Studienkolleginnen wieder zu Besuch 2017

Sonntag war ein ganz besonderer Tag. Meine beiden besten Freundinnen und Studienkolleginnen aus der Bonner Zeit haben mich besucht.

Das halte ich nicht für selbstverständlich. Denn beide haben weiß Gott genug zu tun. Sie haben jede drei Kinder und einen Ehemann. Außerdem wohnen sie nicht gerade um die Ecke. B. wohnt am weitesten weg. Sie reiste Samstag zu U.. Gemeinsam fuhren sie dann heute noch eine gute Stunde mit dem Auto zu mir.

Sie kamen mit einem Drahtkörbchen voller Cellophan-Tütchen. Darin befand sich: Kröten, Kies, Mäuse, Kohle, Moos, Knete und Asche. Eine wundervoll kreative Art Geld zu verschenken!


Sie gratulierten mir nachträglich noch einmal zu meinem 50. Geburtstag. Dann luden sie mich zum Essen ein. Es ging in die Brasserie des Krefelder Hofs.

Dort wählten wir alle unterschiedliche Gerichte. Ich aß rheinischen Sauerbraten mit Rotkraut und Klößen, U. Poularde mit Spitzkohl und Pilz-Linguini und B. hatte Zander mit Rahmkraut und Drillingen. Alles sah bildschön aus und schmeckte hervorragend!

Beim Getränk zum Essen waren wir uns alle einig. Wasser. Nach dem Essen tranken wir dann alle noch einen Cappuccino oder Espresso.

Wir saßen gemütlich in einem noch recht leeren Restaurant, denn wir waren früh dort. Dadurch gab es noch keine große Geräuschkulisse. Das empfand ich als sehr angenehm.


Nach dem Essen fuhren wir wieder zurück zum Gerhard Tersteegen Haus. Dann machte ich eine kurze Mittagsruhe (ich war ziemlich kaputt) und die beiden Freundinnen einen Spaziergang. Das Wetter lud ja auch wirklich dazu ein!

Als die beiden zurück kamen, saßen wir noch gemütlich beisammen und plauderten.

Die Zeit verging viel zu schnell! Schade, dass wir uns nicht öfter als ein Mal im Jahr treffen!

La Brasserie Krefeld

Besuch im Krankenhaus

Letztens an einem der schönen Oktobertage fuhr ich mit meinem E-Rolli zum Helios Klinikum Krefeld und besuchte eine Freundin, die schon mehrere Wochen dort behandelt wird. Ich war froh, sie so guter Dinge anzutreffen. Denn es war lange Zeit nicht sicher, ob sie da wieder lebend raus kommt.

Jetzt konnte sie mir sagen, dass man sie bald entlassen will. Allerdings nicht nach Hause, sondern in ein Heim zur Kurzzeitpflege. Denn sie muss erst einmal 3 mal die Woche zu einer ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Sie hofft allerdings, dass das nur vorübergehend sein muss.

Als sie mir am Telefon erzählte, wie ich ihre Station finden könne, meinte sie nur, das Gebäude sei von außen orange. Wie man auf den Fotos sehen kann, stimmt es! 😉



Mittlerweile ist sie an ihrer neuen Behausung angekommen und das Wetter ist längst nicht mehr so schön. Wenn ich mir noch einmal die Fotos ansehe, kann ich es kaum glauben, dass das auch im Oktober war. *seufz*

Waffeln am Tag der deutschen Einheit

Am Dienstag war Tag der Deutschen Einheit. Der 3. Oktober ist seit 1990 ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Daher war die Stimmung eher sonntäglich bei uns im Gerhard Tersteegen Haus.

Morgens gab es Rosinenweißbrot und Mandelweißbrot statt Brötchen. Veranstaltungen fielen aus.

Das Therapiezentrum war geschlossen, daher also keine Therapieeinheiten.

Draußen war es sehr ruhig auf den Straßen. Die arbeitende Bevölkerung nutzte den Brückentag, um Kurzurlaub zu machen.

