Frau Ga. ist gnadenlos

Bei den ständig wechselnden Temperaturen geraten nicht nur wir Menschen aus dem Takt. Auch die Natur weiß nicht so recht, was sie davon halten soll.

Viele Bäume haben ihr Blattkleid schon abgeworfen. Andere haben noch viele grüne Blätter.

Die Insekten sind verwirrt. So hatte ich vor ein paar Tagen das Zimmer voll mit Marienkäfern.

Sogar die Bienen sind träge unterwegs, sobald die Sonne warme Strahlen sendet. Das musste letztens schmerzhaft auch Frau Ga. feststellen. Als sie das schöne Wetter durch das Fenster ihres Zimmers sah, öffnete sie es beglückt. Sie atmete tief ein und genoss die feinen Sonnenstrahlen.

Die Sonnenstrahlen genoss auch eine Biene. Sie wagte eine kleine Flugrunde. Aber die Temperaturen waren eigentlich noch zu kühl für sie. Normalerweise schließen sich die Bienen zu einem kugelförmigen Wintersitz zusammen. Im November gibt es nur noch ganz wenige Bienen, die einen Ausflug wagen.

pixabay.com – MindfullyConnected

Durch das geöffnete Fenster von Frau Ga. strömte warme Heizungsluft nach draußen. Das gefiel unserer Biene und sie ließ sich ermattet auf dem Fensterrahmen nieder. Warme Zimmerluft strömte nach draußen.

Derweil fand Frau Ga., dass jetzt genug frische Luft in ihr Zimmer gekommen sei. Ächzend hievte sie sich aus ihrem Stuhl. Sie schwankte ein wenig. Instinktiv suchte sie am geöffneten Fenster Halt. Dabei guckte sie nicht vorsichtig, wohin sie ihre Hand setzte.

Da war es schon passiert. Sie griff genau auf die Biene!

Die Biene stach in ihrer Not zu.

Frau Ga. zuckte zusammen. Dann hob sie ihren Zeigefinger, schüttelte ihn Richtung Biene und sagte ganz erbost: „Na warte Kerlchen!!! Das überlebst du nicht!!!“

pixabay.com

Frau Ga. hatte einen juckenden, dicken Bienenstich.

Die Biene aber überlebte ihren Angriff nicht.

Sterben Bienen wenn sie Warmblüter stechen? –  ZEIT.de

Sitzgymnastik fiel aus

Dieses Schild hängt seit ein paar Tagen in den Aufzügen. Im Speisesaal und auf den Fluren hört man immer wieder Worte des Bedauerns. Gestern Abend im Speisesaal beim Abendbrot zum Beispiel:

„Und was ist Morgen?“, fragte Frau S. am Nachbartisch.

„Na, die Sitzgymnastik fällt ja aus“, meinte Herr W..

„Nix ist Morgen“, meinte Frau Sf..

„Was machen wir denn dann?“, fragte Frau L., „Einkaufen?“. Sie liebt es einzukaufen.

„Ach, dann sind die Stadt und die Läden bestimmt viel zu voll“, sagte die realistische Frau S..

So ging es weiter. Es war, als schwebe eine dunkle, graue Wolke über dem Tisch der Bewohner.

Mir tut es auch Leid, dass das Angebot ausfällt. Die Sitzgymnastik ist halt wirklich beliebt hier im Haus. Wenigstens scheint die Sonne strahlend vom Himmel!

Ich schaute bei YouTube vorbei und fand ein sehr gutes Video zur Sitzgymnastik von Gabi Fastner. Schaut es euch mal an:

So kam ich dann doch zu meiner Sitzgymnastik heute.

Besuch im Krankenhaus

Letztens an einem der schönen Oktobertage fuhr ich mit meinem E-Rolli zum Helios Klinikum Krefeld und besuchte eine Freundin, die schon mehrere Wochen dort behandelt wird. Ich war froh, sie so guter Dinge anzutreffen. Denn es war lange Zeit nicht sicher, ob sie da wieder lebend raus kommt.

Jetzt konnte sie mir sagen, dass man sie bald entlassen will. Allerdings nicht nach Hause, sondern in ein Heim zur Kurzzeitpflege. Denn sie muss erst einmal 3 mal die Woche zu einer ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Sie hofft allerdings, dass das nur vorübergehend sein muss.

Als sie mir am Telefon erzählte, wie ich ihre Station finden könne, meinte sie nur, das Gebäude sei von außen orange. Wie man auf den Fotos sehen kann, stimmt es! 😉



Mittlerweile ist sie an ihrer neuen Behausung angekommen und das Wetter ist längst nicht mehr so schön. Wenn ich mir noch einmal die Fotos ansehe, kann ich es kaum glauben, dass das auch im Oktober war. *seufz*

Herbstliche Melodien 2017

Freitagnachmittag sollte ein Konzert mit herbstlichen Melodien stattfinden. Eigentlich waren eine Sopranistin, eine Mezzosopranistin und ein Pianist angesagt, wie man dem Programm entnehmen kann.

Doch die momentane Krankheitswelle macht auch vor Sängern nicht halt. Es fehlte Frau Storz, die Sopranistin.

Daher sang Frau Schaus alleine, begleitet vom Klavier und bei manchen Liedern auch begleitet vom Publikum. Immer wieder bin ich fasziniert davon, dass viele Bewohner die Lieder auswendig kennen, viele Strophen.

Es wurde eine sehr schöne Veranstaltung. Sie wurde auch immer wieder durch kleine Anekdoten aufgelockert, die Frau Schaus vortrug. Zum Beispiel:

Ein Bub sitzt mit seinem Vater im Biergarten und fragt: „Papa, wie merkt man eigentlich, dass man betrunken ist?“

Vater: „Siehst du die beiden Männer da drüben am anderen Tisch? Wenn du vier siehst, dann bist du betrunken.“

Bub: „Aber Papa, da sitzt doch nur einer.“

Quelle


Wochenendrätsel – Noch einmal Thema Herbst

Nach meinem letzten Beitrag habt Ihr bestimmt gedacht, in diesem Rätsel suche ich Palindrome.

Doch ich habe noch ein schönes Rätsel zum Thema Herbst gefunden (und ein neues Wort habe ich dazu gelernt: Akrostichon). 😉

Viel Spaß damit!