Abhängig, Ausgeliefert, Hilflos

Ich bin so abhängig von den Ärzten.

Ich würde mir wünschen, dass sie sich in ihre Patienten reinfühlen, dass sie merken, dass der ein oder andere jetzt Hilfe braucht.

Wenn der eigentliche Neuro in Urlaub oder wegen Fortbildung nicht vor Ort ist und eine Vertretung hat, ist er vielleicht in dringenden Fällen per Telefon erreichbar, zumindest für seine Vertretung.

Wenn das nicht möglich ist, sollte die Vertretung auch bei kniffeligen Fällen eigenverantwortlich handel dürfen.

Denn der Patient fühlt sich den Ärzten ausgeliefert und hilflos.

Ich bin da nur so ein armes, kleines, ausgeliefertes Würstchen.

So zucken meine Beine lustig (das ist gar nicht lustig) vor sich hin. Das tut weh und ist so heftig, dass ich schon 1x aus dem Rolli gefallen bin. 😣

 

Mobilitätsverzicht

Dieses Wort ist momentan in aller Munde. Gemeint ist hier in der Welt der Gesunden der Verzicht aufs Auto. In der immer stärker belasteten Umwelt fängt die junge Generation an, sich ernsthaft Gedanken zu machen, wie wir diesen Planeten noch retten können.

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Von Anders HellbergEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Als Galionsfigur ist hier die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die Gründerin von #FFF Fridays For Future, zu nennen. Was ursprünglich damit begann, dass sich Greta Freitags vor ihre Schule setzte, um sich für möglichst umfassende, schnelle und effiziente Klimaschutz-Maßnahmen einzusetzen, ist mittlerweile zu einer weltweiten Bewegung geworden, der sich auch Erwachsene angeschlossen haben.

Soviel zur „normalen“ Welt der Gesunden.

Doch Mobilitätsverzicht spielt auch eine Rolle in der Welt der Alten und der Welt der Kranken.

Stück für Stück geraten wir immer mehr zum Bittsteller. In selber Weise, in der wir immer mehr aufgeben müssen, geraten wir in die Rolle der Bittsteller, der Abhängigen, der auf Großzügigkeit anderer Angewiesenen. Das fühlt sich nicht gut an.

Richtig hart wird es, wenn die neu erworbenen Hilfsmittel, die einem einen kleinen Grad an Selbstbestimmung und Mobilität ermöglichten, drohen uns zu überfordern und somit bald nicht mehr genutzt werden können.

Das trifft mich momentan nicht. Gott sei Dank!

Aber ich beobachte das bei anderen Bewohnern.