahre pflegte der Ehemann seine Frau zu Hause. Doch dann entschloss er sich schweren Herzens, sie in ein Heim ziehen zu lassen. Er war mit der Pflege überfordert.

Doch auch jetzt hier im GTH besucht er seine Frau täglich. Oft holt er sie zu sich auf sein Zimmer, wenn er merkt oder meint, dass sie nicht glücklich sei, weil die Nachbarin anstrengend sei. Er sorgt und kümmert sich. Denn sie hatten viele glückliche Jahre zusammen. Daran denkt er immer noch zurück.

Während er sich an die schönen Zeiten erinnert, vergisst sie täglich mehr. Manchmal vergisst sie seinen Namen.

„Ich verliere sie… jeden Tag ein wenig mehr… “ , sagt er leise und tut mir unendlich Leid.

Der zwölfte CareSlam!

Ein Slam ist ein Wettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte auf der Bühne vorgetragen werden. Beim CareSlam dreht sich alles um das Thema Pflege

Am 01.11.2019 findet der 12. CareSlam in Berlin statt. Alle Info, alles Weitere findet ihr hier bei careslam.org  Ich bin schon sehr gespannt, was sich die tapferen Pflegekräfte alles einfallen lassen.

http://www.careslam.org

Veränderungen FÜR die Pflege

Das ist der Titel eines sehr interessanten Beitrags im Blog Pflege im Wandel  auf den ich hier hinweisen möchte. Da der Blog bei Blogspot gepostet ist, finde ich keinen Reblog-Button und reblogge das auf diesem Wege:

August 29, 2019
VERÄNDERUNGEN FÜR DIE PFLEGE
„Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Ich weiß nur, dass es anders werden muss, wenn es besser werden soll.“ (Georg Christoph Lichtenstein)

Ein, wie ich finde, sehr zutreffendes Zitat, beschreibt, was vermutlich viele von euch denken. In der Pflege muss sich etwas ändern, aber was?! …..

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Pflegeheim ist kein Krankenhaus

Schon früh machte ich diese Feststellung. Anfangs störte mich das sehr. Doch das Pflegeheim ist das Zuhause, in dem den Bewohnern Hilfe bei der alltäglichen Versorgung gegeben wird.

Wenn ein Bewohner etwas an frei verkäuflichen Arzneimitteln benötigt, zum Beispiel Heparinsalbe bei blauen Flecken durch Sturz oder wegen einer wüsten Blutentnahme, dann muss er sich das selber kaufen. Es kann bei der Apotheke bestellt werden und wird einem dann geliefert. Aber man muss darauf warten.

Oder der Bewohner hat einen grippalen Infekt. Dann werden Nasenspray und Schleimlöser bei der Apotheke bestellt. Die liefert dann aber man muss darauf warten.

Im Krankenhaus gab es immer alle Medikamente sofort und man musste auch frei verkäufliche Medikamente nicht selbst bezahlen. Das war in der Krankenhausabrechnung mit drin.

Der monatliche Beitrag, den ich im Pflegeheim zahle, enthält das nicht. Da zahle ich für:

  • Vollstationär Pflege je nach Pflegegrad
  • Ausbildungsumlage gem. AltPflAusglVO
  • Vollstationär Unterkunft/Verpflegung
  • Dauerpflege Invest EBZ-Monat (keine Ahnung, was das ist???)

Die Pflegekasse zahlt einen gewissen Beitrag, der vom Pflegegrad des Bewohners abhängt.

Auf jeden Fall ist der Betrag, den ich monatlich an das Heim zahlen muss höher als meine Einnahmen durch die Rente. *seufz*

REHACARE 2018: Selbstbestimmt leben

Vom 26. bis 29. September 2018 findet in Düsseldorf die diesjährige Rehacare, die weltgrößte Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege statt.

>>Hier findet ihr die Besucher-Broschüre der Messe<<

 

 

Reform der Pflegeausbildung im Praxistest

Gestern bei WDR 5 Morgenecho – Westblick am Morgen | 20.06.2018 | 03:47 Min

(c) WDR 5

>>Hier Beitrag (audio) bei WDR 5 hören.<<

Hart aber fair – Notstand bei der Pflege – was ist jetzt zu tun?

Direkt im Anschluss an die Reportage „Pflege – Hilft denn keiner?“ lief die Sendung „Hart aber fair“. Hier wurde das Thema „Pflege“ weitergeführt.

Hart aber fair_Sendereihenbild, Quelle: WDR

Notstand bei der Pflege – was ist jetzt zu tun?

11.06.2018 | 74 Min. | UT | Verfügbar bis 11.06.2019 | Quelle: WDR

Waschen, Windeln, Essen geben im Minutentakt und kaum Zeit für Gespräche – warum wohnt der Stress in so vielen Heimen? Und zu Hause: Wer hilft den pflegenden Angehörigen auf der Langstrecke? Was muss passieren, damit die Pflege besser wird? Die Diskussion nach der Dokumentation!

Auch diese Sendung bleibt ein Jahr lang abrufbar in der Mediathek der ARD.

>>Hier geht es zum Film.<<