DEKU-Moden September 2019

Heute um 14:30 Uhr kommt das mobile Kaufhaus von DEKU-Moden ins Haus.

Es sind einfach zu viele!

Mein Tischnachbar Herr X. ist oft sehr unzufrieden. Dann jammert er vor sich hin und hofft auf Bestätigung. Da ist er bei mir aber absolut an der falschen Adresse.

Seine Tischnachbarin auf der anderen Seite ist da leichter auf seine Seite zu bringen. Aber sie hört sehr schlecht und bekommt vieles von dem, was er sagt nicht mit.

Herr X. ist in den Endachzigern. Er ist geistig noch ziemlich fit. Er kümmert sich nicht nur um seinen eigenen Papierkram, sondern erledigt auch alle Formsachen für seine Frau. Sie wohnt ebenfalls im Gerhard Tersteegen Haus. Allerdings wohnt sie auf einem anderen Wohnbereich als er. Sie ist schwerstdement und bettlägerig.

Das lässt mich noch schwerer verstehen, wie er letztens sagen konnte: „Es sind einfach zu viele (Demente) hier!“

„Die sollten woanders wohnen! Für sich! So dass sie die anderen Senioren nicht dauernd belästigen! Ich habe mir für meinen Lebensabend auch etwas anderes vorgestellt!“

Ahaaaa, da lag der Hase also im Pfeffer! Langsam begann ich zu verstehen. Jetzt tut er mir langsam Leid!

 

Schlechte Laune

Jeder Mensch ist manchmal traurig. Auch die betagten Bewohner sind manchmal richtig down. Schwierig ist, dass sie oft wenig Kontakte haben, mit denen sie darüber sprechen können oder wollen.

Als ich eines Tages Frau Y., eine ehemalige Nachbarin meines Elternhauses wiedersah, war sie gerade eingezogen ins Seidencarré (Betreutes Wohnen) in der Nähe vom Gerhard Tersteegen Haus. Heute wurde mir klar, dass das wohl war, nachdem ihr Mann gestorben war.

Ich wollte mir gerade einen Eiscafé beim Café im Seidencarré kaufen. Da sah ich Frau Y. wie sie lustlos, ziellos, einfach vollkommen unmotiviert um die Ecke bog.

„Hallo Frau Y.“: grüßte ich sie.

„Wer ist da?“, fragte sie unsicher. Sie sieht sehr schlecht.

„Ich bin’s, Katrin, Katrin S.!“, erwiederte ich.

„Ach! Katrin! …  Wie geht es den Eltern? Die habe ich schon länger nicht gesehen. Sie kamen doch Samstags immer zum Kaffee“, fragte sie besorgt.

„Denen ist es zu heiß. Ich habe ihnen gesagt, sie sollen sich lieber unter einen Baum im Garten setzen. Sie sind ja mittlerweile auch schon über 80. … So, ich bestelle mir jetzt einen Eiscafé und setze mich damit auf die Terrasse. Wenn sie möchten, bestellen sie sich doch auch etwas und setzen Sie sich zu mir.“

„Ach nein, ich möchte Sie nicht stören. Sie sind sicherlich nicht allein…“

„Doch. Da sitzen nur Leute am Nachbartisch und spielen Karten.“

Also bestellte sie sich eine Tasse Kaffee und ein Stück Pflaumenkuchen und setzte sich zu mir.

Frau Y. war an dem Tag schlecht drauf. Mein erster Eindruck hatte mich nicht getäuscht. „Frau X. ist gestorben“, informierte sie mich. Ich hatte keine Ahnung, wer Frau X. war. Aber ich brauchte nur etwas zu warten. Da sprach Frau Y. weiter: „Wir saßen im Speisesaal an einem Tisch. Mittags hatten wir noch zusammen gegessen. Abends war sie schon tot.“

„Das ist natürlich hart“, sagte ich.

„Hier stirbt einer nach dem anderen weg“, sagte Frau Y. missgelaunt.

„Ich lebe in einem Altenheim und Sie leben im Betreuten Wohnen für Senioren“, meinte ich Schultern zuckend, „aber wir wohnen hier sehr schön (ich zeigte auf den Garten) mit der nötigen Hilfe, die wir brauchen“, relativierte ich ihre miesepetrige Stimmung.

Da lächelte sie plötzlich.

 

Mit Fingertippen die taktile Wahrnehmung stärken

Original: „Altenpflege – Aktivieren“:

Mit einer einfachen Fingerübung gelingt es, gleichzeitig das Wahrnehmen über Berührung zu fördern und die Merkfähigkeit zu steigern. Dass Bewohner und Betreuungskraft dabei auch die Rollen tauschen, kommt bei den Teilnehmern meist besonders gut an. In diesem Teil der Videoserie stellt Bettina M. Jasper das Fingertippen vor.

Mit farbigen Lebensmitteln die Fantasie anregen

Original: „Altenpflege – Aktivieren“:

Eine Aufgabe, bei der alte Menschen üben können, die richtigen Worte zu finden, Farben zuzuordnen und Inhalte aus dem Altgedächtnis abzurufen, verbirgt sich hinter „farbige Lebensmittel“. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich dabei, je nach Teilnehmer, individuell anpassen. Bettina M. Jasper zeigt Ihnen in diesem Teil der Videoserie, wie das geht.

Informationen verarbeiten mit dem bewegten Alphabet

Original: „Altenpflege – Aktivieren“:

Konzentration, Koordination und die Fähigkeit, mit Informationen umzugehen, lassen mit zunehmendem Alter oft nach. Mit dem bewegten Alphabet werden diese Fähigkeiten in der Einzelbetreuung so trainiert, dass der Spaß dabei nicht zu kurz kommt. Das zeigt Bettina M. Jasper in diesem ersten Teil der neuen Videoserie.

Gruppenbild aus Steinen und Farben

Die Junge Gruppe hat letztens ein Gruppenbild von den anwesenden Mitgliedern gemacht.

Es wurde aus Steinen und dekorativen Einzelteilen be-/ge-malt und dann auf eine große Leinwand geklebt.

Fotos (c)Ewa_Sobocik