Warum?

Frau X. sitzt missgelaunt an einem Tisch nahe der Wohnbereichsküche. Ihr gegenüber sitzt Frau Y., vor sich hinträumend, schweigend.

Die Tür zum Balkon ist geöffnet. Draußen sitzen einige Bewohner, plaudern, lesen, rauchen, trinken Wasser oder Limo. Das ist das absolute Gegenprogramm. Hier blüht das Leben.

Frau X. meint: „Warum?  Warum soll ich?“ Vor ihr steht ein volles Wasserglas.

Draußen sind es 31°C. Die Luft ist zäh, drückend. Es ist unerträglich warm. Der Schweiß steht mir auf der Stirn, oberhalb der Oberlippe. Ich lecke daran. Salzig. Die Kleidung klebt mir am Körper. Die  Brille rutscht.

Frau X. schwitzt überhaupt nicht. Die muss unbedingt trinken! Das Glas Wasser steht vor ihr auf dem Tisch.

eigenes Foto

„Warum? Warum soll ich? Warum will er das? Warum soll ich? Wer will das? Das ist bestimmt der Eigentümer!“

Ein Er ist überhaupt nicht zu sehen. Es war eine Pflegerin, die sich um sie kümmerte. Dann ging die Pflegerin auf den Balkon.

Jetzt war ich es die versuchte Frau X. zum Trinken zu überreden.

„Du wirst ganz vertrocknet, wenn du nichts trinkst. Wie eine Rosine. Möchtest du das?“ Ich  bediente mich der List meiner Schwester, als ihr damals kleiner Sohn nichts trinken wollte. Aber bei der Seniorin wirkte das nicht.

Oder?

Sie versuchte das Glas zu greifen. „Hmpf“, sagte sie ganz frustriert, als es nicht klappte. Sie war einfach zu schwach.

„Lass mich dir helfen“, sagte ich. Ich nahm, das Glas hoch und führte es an ihren Mund. Sie nahm einen kleinen Schluck.  Dann schüttelte sie sich: „Nein. Ich will nicht!“

Nun kam die Pflegerin zurück. Sie schaffte es letztendlich, dass Frau X. trank. Das ganze Glas leer. Gekonnt ist gekonnt!

Gut zuhören

Wenn man gut zuhören kann, erfährt man eine ganze Menge. Wie es früher war… und was heute noch genauso gilt… trotz aller technischen Entwicklungen.

Das verleiht mir auch immer wieder neuen „Stoff“ für meinen Blog. 😉

In den letzten Tagen war es für mich nicht mehr so einfach, denn es war extrem heiß.

Nun sind die Temperaturen zwar gesunken. Aber ich bin trotzdem nicht so richtig in Form.

Darum beende ich diesen Post erst einmal. (Angefangen hatte ich am 26. August… )

Bis demnächst, wenn die Ideen wieder sprudeln! 😉

Fountain on Mozilla Firefox OS 2.5

Es ist so unerträglich heiß…

… dass mir die ganze Zeit der Schweiß übers Gesicht läuft 😰 …

… 💧 …

… es ist unerträglich schwül und drückend 😰 …

… 💧 …

„Haben Sie Bier getrunken?“, fragte mich die Pflegerin, als sie mir beim Ausziehen half.

„Nur Wasser, Tee und Buttermilch“, antwortete ich.

„Ach so“, sagte sie.

„Warum?“, fragte ich.

„Sie sehen so aus“, war die Antwort .oO( rot, schweißtriefend, KO…)

… 💧 … … 💧 … … 💧 …

Ich grinste sie schief an. 😰 …

„Aber gehen Sie heute nicht so spät schlafen“, meinte sie.

„Bestimmt nicht!“, erwiderte ich, „Dazu bin ich viel zu KO!“ 😰 …

… 💧 … … 💧 … … 💧 … … 💧 …

Also werde ich nun am Computer aufhören, um zu verhindern, dass meine Tastatur in Schweiß ertrinkt! Hoffentlich wird es bald kühler!

Hitze
GBPicsOnline.com

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder ereilt uns im Gerhard Tersteegen Haus eine weit umsichgreifende Infektionswelle.

Aka / pixelio.de

Nun ist es wieder so weit. Der Brechdurchfall geht wieder von Wohnbereich zu WB. Auch mein WB ist jetzt betroffen. Wir stehen wieder unter Quarantäne. Ich hoffe, an mir geht der Kelch vorüber. Ich leide (echt!) schon genug unter der Hitze!

Da es aber momentan eh zu heiß draußen ist (30°C und mehr), wäre ich zumindest nachmittags so wie so drinnen. Ein kleiner Trost!

Hitze 2.0

Die Hitze bleibt nicht ohne Wirkung. Solange es so heiß bleibt, werde ich seltener posten.

Bilder und Video stammen von wetter.com

Die Hitze ist unerträglich

Diese Bilder brauchen keine Worte mehr:

 

Und morgen soll es noch heißer werden! 🤪

 

Die Hitze fordert weitere Opfer

Auf dem Andachtspodest im Speisesaal sammeln sich immer mehr Todesanzeigen. Heute wären es mittlerweile schon 10 gewesen. Doch dazu reichte der Platz nicht mehr. Daher wurden die beiden Rahmen der schon am längsten dort stehenden durch neue ersetzt.

Frau Ga.s Name steht also nicht mehr dort.

Der Haustechniker und seine Mitarbeiter sind fleißig dabei, die Zimmer der Verstorbenen wieder zu renovieren, damit neue Bewohner einziehen können.

