Gedenkfeier für unsere Verstorbenen März 2019

Circa 2 bis 3 mal im Jahr findet eine Gedenkfeier für verstorbene, ehemalige Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses in der Kapelle des GTH statt. Vergangenen Donnerstag war es wieder so weit. Diese Feiern werden immer von der Leitung des Sozialen Dienstes (Frau Faust und/oder Frau Kubens) vorbereitet und dann durchgeführt.

Das zentrale Thema, um das herum die Feier aufgebaut war, war ein Satz aus der Offenbarung des Johannes. Dort steht in der Bibel: Ich habe euch eine Tür aufgetan, die niemand verschließen kann.

Ich finde das sehr tröstlich, dass ein Verstorbener nur eine Tür durchschritten hat, um weiter zu gehen in eine neue Sphäre.

Frau Kubens hatte Bilder, Gedichte, Lieder zusammengetragen, in denen es immer wieder um Türen ging. Wir lasen, sangen, tauschten uns aus.

Zuletzt wurden die Verstorbenen mit Namen genannt. Über jeden wurde etwas erzählt, was typisch für sie / ihn war. Dann wurde ein Teelicht für sie / ihn angezündet.

Zum Abschluss gab es Musik – Albinoni’s Adagio in g-moll für Streicher und Orgel. Das ließ bei vielen Bewohnern noch einmal die Tränen fließen.

Es war eine würdige Gedenkfeier voller Liebe und Gefühl.

Post von Tom Köhler

Letzte Woche erreichte mich eine ganz wunderbare Post. Auf Umwegen. Das kam so:

In der Krefelder Innenstadt war wegen einer Bombenentschärfung teilweise gesperrt. Daher konnte mir das Paket nicht zugestellt weder. Am nächsten Tag kam der Abholzettel mit der Post. Der entsprechende Abholort war für mich relativ weit entfernt. Hmpf…

Das bekam eine Pflegekraft mit und meinte: „Das ist ganz bei mir in der Nähe! Wenn Sie bis morgen Zeit haben, bringe ich es Ihnen morgen mit, wenn ich wieder zur Arbeit komme.“

Das war ein Angebot, dem ich nicht widerstehen konnte. Am folgenden Tag überreichte sie mir einen großen Umschlag. Größer als ein Zeichenblock! Der Absender war Tom Köhler, der Architekturfotograf, der wunderschönen Bilder von Hamburg macht, den ich über den Blog virtuell kennengelernt hatte.

https://abendfarben.com/

In dem Umschlag waren 8 große Fotografien – Motive aufgenommen in Hamburg. Sie gehörten zu einer Ausstellung, die er mal gemacht hatte. So stand es auf dem kurzen Gruß-Zettel.

Ich habe mich sehr über diese Post gefreut! Und jetzt werden die Fotografien demnächst wieder ausgestellt werden, hier im Gerhard Tersteegen Haus!

Immerhin wohne ich auf dem Wohnbereich wo an der Tür steht „Kunst kommt zu Senioren“.

 

Die Engelsgeduld der Angestellten

Ursprünglich veröffentlicht Juli 31, 2014

Thomas Siepmann / pixelio.de
Thomas Siepmann / pixelio.de

Gestern beim Abendessen habe ich sie wieder bewundert: Die Engelsgeduld der Angestellten. Diesmal die Geduld der Damen der Hauswirtschaft, die unten im Speisesaal die Bewohner bedienen.

B. fragte Frau D., die im Rollstuhl sitzt und sich nicht allein am Buffet das Abendessen zusammenstellen kann, was sie essen wolle.

„Ja… wat ham se denn…?“

Diese Frage stellt sie immer.

„Wir haben Nudelsalat“, antwortete B..

„… Wat… ?“

„Nudelsalat.“

Jeden Abend gibt es zusätzlich zum üblichen Brot und Aufschnitt oder Käse eine wechselnde Abendbeilage. Es wechselt sich dort Süßes mit Salzigem ab. Oft gibt es sogar beides.

„Nur Nudelsalat?“, fragte Frau D. ganz enttäuscht, „kein Brot?“

„Doch, natürlich, auch Brot und Käse und Wurst“, sagte B. immer noch freundlich.

„… Auch Brot… Wat denn für Brot?“

„Na Weißbrot, Graubrot, Körnerbrot, Schwarzbrot…“, kam die geduldige Antwort.

„Nä… Schwarzbrot mag ich nich..“, mault Frau D..

„Weißbrot?“

„… Ja… Weißbrot… aba nur ne hallebe Schnitte… ich kann nich so viel essen… abends…“

Frau D. isst nie viel.

„Halbe Schnitten gibt es nicht“, sagt B., wie jeden Morgen und Abend. „Dann lassen Sie die andere Hälfte liegen.“

„… Ja… die lass ich liejen… die kann dann die alte Frau haben…“, die übliche Antwort. Sie denkt immer, eine andere Bewohnerin, die an ihrem Platz vorbei geht, wahrscheinlich eher jünger als sie selbst, sei eine „alte Frau“, die für die übrig gebliebenen Speisen kommt.

