Neue Sitzordnung im Speisesaal sorgt für Chaos

Es gibt Sprichwörter und sogar Lieder zu diesem Thema:

  • Einen alten Baum sollte man nicht verpflanzen.
  • Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
  • You can’t teach an old dog new tricks.

Das alles will sagen, dass sich Menschen, meist ab einem gewissen fortgeschrittenen Alter, ungern an neue Situationen gewöhnen.

Warum diese Vorrede? Nun, das war so:

Das Gerhard Tersteegen Haus bekam einige neue Bewohner, die gerne unten im Speisesaal ihre Mahlzeiten einnehmen wollten.

Dazu wollten einige wenige Bewohner, die seit Jahren hier wohnen und immer oben gegessen hatten, nun unten essen.

Das hatte zur Folge, dass neue Sitzplätze geschaffen werden mussten. Plötzlich gab es nicht genug Plätze in der alten Sitzordnung, so dass alle Bewohner dort mit ihren entsprechenden Hilfsmitteln (Rollatoren, Rollis) sitzen konnten und noch die Speisewagen vom Personal durch den Saal geschoben werden konnten (vor allem mittags).

Frau Düro, die Leiterin der Hauswirtschaft, und Frau Faust vom Sozialen Dienst rückten die Tische, stellten sie anders zusammen, überlegten hin und her. Auch wir Bewohner durften anwesend sein und unsere Meinung kundtun. Es entstand eine neue Sitzordnung, die sich erst einmal beweisen sollte. Das war vor gut zwei Wochen.

Mittlerweile hat sich gezeigt, dass viele Bewohner mit der neuen Tischordnung unzufrieden waren. Also wurde wieder umgeräumt. Tisch 1 und 2 stehen wieder so wie zuvor. 😉

Aber es wurden tatsächlich neue Plätze geschaffen und die Servierwagen kommen durch. Ein Problem ist es, die vor 2 Wochen bestellten Mittagessen den neuen Anordnungen zuzuordnen. Aber es wird langsam ruhiger. Die Bewohner sind zum Teil noch etwas orientierungslos, wenn sie ihre neuen Plätze suchen. Aber das braucht halt nur noch etwas Zeit.

Am Ende heißt es: „You CAN teach an old dog new tricks! He just needs time.“
Man kann eben doch einem alten Hund neue Tricks beibringen! Er braucht halt nur etwas Zeit.

Ganz nach Kanzlerin Merkel: „Wir schaffen das!“

Herbstliche Melodien 2017

Freitagnachmittag sollte ein Konzert mit herbstlichen Melodien stattfinden. Eigentlich waren eine Sopranistin, eine Mezzosopranistin und ein Pianist angesagt, wie man dem Programm entnehmen kann.

Doch die momentane Krankheitswelle macht auch vor Sängern nicht halt. Es fehlte Frau Storz, die Sopranistin.

Daher sang Frau Schaus alleine, begleitet vom Klavier und bei manchen Liedern auch begleitet vom Publikum. Immer wieder bin ich fasziniert davon, dass viele Bewohner die Lieder auswendig kennen, viele Strophen.

Es wurde eine sehr schöne Veranstaltung. Sie wurde auch immer wieder durch kleine Anekdoten aufgelockert, die Frau Schaus vortrug. Zum Beispiel:

Ein Bub sitzt mit seinem Vater im Biergarten und fragt: „Papa, wie merkt man eigentlich, dass man betrunken ist?“

Vater: „Siehst du die beiden Männer da drüben am anderen Tisch? Wenn du vier siehst, dann bist du betrunken.“

Bub: „Aber Papa, da sitzt doch nur einer.“

Quelle


Waffeln am Tag der deutschen Einheit

Am Dienstag war Tag der Deutschen Einheit. Der 3. Oktober ist seit 1990 ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Daher war die Stimmung eher sonntäglich bei uns im Gerhard Tersteegen Haus.

Morgens gab es Rosinenweißbrot und Mandelweißbrot statt Brötchen. Veranstaltungen fielen aus.

Das Therapiezentrum war geschlossen, daher also keine Therapieeinheiten.

Draußen war es sehr ruhig auf den Straßen. Die arbeitende Bevölkerung nutzte den Brückentag, um Kurzurlaub zu machen.

Ebenfalls wie am Wochenende hatten viele Bewohner Besuch.

Am Nachmittag buken Frau Domke und Herr Regels frische Waffeln zum Kaffee. Wer mochte, konnte eine Waffel mit heißen Kirschen und Sahne bekommen.

Es schmeckte so wunderbar, dass viel mehr Waffeln nachgefragt wurden, als angefertigt werden konnten. Aber das Team Domke/Regels vom Sozialdienst war ideenreich und servierte den Nachzüglern Eis (denn davon war zum Glück genug da). So kam dann doch jeder auf seine Kosten.



Tag der Deutschen Einheit – Wiki

Das Klo

Das Klo (= Toilette, = WC) ist ein wichtiger Raum für uns Menschen. Es bezeichnet einen kleinen Raum, in den wir uns zurückziehen können, um ungestört und unbeobachtet unsere Notdurft zu verrichten.

Hier im Gerhard Tersteegen Haus sind alle Zimmer mit rollstuhlbefahrbaren Sanitärzellen (WC, Dusche, Waschbecken) ausgestattet. Also auch mit einer eigenen Toilette.

