So war’s – Mundart-Vortrag

Es war ein sehr gut besuchter Mundart-Vortrag. Man merkte direkt, dass hier im Publikum eingesessene Krefelder saßen.

Ich spreche ja selber nicht Krieewelsch, verstehe aber doch eine Menge. Das liegt bestimmt daran, dass mein Vater es spricht, wenn er will und dass meine Eltern ein Faible für Mundart-Veranstaltungen haben und wir so die Liebe zum Krieewelschen immer vorgelebt bekamen.

Manche der Krefelder unter den Bewohnern sprechen und verstehen es komplett. Sie sangen die Krieewelschen Lieder voller Inbrunst mit. Für alle anderen wurden vor der Veranstaltung Liedhefte verteilt.

Fent, dä = zweifelhafter Geselle, loser Bursche

 

Zwei Herren und eine Dame des Krefelder Mundartkreises waren gekommen, um uns etwas vorzutragen. Die beiden Herren spielten zu den Liedern schwungvoll Gitarre.

Uns Bewohnern hat der Vortrag sehr gut gefallen. Es wurde gesungen, gelacht, sich an früher erinnert. Als die drei Mundart-Künstler sich zum Schluss verabschieden wollten gab es viel Beifall und der Ruf: „ZUGABE! ZUGABE!…“, tönte laut.

Wir bekamen tatsächlich noch ein Lied als Zugabe: „Wat koss de Welt!“, sangen wir alle laut und fröhlich zum Abschluss!

 

Clowntheater mit Frau Drechsler

Frau Drechsler habe ich schon einmal vorgestellt. Damals erzählte sie uns Märchen. Zuletzt hatte ich die Geschichte von Kalif Storch von ihr gehört.

Schon damals schrieb ich, dass sie auch ausgebildete Clownin ist. Als solche trat sie also am Freitagnachmittag auf. Das Bühnenbild war wieder sehr farbenfroh. Als Clownin, wie auch als Märchenerzählerin damals, sprach sie frei und wanderte auf der Bühne herum.

Da der Seminarraum abgedunkelt wurde, hatte ich große Mühe, scharfe Bilder zu machen. Die beiden schönsten will ich trotzdem zeigen:

Mir gefiel die Aufführung sehr. Sie war bunt und lebensfroh. Sie machte gute Laune! Sie erreichte das Kind in uns. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie diese Vorführung auch vor Kindern macht. In Kitas oder Grundschulen. Sie bezaubert die Kinder bestimmt genau so.

Die Fahrende Falknerin und ihre Hauptdarsteller 2018

Die Fahrende Falknerin im GTH 2018

Die fahrende Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp war mit einigen ihrer Tiere Freitagnachmittag wieder bei uns im Gerhard Tersteegen Haus. Vor einem knappen Jahr waren sie das erste Mal hier. Wir Bewohner waren damals total begeistert von diesem Auftritt. Noch lange wurde nachher darüber gesprochen. Dass wir so bald wieder in den Genuss kommen würden, sie wiederzusehen, hatten wir nicht gedacht!

Frau Ehmanns-Kramp brachte folgende Tiere mit. Sie nennt sie ihre Hauptdarsteller.

  • 2 Hunde: Dackel-Terrier-Mischling Grete (geboren 2010) und den erst 8 Monate alten, hochgewachsenen, schlaksigen, energiegeladenen Königspudel Danny
  • 2 Eulen: Uhu Fritz und Schleiereule Charlotte (beide geboren 2011)
  • ein Wüstenbussard, auch Harris Hawk genant, namens Lutz (geboren 2012)
  • 2 Frettchen, die bei der Jagd unterstützen indem sie Kaninchen und anderes Kleintier aus den engen Höhlen herausjagen
  • 4 kleine Mäuse, die auch gestreichelt werden durften

Die Tiere kauft sie beim Züchter.

Im erweiterten Seminarraum waren in einem großen Kreis Sitzgelegenheiten für die Zuschauer, also die Bewohner, aufgebaut. Es waren ca. 40 Zuschauer, die der Vorführung gebannt folgten.

Fr. Ehmanns-Kramp ging mit den Tieren im Kreis auf und ab, präsentierte sie und erzählte viel interessantes über sie. Teilweise ließ sie die Bewohner die Tiere auch halten oder streicheln.

Raubvögel sind keine Streicheltiere. Sie sind eigentlich hauptsächlich über Futter zu dressieren. Daher bekamen sie auch alle vor der Aufführung nichts zu fressen, kamen also etwas hungrig zu uns. Dann wurden Eulen, Frettchen und Wüstenbussard von Fr. Ehmanns-Kramp mit tiefgefrorenen, männlichen Küken (die sonst getötet werden, da sie keine Eier legen) angelockt und geatzt. Sie bestellt pro Monat ca. 4000 männliche Küken.

Das blutige Unterfangen kommentierte die Falknerin: „Das ist Natur. Und die ist grausam. Doch Raubtiere töten nur so lange, bis sie satt sind.“

Falknerin ist Fr. Ehmanns-Kramps zweiter Beruf. Im ersten Beruf war sie viele Jahre lang Altenpflegerin. Dann sah sie auf einem Mittelalter-Markt die Vorführung eines Falkners. Von da an wollte sie das auch lernen. Sie machte einen Jagd-Schein, der Voraussetzung ist für die Falknerei, dann den Falkner-Schein.

Heute verbringt sie viel Zeit mit ihren Tieren, macht Vorführungen in Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen oder bei öffentlichen Veranstaltungen.

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