So war’s – Schattentheater 2019

Zwei Männer, „Das Theater der Dämmerung“, führten das einstündige Schattenspiel-Musical „Komm auf die Schaukel Luise“ auf.

Friedrich Raad führt Regie und singt. Wanja Kilber stellt die großen, beweglichen Scherenschnittfiguren her. Beide spielen die Figuren.

Die wechselnden Bühnenbilder (15 an der Zahl) sind auf einer 21 m langen Rolle mit Glasmalfarbe gemalt von Jan Willemsen, dem älteren Bruder vom bekannten Roger Willemsen.

Hr. Raad sang eine Menge Lieder von Hans Albers und Volkslieder. Die Bewohner waren herzlich eingeladen mitzusingen. Das machten sie gerne. Anschließend sagten die beiden Herren, es habe ihnen sehr gefallen, dass so eifrig und Textkundig mitgesungen wurde.

Nun werde ich die Bilder sprechen lassen.  Die meisten hat Fr. E. Sobocik gemacht. Die unscharfen sind von mir. 😏 Mit einem Klick auf die Bilder werden sie größer.

 

Schattentheater

Heute Nachmittag wird ein Schattentheater hier eine Vorstellung haben. Ich bin schon ganz gespannt, was das ist und wie die Vorstellung sein wird.

Es wird auf alle Fälle ein „So war’s“ geben, in dem ich euch davon berichte!

Sitzgymnastik mit den Kindergartenkindern Juni 2019

Nach den letzten zwei sehr heißen Tagen weckte uns alle Montagmorgen um 03:30 Uhr mit lautem Getöse ein heftiges Gewitter.

Gewitter (5) – eigene Aufnahme von Juni 13, 2014
Datei: Lightning NOAA.jpg – Wikipedia – de.wikipedia.org

Danach stand wahrscheinlich jeder Bewohner senkrecht im Bett, so laut war das. Aber die heißen Temperaturen kühlten auch merklich ab. Das tat richtig gut! So schlief ich auch noch mal fest ein

Um 10:30 Uhr begann dann wie fast immer montags die Sitzgymnastik. Die Hitze stand immer noch in den Räumen. Da tat es gut, dass alle Fenster und Türen geöffnet waren.

Die Kinder kamen pünktlich. Sie gingen in Zweierreihe. Paarweise hielten sie sich an den Händen. Ich staune jedes mal, wie gesittet es in dieser Muli-Kulti-Schar zugeht. Da könnten sich die Erwachsenen eine Scheibe von abschneiden!

Da das Wetter zur Zeit echt anstrengend ist, für die Senioren allemal, hatten die Erzieherinnen das Programm den klimatischen Bedinungen angepasst. Es wurden keine körperlich anstrengenden Übungen gemacht. Vielmehr sangen uns die Kinder etwas vor und sangen und turnten Bewegungslieder. Wer wollte, konnte die zugehörigen Bewegungen, die die Kinder vormachten, mitmachen.

Es ist ein Lebensquell für die Senioren, den Kindern auch nur zuzuschauen. Sie gehen nicht. Sie hüpfen, rennen, springen, gestikulieren, das es eine helle Freude ist.

Ein wenig spielten wir Ball miteinander. Zuwerfen, Auffangen, mit Aufpraller auf dem Boden zuwerfen. Es gibt so viele Möglichkeiten mit dem Ball Gymnastik zu machen.

Das Abklopfen der Gliedmaßen mit einem Rohr (zum Beispiel umklebte Küchenkrepp-Rolle) dient der Aktivierung und konnte gut in die Gymnastikstunde eingebaut werden.

Allen hat es Spaß gemacht, sich miteinader zu bewegen. Aber alle Senioren konnten wegen des Wetters nur halbe Kraft voraus geben. Nur die Kinder waren quirlig wie immer. 😍

Traurig

Ich bin richtig traurig, dass meine momentane Tischfamilie so gar nicht zusammenhält. Jetzt sehe ich, was ich für ein Glück hatte mit der Tischfamillie, die ich beim Einzug ins Gerhard Tersteegen Haus bekam.

Sicherlich hing auch viel damit zusammen, dass der Tisch voll besetzt war und ich mit meinen beiden direkten Nachbarinnen Glück hatte.

Über Eck zur linken saß Frau St., die Läuferin, nur mit Rollator. Zur rechten neben mir saß Frau K., meine Seelenverwandte. Wir hatten beide einen ähnlichen Humor. Das verbindet über Altersgrenzen hinweg! Zuerst kam sie auch mit Rollator. Später hatte sie einen E-Rolli, ähnlich wie meiner.

Schräg gegenüber saß Frau W.. Sie sorgte oft für viel Spaß. Mit ihr lachten wir häufig. 😁 😂 Auch sie kam mit Rollator. Ihre Freundin, Frau M. (Rolli-Fahrerin) saß über Eck zu Frau W.. Die zwei heckten ständig irgendetwas aus.

