So war’s – Ein halbes Jahrhundert!

Ich hatte einen wunderbaren Geburtstag vorgestern!

Es fing schon morgens im Speisesaal an. Mein Platz am Tisch war mit einer LED-Kerze geschmückt. Die Damen vom Nachbartisch sangen mir ein Ständchen.

Als ich wieder nach oben kam, hatten die Damen vom Sozialdienst meine Tür geschmückt. Sie hängten mir eine Kette mit der Zahl 50 um.


Auf dem Tisch in meinem Zimmer lagen die ersten Blumen und Post.


Zu 14.30 Uhr hatte ich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Dazu hatte ich bei Frau Düro, Leiterin der Hauswirtschaft den Seminarraum bestellt. Außerdem hatte ich mit ihr besprochen, was ich alles an Speisen und Getränken haben wollte. Sie würde dann alles besorgen. Sie wollte auch den Saal/Tisch dekorieren. Ich nannte ihr meine Lieblingsfarbe. So sah das Endergebnis aus. Ich war rundum zufrieden!

Ich musste lauthals lachen, als ich sah, was auf dem kleinen, blauen Sparschwein stand:

SCHEIN-REIN-SCHWEIN

Ein halbes Jahrhundert!

Das klingt umwerfend! Heute habe ich Geburtstag und werde 50 Jahre, also ein halbes Jahrhundert alt!

Ich werde heute Nachmittag hier im GTH feiern. Dazu habe ich meine Familie und ein paar Freundinnen eingeladen. Leider haben schon einige Leute abgesagt. Aber wir werden trotzdem eine schöne Zeit zusammen haben! Ich habe Kaffee und Kuchen bestellt und auch ein paar salzige Leckereien. So sollte jeder etwas finden können, das ihm schmeckt. Ich freue mich schon!

 

Engel auf Erden

… gibt es mehr als man denkt! Es gibt sie wirklich, die lieben Menschen, denen man ab und zu im Alltag begegnet, die einem ganz selbstlos helfen, ohne dafür einen Gegenwert zu erwarten.

Ich habe zum Beispiel einen Engel, der zu mir an den Frühstückstisch im Speisesaal kommt und mir Kaffee eingießt. Sie hatte es mir irgendwann einmal angeboten. Als ich mich bedankte, sagte sie zu mir: „Gerne! Und gerne wieder. Sie müssen nur ein Wort sagen!“

Doch mittlerweile brauche ich nicht einmal mehr etwas zu sagen. Wenn sie mich morgens in den Speisesaal kommen sieht, springt sie eifrig auf und gießt mir den Kaffee ein, noch bevor ich den Tisch erreicht habe.

Ich finde das so lieb, so aufmerksam, dass ich sie einfach mal knuddeln musste.

„Das musste einfach mal sein!“, sagte ich und bedankte mich.

Die Umarmung wurde erwidert.

„Ach, das brauchen wir doch alle mal!“, meinte sie und drückte mich noch einmal.

Wie Recht sie doch hat!

Weltknuddeltag, 21.01.

Ohne Berührung kann ein Mensch nicht leben