B. macht sich auf den Weg zum Buffet und kehrt zurück mit einem liebevoll zusammengestellten Teller.

„Nä… zwei Scheiben ess ich nich“, mault Frau D..

„Ich habe nur eine geholt“, sagt B. und beginnt, der Weißbrotscheibe die Ränder abzuschneiden.

„Nä, ich will nur eine!“ Frau D. ist da sehr entschlossen und greift auf den Teller.

„Nicht! Das ist kein Brot! Das ist der Aufschnitt!“ B. versucht den Aufschnitt zu retten.

„Ach so… „, Frau D. lässt den Aufschnitt zurück auf den Teller fallen.

Seelenruhig beendet B. den Brotteller. Außerdem hat sie auch ein kleines Schüsselchen mit Nudelsalat mitgebracht. „So“, sagt sie und schiebt alles an Frau D.s Platz. „Bitte schön!“

„So viel??? Dat kann ich nich alles essen!“, entrüstet will sie den Teller wieder von sich schieben. Doch dann fängt sie doch an, ein wenig zu essen. Immerhin!

Ich bewundere die Geduld der Angestellten, dass sie die Ruhe bewahren und meist freundlich bleiben. Toll!

By TG| Published September 23, 2011
By TG | Published September 23, 2011

Wohnbereichsmaskottchen war wieder da

Gestern Vormittag hatte ich wieder Besuch von der Tochter einer Pflegerin. Dieses Mal wollten wir etwas zu Ostern machen.

Als ich erfuhr, dass sie kommen wollte, habe ich mir gleich Verstärkung bestellt. 😉 D. war letztes Jahr auch dabei, als wir bastelten. Sie ist sehr kreativ und geschickt und kann gut mit Kindern umgehen. Sie war uns eine riesige Hilfe!

Letztes Jahr hat sie mit uns auch Osterhasen gebastelt. Habe ich gerade gesehen als ich zurückblätterte im Blog.

Dieses Jahr bastelten wir Grußkarten für die Eltern der Bastelfee.

Die Idee fanden wir bei YouTube.

In der Zeit in der wir 2 noch auf D. warteten, spielten wir „Letzte Karte“.

Ich stelle fest, dass ich solche Anstrengung immer schlechter vertrage. 😟 Nun ja, es war auch echt lang. Von 8.00 bis 12.00 Uhr. Beim nächsten Mal muss ich früher sagen, dass ich nicht mehr kann. *seufz*

Barbaras Freitags-Füller #514

# 514

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8. März 2019

Freitagsfüller

1.  Weil ich heute gut geschlafen habe, geht mir alles leichter von der Hand.

2.  Das Vorbild meiner Eltern hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin. Später natürlich auch meine Erlebnisse. Aber die Eltern haben den Grundstein gelegt. Dafür bin ich sehr dankbar.

3.  Jede Woche hat hier im Gerhard Tersteegen Haus seinen eigenen Rhythmus. Wenn mal nichts los ist, langweilen sich viele Bewohner.

4. Dass es Samstags immer Suppe oder Eintopf gibt, geht vielen gegen den Strich.

5.  Das Beste sind die vielen Ausnahmen, die es immer wieder mal gibt. ..oO( Bald ist Spargelzeit! *freu*)

6.  Leute, die sich immer beschweren, das nervt mich total! Früher zu Hause können sie nicht besser verpflegt worden sein.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das erste Mal seit langem wieder unten in Gesellschaft Abendbrot zu essen , morgen habe ich geplant, mit dem Wohnbereichsmaskottchen Osterdeko zu basteln und Sonntag möchte ich die Lesung beim Gottesdienst im GTH halten !

Speiseplanbesprechung März 2019

2 – 3 mal im Jahr laden die Hauswirtschaftsführung (Frau Düro) und die Küche (einer der 2 Köche) die Bewohner zu einer Speiseplanbesprechung ein. Hier wird erzählt, was demnächst kulinarisch so ansteht —> Geburtstagsfeier des GTH, Sommerfest, Grillparty, Gala-Dinner…

Dann haben die Bewohner Zeit, Wünsche, Lob und Kritik zu äußern. Wenn möglich, wird versucht diese Wünsche dann demnächst umzusetzen. Das wird nicht nur so daher gesagt. Die Angestellten geben sich wirklich Mühe!

Da 14:00 Uhr für uns Bewohner eine ungünstige (weil mitten in der Mittagspause) Zeit ist, bekamen wir erst einmal Kaffee und Käsekuchen. Sehr lecker!

Dann legten wir los.

Wir Bewohner finden es sehr gut, dass es diese Möglichkeit gibt. Wir werden informiert und gehört. Das fühlt sich sehr gut an!