Altern

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Altern, alt werden, das kann sehr unterschiedlich verlaufen. Gerade heute leben wir ja in einer Gesellschaft der ‘jungen Alten’. Doch wer den Weg ins Altenheim ‘gefunden’ hat, ist in der Regel hilfsbedürftig und schafft es nicht, den Alltag alleine zu bewältigen, sondern benötigt Unterstützung.

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Das Stufenalter des Menschen – Gemeinfrei

Man merkt in der Gesellschaft der anderen Bewohner, dass die Hilfsbedürftigkeit sehr unterschiedlich ausfällt. Doch bei vielen, schon dementen Bewohnern fällt mir auf, dass sie wieder werden wie Kinder, hemmungslos. Sie nehmen ihr Gebiss während des Essens aus dem Mund, weil es drückt. Sie rülpsen, niesen, furzen hemmungslos und lautstark, auch in Gesellschaft anderer. Die Bewohner, die noch wachen Sinnes sind, reagieren zwar entsetzt, protestieren lautstark. Aber das stört die ‘Übeltäter’ nicht. Man muss nicht meinen, dass es deshalb demnächst unterlassen würde.

Wer also zur ‘feinen Gesellschaft’ gehörte, ein Leben mit vielen Umgangsformen liebte, dem wird es schwer fallen, gelassen zu bleiben. Der muss sich umstellen. Ich finde, es lässt sich am besten mit Humor ertragen. Außerdem muss man die Vorzüge einer Betreuung im Heim und die Nachteile gegeneinander abwägen. Wenn man dann zu einem positiven Ergebnis kommt, lässt sich vieles ertragen. Auch ‘draußen’ ist nicht alles eitel Sonnenschein.

Planet-Wissen

Soziale Gerontologie

Der demografische Wandel – Junge und Alte in unserer Gesellschaft

Der Weg ins Pflegeheim – sich dem neuen Leben stellen

U. will doch nicht 100 werden

Hier im Gerhard Tersteegen Haus werden viele Bewohner sehr alt. Wir haben sogar einige Bewohner|innen die 100+ Jahre alt werden. Das hat sicher auch damit zu tun, dass wir hier sehr gut betreut werden. Uns geht es wirklich sehr gut hier.

Das Leben ist für die Bewohner nicht anstrengend. Alle anstrengenden Arbeiten wie zum Beispiel einkaufen, putzen, waschen werden den Bewohnern abgenommen. Es sei denn, man schlägt selber über die Stränge, wie ich am Dienstag.🙄  Das musste ich dann auch büßen! Vorgestern ging es mir gar nicht gut und ich habe mittags und nachmittags sehr viel geschlafen. Aber das geht dann hier. So geht es mir heute wieder sehr viel besser.

Außerdem werden wir hier sehr gut verpflegt. Die Mahlzeiten sind regelmäßig, ausreichend und sehr schmackhaft. Man muss nur wöchentlich den Speiseplan 2 Wochen im Voraus ausfüllen, damit die Küche entsprechend einkaufen kann. Wenn nötig, helfen einem dabei die Hauswirtschaftskräfte.

Man muss nicht weit laufen|fahren, um zu Physio-, Ergo-, Logo- oder Osteothrapie zu kommen. Denn hier im Haus gibt es ein Interdisziplinäres Therapiezentrum mit einem Team von erfahrenen Therapeuten.

Wie man sieht, es wird rundum gut für einen gesorgt.

Daher meinte U. auch lange Zeit, sie wolle 100 Jahre alt werden. “Uns geht es doch wirklich gut hier!”, meinte sie.

Aber dann sah sie vorgestern die Sendung “Quarks & Co. – Ewig jung: Wie Wissenschaftler das Altern stoppen wollen”. Seitdem will sie doch nicht mehr 100 werden.

Reblog – End-Station – von Nati

Hier saß sie nun, auf ihren alten Sofa und blickte sich um. Mehr als 60 Jahre wohnte sie hier, in ihrer schönen großen Wohnung. Zuerst mit ihren Mann, der bereits vor 10 Jahren verstorben ist. Später mit ihren 2 Kindern, ein Mädel und ein Bub. Vielleicht sitzt sie hier zum letzten Mal. Die Koffer stehen […]

über End – Station — Herz & Verstand

“Wie Sie beim Altern ganz sicher scheitern” von Uwe Böschemeyer

Letzte Woche stellte uns Frau Mues im Gesprächskreis dieses interessante Buch vor. Nun hatten wir gestern schon den nächsten Gesprächskreis. Auch von dem will ich erzählen. Aber erst einmal will ich den Beitrag vom Treffen letzte Woche nachholen.

Schon mehrmals machte ich Versuche. Aber es ist nicht leicht. Aber nun will ich es schaffen (zumal ich Frau Mues das Buch auch zurückgeben will).

Böschemeyer ist davon überzeugt, dass wir in unsere schnelllebigen Zeit viel zu wenig auf uns selbst hören. Darum geht es ihm auch in seinem neuesten Buch: “Wie Sie beim Altern ganz sicher scheitern”.

Selbst mittlerweile Ende 70 (geboren 1939 in Oranienburg) möchte er den Menschen klar machen, was er zuvor den Business-Managern vortrug. Das Leben ist endlich. Es lohnt nicht, etwas FÜR ANDERE zu tun, wenn man es nicht auch FÜR SICH SELBST tut.

Dies ist das Thema seines neuen Buchs, humorvoll verpackt und leicht verständlich.