Heute total mies drauf

  1. Ich gerate mit der Pflegerin aneinander.
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    Ich schreie sie an.
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    Sie meint, das müsse sie nicht mit sich machen lassen!
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    Ich sage ihr, sie schreie mich ja auch an.
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    Tue sie nicht. Sie habe halt ein lautes Organ.
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    Muss man wohl haben im Altenheim mit schlecht hörenden Senioren. Fällt mir bei anderen ja auch auf.
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  2. Wenn ich wütend werde, heule ich. Ich bin eine richtige Heulboje. Das wiederum macht mich wütend auf mich selber.
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  3. Wenn ich zur Toilette muss, muss ich klingeln, damit man mir auf den Toiletten-Stuhl hilft. Oft kommt die Hilfe nicht  besonders schnell. Dann geht es daneben, trotz Vorlage. Einmal habe ich so an einem Tag drei Hosen geschafft. Immerhin wird für das Waschen im Heim gesorgt. Aber es kratzt so sehr an meinem Selbstwertgefühl.
    .
  4. Von einer selbstständig lebenden Frau in eigener Mietwohnung, selbst Autofahrerin, landete ich also in einem Alten- und Pflegeheim.
    .
    Auch das kratzt sehr an meinem Selbstwertgefühl.
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  5. Aus lauter Wut und Selbsthass rase ich raus, suche einen Platz im Schatten um weiter in  meinem E-Book zu lesen.
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    Dann auf dem Rückweg passiert es. Der Kindle™ rutscht mir vom Schoß… und rutscht mit dem Display über Sand.
    .
    Selbst Schuld!
    .
    Geheult habe ich trotzdem. Heulboje halt.

Kapitel 33 – 36 von Tom Sawyer

Jetzt überschlugen sich die Dinge in der Geschichte von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Es wurde immer spannender. Daher kam ich aus dem Vorlesen gar nicht mehr raus. Die Anzahl der aufmerksamen Zuhörer wuchs. Keiner machte mehr dumme Sprüche zwischendrin. Ich musste immer 2 Kapitel auf einmal, also hintereinander weg, vorlesen. Ganz schön anstrengend! Aber auch ich war gefangen von der Geschichte und wollte wissen, wie es weiter geht.

Kapitel 33

Dieses Kapitel handelt davon, dass Tom und Becky endlich aus der Höhle finden und wieder ins Dorf zurückkehren. Huck wird von der Witwe Douglas gesund gepflegt. Tom war der erste, der wieder fit war. Doch er musste noch 2 Wochen warten, bis er zu Huckleberry durfte.

In dieser Zeit hatte Richter Thatcher den Eingang zur Höhle zugesperrt. Keiner konnte in die Höhle hinein- noch herauskommen. Als Tom das hörte, erschrak er sehr. Der Indianer-Joe war doch noch in der Höhle!

Kapitel 34


Als die Dorfbewohner das hörten, machten sie sich eilig auf den Weg zur Höhle. Dort angekommen, wurde das Tor zur Höhle geöffnet. Dort sah man die Leiche von Indianer-Joe, umgeben von letzten Kerzenstummeln, sein Messer in der Hand, mit dem er vergeblich versucht hatte das Felstor zu bearbeiten, um aus der Höhle frei zu kommen.

Die Dorfbewohner wollten es noch einmal versuchen und richteten ein Gnadengesuch ans Gericht, den Indianer-Joe zu begnadigen.

Jetzt endlich fand sich Zeit, dass Tom Huck berichten konnte, was er sich über den Schatz ausgerechnet hatte und wo der zu finden sei. Huck konnte es erst gar nicht glauben. Doch dann ließ er sich überreden, noch mal in die Höhle zurück zu kehren.

Toms Überlegungen bewiesen sich als die Wahrheit und die beiden Jungen fanden den Schatz!

