Auswertung der Umfrage

Letzte Woche Montag, am 10.04.2017, startete ich mit meiner Umfrage:

Wann soll ein neuer Beitrag erscheinen?
vormittags – nachmittags – abends
Sie lief eine Woche. Das ist jetzt vorbei. Daher will ich das Ergebnis nun auswerten:
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Insgesamt nahmen 95 Personen an der Umfrage teil.
Fast die Hälfte der Teilnehmer wählte „vormittags“.
Dann kam „abends“. Am wenigsten Leser hat „nachmittags“.
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In den Kommentaren las ich oft: „Egal“ und „Mach’s wenn du Lust hast!“. Dazu muss ich sagen, dass ich genau das mache. Oft entstehen sogar manchmal Beiträge „Auf Reserve“. Da man vorher angeben kann, wann der Beitrag veröffentlicht werden soll, erscheinen die Beiträge selten direkt nach dem Erstellen.
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Ein Kommentar von SackingBob74 zeigte mir, dass er verstanden hatte, warum ich diese Umfrage gestartet habe:
Soweit ich sehe, liest der Deutsche oft nach der Arbeit, also zwischen 16 und 18 Uhr. … Wenn ich zu dieser Zeit veröffentlichte, wurde ich definitiv mehr gelesen.
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Jetzt hatte ich gestern abends noch einen kleinen Beitrag gepostet und die Leserzahlen schossen in die Höhe. Das bestätigte die Aussage von SackingBob74. Allerdings haben wir zur Zeit auch Feiertage und Schulferien. *seufz *

Mein momentaner Entschluss: ich werde nach wie vor morgens einen Post einstellen. Wenn mir nichts neues eingefallen ist oder passiert ist oder ich einfach nicht die Kurve kriege, dann gibt es halt nichts oder abends was. Vielleicht macht es Sinn, den ein oder anderen Post aus dem ersten Jahr noch einmal zu wiederholen. Mal sehen wie es sich entwickelt.

Ich hoffe, ihr bleibt mir treu, meine Stamm-Leser und ich gewinne auch noch den ein oder anderen neuen Leser dazu.

So viel also erst einmal zum Meta.

Ein typischer Tag im Alten-/Pflegeheim

Als ich letztens fragte was ihr noch wissen wollt, haben einige von euch gemeint, ich solle doch einmal erzählen wie ein typischer Tag im Altenheim aussieht. Hier ein exemplarischer Kommentar:

Hallo,

mich würde mal ein typischer Tag im Altenheim interessieren. Wird man morgens um 6 aus dem Bett geworfen? Muss man sich tagsüber abmelden, wenn man das Haus verlässt? Ab wann ist Bettruhe? Wo und wann darf man rauchen? Darf man die ganze Nacht am PC hängen? Gibt es auch Cola, oder nur das “gesunde” Quellwasser?

Gruß

Also: man ist relativ frei in seiner Zeiteinteilung. Fixe Termine/Zeiten sind die Mahlzeiten.

Wenn man nach unten zum Speisesaal kommen kann:

Das Frühstück wird vom Büfett eingenommen.

Mittags bevor die Bewohner im Speisesaal bedient werden, bekommen die einzelnen Wohnbereiche mit Bewohnern, die auf den Wohnbereichen essen ihre Speisen im sogenannten Tablettsystem. Dazu werden unten in der Küche die Tabletts fertig zusammengestellt und in große Speisentransport-Wagen für Tablettverteilung geschoben. Diese schweren Wagen muss eine Hauswirtschaftskraft auf die Wohnbereiche schieben. Dort werden dann die Tabletts verteilt.

Man kann, falls man durch einen Arzttermin verhindert ist, oder weil man einfach keinen Hunger hat, das Essen nach Absprache später einnehmen. In allen Wohnbereichen stehen Mikrowellengeräte zur Verfügung.

Das Abendessen wird um 17:30 Uhr vom Büfett eingenommen.

Wenn man mal lieber ‚draußen‘ essen möchte, in einem Lokal oder bei Freunden oder Verwandten, sagt man morgens Bescheid.

Ebenso, wenn man mal abends weg möchte, sei es ins Kino oder Theater oder auf einen Geburtstag oder eine Einladung, meldet man sich ab. Die Haupteingangstür wird abends um 19:00 Uhr (im Winter) oder 20:00 Uhr (im Sommer) abgeschlossen. So kann kein ungebetener Gast einfach herein kommen. Die Bewohner haben einen Schlüssel. Oder sie läuten nach dem Nachtdienst, der dann kommt, öffnet und einem hilft.

Die Sache mit dem Abmelden soll nicht bedeuten, dass man ‚bewacht‘ wird. Es dient letztlich einzig und allein der Sicherheit des Bewohners.

Wann beginnt der Tag?