Ebenfalls wie am Wochenende hatten viele Bewohner Besuch.

Am Nachmittag buken Frau Domke und Herr Regels frische Waffeln zum Kaffee. Wer mochte, konnte eine Waffel mit heißen Kirschen und Sahne bekommen.

Es schmeckte so wunderbar, dass viel mehr Waffeln nachgefragt wurden, als angefertigt werden konnten. Aber das Team Domke/Regels vom Sozialdienst war ideenreich und servierte den Nachzüglern Eis (denn davon war zum Glück genug da). So kam dann doch jeder auf seine Kosten.



Tag der Deutschen Einheit – Wiki

Fahrende Falknerin

pixabay.com – Peter Kraayvanger

Gestern erfuhr ich, dass heute Nachmittag die mobile Falknerin, Frau Sabine Ehmanns-Kramp mit ihren Tieren bei uns im Gerhard Tersteegen Haus sein wird.

Ich bin schon sehr gespannt, was wir da zu sehen bekommen werden.

Auf jeden Fall will ich Fotos machen und anschließend davon erzählen!

Home Page der fahrenden Falknerin

Face-Book-Seite der fahrenden Falknerin

Und dann kam sie schon heute! – Teil 2

Christi Himmelfahrt war so ereignisreich, dass es sich lohnt, noch etwas mehr davon zu berichten.

Im ersten Teil berichtete ich bis zum Mittag. Da wir ja einen Feiertag hatten, gab es ein besonderes Mittagessen:


Dazu gab es trockenen Weißwein.



Mein Spargel war schon in Stücke geschnitten. Die ganzen Stangen sehen natürlich schöner aus. Aber das Schneiden schaffe ich nicht allein. 😏


Alles war köstlich! Sogar Frau Ga. hat noch einmal nach genommen! Es passierte ein Wunder. Wo sie sonst kein gutes Haar an den Speisen hier lässt, sagte sie gestern tatsächlich, es habe gut (!!! man höre und staune!!!) geschmeckt… alles! (Diesen Tag wird sich die Küche rot im Kalender anstreichen!!!)

Allgemein waren wir begeistert von dem guten Essen! Jetzt freuen wir uns auf Pfingsten oder Fronleichnam. Da gibt es bestimmt noch einmal Spargel.

Nach dem köstlichen Mittagessen  musste ich mich ein klein wenig ausruhen.

„Wieso bist du denn müde? ICH bin doch die ganze Zeit gelaufen! Du sitzt doch!“, sagte X. .

Wie soll ich einer 7-Jährigen die Fatigue erklären? Das verstehen ja schon die Erwachsenen nicht!

„Wenn du willst, kannst du in meinem Zimmer bleiben“, sagte ich zu ihr, „Ich muss mich nur für eine Viertelstunde aufs Bett legen!“

Erleichtert packte sie ihre Buntstifte aus und fing an zu malen.

Doch ich hatte keine richtige Ruhe und bald war ich wieder am Tisch. (Das lag einzig allein an mir. X. war total still.) „Was hast du dir überlegt? Was wollen wir denn basteln?“, fragte ich.

X. linste über den Tisch. Dort hatte ich noch ein paar Würfel liegen. „Ich möchte einen Würfel basteln!“, sagte X. sehnsüchtig. Das machten wir dann auch. Wir machten sogar zwei! Einen großen und einen kleinen!


So hatten wir einen vollen, schönen Tag erlebt.

„Kann ich morgen wiederkommen?“, fragte X..“Nein“, war die Antwort von mir und auch von der Pflegerin, „Gerne kannst du wiederkommen, aber nicht morgen. Das ist mir zu anstrengend!“

Und dann kam sie schon heute!

Heute Morgen sagte die Pflegerin zu mir: „Ach übrigens… X ist schon da! Sie wollte unbedingt heute schon mitkommen. Sie sitzt vorne am Pflegestützpunkt und malt. Am liebsten wäre sie gleich mit zu Ihnen ins Zimmer gekommen. Doch da sagte ich ihr, sie müsse noch ein wenig warten!“

„Wirklich? Ihre Tochter ist heute mitgekommen?“, fragte ich ganz überrascht.

