Bilder von der Nikolaus- und Geburtstagsfeier

Alle drei bis vier Monate findet eine große Geburtstagsfeier unten im Speisesaal statt. Bei Kaffee und Kuchen werden die Bewohner aufgerufen, die in dieser Zeit Geburtstag hatten. Dass man die Bewohner noch einmal im Rahmen einer großen Kaffee-Tafel hochleben lässt, veranlasst der Sozialdienst mit seinen Mitarbeitern.

Sie verlesen die Bewohner und sagen zu jedem auch ein persönliches Wort. Dieses Mal war das ganze mit Humor gewürzt, denn sie erwähnten nicht nur die Daten der Geburtstage. Sie sagten auch, unter welchem Sternzeichen das Geburtstagskind geboren sei. Dann sagten sie einige typische Eigenschaften, die man sich von diesem Sternzeichen erzählt. Da wurde viel geschmunzelt.

„Hört, hört…“, ging ein Raunen durch die Reihen.

Nachdem die Geburtstage genannt waren, wurde es Zeit für den Nikolaus. Und er kam tatsächlich! Nachdem er einige strenge Worte an uns gerichtet hatte, stellte er fest, dass unter den Bewohnern scheinbar nur brave, gute Menschen waren. Daher hatte er auch keine Ruten mitgebracht, sondern nur einen schweren Sack voller Geschenke.

So schritt der Nikolaus, gespielt von einer Mitarbeiterin des Sozialdienstes von Tisch zu Tisch und hatte tatsächlich für jeden etwas dabei. Ich hatte ja schon einmal gesagt, dass es viele Ähnlichkeiten zwischen Senioren und Kindern gibt. Sie freuten sich tatsächlich genau so sehr über die kleinen Geschenke.

 

 

Plötzlich schneite es!

Das muss einfach noch einmal extra erwähnt werden:

Wir saßen beim Konzert des Männerchores und lauschten den Liedern über Christrose, Weihnachtszeit, Schneeglöckchen, Weihnachten, Bethlehem, Schneeflöckchen, Weißröckchen…

Da passierte es! Als ich meinen Blick durch den weihnachtlich geschmückten Speisesaal wandern ließ und durch das Fenster auf die Terrasse schaute, auf den dort stehenden Weihnachtsbaum, konnte ich meinen Augen kaum trauen: dicke Schneeflocken rieselten herab. Erst einzelne, dann immer mehr! Es schneite!

Es war zwar kälter geworden, aber von Schnee bei uns hatten die Wettervorhersagen nichts gesagt. Wir hatten Temperaturen von 1 – 4 °C. Doch wir waren angenehm überrascht, denn der Schnee passte wunderbar zu der weihnachtlichen Stimmung, die sich langsam einstellte.

„Kann das denn mit rechten Dingen zugehen?“, mag so mancher gedacht haben.

Wenn man den Sozialdienst des Gerhard Tersteegen Hauses kennt, weiß man, dass sie sich immer wieder neue Sachen einfallen lassen, um den Bewohnern des Hauses eine Freude zu machen. Sie sind einfach einmalig! Einige von ihnen standen auf dem Balkon des Wohnbereichs 1 und ließen Kunstschnee auf die Terrasse herunter „schneien“!

Wir Bewohner des GTH bedanken uns ganz herzlich bei den Angestellten des Hauses. Egal wo sie eingesetzt werden, ob in der Hauswirtschaft, dem Sozialdienst, der Pflege, der Verwaltung. (Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen!) Ihr setzt euch mit allem Einsatz für uns ein. Dabei habt ihr selber Familie, und Weihnachten ist ein Familienfest. Doch ihr denkt auch an uns, die Bewohner. Durch euch haben wir eine wunderschöne Adventszeit und später ein tolles Weihnachtsfest! Ihr seid einfach spitze!

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Schnee selber machen

Weihnachtliches Konzert mit dem MGV-Forstwald 2017

Freitag und Samstag fanden 2 weihnachtliche Gesangskonzerte statt. Am Freitag waren es drei Frauen, Samstag dann der Männer-Gesang-Verein Forstwald.

Das war schon ein großer Unterschied zum Konzert vorgestern. Alles war gewaltiger. Die Anzahl der Sänger war größer. Dadurch war das Klangerlebnis, die Lautstärke gewaltiger. Die Stimmen der Männer füllten locker den ganzen Saal. Das Konzert vorgestern fand in der Kapelle statt. Gestern waren auch viel mehr Zuhörer da, so dass das Konzert im großen Speisesaal statt fand.

Ich hoffe, die Bilder geben trotz Unschärfe und Verpixelung einen Eindruck wieder, wie es war.

Am Ende des Konzerts durften wir Zuhörer 3 Weihnachtslieder mitsingen. Die Texte dazu wurden ausgegeben.

So endete ein sehr schönes Konzert mit glücklichen Bewohnern. Und hoffentlich auch zufriedenen Sängern des MGV Forstwald.

 

Festliches Adventskonzert 2017

Am Freitagnachmittag fand ein festliches Adventskonzert statt. 3 Damen (2 Sopranstimmen und eine Mezzosopranstimme) sangen solistisch, als Duett oder Terzett weihnachtliche Lieder. Frau Storz (Sopran) trat schon mehrmals im Gerhard Tersteegen Haus auf. Frau Bachus (Sopran) und Frau Schaus (Mezzosopran) waren zum ersten Mal hier. Sie sangen sehr schön und sauber.