Die Pfleger arbeiten in drei Schichten:

Frühdienst: 6:30 bis 14:00 Uhr

Spätdienst: 13:30 bis 21:00 Uhr

Nachtdienst: 20:30 bis 7:00 Uhr

In den Zeiten, wo sich die Dienste überlappen, ist die sogenannte Übergabe. Da erzählt der sich verabschiedende Dienst dem nachfolgenden was los war und worauf geachtet werden muss.

Das heißt, dass morgens ab 7:00 – 7:15 Uhr das Pflegepersonal beginnt, die Bewohner zu wecken und eventuell bei der Morgentoilette hilft. Wenn ein Bewohner noch nicht aufstehen will, kann er/sie das sagen und noch etwas liegen bleiben.

Dann sollte der/die Bewohner/in frühstücken. Da kann man auch seine Wünsche anmelden. Zwei Mal die Woche, mittwochs und sonntags gibt es ein Frühstücksei, wenn man will. Es gibt aus hygienischen Gründen allerdings nur hartgekochte Eier.

Wann endet der Tag?

Das kann jeder Bewohner für sich entscheiden. Es hängt auch davon ab, wie viel Hilfe er/sie bei der Abendtoilette und dem Zubettgehen benötigt. Wird viel Hilfe benötigt, sollte man das den Spätdienst machen lassen. Das sind immerhin 2 Kräfte für 30 Bewohner. Der Nachtdienst ist auf den WBs 1, 2 und 3 alleine für 45 Bewohner verteilt auf 2 Etagen zuständig.

Auf WB4 befindet sich auch der Wachkomabereich. Dort gibt es Bewohner, die unter anderem auch beatmet werden müssen. Hier sind 2 Nachtdienstkräfte allein für WB4 zuständig.

Alkohol und andere Getränke

Morgens gibt es Kaffee, Tee, Milch, Kakao oder/und Fruchtsäfte.

Mittags gibt es Saft oder/und Mineralwasser (still, medium, normal).

Abends stehen standardmäßig Fencheltee und Mineralwasser auf den Tischen. Auf Nachfrage gibt es auch anderen Tee, Fruchtsaft oder Milch.

Samstagabends gibt es Bier zum Abendbrot. Wahlweise Pils, Alt oder Malzbier mit oder ohne Alkohol. Möchte man Wein trinken oder auch an anderen Tagen Bier, kann der Bewohner seinen Wunsch bei der Wohnbereichsküche bekannt geben. Dann wird einem das aufs Zimmer gebracht. Da jedes Bewohnerzimmer mit einem kleinen Kühlschrank ausgestattet ist, kann man Getränke auch auf dem Zimmer frisch und kühl halten. Weiterhin stehen jederzeit unterschiedliche Erfrischungsgetränke (Limonade, Cola), Säfte und Tees zur Verfügung.

Diese Getränke sind für die Bewohner alle ohne Zusatzkosten erhältlich.

An hohen Feiertagen gibt es zum Mittagessen zusätzlich Wein (weiß, rosé oder rot).

Rauchen

Rauchen ist nur draußen auf den Balkonen der einzelnen Wohnbereiche oder vor der Eingangstür des Gerhard-Tersteegen-Hauses erlaubt. Das gilt für Bewohner genauso wie für die Angestellten und für Besucher. Rauchwaren müssen selber besorgt und bezahlt werden.

Bettruhe

Das ist jedem selber überlassen. Wer möchte, kann ruhig die ganze Nacht lesen, fernsehen oder im Internet surfen. Die meisten Zimmer sind Einzelzimmer, sodass man dadurch niemanden stört.

Veranstaltungsangebote

Es finden verschiedene Veranstaltungen im GTH statt. Monatlich gibt es einen Veranstaltungsplan. Darüber hatte ich bereits am 05.07.2016 gebloggt. Dadurch kommt kaum Langeweile auf.

Gerhard-Tersgteegen-Haus

Monatlicher Veranstaltungsplan

VBA oder Versatile Blogger Award

versatile-bloggerEs gibt mal wieder einen neuen Award, den VBA oder Versatile Blogger Award. Ich wurde dazu eingeladen vom Verfasser des Blogs Impressions of Life . Danke dafür. Auch wenn ich schrecklich viele andere Blogger dazu nominieren soll.

Die Idee ist folgende:

7 Fakten soll ich über mich verraten. Puh… Na dann wollen wir mal:

  1. Ich trinke gerne abends eine 0,33l Flasche Diebels-Altbier. Ich bilde mir ein, ich könne dann besser schlafen.
  2. Früher fuhr ich gerne Auto, also selbst! Dann wurde es immer schwieriger für mich (Konzentration). Jetzt bin ich tatsächlich froh, dass ich kein Auto mehr habe. (Nie mehr Parkplatzsuche!)
  3. Ich stelle zu hohe Ansprüche an mich selbst.
  4. Ich lese gerne Krimis.
  5. Wegen Andrea Camilleris Krimis wollte ich schon immer mal nach Sizilien.
  6. Ich esse gerne Eis.
  7. Ich wäre so gerne gelassen und glücklich!