Kapitel 35

Die Dorfbewohner waren noch ganz verrückt, dass Tom und Huck heil zurückgekehrt waren und wollten die beiden feiern. Außerdem wollte die Witwe Douglas etwas bekannt geben.

Sie sagte, sie wolle Huckleberry Finn bei sich aufnehmen. Sie werde auch seine Ausbildung bezahlen, so weit das Geld reichte.

Da platzte es aus Tom heraus: „Huck hat selber Geld! Er ist reich!“ Er rannte aus dem Haus und kehrte mit den beiden schweren Geldsäcken zurück.

Die Dorfgemeinschaft war sprachlos! Dann begannen sie, das Geld zu zählen. Zuletzt kamen sie auf etwas über zwölftausend Dollar! Das war mehr, als irgendeiner der Anwesenden jemals beieinander gesehen hatte!

Kapitel 36

Mit einem Male waren die beiden Jungen fest in den Händen ihrer Erziehungsberechtigten. Sie mussten feine Kleidung anziehen, in einem Bett schlafen, durften nicht fluchen oder schimpfen nicht rauchen, mussten sich gut und brav benehmen.

Tom kannte das ja bereits von früher. Also wusste er auch wie man die strengen Regeln dehnen oder umgehen konnte.

Aber Huck traf es ganz hart. Er hielt drei Wochen lang durch. Doch dann floh er. Die Dorfbewohner suchten und suchten ihn. Nach ein paar Tagen fand ihn Tom in einem leeren Fass, das hinter dem jetzt unbenutzten, halb verfallenen Schlachthaus lag. Huck trug seine alten, zerfetzten Kleider, war ungewaschen und ungekämmt. Aber er fühlte sich frei und glücklich.

Tom warf ihm vor, dass das ganze Dorf sich Sorgen um ihn mache. Er solle doch bitte wieder nach Hause zurückkehren.

Huck sagte, er könne nicht zurückkommen. Die strenge Erziehung und der geregelte Tagesablauf bringe ihn um.

Tom bat ihn, noch einmal für eine kurze Zeit zurück zu kommen. Sie wollten doch eine Räuberbande gründen. Da würden nur Jungs aufgenommen, die einen festen Wohnsitz hätten und aus einer geregelten Familie kämen und die sich zu benehmen wüssten. Die Anforderungen wären da höher, als bei den Piraten.

Wenn das so sei, dann wolle er sich noch einmal für kurze Zeit zusammenreißen, meinte Huck und ging mit Tom zurück ins Dorf.

Kapitel 32 von Tom Sawyer

Hier kommt nun also die „Fortsetzung 2“. Schließlich will ich den Beitrag zur letzten Vorlese-Aktion von Tom Sawyer endlich zu Ende bringen.

Allerdings muss ich eine kurze Zwischenbemerkung einfügen.

Als wir also endlich das Kapitel 31 fertig gelesen hatten, fragte ich Frau M. ob ich noch weiter vorlesen solle. Wildes zustimmendes Nicken von ihr gab mir zu verstehen, dass ich weiter vorlesen solle. Allerdings merkte ich, dass eine gewisse Unruhe Frau M. erfasst hatte. Daher fragte ich sie: „Wollen Sie denn vorher aufstehen?“ Da sie die Decke zur Seite schob, wusste ich, das ich mit meiner Vermutung richtig lag.

Ich machte mich also auf die Suche nach der Pflegerin. Sie schien froh, dass Frau M. aufstehen wollte und kam gleich mit. Als wir im Zimmer von Frau M. ankamen, sagte ich: „Ich warte dann draußen. Ich bin hier drinnen nur im Weg.“ Gesagt, getan.

Als Frau M. dann „gestiefelt und gespornt“ von der Pflegerin im Rolli geschoben auf dem Gang erschien, beschlossen wir, auf den Balkon des Wohnbereichs zu gehen. Dort sollte ich dann weiter vorlesen.