Außerdem gibt es auf jedem Wohnbereich ein Klo, das alle Bewohner benutzen dürfen, sollte einmal der Weg zum eigenen Klo zu weit sein.

Natürlich gibt es auch extra WCs für die Angestellten.

Das ist auch sehr wichtig. Denn sowohl die Senioren als auch die Kranken haben sehr oft Probleme mit Inkontinenz. Oft geht es daneben, wenn man nicht schnell genug eine Toilette findet.

Feiern mit der Jungen Gruppe

Der 50. Geburtstag ist toll! Man erhält Grüße und Glückwünsche von Seiten, mit denen man nie gerechnet hätte! Nun ja, es ist ja auch schon eine beträchtliche Zahl an Jahren, die man nun schon auf unserem Planeten weilt!

Donnerstag Nachmittag trifft sich immer die Junge Gruppe (= Junge Generation, = Gruppe für Jüngere). Der jüngste ist 40, die älteste 66 Jahre alt. Vorgestern haben wir hier noch einmal meinen 50. Geburtstag gefeiert. Ich war ganz überrascht! Das hatten Frau Domke und Frau Kraus vom Sozialdienst, die abwechselnd die Junge Gruppe Treffen leiten, ausgeheckt.

Erst sollten wir unsere grauen Zellen anstrengen. Gesucht wurden Palindrome, Wörter die vorwärts wie rückwärts gelesen einen Sinn ergeben (z.B. Amme – Emma) oder sogar gleich sind (z.B. Anna – Anna oder Otto – Otto).

Dann gab es Pommes Frites aus einer neu angeschafften Fritteuse und frisch zubereitete Currywurst in einer genialen Soße! So eine leckere Currywurst habe ich noch nicht gegessen! Toll! Dazu gab es Getränke nach Wahl. Bei einer solchen Speise bin ich sehr für Altbier!

Ich bedanke mich ganz herzlich bei den beiden Damen vom Sozialdienst!!!

Palindrom – Wiki

In die Straßenbahn ohne Rampe

Als ich letztens in Krefeld-Bockum im Sylter Eiscafé war, durfte ich mir eine Speisekarte mitnehmen, um eventuell das ein oder andere Bild im Blog zu verwenden.

Da ich Samstag Nachmittag so wie so etwas unternehmen wollte, brachte ich die Karte zurück… und aß natürlich wieder ein wunderbares Eishörnchen dort. *didum* 😜 . Ich probierte andere Geschmackssorten: Joghurt und Himbeere. Beide waren sehr gut, aber Himbeere war sensationell! *träum*

Ich fuhr wieder mit E-Rolli mit der Straßenbahn. Sowohl am Krefelder Hauptbahnhof als auch am Bockumer Platz gibt es erhöhte Bahnsteige, die es Rolli-Fahrern ermöglichen, in die Bahn hinein und heraus zu fahren. Damit kann man an diesen Haltestellen als Rolli-Fahrer die Bahn auch benutzen.

Auch Rollator-Nutzer oder Eltern mit Kinderwagen profitieren davon. Allerdings kann, wer in der Lage ist, sein „Fahrzeug“ in die oder aus der Bahn zu heben (oder heben zu lassen) auch alle anderen Haltestellen nutzen. Der E-Rolli ist leider zu schwer. *grummel* 😖 . Damit kann ich z.B. am Zoo nicht aus- oder einsteigen!

Die Straßenbahnfahrer können an den erhöhten Bahnsteigen eine kleine Rampe ausklappen, damit eine eventuelle minimale Höhendifferenz zwischen Bahnsteig und Bahn oder auch ein eventueller Spalt zwischen beiden überbrückt werden  kann.

Bisher habe ich die Rampe immer benutzt, wenn ich mit der Straßenbahn oder dem Bus gefahren bin. Die Fahrer sind immer sehr zuvorkommend. Doch Samstag kam zwar die Schaffnerin raus und hätte mir auch die Rampe ausgeklappt. Aber sie fragte mich: „Wie wollen Sie es machen? Mit oder ohne Rampe?“

Ich war erst sehr überrascht. Dann sagte ich: „Also ich habe das bisher immer mit Rampe gemacht. Das geht ja auch gar nicht ohne. Da ist ja dieser Spalt… “ Ich war etwas verunsichert.

„Doch, doch“, sagte sie, „die anderen machen das doch auch immer so.“

Ich schluckte.

„Probieren Sie es doch einfach mal. Ich bleibe hier“, schlug sie vor.

Nun ja. Das freundliche Angebot wollte ich nicht ausschlagen! „Augen zu und durch!“, dachte ich.

Ich gab Gas… und… juhu!!! Es klappte! Das machte ich dann auch beim Aussteigen und auch auf der Rückfahrt. Ich war richtig stolz! Aber ganz geheuer ist es mir noch nicht. Wahrscheinlich muss ich das erst ein paar mal machen.

Das Wetter war wunderschön, sodass ich ein paar Fotos von Bockum machte.

Straßenbahnhaltestelle am Bockumer Platz

Blick in die entgegengesetzte Richtung

Bundestagswahl 2017

Auch gestern war das Gerhard Tersteegen Haus wieder offizielles Wahllokal. In der Zeit von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr konnte bei uns der neue Bundestag gewählt werden. Nicht nur die Bewohner des GTH, sondern auch jeder andere Wahlberechtigte aus dem zugeordneten Wahlbezirk konnten hier ihre Stimme abgeben.