Sitzgymnastik – Choreografie

Da der Seminarraum zur Zeit belegt ist, musste die Sitzgymnastik gestern in einem kleinen Teil des Speisesaals stattfinden. Die beiden Damen des Sozialen Dienstes, die die Veranstaltung leiteten, hatten sich gut überlegt, wie das am besten klappen würde. Wir saßen alle in einem Kreis und studierten zusammen eine Choreografie, also eine Abfolge von gymnastischen Übungen ein.

Frau Domke begann mit einer Übung für die Beine.

Dann folgte eine Übung für die Schultern.

Danach war der Hals dran.

Dann die Arme.

Nun wurden alle Übungen hintereinander durchgeführt und es kam eine weitere für die Beine dazu.

+ neue Übung für die Schultern

+ neue Übung für  den Hals

+ neue Übung für die Arme

Nun waren es schon 8 Übungen hintereinander. Natürlich gab es eine weitere Runde. Diese sollte jedoch eine der Teilnehmenden übernehmen. Und zwar eine etwas vorlaute Dame. Frau Domke lachte sich ins Fäustchen, als der erste Hänger kam, 😄 half dann aber weiter. Sehr geschickt hatte sie die Gymnastik kombiniert mit einer Übung für den Geist.

Nach der nächsten Runde war die Anzahl der Übungen um 4 weitere gestiegen. Doch bei 12 Übungen war noch längst kein Ende! Ich weiß nicht, auf welche Zahl wir zuletzt kamen. Doch um 7 Minuten vor Ende der Veranstaltung waren wir alle geschafft. Oder nur ich? Auf jeden Fall trat ich den Rückzug an. 😉

Doch es war eine wunderbare Sitzgymnastik! Es hat allen viel Spaß gemacht. Ich fand besonders gut, dass es eine Übung für Körper UND Geist war!

Letztes mal Sitzgymnastik mit den Kindergartenkindern der KiTa Ritterstraße vor Weihnachten 2019

Am Montag hatten wir das letzte Mal in diesem Jahr Sitzgymnastik mit den Kindergartenkindern der KiTa Ritterstraße.

 

 

Erst einmal sangen die Kinder für uns 2 Lieder.

Dann machten wir in der ersten halben Stunde ein wenig Gymnastik.

 

 

Dann gab es etwas zu trinken. Kakao, Wasser und Saft für die Kinder und Bewohner.

Die Kinder hatten in der KiTa etwas für die Bewohner gebastelt. So gaben sie jedem Bewohner ein Weihnachtsgeschenk.

 

 

Das Gerhard Tersteegen Haus hatte auch Geschenke für die Kinder und die Erzieherinnen.

 

 

Zuletzt wünschten wir uns alle frohe Weihnachten. 🎄🎁🕯🌠 🎇

Wieso datt denn?

Montagmorgen ist Sitzgymnastik-Zeit. Wieder saßen wir Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses in einem großen Kreis im erweiterten Seminarraum zusammen. In der Mitte waren Stühle für die Leiter der Gymnastik, Mitarbeiter des Sozialen Dienstes des GTH.

Die Leitung hatte heute wieder Ewa Sobocik. Mit ihr macht es immer viel Spaß, denn sie fordert immer volle Konzentration und Einsatz nach besten Möglichkeiten von uns. Lahme sollen nicht gehen und Blinde nicht sehen. Aber sie sollen versuchen, die Aufgaben nach bestem Potential mitzumachen. Ein jeder mit Rücksicht auf seine Schwächen.

Es ist auch oft richtig anstrengend. So versucht die/der ein oder andere manchmal auch zu schummeln. Aber Ewa sieht alles!

„Ich glaube Sie bleiben gleich noch etwas länger!“, sagte Ewa zu Frau XZ.

„Wieso datt denn?“, fragte Frau XZ ganz unschuldig.

„Beine HOCH habe ich gesagt, wir machen hier doch keine Kaffeepause!“

„Wieso siehsse datt übberhaupt?! Du biss doch am Zählen!“, fassungslos sah Frau XZ Ewa an.

„Ich sehe ALLES!“, war Ewas Antwort.

Zerknirscht sahen sich die Damen, das Kaffeekränzchen, um Frau XZ an.

Ich musste schmunzeln!☺️

 

Nach einer Pause wieder Sitzgymnastik

Nachdem ich einige Male montags nicht bei der Sitzgymnastik war, war ich heute morgen wieder dabei.