Kapitel 32

2017-08-02 17.17.03

Dieses Kapitel handelt von Becky und Tom und davon, dass sie den Anschluss an die anderen Kinder verlieren. Sie verirren sich in der Höhle und finden den Weg heraus nicht mehr.

Irgendwann verlöscht auch der letzte Kerzenstummel und es ist alles stockfinster. Als sie realisieren, dass sie sich verirrt haben, verlieren sie jeden Funken Hoffnung.

Becky will irgendwann nicht mehr weiter gehen. Auch Tom hat Angst. Aber er entwickelt immer noch neue Ideen, wie sie vielleicht doch noch aus der Höhle heraus kämen.

Zuletzt schlafen beide ein. Als sie wieder aufwachen, sind sie sehr hungrig und ängstlich. Tom startet noch einmal einen Erkundungsgang. Plötzlich sieht er einen Kerzenschein. Er will sich schon freuen. Doch dann stellt sich heraus, es ist der Indianer-Joe! Beide erschrecken sich sehr und laufen in entgegengesetzte Richtungen davon!

Mittlerweile ist Becky so niedergeschlagen, dass sie nur noch sterben will. Sie lässt Tom alleine nach einem Ausweg suchen. Für Becky gibt Tom sich hoffnungsvoll und sucht weiter.

Kapitel 31 von Tom Sawyer

Hier kommt jetzt also die Fortsetzung von Samstagabend :

Kapitel 31

Das war ein sehr langes Kapitel. Es war auch nicht sonderlich spannend. Aber es gehört zum Buch, also mussten wir da durch. Es war praktisch, dass Frau M. im Bett lag. Da konnte sie mir nicht flüchten. 😉

Es beginnt damit, dass Huck nach den furchterregenden, letzten Ereignissen das Weite suchte und schließlich an die Türe des Wallisers klopfte und ihn bat, sich bei ihm verstecken zu können. Er hatte große Angst, Indianer-Joe könnte ihn finden und umbringen.

Nachdem der Walliser Huck eingelassen hatte, erzählte er ihm alles. Vom Schatz, von der Höhle, von den beiden zwielichtigen Gestalten, die sich als Indianer-Joe und sein Kumpan entpuppten.

Dann kam eine ganze Gruppe von Leuten den Berg hoch und läutete beim Walliser. Huck sprang schnell in ein Versteck denn er wollte nicht gesehen werden. Die Leute wollten den Schauplatz ansehen und sich auch beim Walliser bedanken. Ganz fair meinte der, einem anderen, der jedoch nicht genannt werden wolle (Huckleberry Finn), gehöre das Lob mehr als ihm.

Immer mehr Menschen kamen den Berg hoch gelaufen. Dann beschloss man, sich in der Kirche wieder zu treffen. So geschah es. Dort traf man noch mehr Leute. Es stellte sich heraus, dass Becky Thatcher und Tom Sawyer beide nicht nach Hause zurückgekehrt waren. Plötzlich meinte jemand, dass die beiden wohl noch immer in der Höhle sein müssten und sich verlaufen hätten.

Sofort fand sich ein Suchtrupp zusammen und ging auf die Suche nach den beiden.

>> Fortsetzung 2 folgt <<

 

Vor dem Vorlesen von Kapitel 31 und 32 von Tom Sawyer

Nun sind wir aber Freitag deutlich ein großes Stück weiter gekommen mit Tom Sawyer! Das kam so:

Mittlerweile habe ich herausbekommen, wann Frau M. im kleinen Speisesaal auf dem Wohnbereich anzutreffen ist. Also machte ich mich auf dem Weg dorthin. Hm… sie war nicht da. Also fragte ich eine Pflegerin: „Wo ist denn Frau M.? Ich wollte weiter vorlesen, wenn sie das möchte.“

„Sie ist in ihrem Zimmer, liegt im Bett, will einfach nicht aufstehen heute Nachmittag“, bekam ich zur Antwort.