Mittlerweile sind sie alle verstorben.

Wir bekamen noch einmal eine gute Nachfolgerin, Frau Ga.. Mit ihr war es zwei Jahre lang sehr lustig. Doch dann starb auch sie.

Mittlerweile hatte sich U. von ‚meinem‘ Tisch wegsetzen lassen. Sie sitzt nun bei ihrem Freund, dem Obelix, gleich am Eingang zum Speisesaal, nah zum Buffet. Ich sehe ein, dass das für sie besser ist. Aber ich vermisse sie. *seufz *

Indem ich das jetzt so rekapituliere, wird mir klar, so eine volle Besetzung ging nur, weil viele nicht im Rolli saßen. Für uns kalkuliert man mehr Platz ein. *seufz *

Ich habe halt Pech, dass die jetzigen Rollatorfahrer so seltsam sind. *seufz *

Kuchen als Dank und Anerkennung

Dringend will ich nachholen was ich schon lange wollte. Ich bekam nämlich noch ein weiteres Paket nach meinem letzten TV-Beitrag.

Vielen, vielen Dank für die leckeren Kuchen!

Hartmut Falk, pensionierter Bäcker und Konditor, jetzt Blogger schickte mir ein Paket voller leckerer Kuchen im Glas! Schoko-, Haselnuß- und Zitronen-Kuchen waren dabei. Einer leckerer als der nächste!

Ihr könnt diese Kuchen im Glas und noch viel mehr auch online bei ihm finden >>klick<< und euch selber davon überzeugen. Ihr werdet bestimmt nicht enttäuscht sein!

Verstärkung für Sozialen Dienst

Seit einigen Wochen hat der Soziale Dienst Verstärkung bekommen. Herr H. ist studierter Sozialpädagoge und Religionspädagoge.

Er wirkt jung und dynamisch. Doch er wird deses Jahr schon 60 Jahre alt. Er ist sportlich, hat zwar ein Auto, fährt aber viel mit dem Rad. Auch zum Gerhard Tersteegen Haus fährt er die 13 km (eine Richtung) mit dem Rad. Respekt!

Hier haben sich zwei gefunden. Das GTH bekommt einen motivierten, gut ausgebildeten, berufserfahrenen Pädagogen zur Verstärkung des Sozialen Dienstes, der nicht nur in der Arbeit mit Senioren Erfahrung hat. Er kann auch Gottesdienste leiten und durchführen, etwas wofür wir bisher immer Pfarrer oder Diakone bestellen mussten.

Herr H. hat noch einmal eine neue Herausforderung für seine letzten 6 Berufsjahre gesucht, wo er sich mit seinen ganzen Ausbildungsschwerpunkten voll und ganz einbringen kann.

So etwas nennt man Win-win-Situation!

Er hat mich bereits angesprochen, weil er gehört habe, dass ich den Gottesdienst bei der Lesung unterstütze. Gerne könne ich das auch bei ihm tun, meinte er. Überhaupt möchte er die Bewohner mehr in den Gottesdienst miteinbeziehen.

Er fragte mich auch, aus welcher Bibel ich die Texte denn lese. Ich sagte ihm, ich könne mich da ganz nach seinen Wünschen richten. In der Regel habe ich bisher immer die Lutherbibel 2017 oder die Basisbibel genommen. Er arbeite gerne mit der Gute Nachricht Bibel. So lerne ich wieder etwas für mich neues kennen! Das Leben bleibt spannend!

 

Pascha

Mittlerweile sind wir nur noch zu dritt in unserer täglichen Kaffeerunde nach dem Mittagessen. Die Dame im gestreiften Pulli hat einen neuen Freundeskreis gefunden. Sie hat ihre anfänglich unsichere Art abgelegt und kann nun anderen Bewohnern helfen, sich im Gerhard Tersteegen Haus zurechtzufinden. Das tut ihr gut.

Wir beiden anderen Damen haben den einzelnen Herrn jetzt Pascha getauft. 😉

Warum?

Nun… wir beiden Damen sind Rollifahrerinnen. Der Herr läuft tapfer mit Rollator, auch wenn es ihm nicht leicht fällt.

Sind wir dann mit dem Aufzug bei meinem Wohnbereich angekommen und haben mein Zimmer erreicht, lässt er sich erschöpft auf mein Bett fallen. Dann lehnt er sich zurück und stützt sich mit dem Kopf an der Wand ab.

 

 

Irgendwann habe ich ihm dann meine Flauschdecke gegeben und meinte, die könne er sich vielleicht hinter den Kopf klemmen.

Dann hörten wir nur noch ein: „Ohhh!! … Ohhh JAAA!!!“ Es war wohl sehr gemütlich. 😁

Denn nun schien er sich sehr wohl zu fühlen. Er vergaß sogar von seinem Kaffee zu trinken. Würden wir ihn nicht daran erinnert haben, läge er wohl noch immer dort!

🌃 🌙 💫