Die Rose von Jericho

Gestern fand der monatliche Gottesdienst im Gerhard Tersteegen Haus mit Pfarrerin Grünhoff statt. Sie brachte uns etwas sehr interessantes mit. Eine hutzelige, trockene, unscheinbare, anscheinend tote Pflanze. Sie ging durch die Reihen der Bewohner und ließ jeden die tote Pflanze anfassen und riechen.

 

Anastatica hierochuntica.jpgVon Der ursprünglich hochladende Benutzer war Nikswieweg in der Wikipedia auf Deutsch
(Originaltext: Klaus Polak) – Originally from de.wikipedia; description page is/was here.
(Originaltext: eigenes Foto), CC BY-SA 2.0 de, Link

 

Das hässliche, trockene Pflanzenknäuel war ganz leicht und fast geruchlos.

Dann packte sie eine Plastikdose aus, in der sich eine recht große Pflanze befand. Sie berichtete, dass sie so ein trockenes Pflanzenknäuel am Abend zuvor mit Wasser übergossen habe. Das hier sei daraus geworden!

 

Anastatica hierochuntica rose de Jéricho FloraTrek 2013.jpgVon FloraTrekEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

 

Anastatica hierochuntica flower.JPGDe Phil41Trabajo propio, CC BY 1.0, Enlace

 

 

Die Pflanze war durch das Wasser wieder zum Leben erweckt worden. Sie war jetzt groß, schwer und hatte einen intensiven Geruch.

Pfr. Grünhoff verglich die Pflanze und was mit ihr geschehen war mit dem Menschen und dem Glauben. Man nennt sie auch die Auferstehugspflanze.

 

Die Bildrede ist als Teil des Berichts von der Auferweckung des Lazarus überliefert. Als Jesus nach Bethanien, kam wohin er wegen der Krankheit des Lazarus gerufen wurde, war Lazarus bereits seit vier Tagen tot. Seine Schwester Martha klagte deshalb Jesus gegenüber, dass er noch leben würde, wenn Jesus da gewesen wäre, bekannte allerdings auch ihren Glauben daran, dass Gott Jesus geben werde, worum der ihn bittet. Als Jesus ihr daraufhin versichert, dass Lazarus auferstehen werde, erwiderte Martha, dass sie sehr wohl wisse, dass er auferstehen werde bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Daraufhin sprach Jesus das „Ich bin“-Wort:

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?

Johannes 11,25–26 LU

Martha bestätigte daraufhin die Frage Jesu und dass er der Christus sei. In der Folge (Vers 28–44) erweckte Jesus Lazarus schließlich wieder zum Leben.
Quelle

 

Das war eine sehr eindrückliche Predigt. Religion / Kirche zum Anfassen. Mich hat das sehr beeindruckt!

 

Talita kum! – Steh auf!

„Talita kum!“ ist aramäisch, Muttersprache von Jesus, und heißt soviel wie „Steh auf!“.

Das ist eine der Lieblingsstellen von Herrn Hübner im neuen Testament. Es steht bei Markus im 5. Kapitel.

Hr. Hübner ist Religions- und Sozialpädagoge. Er arbeitet im Sozialen Dienst des Gerhard Tersteegen Hauses. Er wurde auch eingestellt, weil er einen Gottesdienst im Gerhard Tersteegen Haus abhalten kann. Heute ging es um die Auferweckung der Tochter des Jairus.

Dort wird die Geschichte im Haus des Synagogenvorstehers Jairus erzählt. Da herrscht großes Wehklagen und Geheul, denn dessen 12jährige Tochter ist anscheinend gerade gestorben. Als Jesus gerufen wird, sagt er, das Mädchen sei nicht tot. Es schlafe nur. Die Leute verlachen ihn. Jesus nimmt das Mädchen an der Hand und sagt: „Talita kum!“, was soviel bedeutet wie: „ Mädchen, ich sage dir: Steh auf!“ Und tatsächlich das Mädchen erhebt sich und geht umher. (vgl. Mk 5, 21)

Jesus glaubte nicht an den Tod. Er sah das Mädchen da liegen. Aber er bezweifelte die Augenscheinlichkeit des Todes. Er hatte die große Hoffnung, die den vielen Mächten des Todes widersteht und eintritt in dessen Bewegung für das Leben. Er hoffte ganz stark auf die Auferstehung und sprach: „Talita kum!“

Quellen: Gustav Schädlich-Buter , Basisbibel