Sekt mit einer Hundertjährigen

Es ist schon etwas her. Aber davon will ich unbedingt noch erzählen. Frau Kt. wurde diesen Sommer 100 Jahre alt.. Das ist schon etwas besonderes. Zwar gibt es einige Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses, die dieses hohe Alter erreicht haben. Aber es ist doch jedes Mal etwas besonderes.

Natürlich bekommen die Bewohner dann viel Besuch. Sogar ein Bürgermeister lässt es sich nicht nehmen, dem hochbetagten Bewohner zu gratulieren.

Wie das dann so ist an diesen besonderen Tagen, häufen sich die Geschenke und / oder Mitbringsel. Bei Frau Kt. waren das auch mehrere Flaschen Sekt. Große Flaschen. Keine Piccolos.

„Was soll ich denn damit machen? Alleine bekomme ich so eine Flasche nie leer!“, Frau Kt. stöhnte.

Das war damals als U. Geburtstag hatte. Ihr ging es ähnlich. Daher lud sie mich und auch Frau Kt. zum Sekt ein. Das brachte Frau Kt. auf die Idee uns beide einzuladen und mit uns eine der großen Flaschen zu trinken.

Wir sagten gerne zu, denn Frau Kt. ist eine sehr lebhafte (trotz 100!) gesellige Frau, die ein sehr interessantes Leben hatte. Davon erzählt sie gerne! Und wir hören ihr gerne zu!

Hier schrieb ich schon mal einen Beitrag über ihre Berufe: >>klick<<

Als wir zu ihr kamen hatte sie schon alles vorbereitet. Sekt und Gläser standen schon auf dem Tisch.

Während wir gemütlich bei ihr zusammensaßen, kam sie auch dazu, uns von ihrer großen Leidenschaft, dem Quilten zu erzählen. U. zeigte sehr großes Interesse und ließ sich alles erklären. Ob sie wohl mal Lust dazu bekommt, es selber auszuprobieren? Frau Kt. versprach, ihr zu helfen, sollte sie Hilfe benötigen.

Heute Abend

Heute Abend gehe ich mit G. zusammen ins Konzert. Das ist mein Geburtstagsgeschenk zu ihrem 50., der am Dienstag sein wird. Ich freue mich schon ganz doll!

Sonntag, 16. September 2018, 20 Uhr, Kulturzentrum Fabrik Heeder, Studiobühne 1, Virchowstr. 130

Fabián Carbone Cuarteto

Das Konzert ist ausverkauft.

Ensemblebild des Fabián Carbone Cuartetos, Foto: Manfred GörgensFoto: Manfred Görgens

Das Fabián Carbone Cuarteto bezieht seinen Reiz aus den Gegensätzen. Am Klavier eine junge Di Sarli-Spezialistin aus Süddeutschland, am Bandoneon ein gefeierter Piazzolla- und Troilointerpret, der den Tango schon im Elternhaus live erleben durfte und der als einer der expressivsten Bandoneonisten überhaupt gilt. Der Bassist kommt ursprünglich aus dem Jazz, die Geigerin schließlich hat einen klassischen Hintergrund. Und so, wie sich in Buenos Aires selber Kulturen zu einer ganz eigenen Lebensweise verschmolzen haben, so gehen die unterschiedlichen musikalischen Hintergründe im Cuarteto eine dynamische und facettenreiche Melange ein. Die Leidenschaft der vier Musiker gilt sowohl der Tanzmusik als auch dem Tango, der komplexe Kunstmusik ist. Gemeinsam erforschen sie die verschiedensten Winkel der traditionellen und modernen Tangomusik.

Original

Herr W. wird 90!

Der Gesprächskreis findet Gefallen bei einer Reihe von Bewohnern. Am Vergangenen Dienstag waren wir wieder 14 Bewohner und Frau Mues. Später kamen dann noch weitere Seniorinnen.

Doch bevor wir mit dem neuen Thema beginnen konnten, gab es erst einmal einen Umtrunk, um auf den 90-sten Geburtstag eines Bewohners anzustoßen. Herr W. hatte echten Champagner und kleine süße Leckereien besorgt. Er weiß um den süßen Zahn der Seniorinnen!

Die Damen sind in der Überzahl unter den Bewohnern. Herr W. ist bei den Damen sehr beliebt. Ein richtiger Gentleman! 😉

80. Geburtstag

pixabay.com – brittaneu

Heute feiert meine Mutter ihren 80. Geburtstag. Gleich holt mich meine Schwester mit Familie ab und es geht zum Mittagessen.