„Hm…“, ich war etwas ratlos.

„Gehen sie ruhig mal hin. Vielleicht schläft sie ja nicht mehr“, sagte mir die Pflegerin.

Ich war schon unterwegs! Als ich an ihrer Zimmertür ankam, klopfte ich leise, machte die Tür auf und fuhr einfach ins Zimmer hinein. Währenddessen führte ich ein leises Selbstgespräch: „Hm, jetzt komme ich einfach so hier rein… aber ich muss doch sehen, ob es Frau M. gut geht… wenn sie tatsächlich um halb 4 noch schläft, dann gehe ich halt wieder… doch ich wollte doch so gerne weiter vorlesen… “

Dann umrundete ich endlich die Wand und konnte das Bett und somit Frau M. sehen. „O, tatsächlich… sie liegt noch immer im Bett… aber ob sie schläft???“ Ich schaute ganz intensiv auf ihren Kopf am anderen Ende des Bettes. „Hm… ob sie denn wirklich schläft?… Wirklich!?

Frau M. hatte nämlich die Augen leicht geöffnet. Auf meine Frage schüttelte sie schweigend aber heftig den Kopf. Aber die Bettdecke hatte sie nach wie vor bis unters Kinn gezogen.

„O! Sie ist ja wach!“, freute ich mich, „Hätten Sie Lust, dass ich weiter von Tom Sawyer vorlese? Wenn nicht, dann gehe ich wieder.“

Ganz heftig nickte sie Gestalt unter der Bettdecke bejahend.

„Wirklich?“, vergewisserte ich mich, „Aber nur wenn Sie das wirklich möchten!“

Da hauchte sie ein leises aber verlangendes: „Ja!!!

Ich musste schmunzeln. Also bereitete ich mich vor, schaltete den Kindle ein und begann.

>>> Fortsetzung folgt <<<

Kapitel 30 von Tom Sawyer

Samstagvormittag habe ich Frau M. weiter von Tom Sawyer vorgelesen. Dieses 30. Kapitel war so spannend, dass sich immer mehr Zuhörer einfanden. Frau M. und Frau Kp., später kam Frau L. dazu. Selbst die immer stänkernden Damen L. und D. ließen schnell ihre gehässigen Kommentare sein und lauschten der Geschichte. Unglaublich!

Kapitel 30

Teil 1

Das Kapitel 30 besteht eigentlich aus 2 eigenen Geschichten. Im ersten Teil geht es um die Rückkehr der Familie Thatcher und das versprochene Picknick Beckys. Ihr erinnert euch an Becky Thatcher, Toms heimliche Liebe?

Jetzt sollte das Picknick also endlich stattfinden. Die Jugend versammelte sich und sie wanderten los. Man hatte für den Ausflug ein Dampfschiff gemietet und junge Damen und Herren, selbst erst 18 bis 24 Jahre alt sollten als Aufsicht mitfahren.

Der Ausflug sollte bis in den Abend hinein dauern. Daher wollte Frau Thatcher lieber, dass Becky bei einer Freundin übernachtete, die näher wohnte, als die Thatchers, als im Dunklen den ganzen Heimweg anzutreten.

Nachdem die Truppe junger Leute mit dem angemieteten Dampfboot 3 Meilen vom Dorf entfernt war, hielten sie an. Die Gesellschaft schwärmte aus und vertrieb sich die Zeit mit wilden Spielen. Dann wurde Tom klar, dass sie sich unterhalb des Douglas’schen Anwesens, am Fuße des Douglas’schen Bergs, wo die Douglashöhle war, befanden.

„Wer kommt mit zur Höhle?“, fragte Tom. Alle wollten. Sie betraten die Höhle. Es war dunkel, kalt und feucht innen. Es war richtig geheimnisvoll und romantisch, in tiefster Dunkelheit zu stehen und auf die glänzenden, grünen Bäume draußen zurück zu blicken. Sie trennten sich, blieben aber immer in den Teilen, die ihnen schon bekannt waren. Als sie sich alle wieder draußen trafen, wurde es schon langsam dunkel.

