So war’s – Kino – Überraschungsfilm

Gestern sahen wir den Überraschungsfilm. Es war die deutsche Komödie „Jesus liebt mich“ von und mit Florian David Fitz aus dem Jahr 2012. Die Liebeskomödie basiert frei auf Motiven von David Safiers gleichnamigem, 2008 erschienenem Roman. Marie, gespielt von Jessica Schwarz, verliebt sich kurz nach ihren gescheiterten Heiratsplänen in Gottes Sohn Jeshua. Dieser wiederum ist auf die Erde gekommen, um die bevorstehende Apokalypse einzuleiten. Und das soll bald sein, nämlich schon am Dienstag.

Mir hat der Film sehr gut gefallen. Mehrfach musste ich laut lachen! 😂 Den meisten Bewohnern (vorwiegend den Bewohnerinnen) gefiel er. Es war eben eine Komödie. Nicht jeder hat den selben Humor.

Jesus liebt mich – Wiki

Herbstliche Melodien 2017

Freitagnachmittag sollte ein Konzert mit herbstlichen Melodien stattfinden. Eigentlich waren eine Sopranistin, eine Mezzosopranistin und ein Pianist angesagt, wie man dem Programm entnehmen kann.

Doch die momentane Krankheitswelle macht auch vor Sängern nicht halt. Es fehlte Frau Storz, die Sopranistin.

Daher sang Frau Schaus alleine, begleitet vom Klavier und bei manchen Liedern auch begleitet vom Publikum. Immer wieder bin ich fasziniert davon, dass viele Bewohner die Lieder auswendig kennen, viele Strophen.

Es wurde eine sehr schöne Veranstaltung. Sie wurde auch immer wieder durch kleine Anekdoten aufgelockert, die Frau Schaus vortrug. Zum Beispiel:

Ein Bub sitzt mit seinem Vater im Biergarten und fragt: „Papa, wie merkt man eigentlich, dass man betrunken ist?“

Vater: „Siehst du die beiden Männer da drüben am anderen Tisch? Wenn du vier siehst, dann bist du betrunken.“

Bub: „Aber Papa, da sitzt doch nur einer.“

Quelle


Krawallkätzchen

So habe ich letztens Frau Ga. genannt. Sie hat wirklich immer etwas zu bemängeln und zetert die ganze Zeit am Mittagstisch. Deswegen Krawall. Kätzchen, weil es netter klingt als Hexe und weil ich sie doch so sehr mag.

Die Bohnen sind zu hart, in der Suppe sind Möhrenstückchen. Sie schüttelt sich. Auf den Broccoli gehört Sauce! Da war keine. So geht es in einer Tour.

Zudem sagt sie immer: „Also ICH habe das früher ganz anders gemacht!“

Nach dem Mittagessen schlich sich Herr Regels an sie heran und blickte schweigend über ihre Schulter. Er stand dort wie ein Fels, groß und massig. Frau Ga. merkte es erst gar nicht.

„Merken Sie etwas?“, fragte ich sie.

Sie pickte ein weiteres Ministückchen Kartoffel mit der Kuchengabel auf und aß es. „Wieso? Was ist denn?“, fragte sie.

„Schnuppern Sie mal!“, forderte ich sie auf. Herr Regels riecht immer sehr gut nach frischer Wäsche.

Frau Ga. zog ihr kleines Näschen kraus und schnupperte. „Ich riech nichts“, meinte sie.

„Dann schauen Sie mal nach rechts!“, sagte ich.

Langsam und vorsichtig wand sie ihren Kopf. Erst als sie ihn fast um 45° gedreht hatte, sah sie Herrn Regels. Sie stieß einen lauten Lacher aus: „Hach! Sie sind das! Was machen Sie denn hier?“

Ganz den Schalk im Nacken sagte er: „Ich könnte Sie jetzt so übers Knie legen, weil sie immer so lautstark schimpfen!“

Ha!!! Das würde Ihnen so passen!“, meinte sie lachend.

„Oder ich würde sie einfach über die Schulter legen und sie weg tragen!“, sinnierte Herr Regels.

„Dann trete ich Sie gegen die Schienbeine! Oder ich beiße Sie!“, sagte Frau Ga kampfeslustig. „Ich lass mir nichts gefallen!“

„Das glaube ich sofort!“, sagte ich voller Überzeugung.

„Das habe ich im Krieg gelernt! Jeder musste für sich selbst kämpfen. Sonst ging er unter!“, erklärte sie mir. „Ich habe mich immer behauptet. Was die alles von mir wollten! Aber ich habe nur gemacht, was ICH wollte!“

Die älteren Bewohner haben fast alle den Zweiten Weltkrieg erlebt. Es muss eine grausame, furchtbare Zeit gewesen sein!