Nathan der Weise und richtig guter Kaffee

Wenn Wolfenbüttel doch nur näher an Krefeld liegen würde… Ich wäre bestimmt Stammkunde!
Doch ich werde Sunny’s schönen Beitrag mal Rebloggen, dass mehr Leute von Jo und seinem Caffè erfahren!

Sunny Moeller

Als Lessing „Nathan der Weise“ in dem kleinen Renaissance Städtchen Wolfenbüttel verfasste, ahnte er bestimmt noch nicht, was für guten Kaffee man eines Tages dort genießen kann. Ich übrigens auch nicht, ich wollte einfach nur nett meinen Tag vertrödeln und wusste eigentlich gar nichts über diese Stadt zwischen Harz und Heide. Auf der verzweifelten Suche nach einem Parkplatz, landete ich in einer kleinen Seitenstraße und fühlte mich direkt in eine andere Zeit versetzt. Viele, wunderschöne Fachwerkhäuser und kleine Läden an einem kalten Novembermorgen. Ich wollte mir ein nettes Café suchen und mich erst einmal aufwärmen. Plötzlich schaute mich ein kleiner Holzkopf an, den ich aus der Toskana noch in guter Erinnerung hatte.

Kaffeerösterei, das hörte sich schon einmal gut an. Obwohl das mittlerweile schon so ein hipper Begriff geworden ist wie Privatbrauerei. Wer mich kennt, der weiß wie wichtig mir guter Kaffee ist. Ein Versuch kann nicht schaden, dachte ich…

Ursprünglichen Post anzeigen 381 weitere Wörter

Wer war’s 2.0

Wieder habe ich ein Päckchen  mit Kaffee und Leckereien erhalten und weiß nicht wer der edle Sender war. Also starte ich einen neuen Post, um mich bei Unbekannt zu bedanken.

 

Vielen vielen Dank! Ich habe gestern schon kräftig zugeschlagen. Hm… so lecker! Jamm-jamm… mein Geschmack wurde wieder voll getroffen! 1000 Dank!

pixabay.com

Bitte lieber Spender, gib dich zu erkennen, damit ich mich persönlich bedanken kann! Die Spenderin des ersten Pakets hat sich übrigens bei mir gemeldet! 😉

Hahn im Korb

Unsere Tischfamilie ist von 3 auf 4 Bewohner angewachsen. Herr H. erweitert nun unseren Damenkreis (Frau F., U. und ich). Er ist unser Quoten-Mann.😁 Er passt altersmäßig perfekt zu U. und mir. Wir drei sind alle in den 50-gern. Frau F. mit ihren 94 (?) ist unsere Alterspräsidentin.

Herr H. trinkt auch sehr gerne einen Kaffee nach dem Mittagessen. Daher kommt er nach dem Essen im Speisesaal mit hoch zu mir und ich koche jedem eine Tasse. Jetzt ist der geschenkte Kaffee bald aufgebraucht. Morgen will ich sehen, ob ich den gleichen finde und neuen kaufen kann. Denn wir sind beide der Meinung, dass er besser schmeckt, als der von Aldi. U. ist nicht so für Kaffee. Nur morgens gehört er für sie zum Frühstück.

Mittlerweile hat sich das mit dem mittäglichen Kaffee nach dem Essen schon eingespielt. Dazu gab es auch immer eine kleine Nascherei. Auch da muss Nachschub her. Darum will sich Herr H. kümmern.

Wenn so viele Menschen auf relativ engem Raum wohnen, wird gerne geklatscht und getratscht. Damit keine unschönen Geschichten über uns erzählt werden, lasse ich die Zimmertür immer weit offen, wenn wir Kaffee trinken. 😉

 

Wer war’s?

Mein Geburtstag liegt nun schon fast 5 Wochen zurück. Immer noch grübele ich darüber, wer mir das Kaffee-Paket mit Pralinen geschickt hat.

Ein Absender stand nicht auf dem Päckchen. Einen Poststempel, der Auskunft über den Absendeort hätte geben können, fand ich auch nicht.

Ebensowenig gab es eine Grußkarte.

Wer war’s also, der von meinen Vorlieben für Kaffee und das kleine süße etwas wusste und mir damit eine Freude machen wollte?

Nun, ich weiß es nicht. Ich habe einen Verdacht… aber…???