Doch statt über Nacht zur Freundin zu gehen, hatte Tom die famose Idee, mit Becky zur Witwe Douglas zu gehen, um dort die Nacht zu verbringen. Frau Douglas besaß das größte, schönste Haus des Städtchens. Sie war außerdem berühmt für ihre Großzügigkeit und Gastfreundschaft. Sie bietet den Gästen im Sommer meist köstliches, erfrischendes Speiseeis an.

Becky hatte erst ein schlechtes Gewissen, etwas anderes zu tun, als sie ihrer Mutter  versprochen hatte. Aber Tom malte den Besuch bei der Witwe in den schillernsten Tönen aus, lockte mit dem köstlichen Eis, bis Becky sich ergab und mit Tom auf den Berg stieg.

Kurz dachte Tom daran, was wohl wäre, wenn Huckleberry Finn ausgerechnet heute sah, wie Indianer-Joe den Schatz brachte. Doch dann dachte er, es sei die ganzen letzten Tage nichts passiert. Es würde schon gut gehen.

Teil 2

Doch natürlich passierte es in genau dieser Nacht, dass Huck sah, wie Indianer-Joe mit dem Schatz und seinem Freund kam. Indianer-Joe trug den Schatz unter dem Arm. Huck folgte ihnen, unsichtbar und leise.

Plötzlich merkten Indianer-Joe und sein Begleiter, dass sie in dieser Nacht nicht allein im Wald waren. Beckys Picknick-Gesellschaft war aber auch nicht zu überhören. Da wollte Indianer-Joe den Schatz lieber nicht vergraben. Nicht jetzt.

Der Leser erfuhr, dass es Indianer-Joe gar nicht auf den Schatz abgesehen hatte. Er wollte Rache üben! Rache gegen den Mann der Witwe. Der war gemein zu ihm gewesen. Er war der Richter gewesen, der ihn zum Landstreicher gemacht habe. Er habe ihn geschlagen, ausgepeitscht. Da er aber nun tot sei, müsse die Witwe nun dran glauben. Grausames hatte er mit ihr vor. Aber das müsse nun warten, wo so viel los war.

Das hörte Huck. Da die Witwe immer anständig mit ihm gewesen war, wollte er sie warnen. Er stürzte los!

Kapitel 28 und 29 von Tom Sawyer

Wir kommen weiter mit Tom Sawyer! Gestern las ich die Kapitel 28 und 29 vor.

Tom quälen auch nachts noch die Erlebnisse des letzten Tages. Am nächsten Morgen hofft er, dass er das alles nur geträumt habe. Um das abzusichern geht er in der Früh zu Huckleberry Finn.

Doch sein Freund Huck konnte ihn da nicht trösten. Das war kein Traum. Sie hatten das wirklich erlebt. Sie hatten tatsächlich den Schatz gesehen und waren dann dabei von Indianer Joe ertappt worden.

Huck hatte wirklich geträumt, von dem grünäugigen Spanier, wie er auf ihn losging. Der Henker solle ihn holen, meinte Huck.

Nicht holen, finden sollten sie ihn und damit das Geld, meinte Tom.

Doch Huck meinte ganz ängstlich: „Lieber nicht! Mich würd’s schütteln, wenn ich ihn wieder zu Gesicht bekäme.“

Da war Tom mutiger. Dann würde er es eben alleine tun. Huck solle nur Schmiere stehen und im Bescheid sagen, wenn sich der Kerl dem Haus näherte. Das Haus, wovon er überzeugt war, dass es das war, wo Joe den Schatz versteckt hatte.

Da Tom Huck davon überzeugen konnte, dass es nachts so dunkel sei, dass Joe Huck nicht sehen könne, erklärte sich Huck dazu bereit, Schmiere zu stehen.

