So war’s – Kino – Katharina Luther

Ich war begeistert von dem Film! Sollte er noch mal wiederholt werden, schaut ihn euch unbedingt an!

Frau Mues hatte sich wieder etwas neues einfallen lassen. Es gab dieses Mal als Vorfilm Sketche von Loriot! Außerdem hatte sie frisches Popcorn gemacht. Der ganze Raum duftete verführerisch danach.



Ute und ich waren uns einig: wir sind sehr froh, nicht in dieser Zeit und schon gar als Frau in dieser Zeit gelebt zu haben! Selbst ohne Multiple Sklerose.

Frauen hatten damals eigentlich nichts zu melden. Sie hatten keine Rechte und dienten quasi nur als „Gebärmaschine“.

Umso eindrucksvoller war Katharina von Bora (später Luther). Sie hatte ihre eigene Meinung und sagte diese auch frei heraus. Sie sorgte dafür, dass ihre Ansichten auch durchgesetzt wurden. Sogar gegen ihren Ehemann, Martin Luther.

So ließ sie zum Beispiel den eigenen, ältesten Sohn vom Internat nach Hause kommen, als sie erfuhr, dass er kreuzunglücklich dort war. Martin Luther wollte das nicht erlauben. Doch der Sohn kehrte nach Hause zurück. Er wurde von Katharina herzlich empfangen.

Katharina sorgte auch dafür, dass der Haushalt vernünftig lief. Sie kaufte Land (im Namen ihres Mannes) und ließ es bewirtschaften. Nicht, um reich zu werden, sondern damit die Familie Luther über die Runden kam.

Katharina Luther (geborene von Bora) war eine wirklich emanzipierte Frau!

Der Film blieb bis ans Ende spannend!

Unser Dank geht an Frau Mues, die uns so einen guten Film präsentierte!

Gedenkfeier für die verstorbenen Bewohner seit Februar 2017

Am vergangenen Dienstag, den 05.09.2017 fand nachmittags eine Gedenkfeier für die seit Februar 2017 verstorbenen Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses statt. Die Feier wurde von Fr. Faust und Fr. Kubens sehr schön vorbereitet und gestaltet.

Die Gedenkfeier begann mit einem kleinen Vortrag über Martin Luther. Immerhin ist 2017 das „Lutherjahr„! Vor 500 Jahren reformierte Martin Luther die christliche Kirche. Er protestierte gegen vieles in der Kirche und hoffte auf Veränderung, auf Verbesserung. Fakt ist jedoch, dass sich die christliche Kirche spaltete in Katholiken und Protestanten.

Dann las Fr. Kubens chronologisch die Namen einzeln vor. Sie erzählte zu jedem etwas, was ihn ausgemacht hatte, was auch viele der anwesenden Bewohner von ihm kannten. So wurde aus dem trockenen Namen mit Datum eine uns bekannte, schillernde Persönlichkeit. Die anwesenden Bewohner erzählten auch ab und an etwas zu den einzelnen Verstorbenen. Vielleicht lebte man auf dem selben Wohnbereich, hatte miteinander Karten gespielt oder gemeinsame Spaziergänge gemacht. Am Ende der Erwähnung jedes einzelnen Verstorbenen zündete Fr. Faust ein Teelicht für ihn an und stellte es auf einen Tisch in unserer Mitte.

Nachdem alle Verstorbenen so genannt und gewürdigt warten, sangen und beteten wir gemeinsam. Anschließend schenkten Fr. Faust und Fr. Kubens jedem von uns eine passend zu Lutherjahr entworfene Playmobilfigur von Luther.

Es war eine würdige, interessante Gedenkfeier! Sie hat mir sehr gut gefallen, obwohl der Anlass ja eigentlich ein trauriger war.