Frau Sobocik hatte die Leitung. Sie wurde unterstützt von Frau Kubens. Bei Ewa macht es immer viel Spaß. Bei ihr ist es wie in einem VHS-Kurs für Gesunde. Das sagte einmal Frau V..

Sie und ich verstehen uns sehr gut, sind uns in vielem sehr ähnlich. Wir haben beide früher viel Sport gemacht. Sie war Leistungsschwimmerin. Wir schonen uns beide nicht. Sie ist 85 und hat ALS. Durch den Sport geht es uns auch jetzt trotz der Erkrankungen noch relativ gut. Wir sind Kämpfernaturen und lassen uns nicht so leicht zermürben.

Trotzdem halten wir beide die Stunde nicht durch. Meine Aufmerksamkeit lässt nach einer halben Stunde sehr nach. Als ich dann Doppelbilder bekam und immer kraftloser wurde, zog ich die Reissleine und hörte auf. Beim Warten auf den Aufzug sah ich, dass Frau V. auch den Seminarraum verließ.

Aber es war schön, wieder dabei gewesen zu sein!

 

Sitzgymnastik heute strammes Programm

Werde ich es je lernen, nicht mehr zu tun, als ich kann?

Die Sitzgymnastik war, wenn man versuchte alles mitzumachen (o, dieser verdammte Ehrgeiz😥 ), sehr anstrengend. Ewa liefert immer ein strammes Programm. Natürlich soll jede/r nur so weit und viel mitmachen, wie es ihr / ihm gut tut.

Ich, gewohnt zu liefern, hänge mich da immer voll mit rein. Dadurch überspanne ich immer den Bogen. Die Folge sind Stunden verkrampfter, zuckender Beine.😖 Morgen früh habe ich Physiotherapie. Da muss ich mit dem Physioritter darüber reden. Denn auch dort tue ich immer zu viel. Und das direkt folgend auf heute… das wird nicht gut gehen, wenn ich es übertreibe.🤢

Ich muss und ich werde lernen, wie ich am besten damit klar komme. Hey! Ich habe nicht nur MS. Ich bin auch nicht mehr 20. Es ist echt schwer, sich selbst zuzugestehen, dass alles nicht mehr so klappt wie früher. Hmpf…

Sitzgymnastik in der Schwüle Juni 2019

Mittlerweile hat uns der Sommer tatsächlich erreicht. Die Sonne strahlt fleißig von früh bis spät. Der blaue Himmel wirkt mediterran. Blau. Keine Wolke. Dadurch wird es langsam auch immer wärmer.

Heute Vormittag fand, wie immer montagmorgens, Sitzgymnastik im erweiterten Seminarraum statt. Aber es war drinnen schon ziemlich warm, obwohl wir alle Fenster und auch die Terrassentür geöffnet hatten. Wenn es demnächst wieder so warm ist, werden wir auf der Terrasse Gymnastik machen.

Die beiden Damen vom Sozialen Dienst passten ihr Programm dem Wetter an. Sie überforderten uns nicht. Das war auch gut so! Denn trotz der Temperaturen war der Übungsraum voll besetzt. Diese Stunde Sitzgymnastik ist halt sehr beliebt bei uns Bewohnern.

Bilder ©E.Sobocik

Sitzgymnastik mit den Kindergartenkindern Juni 2019

Nach den letzten zwei sehr heißen Tagen weckte uns alle Montagmorgen um 03:30 Uhr mit lautem Getöse ein heftiges Gewitter.

Gewitter (5) – eigene Aufnahme von Juni 13, 2014
Datei: Lightning NOAA.jpg – Wikipedia – de.wikipedia.org

Danach stand wahrscheinlich jeder Bewohner senkrecht im Bett, so laut war das. Aber die heißen Temperaturen kühlten auch merklich ab. Das tat richtig gut! So schlief ich auch noch mal fest ein

Um 10:30 Uhr begann dann wie fast immer montags die Sitzgymnastik. Die Hitze stand immer noch in den Räumen. Da tat es gut, dass alle Fenster und Türen geöffnet waren.

Die Kinder kamen pünktlich. Sie gingen in Zweierreihe. Paarweise hielten sie sich an den Händen. Ich staune jedes mal, wie gesittet es in dieser Muli-Kulti-Schar zugeht. Da könnten sich die Erwachsenen eine Scheibe von abschneiden!

