Nadelkissen und Kolon-TV-Live

Heute war die Darmspiegelung. Vorweg das gute Ergebnis: ohne Befund! Alles OK!

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Allerdings musste ich ziemlich leiden, bis das super Ergebnis feststand.

Erst einmal ist das vorherige Abführen ziemlich unangenehm. Als Rolli-Fahrerin kann man eben nicht mal schnell zur Toilette gehen. Das einzige was schnell geht, ist der Darminhalt. Und der ist irgendwann einfach zu schnell. 😖

Dann war der Termin endlich gekommen, wo gespiegelt werden sollte. Ich war damit einverstanden, eine kurze Narkose zu bekommen.

Hier begann das nächste Drama. Seit der Chemo mit Mitoxantron sind meine Venen schwer zu treffen. Zuletzt versuchten sich 3 Leute daran, mir die Verweilkanüle zu legen. Armbeuge rechts, links, Handgelenk rechts, links, Handoberseite rechts, Fußgelek rechts…

Mir stand der Schweiß auf der Stirn!

Nach dem sechsten Fehlversuch rief ich: „Also ich werde diese ganze unangenehme Prozedur nich noch einmal mitmachen. Dann muss es jetzt eben ohne Betäubung gehen!“

Darauf der Gastroenterologe: „Das wird mit Sicherheit weniger schmerzhaft sein, als das, was sie gerade durchstehen mussten.“

Was sehr für das Weglassen der Betäubung spricht, ist, dass ich die Prozedur live am Bildschirm mitverfolgen konnte. Kolon-TV-Live so zu sagen! 😉