„Ich war ja auch überrascht. Heute ist ja Feiertag. Da hätte sie auch mit meinem Mann (dem Vater) zu Hause bleiben können. Doch sie wollte unbedingt mit!“

Jetzt kümmerte die Pflegerin sich erst einmal um mich. Als ich frisch geduscht war, steuerte ich mit meinem Aktiv-Rolli erst einmal den Pflegestützpunkt an. Ich war noch nicht ganz da, da sprang mir die Kleine entgegen und rief: „Hallo!“

Mir schoss durch den Kopf, was Erwachsene immer über Kinder denken die sie länger nicht gesehen haben: „Ui! Ist sie groß geworden!“

Fröhlich und ein Ausbund an Energie kam sie mir entgegen.

„Hallo X, schön, dass du da bist!“, sagte ich, „Ich gehe jetzt erst einmal nach unten in den Speisesaal, frühstücken. Wenn ich zurück bin, zeige ich dir, was wir zusammen basteln könnten.“

„Au ja!“, sprudelte die Tochter der Pflegerin, „bis gleich!“

Als ich wieder zurück war, zeigte ich ihr, was wir alles basteln könnten. Andächtig schritt sie durch mein Zimmer: „Hast du das alles selber gebastelt?“

„Ja, in der Ergotherapie. Die Therapeutin hat mir aber viel geholfen!“, so viel Ehrlichkeit musste sein.

X. konnte sich nicht entscheiden. Daher packte ich zuerst einmal ein Rätsel-Blatt aus. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten mussten ausgemalt werden. Dann sollten die Namen in einem Buchstabengitter gefunden werden. Guckt mal >>hier<< rein!

Dann wurde es 10.00 Uhr und meine Eltern kamen. Da ich ja dachte, X. käme erst morgen, hatte ich zugesagt, als sie mich fragten, ob sie mich Himmelfahrt besuchen könnten. Da ich ja eigentlich vorgehabt hatte, mit ihnen bei gutem Wetter raus zu gehen, fragte ich X., ob sie mitkommen wolle. Wir würden an einem nahe gelegenen Spielplatz vorbei kommen. Das Argument zog! Dass es meinen Eltern eine Freude sein würde, wenn wir zu viert losziehen würden, davon war ich überzeugt.

Wir verbrachten eine sehr schöne Zeit zusammen und zogen eine Stunde durch die nähere Umgebung bei traumhaft schönem Wetter. ½ Stunde vor dem Mittagessen waren wir zurück im Gerhad-Tersteegen-Haus.

>>>Morgen erzähle ich weiter!<<<

Meine „alte“ Freundin

Letztens erzählte mir die Pflegerin morgens von ihrem Gespräch mit ihrer 7-jährigen Tochter.

„Freitag kann ich mich aber nicht um dich kümmern, wenn du da mitkommen möchtest. Da habe ich sehr viel zu tun auf der Arbeit“, sagte sie.

„Ach, das ist nicht so schlimm“, sagte die 7-Jährige (im Oktober wird sie schon 8!), dann gehe ich zu meiner alten Freundin! Dann basteln wir was.“

Zu Weihnachten 2014 hatte ich Sterne mit ihr gebastelt.

„Alte“ Freundin kann man auf zwei Ebenen sehen:
1. alt an Lebensjahren – das bin ich für 7-Jährige auf jeden Fall. Immerhin wohne ich  ja in einem Altenheim.

2. Alte Freundin sagt man ja auch schon mal, wenn die Freundschaft schon lange besteht.

Doch ich denke, ich bin für sie alt an Jahren. 😉 Ich bin gespannt, ob sie kommt. Auf alle Fälle habe ich mir schon mal überlegt, was wir basteln können. Vielleicht das hier:

Sterne basteln – Dezember 2014

Oder, weil einfacher: Marienkäfer basteln