Da das Wetter zur Zeit echt anstrengend ist, für die Senioren allemal, hatten die Erzieherinnen das Programm den klimatischen Bedinungen angepasst. Es wurden keine körperlich anstrengenden Übungen gemacht. Vielmehr sangen uns die Kinder etwas vor und sangen und turnten Bewegungslieder. Wer wollte, konnte die zugehörigen Bewegungen, die die Kinder vormachten, mitmachen.

Es ist ein Lebensquell für die Senioren, den Kindern auch nur zuzuschauen. Sie gehen nicht. Sie hüpfen, rennen, springen, gestikulieren, das es eine helle Freude ist.

Ein wenig spielten wir Ball miteinander. Zuwerfen, Auffangen, mit Aufpraller auf dem Boden zuwerfen. Es gibt so viele Möglichkeiten mit dem Ball Gymnastik zu machen.

Das Abklopfen der Gliedmaßen mit einem Rohr (zum Beispiel umklebte Küchenkrepp-Rolle) dient der Aktivierung und konnte gut in die Gymnastikstunde eingebaut werden.

Allen hat es Spaß gemacht, sich miteinader zu bewegen. Aber alle Senioren konnten wegen des Wetters nur halbe Kraft voraus geben. Nur die Kinder waren quirlig wie immer. 😍

Sitzgymnastik zur Adventszeit 2018

Am ersten Sitzgymnastik-Termin jeden Monat sind die Kinder des Kindergartens Ritterstraße bei uns im Gerhard Tersteegen Haus. Das ist wunderbar, wenn die Kleinen zu den Alten kommen. Das bringt frischen Wind und Lebendigkeit ins GTH.

Wir fingen an mit Gymnastik, angeleitet von Frau Sobocik des Sozialen Dienstes des GTH. Wir machten einige Übungen, die wir auch normalerweise Montagmorgen immer im GTH machen. Die Kinder saßen gut verstreut mit uns im Kreis und machten mit.

Dann wurden Bälle ausgegeben und die Kinder waren in der Mitte des Kreises und warfen den Bewohnern die Bälle zu. Dann warfen wir den Kindern die Bälle wieder zurück. Die Bewohner sind alle in irgendeiner Weise eingeschränkt, können oft nicht alle Gliedmaßen bewegen. Manche sind halbseitig gelähmt. Ich fand es sehr interessant zu beobachten, wie schnell sich die Kinder auf die Bewohner mit ihren Handicaps einstellten. Enorm!

Als nächstes wurden große Luftballons verteilt. Diese mussten wieder mit ganz anderem Feingefühl geworfen werden. Die Kinder hatten sehr viel Freude damit. Plötzlich platzte ein Ballon mit lautem Knall. Kurz darauf platzte der nächste, direkt an meinem Ohr! Daraufhin wurden die Ballons eingesammelt, damit keiner einen Schaden von den platzenden Ballons davontrug.

Außerdem hatten sich die Kinder mit den Erzieherinnen noch 2 Überraschungen für die Bewohner überlegt. Zuerst sangen sie uns 2 Weihnachtslieder vor. Sie beendeten ihren Gesang mit „In der Weihnachtsbäckerei“. Das war das Stichwort für die 2. Überraschung. Die Kinder hatten gebacken und für jeden Bewohner eine kleine Tüte mit Gebäck gepackt. Das verteilten sie nun an die Bewohner! Hmm… lecker!

Ich glaube alle Anwesenden waren zum Schluss richtig froh und zufrieden. Auch der eine neue kleine Junge, der anfangs noch sehr unsicher war, war richtig aufgetaut und tollte mit den anderen Kindern durch den Raum. Frau Ma. neben mir war ganz vernarrt in den Buben. „Der wird bestimmt mal ein Fußballer!“, meinte sie zu mir, weil er am liebsten mit den Füßen den Ball bearbeitete und quer durch den Raum schoss.

Sitzgymnastik mit den Kindergartenkindern vom Familienzentrum zu St.Martin

Gestern waren wieder die Kindergartenkinder vom Familienzentrum bei uns im Gerhard Tersteegen Haus. Sie machten wieder Sitzgymnastik mit uns. Es kam eine sehr kleine Gruppe von Kindern, denn es grassiert zur Zeit wohl eine Krankheitswelle im Kindergarten.