So sende ich meinen Dank also an Unbekannt. Der Inhalt des Päckchens traf voll meinen Geschmack! Ich genieße jetzt die Reste des superleckeren Kaffees. Die Pralinen waren schnell verputzt. Vielen Dank!

pixabay.com

Kaffeebud

Von meiner Liebe zum schwarzen Getränk habe ich schon in anderen Beiträgen geschrieben. Ich hatte zum Anfang meiner Zeit als Bewohnerin im Gerhard Tersteegen Haus 2013 sogar meine Kaffee-Maschine, dann meine Pad-Maschine mitgenommen. Doch die Handhabung der Geräte überforderte meine Feinmotorik, sodass ich sie recht bald meinen Eltern wieder mitgab. Als nächstes versuchte ich den Espresso am Automaten unten im Eingangsbereich des GTH. Doch das ging schnell ins Geld. Außerdem war der Automat oft kaputt. Dann bekamen wir einen neuen Automaten. Es blieb gute, geschmackliche Qualität. Dafür halbierte sich sogar der Preis. Wo hat man so etwas heute noch? Aber ich hatte begonnen, mir bei Aldi den Gold Premium Pulver Kaffee zu kaufen und mir nach dem Mittagessen damit eine Tasse Kaffee aufzugießen. Dieser schmeckt wirklich sehr gut. 100% Arabica eben. Dann habe ich angefangen immer wieder den ein oder anderen meiner Tischnachbarn zu einer Tasse Kaffee einzuladen. Wenn sie nicht gerade nach dem Mittagessen etwas anderes vorhaben, nehmen sie das Angebot gerne an. Und ich freue mich, Gesellschaft zu haben. Gestern wurde es dann richtig voll! Alle 4 von meinem Tisch und 1 Freundin von G., die ihr das Essen angereicht hatte, kamen mit. Das war richtig klasse! Zum Schluss erschien noch U.s Bruder. Er wollte eigentlich U. besuchen. Da U. ja nun ihr Zimmer direkt neben meinem hat, hörte U. ihn und ich lud ihn ein rüber zu kommen.

 

Wieder scrabbeln mit E.

Gestern Nachmittag hat E. mich wieder zum scrabbeln herausgefordert. Da ich noch nichts vorhatte, sagte ich mit Freuden zu! Wir trafen uns erst im Seidencarré im Wohnzimmer. Da das Café aber leider schon geschlossen hatte, gingen wir durch den Garten rüber ins GTH.

Das Wetter war traumhaft schön. Daher nahmen wir auf der Terrasse Platz. Ich bat die Dame von der Hauswirtschaft, die den Kaffee verteilte, uns 2 Tassen Kaffee nach draußen zu bringen. Dann starteten wir das Wörter-Duell.

Es machte viel Spaß. Vor allem auch, weil wir beide es schafften mit dem Legen eines Wortes gleich mehrere neue Worte zu bilden.

Auf einmal rollte Frau Kt. mit ihrem Rolli in den Garten. Ich winkte sie zu uns an den Tisch. Sie ist im Sommer 100 Jahre alt geworden. Sie ist eine sehr interessante, immer noch hellwache Person. Ich machte die beiden Damen miteinander bekannt. Beide sehen nicht mehr all zu gut und auch das Gehör hat sehr nachgelassen. So saßen also 242 Jahre miteinander am Tisch. E. ist 92, Frau Kt. 100 und ich bin 50 Jare alt. Die Seniorinnen verstanden sich auf Anhieb (inhaltlich, wenn auch nicht immer akustisch, da half ich dann weiter).

E. und ich spielten fast bis 17:00 Uhr! Nach 8 Runden machten wir Schluss. Ich konnte einfach nicht mehr.

Aber E. hat das Spiel wieder gewonnen. Als letztes legte sie das Wort „Sex“ (ja, ja… die Seniorin… *kicher*) und machte auch noch damit aus „Quer“ „Quere“! Da sie dabei auch das Feld „Dreifacher Wortwert“ abdeckte, erhielt sie dafür insgesamt 44 Punkte! Klasse!

Frau F. sucht die Milch

Frau F. trinkt ihren Kaffee mit Milch. Immer. Ohne Zucker.

Kaffee gibt es zum Frühstück und zum Nachmittagskaffee.

Regelmäßig sucht sie abends die Milch. Suchend geht ihr Blick über den ganzen Tisch. Da sie mittlerweile sehr schlecht sieht geht auch ihre Hand suchend über die einzelnen Dinge, die auf dem Tisch stehen.

„Suchen Sie etwas, Frau F.?“ , frage ich.

Stumm, mit weit aufgerissenen Augen, ihre Zunge spielt mit ihren Zähnen, reckt sie den Hals und sucht weiter.

Was suchen Sie?“ , wiederhole ich meine Frage etwas lauter.

„Häh…?“, sie schaut suchend über den Tisch.

Sie suchen doch etwas. Kann ich Ihnen helfen?“ , biete ich an.

Ihr Blick geht weiter suchend über den Tisch. „Die Milch… wo ist die Milch? Für den Kaffee…“

Es ist Abend. Abends gibt es doch keinen Kaffee. In Ihrer Tasse ist Fencheltee. Dazu nimmt man doch keine Milch“ , erkläre ich ihr.

„Fencheltee? … Ach ja. … Abend …“ , sie lächelt ganz erleichtert.

Da soll man aber auch mitkommen, mit den Tageszeiten. Besonders abends scheint die Sonne in den Speisesaal. Dann ist helllichter Tag! Außerdem hatte Frau F. sich nachmittags hingelegt und war eingeduselt. Sie war jetzt noch ganz schläfrig. 😌