Besuch einer ehemaligen Arbeitskollegin

Gestern hatte ich Besuch von einer ehemaligen Arbeitskollegin. Frau H. kommt aus dem Münsterland. Dort war meine erste Anstellung als Apothekerin in einer öffentlichen Apotheke. Wir haben uns damals in der Apotheke kennen und schätzen gelernt. Durch ihre jährlichen Besuche bei mir erfahre ich immer noch ab und zu etwas über meine ehemalige Wirkungsstätte.

Ich finde es sehr lieb von ihr, dass sie mich immer noch besucht! Gestern kam sie mit 2 Sektgläsern und einer Piccolo-Flasche Sekt an.

„Ui, was gibt es denn zu feiern?“, fragte ich.

„Meinen Studienabschluss! Ich habe meinen Bachelor in Ökotrophologie erfolgreich abgeschlossen!“, sagte sie.

Das war wirklich ein Grund, zu feiern, anzustoßen. Ich gratulierte ihr ganz herzlich! Sie hatte auch ihre gebundene Abschlussarbeit mitgebracht. Ich durfte sie durchblättern und war schwer beeindruckt!

„Machst du weiter mit Master“, wollte ich wissen.

„Nein. Denn ich habe schon jetzt mehrere interessante Jobangebote“, sagte sie mir.

Dann erzählte sie mir von den Jobs. Sie weiß was sie will, was sie kann, was sie wert ist. Da wusste ich, sie hat sich weiter entwickelt. Aus der eher schüchternen PTA-Anfängerin ist eine selbstbewusste Frau geworden, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Ich wünsche ihr alles Glück der Welt!

Nachdem wir miteinander geplaudert hatten und ich ihr die Kunstwerke im Haus gezeigt hatte, war es bereits Zeit zum Mittagessen geworden. Wir begaben uns zum Speisesaal ins Erdgeschoss. Es gab klare Pilzsuppe mit Kräutern, Hähnchenspieß mit Currysoße, Früchten und Reis und zum Nachtisch Quarkcreme. Es hat uns beiden gut geschmeckt.

Zurück auf meinem Zimmer machte ich einen Espresso (Pulver und heißes Wasser) und wir plauderten noch ein wenig. Aber ich war wirklich geschafft und musste mich hinlegen. Frau H. fuhr mit ihrem Auto wieder nach Hause. Durch die frühe Nachmittagszeit erlebte sie noch keinen Stau.

Es war wieder ein sehr schöner Besuch. Sie komme wieder, wenn sie dürfe, sagte sie. Ich freue mich darauf, war meine Antwort.

Kleiner Pharma-Vortrag in der monatlichen Teambesprechung

Ein Mal im Monat treffen sich Pflegekräfte, Hauswirtschaftskräfte und Kräfte des Sozialdienstes eines jeden Wohnbereichs, um sich miteinander auszutauschen.

Wohnbereich übergreifend treffen sich die Wohnbereichsleiter und die Leitenden Angestellten von Hauswirtschaft und Sozialdienst jeden Morgen. Auch die Pflegedienstleitung und Einrichtungsleitung sind oft mit dabei.

Der ständige Austausch hält den Betrieb Alten-/Pflege-Einrichtung am Laufen.

Vor einigen Tagen fragte mich der Wohnbereichsleiter (WBL) meines Wohnbereichs (WB), ob ich mir vorstellen könne, an einer Teambesprechung des WB als Apothekerin / Fachfrau für Medikamente teilzunehmen und etwas zu Arzneimitteln zu sagen. Ich habe damals nicht sofort zugesagt. Doch dann fand ich, es würde meinem Selbstwertgefühl bestimmt gut tun. Also nahm ich gestern an der Teambesprechung teil.

Nachdem der WBL vor seiner Truppe erklärt hatte, was er sich dabei gedacht habe, dass er mich zur Besprechung eingeladen hat, begann ich meinen Mini-Vortrag.

Ich hatte mir zwei Medikamentengruppen heraus gesucht, die häufig nachgefragt werden. Die erste hatte mir der WBL genannt, nämlich Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Die zweite Gruppe hatte ich selbst ausgewählt: Schmerzmittel.

Ich legte dar, dass man immer erst herausfinden müsse, welchen Ursprung die Beschwerden haben. Dann erst könne man nach dem richtigen Arzneimittel suchen. Denn es kann einem Übel sein, weil man einen Magen-Darm-Infekt habe, oder als Nebenwirkung eines anderen Arzneimittels oder weil man Sorgen oder Angst habe. Schwangerschaftsübelkeit würde ich in einem Altenheim mal ausschließen. 😉

„Ich will Ihnen jetzt auch keine konkreten Arzneimittel nennen“, sagte ich, „sondern Ihnen Hinweise geben, wo sie an seriöse Informationen kommen können. Hierbei muss es sich um frei verkäufliche, apothekenpflichtige Arzneimittel handeln. Arzneimittel, die verschreibungspflichtig sind, gehören in die Hand des behandelnden Arztes. Wenden Sie sich bei Fragen an ihn.“

Hier die Quellen die ich nannte:

Gesundheitsportal Onmeda

MedizInfo® Gesundheitsportal

Sicherlich gibt es noch viele andere gute Gesundheitsportale. Aber ich wollte mich beschränken. Ich hatte nur wenig Zeit und wollte auch nicht durch Überangebot erschlagen. 😉

Nachdem ich 10 Minuten referiert hatte, erklärte ich mich gerne bereit Fragen zu beantworten, wenn sie aufträten. Doch nun wolle ich mich zurückziehen, damit die eigentliche Teambesprechung beginnen könne.