Gemeinde kann vernetzen und trösten

COVID-19 macht auch vor der Kirche nicht Halt. Sehr spitzfindig geschrieben!👍

ungläubiges staunen

WAS GEMEINDEN JETZT TUN UND LASSEN KÖNNEN


Kirchenleute sind im Corona-Moment ratlos wie alle, was zu tun ist. Aber sie können ’social‘ , sie wissen was vom Leben und Scheitern, und sie haben einen Hintergrund von anderer Art. Der könnte helfen, weder in Schockstarre noch in Aktivismus zu verfallen. Eine solche Fastenzeit ist neu für die funktionierende Kirche.

Ich meine:
Die Verbreitung des Virus muss JETZT sofort beeinflusst werden. Auch mit übertrieben wirkenden Mitteln. Und die Kirchen helfen dabei, wo sie können.
Deshalb würde ich alles absagen, was nicht lebenswichtig ist, auch Gottesdienste. Manche Bestattungen müssen vielleicht sein.

Über Abendmahl diskutieren bringt grad gar nichts. Einfach aussetzen. Manche machen daraus eine Bekenntnisfrage. Das ist jetzt nicht dran. (Die Gefahr geht übrigens vom Brotteller aus, in den alle reingreifen. Nicht vom Silberkelch mit Wein.)

Auch keine Versammlungen wie Pastorenkonvente (pastores sind für alles Multiplikatoren, auch für Viren), Altenkreise usw.. Lieber Videokonferenzen…

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Die Rose von Jericho

Gestern fand der monatliche Gottesdienst im Gerhard Tersteegen Haus mit Pfarrerin Grünhoff statt. Sie brachte uns etwas sehr interessantes mit. Eine hutzelige, trockene, unscheinbare, anscheinend tote Pflanze. Sie ging durch die Reihen der Bewohner und ließ jeden die tote Pflanze anfassen und riechen.

 

Anastatica hierochuntica.jpgVon Der ursprünglich hochladende Benutzer war Nikswieweg in der Wikipedia auf Deutsch
(Originaltext: Klaus Polak) – Originally from de.wikipedia; description page is/was here.
(Originaltext: eigenes Foto), CC BY-SA 2.0 de, Link

 

Das hässliche, trockene Pflanzenknäuel war ganz leicht und fast geruchlos.

Dann packte sie eine Plastikdose aus, in der sich eine recht große Pflanze befand. Sie berichtete, dass sie so ein trockenes Pflanzenknäuel am Abend zuvor mit Wasser übergossen habe. Das hier sei daraus geworden!

 

Anastatica hierochuntica rose de Jéricho FloraTrek 2013.jpgVon FloraTrekEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

 

Anastatica hierochuntica flower.JPGDe Phil41Trabajo propio, CC BY 1.0, Enlace

 

 

Die Pflanze war durch das Wasser wieder zum Leben erweckt worden. Sie war jetzt groß, schwer und hatte einen intensiven Geruch.

Pfr. Grünhoff verglich die Pflanze und was mit ihr geschehen war mit dem Menschen und dem Glauben. Man nennt sie auch die Auferstehugspflanze.

 

Die Bildrede ist als Teil des Berichts von der Auferweckung des Lazarus überliefert. Als Jesus nach Bethanien, kam wohin er wegen der Krankheit des Lazarus gerufen wurde, war Lazarus bereits seit vier Tagen tot. Seine Schwester Martha klagte deshalb Jesus gegenüber, dass er noch leben würde, wenn Jesus da gewesen wäre, bekannte allerdings auch ihren Glauben daran, dass Gott Jesus geben werde, worum der ihn bittet. Als Jesus ihr daraufhin versichert, dass Lazarus auferstehen werde, erwiderte Martha, dass sie sehr wohl wisse, dass er auferstehen werde bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Daraufhin sprach Jesus das „Ich bin“-Wort:

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?

Johannes 11,25–26 LU

Martha bestätigte daraufhin die Frage Jesu und dass er der Christus sei. In der Folge (Vers 28–44) erweckte Jesus Lazarus schließlich wieder zum Leben.
Quelle

 

Das war eine sehr eindrückliche Predigt. Religion / Kirche zum Anfassen. Mich hat das sehr beeindruckt!

 

Gestern wurde sie 60!

Meine stille Heldin wurde gestern Jahre alt!

Quelle

Ich hatte sie euch bereits hier und hier schon mal vorgestellt. Doch im letzten Jahr war sie mehr im Krankenhaus als im Gerhard Tersteegen Haus.

So war es leider auch gestern, an ihrem 60-sten Geburtstag. Was für ein leidvolles Leben! Schon als Kind entdeckte man bei ihr Tumore im Hirn. Sie wurde operiert. Das ging zeitlebens so weiter.

Die regelmäßig durchgeführten Kontrolltermine wurden immer mit Spannung wahrgenommen und dann wartete man angespannt auf das „Urteil“ der Mediziner. Manchmal war es OK. Manchmal gab es erneute Hiobsbotschaften.

Aber es gab auch ruhigere Zeiten. So machte sie den Realschulabschluss. Dann machte sie eine Lehre mit abgeschlossener Endprüfung. Von dort aus arbeitete sie viele Jahre in ihrem Beruf bei der Firma Bayer.

Sie lernte einen viel älteren Mann kennen und lieben. Die beiden heirateten und machten viele Urlaubsreisen zusammen. Es ging quer über den gesamten Globus. So lernte sie viel von der Welt kennen.

Als ich im August 2013 ins GTH zog, war sie schon seit einigen (~5?) Jahren dort. Da lag sie schon fest im Bett. Im Rolli musste sie geschoben werden. Selbstständig / eigenständig ging nicht mehr viel. Selbst das Essen muss ihr angereicht werden.

Doch ständig hat sie ein freundliches, lächelndes Gesicht. Ich habe nie erlebt, dass sie jammerte. Nach außen wirkt sie gelassen, freundlich. Unglaublich, wie sie das immer schafft. Viel Kraft gibt ihr der Glaube an Gott. Solange es ihr noch etwas besser ging, war sie immer bei den Gottesdiensten in der Kapelle des GTH.

Ich wünsche ihr, dass ihr weiteres Schicksal den für sie besten Verlauf nimmt.

…ooO(Ich denke an dich, M.)