Immer wieder wurden die Bewohner aufgefordert einige sehr bekannte Weihnachtslieder mit zu singen.

Begleitet wurden sämtliche Lieder von Herrn Stuers am Klavier.

Da immer wieder gewechselt wurde zwischen Konzertierenden und Bewohnern blieb das Konzert sehr abwechslungsreich.

Überhaupt war das Konzert sehr schön. Viel schöner als in den Jahren davor. Frau Storz hat in der Auswahl ihrer Mitsingenden ein gutes Händchen bewiesen.

Das Maß der Dinge

pixabay.com – Esther Merbt

So hieß das Thema beim letzten Gesprächskreis „Am Puls der Zeit“. „Das Maß der Dinge“.

Frau M. sagte: „Nicht „Das Maß aller Dinge“. Sondern „Das Maß der Dinge“. Das bedeutet, dass sich ein jeder von uns seine ganz persönlichen Gedanken dazu machen kann.“

Dann sprach sie weiter und erzählte uns erst einmal von sich, von ihrem Maß, damit es uns klarer werde, was sie meinte. Anschließend gab sie das Wort weiter an die Bewohner.

Es war sehr interessant, was und auch wie die einzelnen Bewohner antworteten. Die Mehrheit sagte, dass sich ihr Maß mit der Zeit geändert habe (logisch, dachte ich). Sie hatten alle so viele Pläne, Ziele, die jetzt als Behinderter nicht mehr machbar seien.

Irgendwann konnte ich das ganze Selbstmitleid nicht mehr hören.

Natürlich verschiebt sich das Maß der Dinge im Laufe eines Lebens. Dann muß man halt ein neues Maß anlegen. Dabei ist für mich neu nicht gleich schlechter. Neu kann auch völlig neue Türen öffnen, die mich auf spannende neue Wege führen.

Die unzufriedene Masse meuterte. Vor allem die Senioren. (Interessant…) Manche Menschen werten sich selbst auch auf, wenn sie erzählen, wie schlecht es das Leben mit ihnen gemeint hat. (Mimimi…)

Allerdings trafen wir uns in einem Punkt: Gesundheit ist für einen jeden von uns das wichtigste Maß der Dinge.

Die Gesundheit ist wie das Salz: Man bemerkt nur, wenn es fehlt.
Sprichwort aus Italien

Besonders überwiegt die Gesundheit alle äußeren Güter so sehr, daß wahrlich ein gesunder Bettler glücklicher ist als ein Kranker König.

Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph, * 22.02.1788, † 21.09.1860

Wie man sieht, unser Maß ist nichts neues. 😉

Weihnachtsstimmung

pixabay.com – Geralt

Langsam aber sicher geraten auch wir hier im Gerhard Tersteegen Haus in Weihnachtsstimmung. Immer mehr Weihnachtsdekoration wird aufgebaut. Mittlerweile stehen schon diverse Weihnachtsbäume. Einer auf der Terrasse, einer im Innenhof und seit gestern auch einer unten im Speisesaal.

Die Bäume werden dann auch nach und nach dekoriert. So hat der erste, der auf der Terrasse steht erst Kugeln und seit gestern auch LED-Kerzen bekommen.

Die einzelnen Wohnbereiche sind auch schon wunderbar hergerichtet. Ich muss demnächst mal eine Rundreise machen und mir ansehen, wie es auf den einzelnen Etagen aussieht.

Wie ich gehört habe, haben manche Bewohner auch ihre Zimmer geschmückt. Zuerst dachte ich, ich werde in diesem Jahr nicht viel machen. Aber so langsam werde ich angesteckt. Schauen wir mal.

Außerdem hat die Tochter einer Pflegerin ihre Mutter wieder gefragt, wann sie denn wieder zum Basteln zu mir kommen darf. Wir haben schon einige Male zusammen gebastelt.

Nun ja, Schritt für Schritt wächst sie auch bei mir, die Weihnachtsstimmung. 😉

Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer neuen Bundesregierung für Deutschland

Dienstags findet immer der von Frau M. gegründete Gesprächskreis „Am Puls der Zeit“ statt. Hier können interessierte Bewohner zusammen mit ihr über aktuelle Themen diskutieren.

Was lag da näher, als diese Woche über die gescheiterten Koalitionsverhandlungen zu sprechen. Dass dieses Thema viele Bewohner interessierte, sah man an der hohen Teilnehmerzahl. Mit 14 Bewohnern hatte kaum einer gerechnet. So war der Seminarraum auch ziemlich voll.

Frau M. hatte sich gut vorbereitet. Sie fasste die Geschehnisse nachvollziehbar zusammen. Immer wieder gab es Zwischenrufe der Bewohner. Man merkte, wir waren alle ganz bei der Sache.

Nach einer Stunde schloss Frau M. mit der dringenden Bitte, sich weiterhin gut zu informieren und auf jeden Fall wählen zu gehen, sollte es Neuwahlen geben. Dies nicht zu tun, stärke die falschen Parteien. Eventuell sollte man ruhig auch eine taktische Wahl in Erwägung ziehen. Da sprach sie mir sehr aus dem Herzen!