Kaffeerunde wird immer größer

Meine Kaffeerunde nach dem Mittagessen erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Der harte Kern besteht aus Herrn H. und mir, meistens auch Frau V.. Doch mittlerweile zählt auch Frau M. oft dazu.

Da wir alle gehbehindert sind und Rollator oder Rolli haben, ist das Zimmer irgendwann wegen Überfüllung geschlossen.

Letztens habe ich tatsächlich Kaffee für 6!!! Leute gemacht. Das ging aber nur, weil ein gesunder dabei war und Frau G. im Nachbarzimmer im Bett lag. Sie war krank. Daher habe ich ihr den Kaffee frei Haus geliefert.

Hier ein Bild vom harten Kern:

 

Barbaras Freitags-Füller # 515

# 515

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15. März 2019

Freitagsfüller

1. Geh doch nach Hause und schlafe dich erst mal aus.

2. Ein gutes Frühstück ist die beste Art, den Tag zu beginnen.

3. Wir haben in Deutschland das Glück, dass das für die meisten zu schaffen ist.

4. Aber bei manchen Zimmern muss ich mir die Nase zuhalten, wenn ich auf dem Flur an ihnen vorüber rolle.

5. Ich wünschte, ich könnte das Riechen dann abstellen .

6. Denn ich bin eigentlich auf dem Weg zum Essen im Speisesaal, aber es schmeckt auch so lecker! Denn sie kochen echt lecker hier.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Ruhe und Erholung , morgen, was schon heute ist, nämlich Samstag habe ich geplant, mit den Eltern Kaffee trinken zu gehen und Sonntag möchte ich einen schönen Film sehen !

Nach langer Zeit mal wieder im TV

Am vergangenen Dienstag hatte ich Besuch von einem Fernsehteam des WDR. Der Journalist macht die Beiträge der Reihe „Lebenslinien“ für die „Lokalzeit am Samstag“.

Er ist durch meinen Blog auf mich aufmerksam geworden. Er möchte einen Beitrag in der Reihe „Lebenslinien“ mit mir machen. Das werden dann 5 Minuten! Ich steigere mich also mit der Länge des Beitrags. 😉

Nachdem wir lange immer wieder in großen Abständen miteinander telefoniert hatten, konnte ich Dienstag der Stimme endlich ein Gesicht zuordnen. Ich erlebte keine Enttäuschung. Stimme und Mensch sind gleichermaßen sympathisch. 😉

Damit begann um 9:00 Uhr ein sehr langer Tag für mich. Ich bekam zwar eine Stunde Mittagspause (in der ich auch prompt einschlief). Doch es wurde fast 19:00 Uhr, bis wir das Tagwerk beendeten. Aber ich wollte unbedingt, dass wir das einmal angefangene Interview fertig machten. Denn wer weiß, wie es mir eine Woche später gehen wird. Und am vergangenen Dienstag ging es mir echt gut!

So haben wir Dienstag wirklich viel geschafft. Allerdings hat mich das ganze sehr angestrengt. Ich brauchte 2 Tage, bis ich mich davon erholt hatte!

Jetzt fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten. Doch das soll nicht mehr so anstrengend werden, wurde mir gesagt. Dazu brauchen sie am nächsten Dienstagnachmittag nur noch ca. 2 Stunden.

Wenn ich weiß, wann das ganze im TV erscheint, sage ich Bescheid!

Reality-Show live

Ursprünglich veröffentlicht Mai 26, 2014

Es passiert eine Menge hier im Haus. Doch die zwischenmenschlichen Begegnungen machen das Ganze interessant. So geschieht es, dass sich Menschen zusammenfinden und Freundschaften knüpfen, verfeinden, verlieben, miteinander lachen und weinen, Geschichten austauschen. Wir haben hier so zu sagen die Reality-Show live, im Speisesaal, im Garten, bei den einzelnen Veranstaltungen. Hier ist immer etwas los!

Auch die Polizei ist ab und zu mal im Haus. Wie zum Beispiel letztens, als eine demente Bewohnerin aus dem Haus weglief und die Nachtschwester die Polizei rufen musste, um sie zu suchen und wieder nach Hause zu bringen. Denn das Weglaufen demenzbetroffener  Menschen kann katastrophale Folgen haben.

Zuerst musste die Polizei das ganze Heim durchsuchen. Dazu musste sie in alle Zimmer, mitten in der Nacht. Als sie dort nicht fündig wurde, setzten die Beamten die Suche draußen fort. Es dauerte eine ganze Zeit lang, bis sie die Dame fanden und sie zurückbringen konnten. Sie war schon recht weit gekommen! Gott sei Dank war sie wohlauf und es war ihr nichts passiert.

Wegweiser Demenz

Gedenkfeier für unsere Verstorbenen März 2019

Circa 2 bis 3 mal im Jahr findet eine Gedenkfeier für verstorbene, ehemalige Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses in der Kapelle des GTH statt. Vergangenen Donnerstag war es wieder so weit. Diese Feiern werden immer von der Leitung des Sozialen Dienstes (Frau Faust und/oder Frau Kubens) vorbereitet und dann durchgeführt.

Das zentrale Thema, um das herum die Feier aufgebaut war, war ein Satz aus der Offenbarung des Johannes. Dort steht in der Bibel: Ich habe euch eine Tür aufgetan, die niemand verschließen kann.

Ich finde das sehr tröstlich, dass ein Verstorbener nur eine Tür durchschritten hat, um weiter zu gehen in eine neue Sphäre.

Frau Kubens hatte Bilder, Gedichte, Lieder zusammengetragen, in denen es immer wieder um Türen ging. Wir lasen, sangen, tauschten uns aus.

Zuletzt wurden die Verstorbenen mit Namen genannt. Über jeden wurde etwas erzählt, was typisch für sie / ihn war. Dann wurde ein Teelicht für sie / ihn angezündet.

Zum Abschluss gab es Musik – Albinoni’s Adagio in g-moll für Streicher und Orgel. Das ließ bei vielen Bewohnern noch einmal die Tränen fließen.

Es war eine würdige Gedenkfeier voller Liebe und Gefühl.

Post von Tom Köhler

Letzte Woche erreichte mich eine ganz wunderbare Post. Auf Umwegen. Das kam so:

In der Krefelder Innenstadt war wegen einer Bombenentschärfung teilweise gesperrt. Daher konnte mir das Paket nicht zugestellt weder. Am nächsten Tag kam der Abholzettel mit der Post. Der entsprechende Abholort war für mich relativ weit entfernt. Hmpf…

Das bekam eine Pflegekraft mit und meinte: „Das ist ganz bei mir in der Nähe! Wenn Sie bis morgen Zeit haben, bringe ich es Ihnen morgen mit, wenn ich wieder zur Arbeit komme.“

Das war ein Angebot, dem ich nicht widerstehen konnte. Am folgenden Tag überreichte sie mir einen großen Umschlag. Größer als ein Zeichenblock! Der Absender war Tom Köhler, der Architekturfotograf, der wunderschönen Bilder von Hamburg macht, den ich über den Blog virtuell kennengelernt hatte.

https://abendfarben.com/

In dem Umschlag waren 8 große Fotografien – Motive aufgenommen in Hamburg. Sie gehörten zu einer Ausstellung, die er mal gemacht hatte. So stand es auf dem kurzen Gruß-Zettel.

Ich habe mich sehr über diese Post gefreut! Und jetzt werden die Fotografien demnächst wieder ausgestellt werden, hier im Gerhard Tersteegen Haus!

Immerhin wohne ich auf dem Wohnbereich wo an der Tür steht „Kunst kommt zu Senioren“.