Gedenkfeier für unsere Verstorbenen März 2019

Circa 2 bis 3 mal im Jahr findet eine Gedenkfeier für verstorbene, ehemalige Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses in der Kapelle des GTH statt. Vergangenen Donnerstag war es wieder so weit. Diese Feiern werden immer von der Leitung des Sozialen Dienstes (Frau Faust und/oder Frau Kubens) vorbereitet und dann durchgeführt.

Das zentrale Thema, um das herum die Feier aufgebaut war, war ein Satz aus der Offenbarung des Johannes. Dort steht in der Bibel: Ich habe euch eine Tür aufgetan, die niemand verschließen kann.

Ich finde das sehr tröstlich, dass ein Verstorbener nur eine Tür durchschritten hat, um weiter zu gehen in eine neue Sphäre.

Frau Kubens hatte Bilder, Gedichte, Lieder zusammengetragen, in denen es immer wieder um Türen ging. Wir lasen, sangen, tauschten uns aus.

Zuletzt wurden die Verstorbenen mit Namen genannt. Über jeden wurde etwas erzählt, was typisch für sie / ihn war. Dann wurde ein Teelicht für sie / ihn angezündet.

Zum Abschluss gab es Musik – Albinoni’s Adagio in g-moll für Streicher und Orgel. Das ließ bei vielen Bewohnern noch einmal die Tränen fließen.

Es war eine würdige Gedenkfeier voller Liebe und Gefühl.

Steine für die Verstorbenen

Ich werde einige frühere Beiträge rebloggen. Anfangen will ich heute, passend zu den Novembertagen, mit der Andachtsecke im Garten des GTH mit Gedenksteinen für verstorbene Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses.

Meine Erlebnisse im Altenheim

Seit 2005 gibt es im Haus eine schöne Tradition, eingeführt von der Diplom-Sozialpädagogin und Diakonin Anne Mosel, die viele Jahre hier im Haus tätig war.

Wenn ein Bewohner stirbt, wird sein Name und sein Alter auf ein gerahmtes Blatt geschrieben und dieses im Speisesaal auf eine Anrichte gestellt. Dort kommen mehrmals täglich die Bewohner vorbei, wenn sie den Speisesaal, den Seminarraum oder die Kapelle aufsuchen. Da bleibt der Rahmen eine Zeit lang stehen, bevor wieder Platz für neue gemacht werden muss.

Zudem wird für jeden verstorbenen Bewohner ein Stein mit Name und den Daten von Geburt und Tod angefertigt. Es ist ein Flusskiesel oder Feldkiesel vom Niederrhein. So wird der Verstorbenen auch nach deren Tod gedacht. Die Angehörigen der Verstorbenen können diesen Stein mit nach Hause nehmen.

Mehrmals im Jahr findet in der Kapelle des Hauses eine Trauerfeier für die kürzlich Verstorbenen statt, an der sowohl Bewohner als auch Angehörige…

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Gedenkfeier für die verstorbenen Bewohner seit Februar 2017

Am vergangenen Dienstag, den 05.09.2017 fand nachmittags eine Gedenkfeier für die seit Februar 2017 verstorbenen Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses statt. Die Feier wurde von Fr. Faust und Fr. Kubens sehr schön vorbereitet und gestaltet.

Die Gedenkfeier begann mit einem kleinen Vortrag über Martin Luther. Immerhin ist 2017 das „Lutherjahr„! Vor 500 Jahren reformierte Martin Luther die christliche Kirche. Er protestierte gegen vieles in der Kirche und hoffte auf Veränderung, auf Verbesserung. Fakt ist jedoch, dass sich die christliche Kirche spaltete in Katholiken und Protestanten.

Dann las Fr. Kubens chronologisch die Namen einzeln vor. Sie erzählte zu jedem etwas, was ihn ausgemacht hatte, was auch viele der anwesenden Bewohner von ihm kannten. So wurde aus dem trockenen Namen mit Datum eine uns bekannte, schillernde Persönlichkeit. Die anwesenden Bewohner erzählten auch ab und an etwas zu den einzelnen Verstorbenen. Vielleicht lebte man auf dem selben Wohnbereich, hatte miteinander Karten gespielt oder gemeinsame Spaziergänge gemacht. Am Ende der Erwähnung jedes einzelnen Verstorbenen zündete Fr. Faust ein Teelicht für ihn an und stellte es auf einen Tisch in unserer Mitte.

Nachdem alle Verstorbenen so genannt und gewürdigt warten, sangen und beteten wir gemeinsam. Anschließend schenkten Fr. Faust und Fr. Kubens jedem von uns eine passend zu Lutherjahr entworfene Playmobilfigur von Luther.

Es war eine würdige, interessante Gedenkfeier! Sie hat mir sehr gut gefallen, obwohl der Anlass ja eigentlich ein trauriger war.