Dann begann die Zeit des ängstlichen Wartens. Einige Tage war es nicht dunkel genug. Daher erschien Joe auch nicht. Doch dann gab es endlich eine Nacht, in der es dunkel genug war. Und siehe da, Joe erschien tatsächlich! Also rief Huck Tom und der erschien mit einer Laterne und einem großen Tuch, unter dem er das Licht der Laterne versteckte.

Nun betrat er den Rasthof, den Joe betreten hatte. Er ging zu dem Zimmer, in dem er Joe vermutete und versuchte die ganzen Schlüssel, die er mitgebracht hatte. Er hoffte, dass irgendeiner die Tür öffnen würde.

Das alles nahm ziemlich viel Zeit in Anspruch. Huck wartete bang draußen. Er wollte schon nachsehen, ob Tom nicht doch etwas schreckliches zugestoßen sei, da stürzte Tom zur Tür hinaus. Er war nämlich in das Zimmer gekommen. Die Tür war gar nicht abgeschlossen. Und da lag Indianer-Joe hinter der Tür und schlief seinen Rausch aus!

Nachdem die beiden Freunde in einer unglaublichen Geschwindigkeit weit genug weg gerannt waren, nahmen sie sich vor, den Schatz zu holen, wenn Joe nicht in dem Zimmer sei.

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Kapitel 27 von Tom Sawyer

Das Treffen der Jungen Gruppe fiel leider gestern aus. Hätte ich in den Veranstaltungsplan geschaut, hätte ich das wissen können. *seufz* Da ich mir die Zeit frei gehalten hatte, musste ich mir ein Alternativprogramm einfallen lassen. Das war schnell gefunden. Denn als ich Frau M. sah, schaute sie mich ganz erwartungsvoll an. Ich las also Kapitel 27 von Tom Sawyer vor.

Kapitel 27

Die Sommerferien zogen sich. Doch dann hatte Tom eine famose Idee: sie spielten „Robin Hood“. Joe Harper hatte noch nie von Robin Hood gehört. Doch dann erzählte Tom, er sei der Rächer der kleinen Leute gewesen. Er raubte nur Reiche und Könige aus. Dann verteilte er die Beute unter den kleinen Leuten.

Nachdem sie lang genug Robin Hood gespielt hatten, beschlossen sie noch einmal einen Schatz zu suchen. Sie wollten das Geld suchen, das Indianer-Joe geraubt hatte. Sie gruben und suchten, als sie plötzlich ganz bang wurden. Sie hörten Stimmen. Es waren die Stimmen von Indianer-Joe und seinem Kumpanen!

Die beiden kamen immer näher. Dann hörten die Jungen, dass sie ihren Dank geben wollten. Plötzlich entdeckten sie die Werkzeuge von Tom und Huck. Erst wunderten sie sich, wie die Sachen wohl hierhin gekommen waren. Tom und Huck starben 1000 Tode und hofften innigst, nicht entdeckt zu werden.

Doch es ging gut aus. Sie wurden nicht entdeckt.

Kapitel 24, 25 und 26 von Tom Sawyer

Die Geschichte um Tom Sawyer wird immer spannender. So gerieten wir heute in einen regelrechten Lese-Rausch. Nach 3 Kapiteln musste ich jedoch aufhören. Ich konnte nicht mehr! Aber es war wunderbar, wie Frau M. bei der Geschichte mitging!

Zwischendurch kannte ich einen Ausdruck nicht: „Beinhaus“. Da fragte ich Frau M. und sie hauchte mir zu: „Das ist die Leichenhalle.“

O, es war ja so spannend!

Kapitel 24

Die Sommerferien zogen sich quälend dahin. Die Hitze war brütend. Doch dann kam der Mordprozess endlich vor Gericht. Man sprach über nichts anderes mehr.