Heute morgen erfuhr ich, dass mein stimmgewaltiger Nachbar im Krankenhaus verstorben sei. Er wird also nicht mehr ins Gerhard Tersteegen Haus zurückkehren. Wieder ein neuer Name auf dem Andachtspodest. Dort las ich, dass er für heutige Verhältnisse gar nicht so sehr alt geworden ist. 75 Jahre alt ist heutzutage kein Alter zum Sterben mehr. Doch ich denke es war für ihn eine Erlösung. Jetzt kann er endlich seine Muddi wieder sehen.

Der verbleibende Rest der Bewohner, einschließlich mir sind erleichtert, dass die lauten Rufe erst einmal aufgehört haben.

Ich bin gespannt, wer demnächst in das Zimmer ziehen wird.

 

Die Hitze fordert ihre Opfer

Die Hitze dauert schon so lange an. Das sind wir in Deutschland gar nicht gewöhnt.

Ende Mai fing es an warm zu werden.

Ab Juni wurde es sehr warm, dann unerträglich heiß.

Jetzt haben wir Anfang August und es ist immer noch heiß. Seit Wochen sind es 30°C und mehr. In den nächsten beiden Tagen werden 36°C und mehr erwartet.

Laut Bauernkalender sind jetzt die ‚Hundstage‘, benannt nach dem Sternbild Großer Hund (Canis Major). Sie dauern vom 23. Juli bis zum 23. August. Das bedeutet, dass wir noch länger schwitzen werden.

Das heiße Wetter macht das Leben sogar für gesunde anstrengend, vor allem auch, weil es nachts gar nicht mehr richtig abkühlt. In den Häusern steht die Hitze!

Ich schlafe bei weit geöffneten Fenstern. Morgens, so gegen 03:00 wird es etwas ‚kühler‘. ‚Frische‘ Luft streicht über mein Gesicht. Herrlich!

Aber schon ab 08:00 Uhr wird es wieder so warm, das kein frischer Windhauch zu spüren ist.

Die Senioren leiden sehr unter der Hitze. Die Todesfälle häufen sich. Mittlerweile stehen schon 4 Namenstafeln auf der Andachtskommode unten im Speisesaal und leisten Frau Ga. Gesellschaft. Und es werden noch weitere erwartet.

(c) Katrin – musikhai

 

Was tut das Heim für seine Bewohner? Ganz wichtig ist es, bei diesen Temperaturen zu trinken. Daher laufen die Angestellten ständig mit Wasser und Limonade herum und sehen zu, dass getrunken wird.

(c) Katrin – musikhai

(c) Katrin – musikhai

 

 

 

 

(c) Katrin – musikhai

Die Wiese vor dem Haus ist komplett verbrannt. Grünes Gras war einmal.

Frau El Kaamouzi (Einrichtungsleitung) hat mehrere Planschbecken besorgt, eins für die Terrasse und je eins für jeden Wohnbereich. Sie werden jeden Tag mit frischem Wasser gefüllt und dienen den Bewohnern als kaltes Fußbad.

(c) Katrin – musikhai

 

Rund um die Uhr

pixabay.com – Mary Bettini Blank

Dieses heiße Wetter schafft mich! Gestern war ich schon um 19:00 Uhr im Bett und bin heute erst gegen 07:00 Uhr wieder aufgestanden.

Irgendwann gegen 22:30 Uhr wurde ich wach.

  • Die Fenster waren sperrangelweit offen.
  • Ich hörte die Autos vor dem Haus. Ihre jungen Fahrer „unterhielten sich“ schreiend, um die laute Musik zu übertönen.
  • Der PC lief noch.
  • Ebenso das TV.
  • Auf meinen Nachbarn war „Verlass“. Er rief aus voller Kehle.
  • Vollmond schien in mein Gesicht.

Und ich hatte geschlafen!

Angenehm ströhmte die langsam kühler werdende Luft ins Zimmer und strich über mein schweißnasses Gesicht. Das Schlaf-T-Shirt war nassgeschwitzt.

Nach einiger Zeit beschloss ich aufzustehen.

Ich schaltete den Fernseher aus.

Dann zog ich das nasse T-Shirt aus. Suchte ein trockenes und zog es an.

Danach fuhr ich den PC herunter und schaltete ihn aus.

Ich suchte meine Silikon-Ohrstöpsel und schob sie tief in die Ohren.

Ich krabbelte wieder ins Bett und war bald wieder eingeschlafen.

Um 5:00 Uhr heute Morgen wachte ich auf. Nun brauchte ich doch die Hilfe des Nachtdienstes. Also klingelte ich. Schnell war er da. Um diese Zeit war wohl nicht viel los. D. vom Nachtdienst erzählte, er sei mehrmals bei mir im Zimmer gewesen, doch ich schlief tief und fest. Beim ersten Mal lief noch der Fernseher.

Bis zum Aufstehen gegen 7:10 Uhr schlief ich dann nicht mehr richtig ein, ruhte mich einfach nur weiter aus. Man-o-man, das hatte ich wohl echt nötig gehabt!

 

Geschafft von der Hitze

pixabay.com – stux – Stefan Schweihofer

wetter.de – Wetter Krefeld

Das heiße Wetter macht uns Bewohnern sehr zu schaffen. Viele hängen ganz matt und schief in ihren Rollis oder auf ihren Stühlen. Da war es das einzig gute, was wir gestern beim Treffen der Jungen Generation machten: im Schatten auf dem WB-Balkon sitzen und Eis essen!

pixabay.com – Free-Photos

Da die Wärme immer noch im Haus und in den Zimmern sitzt, wird dieser Beitrag auch nur ganz kurz, denn ich bin einfach KO!