Upcycling

Upcycling ist ein Begriff, den man verwendet, wenn man aus alten Sachen etwas neues entstehen lässt. Meist wertet man dadurch alte, nutzlose Dinge wieder auf.

Gestern hatten wir wieder ein Treffen mit der Jungen Gruppe. Da die Leitung der Jungen Gruppe ständig wechselt, kann es passieren, dass unterschiedliche Mitarbeiter des Sozialen Dienstes die gleiche Idee haben, was sie mit uns machen wollen. So war es auch gestern.

Frau Domke wollte mit uns Stadt/Land/Fluss spielen. Eigentlich ein gutes Training für Grips und Feinmotorik beim Schreiben. Aber es war noch nicht lange her, da hatten wir das schon mal gemacht.

„Och“, sagte Obelix und fuhr sich mit der Hand in der für ihn typischen Bewegung über den Kopf, „DAS nicht!“

„Oh nein!“, sagte ich enttäuscht, „Nicht schon wieder!“

Frau K. murmelte ebenfalls unzufrieden vor sich her.

„Warum das?“, fragte Frau Domke, „Haben Sie das schon mal gemacht?“

„Jaaaaa“, stöhnten wir.

„Das wusste ich jetzt nicht. Also kein Stadt/Land/Fluss“, sagte Frau Domke, „Was wollen Sie denn dann machen? Machen Sie einen Vorschlag!“

Ratloses Schweigen.

„Doch“, meinte ich, „das ist eigentlich eine gute Sache. Wir müssten das Spiel nur etwas umgestalten, damit wir wieder neu denken müssen. Nicht immer die selben Wörter wiederholen.“

Also strickten wir das Spiel etwas um:

Aus Stadt/Land/Fluss/Name/Tier/Beruf/Blumen wurde
Farbe/Gefühl/Speise/Körperteil/Getränk/Bauwerk/Kleidung.

Mit den neuen Kategorien machte es wieder richtig Spaß! Es war erstaunlich, was uns da alles einfiel!

Zu Besuch bei ehemaliger Hauswirtschaftsleitung des GTH

Ich hatte immer einen guten Kontakt zu D., der ehemaligen Hauswirtschaftsleitung des Gerhard Tersteegen Hauses. Wir sind gleich alt und beide chronisch krank. Sie musste ihre Arbeit auch aus Krankheitsgründen aufgeben. Solche ähnlichen Schicksale verbinden irgendwie, auch wenn wir vollkommen andere Krankheiten haben.

Seit sie nicht mehr im GTH arbeitet, telefonieren wir regelmäßig miteinander. Sie hat noch den ein oder anderen Kontakt zu ehemaligen Kollegen. Daher ist sie immer wieder mal im GTH. Dann versucht sie auch mich zu besuchen.

Sie hatte immer schon gesagt, dass sie mich irgendwann mal mit zu sich nach Hause nehmen würde, damit ich mal raus käme und etwas anderes sehen könnte. Allerdings wären wir da auf die Hilfe ihrer Schwester angewiesen. Sie müsse das mal mit ihr abklären.

Dieser Besuchstag war dann am letzten Samstag!

Morgens um 10:00 Uhr erschien D. mit ihrer Schwester K.. K. wuchtete meinen Aktivrolli in ihr Auto. Dann nahm sie am Steuer und D. auf der Rückbank Platz. Ich saß auf dem Beifahrersitz. Dann ging es ½ Stunde über Land zum Heimatort der beiden.

Wunderbar war, dass das Haus von D. und ihrem Mann sehr barrierefrei ist. Ich konnte mit Rolli die komplette untere Etage und auch den Garten erreichen. Klasse!

Zuerst servierte mir D. einen leckeren Cappuccino und wir plauderten.

Zum Mittagessen zauberte D. Pfannkuchen. 2 Sorten! Apfel und Kirsche. Vor allem der Apfelkuchen schmeckte mir besonders gut. Sie verwendete aber auch tolle Äpfel. Aromatisch, säuerlich aber nicht zu sauer. Die konnte ich sogar roh mit Genuss essen. Genial! Die Äpfel im Heim sind mir meist zu sauer und tun mir an Zunge und Mundschleimhaut weh.

Die Pfannkuchen, die D. buk waren total lecker!

(c) alle Fotos von mir