Man hatte Muff Potter ins Gefängnis gesteckt. Nun sollte ihm endlich der Prozess gemacht werden. Alle waren sich sicher, dass er den Doktor umgebracht hatte. Sogar Potter selbst glaubte es mittlerweile.

Tom und Huck hatten ein rabenschwarzes Gewissen. Denn sie wussten, dass Potter unschuldig war. Sie hatten gesehen, wer es war.

Um ihr Gewissen ein wenig zu beruhigen, besuchten sie immer wieder Potter im Gefängnis. Sie erzählten ihm die Neuigkeiten des Tages und brachten ihm etwas zu essen.

Dann war endlich der Tag des Prozesses gekommen. Der Richter befragte alle möglichen Zeugen, die Muff Potter am Tag des Mordes in der Nähe des Tatortes gesehen haben wollten.

Dem Anwalt von Potter wurde immer wieder die Chance gegeben, etwas zu sagen. Er sagte jedes Mal, dass es nichts weiteres zu sagen gebe. Zum Schluss wurden die Zuschauer ganz ungehalten. Was war das denn für ein Anwalt, der sich scheinbar nicht für seinen Klienten einsetzte?!

Doch ganz am Ende der Verhandlung rief er einen eigenen Zeugen auf, Tom Sawyer! Tom war erst sehr schüchtern, sprach sehr leise. Doch dann versetzte er mit seiner Aussage die Zuschauer in Staunen! Er beschuldigte Indianer-Joe, den Mord begangen zu haben. Er, Tom, habe es selber gesehen!

Kaum, dass Tom das gesagt hatte, sprang Indianer-Joe auf und flüchtete aus dem Gerichtssaal. Im Nu war er verschwunden.

25. Kapitel

Huck hatte Angst, dass sein Name auch erwähnt würde. Dann hätte er, wie jetzt Tom, große Angst davor, dass Indianer-Joe ihn finden und umbringen könnte.

Tom wurde als der große Held gefeiert. Tagsüber genoss er also seine Rolle als Held. Aber wenn es dunkel wurde, hatte er große Angst.

26. Kapitel

Nach dem kurzen 25. Kapitel folgte wieder ein längeres. Wie bereits gesagt, hatte Tom tagsüber keine Angst vor Indianer-Joe. Daher begann er sich schnell wieder zu langweilen. Ein neuer Plan musste her. Dann wusste er plötzlich, was er tun wollte. Er wollte einen Schatz finden. Er musste sich nur noch einen Kumpanen suchen, der mit ihm auf Schatzsuche gehen würde.

Nach 2 Absagen fragte er Huckleberry Finn. Der war schnell bereit, kostete es doch nichts und versprach Reichtum. So schlugen sich die beiden durch die Sommerhitze und gruben an verschiedenen Orten, jedoch ohne einen Schatz zu finden.

Zuletzt versuchten sie es sogar am Beinhaus. Obwohl sie Angst hatten, dort Gespenstern zu begegnen.

Sie schwitzten und gruben und fanden doch keinen Schatz. Dann machten sie, dass sie das Gelände um das Beinhaus verließen. Nicht, dass doch noch ein Gespenst auftauchen würde.

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Frau M. und ich sahen uns an.

„Man, ist das spannend!“, sagte ich.

Frau M. nickte mit weit aufgerissenen Augen.

„Es wird echt immer spannender“, war meine Meinung, „aber nun brauche ich erst mal eine Pause. Und etwas zu trinken!“

Die nächste Vorleserunde wird bestimmt bald sein! Frau M. war so gefesselt von der Geschichte, dass sie sogar vergaß, zwischendrin mit dem Rolli durch den Raum zu rollen oder gar aus ihrem Rolli zu rutschen, was sie sonst ja eigentlich immer macht.

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Kapitel 23 von Tom Sawyer

Das Wetter momentan sorgt dafür, dass wir mit Tom Sawyer recht zügig weiterkommen. Vorgestern las ich bereits das 23. Kapitel vor.