Zuerst wollten die Kleinen den Bewohnern ihre St.Martins-Fackeln zeigen. Sie bildeten einen kleinen Kreis in der Mitte des großen Kreises, den die Bewohner zur Gymnastik gebildet hatten. Als Erwachsener ist es kaum vorstellbar, dass es gar nicht so einfach ist, einen Kreis zu bilden, bei dem sich die Rücken im Inneren des Kreises sind. Die Erzieherin sagte, das hätten sie noch nie vorher gemacht. Aber es gelang vorzüglich! Auch dass sich der kleine Kreis drehen sollte, klappte! So konnten die Bewohner alle Fackeln bewundern.

Dann sangen die Kinder uns Martinslieder vor. Sankt Martin, Laterne Laterne, Durch die Straßen auf und nieder, sangen sie.

Dann gab es ein bisschen Gymnastik. Riesige Luftballons wurden von den Kindern den Senioren zugeworfen. Die warfen dann zurück. Mal war es ein direkter Zuwurf, mal einer mit Aufprall auf dem Boden.

Als nächste Übung wurden Gymnastikbälle eingesetzt.

Jetzt gab es eine Übung, die die Senioren immer machen. Die Kinder machten fleißig mit.

  • Arme nach oben
  • Arme zur Mitte
  • Arme nach unten
  • Arme zur Mitte
  • Mit Armen und Händen eine Rollbewegung machen
    vorwärts
    rückwärts

 

Zum Schluss waren die Kinder dann noch einmal dran etwas vorzuschlagen. Sie wollten uns etwas vorsingen. Dazu musste man sich bewegen:

 

Es war wiedereinmal ein wunderbares Zusammenwirken der Generationen.

Als Dankeschön und passend zum Martinsfest erhielten alle am Ende einen Weckmann.

 

 

Sitzgymnastik – Wäsche waschen

Heute in der Sitzgymnastik wurde viel mit Gewichten aller Arten gearbeitet. Die Runde im Seminarraum war wieder sehr gut besucht.

…ooO(dass wir uns alle immer wieder freiwillig dorthin quälen… *kopfschüttel *)

Alles fing ganz harmlos an. Das erste Gewicht, mit dem wir kämpfen, war unser eigenes, unterstützt durch die Schwerkraft …ooO(dieser treulose Geselle!) Wir saßen ganz vorne auf den Stühlen (Roll- oder normalem Stuhl). Die Füße standen auf dem Boden. Nun marschierten wir uns erst mal warm.

REA woman works washboard
By Franklin D. Roosevelt Presidential Library and Museum [Public domain], via Wikimedia Commons

Dann wurde die Wäsche aus dem Wäschekorb gehoben und erst einmal über Nacht im Waschbottich eingeweicht.

Weiter ging es mit dem Reiben der verschmutzten Wäsche auf dem Waschbrett. Diese Bewegungen konnten auch wieder prima in die Sitzgymnastik eingebunden werden. Waschtag war früher ein geselliges Unterfangen. Es dauerte ja auch den ganzen Tag.

Doch es gab noch eine Steigerung der Belastung. Die beiden Damen vom Sozialen Dienst, die die Sitzgymnastik dieses Mal leiteten, gaben jedem von uns 2 Hanteln. Wir durften auswählen, ob ½ kg oder 1 kg Hantelgewicht.

Als die Arme bleischwer waren, durften wir die Hanteln auf den Boden legen. Ein tiefes Seufzen ging durch die Reihen.

Doch zu früh gefreut! Nun bekamen wir Gewichtsmanschetten an die Fußgelenke gebunden. Ja, ja… schlimmer geht immer!

Denn am Ende des Tages mussten die schweren Wäschekörbe wieder nach Hause gebracht werden. Also marschierten wir mit schweren Beinen wieder zurück.

Als wäre das noch nicht genug gewesen, fielen den Damen noch weitere Übungen für die beschwerten Beine ein. Es sollte sich ja auch gelohnt haben, dass sie uns die Gewichte umgeschnallt hatten.

Wir machten zum Schluss auch noch ein paar Übungen jeder mit einem Gymnastikball. Die liefen allerdings nicht mehr zum Thema Waschtag. Denn da sagte nicht nur ich zum Schluss, ich habe eine vollautomatische Waschmaschine. 😉