Pflege am Limit?

Heute in der Sendung „Markt“ im WDR:

„Gemessen an anderen Ländern werden deutsche Patienten von deutlich weniger Pflegepersonal betreut. Das hat Folgen für die Gesundheit der Patienten, aber auch für die des Pflegepersonals. Warum ist das so? Und wie wirkt sich das aus?“ Autor/-in: Christina Zühlke

Der Beitrag ist 1 Jahr lang abrufbar in der Mediathek des WDR:

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Neue Hauswirtschaftsleitung

Dieses Jahr bringt viele Änderungen im Gerhard-Tersteegen-Haus mit sich.

Seit dem ersten April haben wir eine neue Hauswirtschaftsleitung. Frau Birgit Düro (Jhg. 1967) hat bereits einiges an Berufserfahrung sammeln können. Sie ist hauswirtschaftliche Betriebsleiterin.

Ihr Ausbilder und Arbeitgeber war viele Jahre lang die Kaiserswerther Diakonie.

Frau Düro sammelte Berufserfahrung:

in der Gastronomie (in einem vegetarischen Restaurant)

in  der Ausbildung von Jugendlichen

in der Behindertenhilfe/Integrationsunternehmen

in der Hauswirtschaftsleitung in der stationären Altenpflege

Frau Düro war immer neugierig und interessiert Neues kennenzulernen. Daher entschloss sie sich noch einmal etwas ganz anderes in Angriff zu nehmen.

Sie wechselte den Arbeitgeber
von der Kaiserswerther Diakonie zum Neukirchener Erziehungsverein.

Sie wechselte die Rheinseite
vom Kreis Mettmann nach Krefeld.

Sie wechselte das Alter ihrer Zielgruppe
von Jugendlichen, dann jungen Erwachsenen bis hin zu Senioren.

Außerdem bildete sie sich immer weiter fort von der reinen Hauswirtschafterin durch Hinzunahme der Betriebswirtschaft  zur hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin.

Jetzt freut sie sich auf die Arbeit bei uns im Gerhard-Tersteegen-Haus, einem Alten- und Pflegeheim. Laut ihrer Aussage sei sie sehr freundlich aufgenommen worden. Das gelte für Bewohner, als auch für Kollegen. Sie wünsche sich ehrliche Rückmeldungen über die Zufriedenheit, positive als auch negative. Nur so könne sich etwas verändern.

Sie machte auf mich einen sehr sympathischen, zupackenden Eindruck.

 Betriebswirtschaftslehre

Allgemeiner Sozialer Dienst

Zukunftstag ALTENPFLEGE 2017

Der Zukunftstag ALTENPFLEGE 2017 ist der begleitende Kongress
zur ALTENPFLEGE 2017, der Leitmesse der Pflegewirtschaft.
Er findet vom 25. bis 27. April im Messezentrum Nürnberg statt.
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Über Funktionen und Hierarchien hinweg versammeln sich hier Pflegekräfte und
Pflegemanager.

Klassische Pflegethemen und brandneue Innovationen – das komplette Segment der modernen Pflege wird hier abgedeckt. Das Angebot umfasst folgende Themen:

  1. Raum und Technik
  2. Pflege und Therapie
  3.  Beruf und Bildung
  4. IT und Management
  5. Küche und Ernährung
  6. Textil und Hygiene
Über 90 Referenten in über 80 Vorträgen und Workshops zu den Topthemen der Branche laden Sie zur Diskussion ein!

So war’s – Gedenkfeier für Pfleger Mike

Es hatten sich einige Bewohner und Angestellte des Gerhard-Tersteegen-Hauses und des Neukirchener Erziehungs-Verein-Vorstands zur Gedenkfeier für den verstorbenen Pfleger in der Kapelle des GTH eingefunden.

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Herr Pfarrer Fricke-Hein aus Neukirchen hielt eine Gedenkfeier/Gottesdienst ab. Es gab ein Heft mit Liedtexten und Ablauf der Feier, das an die Gedenkfeier-Teilnehmer verteilt wurde. Die ausgewählten Lieder gefielen mir sehr gut. Die Ansprache des Pfarrers war sehr persönlich. Wir erfuhren, dass Herr Kakoschky schon viele Jahre für den NEV tätig war, erst im Drei-Königen-Haus, dann bei uns im Gerhard-Tersteegen-Haus. Er sprach über die Vorlieben und Stärken des Verstorbenen.

Jetzt ist Mike Kakoschky viel zu früh nach langer Krankheit im Alter von nur 48 Jahren gestorben.

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Nach der Gedenkfeier gaben die Mitarbeiter des GTH den Teilnehmern der Feier die Gelegenheit bei Kaffee und Keksen beisammen zu sein und sich noch einmal miteinander auszutauschen. Es wurde erzählt was man mit Mike Kakoschky für Erinnerungen verband.

Es war eine würdige Veranstaltung.

Personalknappheit

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pixabay.com

Zur Zeit merken wir Bewohner es sehr. Das GTH leidet an Personalknappheit. Aktuell sind einige Stellen nicht besetzt. Dafür werden Zeitarbeitskräfte eingesetzt. Zeitarbeit ist nicht gerade kostengünstig: Das GTH zahlt an eine Zeitarbeitsfirma den Betrag, der für Leiharbeit eingesetzt werden kann. Daran verdienen die Zeitarbeitsfirma und der Mitarbeiter, der im GTH eingesetzt wird. Am Ende bleiben dann weniger Arbeitsstunden übrig, als die Stunden, die ein festangestellter Mitarbeiter zur Verfügung hätte. Letztendlich heißt das, dass weniger Personal da ist, um sich um uns zu kümmern.

Außerdem ist es für uns Bewohner nicht leicht, sich an ständig wechselndes Personal zu gewöhnen. Denn Zeitarbeiter bleiben eben nur eine gewisse Zeit im Haus und wandern dann in eine andere Einrichtung weiter, wenn dort Bedarf an Zeitarbeit besteht. Gerade die älteren Bewohner leiden sehr unter diesem Wechsel.

Ich habe jetzt gehört, dass neue Pflegekräfte eingestellt werden dürfen. Im Internet unter: „Stepstone“ sind die Stellen ausgeschrieben. Auch in unseren Schaukästen vor dem Haus hängen die Stellenausschreibungen. Einige Kolleginnen sind zum 1. April aus der Elternzeit zurückgekommen, ein Pfleger ist für die Fachabteilung für Menschen im Wachkoma eingestellt worden, ein Kollege ist in die Tagespflege gewechselt und zwei BUFDIS (Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst) wurden eingestellt. Nächste Woche finden einige Bewerbungsgespräche statt.

Doch das merken wir Bewohner noch nicht richtig. Was wir merken ist, dass in allen Bereichen (nicht nur in der Pflege) alles Mögliche geändert wird und die Angestellten unter dem Arbeitspensum ächzen. Wenn dann noch, wie zur Zeit, viele Krankmeldungen da sind (Erkältungswelle rollt gnadenlos), sind die Lücken schwer zu stopfen.

Wer den Schaden hat

Heute durfte ich wieder einmal feststellen: „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.“

„Was haben Sie denn gemacht?!?!“, fragte mich eine Hauswirtschafterin und schaute entsetzt auf meine Stirn.

Ich erzählte ihr also, wie es zu meiner Beule gekommen war.

„Also… ich trinke mein Wasser aus der Flasche… Sie müssen nicht aus der Toilette trinken“, schüttelte sie grinsend den Kopf. 😀