Das Maß der Dinge

pixabay.com – Esther Merbt

So hieß das Thema beim letzten Gesprächskreis „Am Puls der Zeit“. „Das Maß der Dinge“.

Frau M. sagte: „Nicht „Das Maß aller Dinge“. Sondern „Das Maß der Dinge“. Das bedeutet, dass sich ein jeder von uns seine ganz persönlichen Gedanken dazu machen kann.“

Dann sprach sie weiter und erzählte uns erst einmal von sich, von ihrem Maß, damit es uns klarer werde, was sie meinte. Anschließend gab sie das Wort weiter an die Bewohner.

Es war sehr interessant, was und auch wie die einzelnen Bewohner antworteten. Die Mehrheit sagte, dass sich ihr Maß mit der Zeit geändert habe (logisch, dachte ich). Sie hatten alle so viele Pläne, Ziele, die jetzt als Behinderter nicht mehr machbar seien.

Irgendwann konnte ich das ganze Selbstmitleid nicht mehr hören.

Natürlich verschiebt sich das Maß der Dinge im Laufe eines Lebens. Dann muß man halt ein neues Maß anlegen. Dabei ist für mich neu nicht gleich schlechter. Neu kann auch völlig neue Türen öffnen, die mich auf spannende neue Wege führen.

Die unzufriedene Masse meuterte. Vor allem die Senioren. (Interessant…) Manche Menschen werten sich selbst auch auf, wenn sie erzählen, wie schlecht es das Leben mit ihnen gemeint hat. (Mimimi…)

Allerdings trafen wir uns in einem Punkt: Gesundheit ist für einen jeden von uns das wichtigste Maß der Dinge.

Die Gesundheit ist wie das Salz: Man bemerkt nur, wenn es fehlt.
Sprichwort aus Italien

Besonders überwiegt die Gesundheit alle äußeren Güter so sehr, daß wahrlich ein gesunder Bettler glücklicher ist als ein Kranker König.

Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph, * 22.02.1788, † 21.09.1860

Wie man sieht, unser Maß ist nichts neues. 😉