Frau M. hatte den Kaffee bereits hinter sich und wurde vom Pfleger schon auf den Balkon geschoben. Draußen goss es in Strömen. Gut, dass wir einen überdachten Balkon auf dem Wohnbereich haben!

Da ich Frau M.s Rhythmus mittlerweile kenne, war mir klar was jetzt dran war: die Zigarette. Sie kann das aber nicht alleine. Normalerweise hilft ihr da ein Pfleger, der auch raucht. Hmm. Ich bin Nichtraucher, habe nie geraucht. Trotzdem machte ich es ihr möglich, die Zigarette rauchen zu können.

Ich fand ihre Zigaretten im Netz an der Rücklehne ihres Rollis.

Dann bat ich einen anwesenden Raucher, die Zigarette anzuzünden. Nun gab ich Frau M. die Zigarette zwischen die Finger.

Nächstes Problem: sie traf ihren Mund nicht. Hmm. Also nahm ich die Zigarette in meine linke Hand (rechts hätte ich auch nicht getroffen) und gab Frau M. diese zwischen die Lippen. Sie nahm einen tiefen Zug. Dann entfernte ich die Zigarette von ihrem Mund. Mühsam, aber es hat geklappt! Zug um Zug rauchte Frau M. die ganze Zigarette.

Endlich konnte ich mit dem Vorlesen beginnen.

Kapitel 23

Für Tom und seine Klassenkameraden haben die Sommerferien angefangen. Bereits nach wenigen freien Tagen begann Tom sich zu langweilen.

Um sich abzulenken, trat er dem Orden „Kadetten der Enthaltsamkeit“ bei. Ihn hatten die bunten Abzeichen und die Uniform gelockt. Um dem Orden beizutreten, musste er versprechen nicht zu rauchen oder Tabak zu kauen und nicht zu fluchen.

Doch kaum ist etwas verboten, übt es einen ungeheuren Reiz auf Tom aus. Er verspürte bald  das dringende Verlangen zu trinken und zu fluchen. So gab er nach nicht einmal 48 Stunden seine Mitgliedschaft im Orden wieder auf.

Dann kam der 4. Juli, Amerikas Unabhängigkeitstag, mit seinen Feiern und Paraden. Außerdem sollte einem verstorbenen Richter ein großes Begräbnis ausgerichtet werden.  Der Orden der Kadetten marschierte mit. Sie sahen sehr beeindruckend aus mit ihren Uniformen und Abzeichen, sodass Tom schon fast wieder bereute, ausgetreten zu sein.

Doch Tom war jetzt ein freier Mann. Er konnte trinken und fluchen soviel er wollte. Aber es war seltsam. Jetzt wo er durfte, wollte er es gar nicht mehr.

Die Tage zogen dahin. Tom begann ein Tagebuch zu schreiben, nur um nach 3 Tagen wieder aufzuhören. Es passierte einfach nichts neues.

Dann kam eine schwarze Sängergesellschaft in den Ort. Wenig später setzte heftiger Regen ein. So fiel sogar die große Parade zum 4. Juli buchstäblich ins Wasser. Es passierten noch einige andere kleine Dinge. Ein Zirkus kam.

Zuletzt kamen die Masern. Nicht alle Dorfbewohner überlebten das. Tom lag 2 Wochen mehr tot als lebendig im Bett. Dann kehrte das Leben langsam zu ihm zurück. Als er durch das Dorf lief, hatte vieles sich verändert. Diejenigen Dorfbewohner, die überlebt hatten, waren ganz from geworden.

Doch Tom erlebte einen Rückfall. 3 weitere Wochen musste er das Bett hüten. Einige seiner Freunde hatten auch einen Rückfall der Krankheit erlebt. Es schien Tom ganz seltsam, dass sie einen Moment fromm geworden waren. Doch dann verspeisten sie eine gestohlene Melone. 😉