Die VBA Regeln:

Danke der Person, die dich nominiert hat
Wähle 15 Blogger aus, um sie deinerseits für den VBA zu nominieren
Erzähle 7 Dinge über dich

Fehlen noch die Blogger die, wenn sie wollen, daran teilnehmen dürfen. Ich werde nur sechs mit Blog-Adresse nominieren. Alle anderen die Lust dazu haben: nur zu!

  1. Andi vom Kreativ Blog – DIY & Gadgets
  2. sweetkoffie vom Sweetkoffie’s Blog
  3. Monika-Maria Ehliah vom Gedanken-Reich
  4. Uli vom lebenliveblog1.wordpress.com
  5. Jeannette Paterakis vom Blog Der Weg ist das Ziel
  6. Christin von Margenburg und Ewald Eden und ihr Worthaus
  7. – 15. stelle ich jedem frei, der gerne mitmachen möchte, sorry wenn ich euch nicht extra erwähnt habe, aber mehr schaffe ich nicht.

 

Weihnachtsbriefe

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pixabay.com | Gerhard Gellinger

Ich habe früher immer viel Weihnachtspost verschickt – meine Weihnachtsbriefe – sie gingen an Verwandte und Freunde und brachten sie so ein Mal im Jahr up-to-date mit allem, was sich in meinem Leben so getan hatte. Dass man diesen Brief vervielfältigt und mit ein paar persönlichen Worten versehen hinaus in die Welt schickt, ist ein amerikanischer Brauch. Ich habe ihn gerne übernommen.

Dieses Jahr, werde ich keine Weihnachtsbriefe mehr verschicken. Wer jetzt wissen will, was sich in meinem Leben tut, der sei an meinen Blog musikhai.com verwiesen. 😉

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Farben des Herbstes

An meinem neuen Header-Bild kann man ganz deutlich sehen, dass der Herbst gekommen ist. Das Licht ist ein ganz anderes. Weicher irgendwie. Die Bäume haben gelbe Blätter. Wenn dann noch die Sonne scheint, wie Dienstagvormittag, kann man ganz wunderbare Fotos machen.

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Die Fotos wurden am Vormittag vor zwei Tagen aufgenommen. Seit dem Nachmittag des selben Tages ist es vorbei mit Sonnenschein.

Der Geburtstag war toll!

Tür zu meinem Zimmer im GTH

Tür zu meinem Zimmer im GTH

 

Kaffee-Tafel im Garten

Kaffee-Tafel im Garten

Gabentisch

Gabentisch

Mein Geburtstag am Dienstag war richtig schön! Es begann schon damit, dass, als ich unten zum Frühstück im Speisesaal erschien, der Einrichtungsleiter, Herr Blinzler, mir ein Geburtstagslied sang.

Herr Blinzler hat es sich zur täglichen Aufgabe gemacht die Bewohner morgens im Speisesaal zu begrüßen. Wenn er sein Auto in der Tiefgarage abgestellt hat, führt ihn sein erster Weg in den Speisesaal. Dort geht er von Tisch zu Tisch und begrüßt die Bewohner mit Handschlag und einem freundlichen Wort.

Am Dienstag war er schon am Ende seiner Runde als ich erschien. Als ich sagte: „Und? Bekomme ich ein Ständchen?“

„Warum?“, fragte er erstaunt.

„Weil ich heute Geburtstag habe!“, war meine herausfordernde Antwort.

„Sie? Haben Geburtstag?“, fragte er und fiel vor mir auf die Knie, breitete die Arme aus und fing gleich an zu singen. Ich war ganz gerührt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Als er fertig war, umarmte er mich und wünschte mir alles Gute.

Als ich an meinem Tisch ankam wurde ich von meiner Tischfamilie begrüßt und man gratulierte mir.

„Singen werden wir dann wohl nicht“, meinte U., „das hat Herr Blinzler ja schon getan.“

Konnte ich da Erleichterung hören? 😀

An meinen Platz hatte die Hauswirtschaft ein großes Windlicht mit elektronischer Kerze gestellt. Das Körnerbrötchen lag schon auf meinem Teller. Der Kaffee wurde frisch eingegossen und duftete verführerisch. Nach und nach kamen die Hauswirtschafterinnen und Bewohner zu mir und gratulierten. Das alles fühlte sich so gut an!

Nachmittags kamen meine Schwester und mein Schwager und holten mich ab. Wir fuhren zu meinen Eltern. Meine Mutter hatte feierlich gedeckt und köstlichen Kuchen gebacken. Ich wurde also auch von meiner Geburtsfamilie gefeiert. Es war klasse!

Ich bin so reich! So viele Leute zeigten mir ihre Zuneigung. Hach!!!

❤️❤️❤️