Demenz-WG in Wien

Planet Wissen zeigte in einer Sendung über Alzheimer diesen Film über eine Demenz-WG in Wien:

planet-wissen.de

Für den Film bitte hier klicken: >>klick<<
Verfügbar bis 17.08.2020

Überhaupt lohnt es sich die gesamte einstündige Sendung anzusehen und auf der zugehörigen Homepage zu stöbern!

Ich verliere sie… jeden Tag ein wenig mehr…

Das sagte mir ein Bewohner letztens dessen Frau an Alzheimer-Demenz erkrankt ist. Sie wohnt schon einige Jahre im Gerhard Tersteegen Haus. Vor 2 Jahren zog er dann auch hier ein.

Er hatte mittlerweile mehrere Infarkte, Herz und Hirn betreffend, erlitten. Mittlerweile läuft er wieder am Rollator. Geistig ist er recht fit. Er ist halt mit Mitte 80 nicht mehr der Jüngste.

Jetzt leben also beide im GTH, allerdings in getrennten Räumen.

Viele Jahrzehnte sind sie miteinander verheiratet. Die ersten 40 (oder 50?) Jahre waren glücklich. Dann ereilte sie die Alzheimer-Demenz. Schleichend machte die Demenz sich bemerkbar. Die ersten 10 Jahre pflegte der Ehemann seine Frau zu Hause. Doch dann entschloss er sich schweren Herzens, sie in ein Heim ziehen zu lassen. Er war mit der Pflege überfordert.

Doch auch jetzt hier im GTH besucht er seine Frau täglich. Oft holt er sie zu sich auf sein Zimmer, wenn er merkt oder meint, dass sie nicht glücklich sei, weil die Nachbarin anstrengend sei. Er sorgt und kümmert sich. Denn sie hatten viele glückliche Jahre zusammen. Daran denkt er immer noch zurück.

Während er sich an die schönen Zeiten erinnert, vergisst sie täglich mehr. Manchmal vergisst sie seinen Namen.

„Ich verliere sie… jeden Tag ein wenig mehr… “ , sagt er leise und tut mir unendlich Leid.

Dement – aber noch da

rbb
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Der Alptraum: am Ende unseres Lebens auf einer Pflegestation für Demenzkranke zu landen. Was wirklich in der Abgeschiedenheit solch einer Einrichtung geschieht, wissen wir oft nicht.

Für eine Woche im Herbst 2018 begibt sich Autorin Cosima Jagow-Duda in eine geschützte Demenzstation, um es herauszufinden. Sie will nicht nur mit der Kamera beobachten, sondern das Personal begleiten und den Menschen begegnen.

Schnell wird ihr klar: Menschen mit einer Demenz haben meist nur die Orientierung und ihr Gedächtnis verloren. Fühlen können sie nach wie vor. Je nach Tagesform sind sie offen oder verschlossen, gut oder schlecht gelaunt, sind aufmerksam oder schalten ab. Sie nehmen keine Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer und verstellen sich nicht, denn sie erleben die Welt um sich herum ähnlich wie kleine Kinder.

Durch Zuwendung und Körperkontakt, durch alte Lieder und Melodien, durch eine klare Sprache, durch Bilder, Fotos und Farben kann man ihre Emotionen noch ansprechen, auch, wenn der Verstand schon lange müde ist.

Die Reportage zeigt überraschende Einblicke in die sonst gut abgeschirmte Black-Box Demenzstation.

Bild: rbb Presse & Information

Gedanken einer Demenz-Patientin

Eine Alzheimer-Patientin erzählt in der Sendung Panorama 3 des NDR von ihren Gedanken über ihre Erkrankung.

„Was, wenn man nicht krank wäre, wenn man gesund wäre? Würde man das würdigen können?“ – Hannelore Hofsommer hat Alzheimer. Wie eine Million anderer in Deutschland. Die Krankheit ist bis heute nicht heilbar, das Fortschreiten der Symptome lässt sich nur hinauszögern. Mit Panorama 3 hat sie über den Umgang mit Demenz gesprochen.