Schön, dass sie feiert. Denn oft floh sie an solchen großen Festtagen, war im Ausland. Doch heute hat sie den engsten Familienkreis eingeladen. Zu neunt sind wir in ein tolles Restaurant eingeladen.

Ich werde zum ersten Mal seit langem auch meinen Cousin und seine Frau wiedersehen und auch meine Patentante.

Ich bin schon ganz gespannt!

Bilder von der Nikolaus- und Geburtstagsfeier

Alle drei bis vier Monate findet eine große Geburtstagsfeier unten im Speisesaal statt. Bei Kaffee und Kuchen werden die Bewohner aufgerufen, die in dieser Zeit Geburtstag hatten. Dass man die Bewohner noch einmal im Rahmen einer großen Kaffee-Tafel hochleben lässt, veranlasst der Sozialdienst mit seinen Mitarbeitern.

Sie verlesen die Bewohner und sagen zu jedem auch ein persönliches Wort. Dieses Mal war das ganze mit Humor gewürzt, denn sie erwähnten nicht nur die Daten der Geburtstage. Sie sagten auch, unter welchem Sternzeichen das Geburtstagskind geboren sei. Dann sagten sie einige typische Eigenschaften, die man sich von diesem Sternzeichen erzählt. Da wurde viel geschmunzelt.

„Hört, hört…“, ging ein Raunen durch die Reihen.

Nachdem die Geburtstage genannt waren, wurde es Zeit für den Nikolaus. Und er kam tatsächlich! Nachdem er einige strenge Worte an uns gerichtet hatte, stellte er fest, dass unter den Bewohnern scheinbar nur brave, gute Menschen waren. Daher hatte er auch keine Ruten mitgebracht, sondern nur einen schweren Sack voller Geschenke.

So schritt der Nikolaus, gespielt von einer Mitarbeiterin des Sozialdienstes von Tisch zu Tisch und hatte tatsächlich für jeden etwas dabei. Ich hatte ja schon einmal gesagt, dass es viele Ähnlichkeiten zwischen Senioren und Kindern gibt. Sie freuten sich tatsächlich genau so sehr über die kleinen Geschenke.

 

 

Herr L. wird 90!

Am 11.11.2017 war nicht nur der Beginn der fünften Jahreszeit. An diesem Tag wurde Herr L. auch 90 Jahre alt. Dazu hatte er Familie und Freunde zu Kaffee und Kuchen ins Gerhard Tersteegen Haus eingeladen. Herr L. stammt aus einer großen Familie. Er hatte 6 Brüder und eine Schwester. Bis auf einen Bruder leben noch alle. 3 seiner Brüder und seine Schwester waren bei der Feier anwesend, teils mit Partner/in und Kindern (natürlich auch schon alle erwachsen).

Auch einige Bewohner des GTH waren eingeladen. Seine „Tischfamilie“ (als er noch unten aß) und auch ich. Auf mich hatte er immer schon ein Auge geworfen. Als er mich dann eines Tages fragte, ob wir nicht zusammen kuscheln könnten, zog ich mich zurück. Doch zur Feier seines Geburtstages setzte ich mich am großen Tisch neben ihn. Prompt wurde ich vom Vertreter des Bürgermeisters auch mit Frau L. angesprochen. Tja.

Da Herr L. einen hohen runden Geburtstag hatte, sandte die Stadt Krefeld einen Stellvertreter des Bürgermeisters mit Blumen und einer Urkunde und gratulierte.

So war’s – Ein halbes Jahrhundert!

Ich hatte einen wunderbaren Geburtstag vorgestern!

Es fing schon morgens im Speisesaal an. Mein Platz am Tisch war mit einer LED-Kerze geschmückt. Die Damen vom Nachbartisch sangen mir ein Ständchen.

Als ich wieder nach oben kam, hatten die Damen vom Sozialdienst meine Tür geschmückt. Sie hängten mir eine Kette mit der Zahl 50 um.


Auf dem Tisch in meinem Zimmer lagen die ersten Blumen und Post.


Zu 14.30 Uhr hatte ich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Dazu hatte ich bei Frau Düro, Leiterin der Hauswirtschaft den Seminarraum bestellt. Außerdem hatte ich mit ihr besprochen, was ich alles an Speisen und Getränken haben wollte. Sie würde dann alles besorgen. Sie wollte auch den Saal/Tisch dekorieren. Ich nannte ihr meine Lieblingsfarbe. So sah das Endergebnis aus. Ich war rundum zufrieden!

Ich musste lauthals lachen, als ich sah, was auf dem kleinen, blauen Sparschwein stand:

SCHEIN-REIN-SCHWEIN