Beschäftigungen und Hobbys

Im Heim wohnen heißt, vieles, was man früher gemacht hat, fällt weg.

Das sind zum einen lästige Aufgaben, wie

  • Einkaufen,
  • Kochen,
  • Wäsche waschen,
  • Bügeln,
  • Staubsaugen,
  • Aufräumen,
  • das Auto in die Werkstatt fahren zur Inspektion,
  • Reifenwechsel
  • Autowäsche
  • und, und, und…

Aber auch Aufgaben, die man gerne gemacht hat, fallen weg. Das ist altersbedingt, oder krankheitsbedingt. Keiner der Bewohner ist ganz freiwillig hier.

Trotzdem suchen die meisten Bewohner nach einer „sinnvollen“, „befriedigenden“ Beschäftigung im neuen, wahrscheinlich letzten Zuhause.

  • Manch einer liest unheimlich viel.
  • Einige Damen sind bei jedem Wetter an der frischen Luft. Je nach Fähigkeit Rollator schiebend zu Fuß oder mit Rolli rollend oder an einem schönen Platz im Rolli sitzend, genießen sie die frische Luft.
  • Einige Damen, wenige Herren handarbeiten, stricken, häkeln, quilten, malen, zeichnen oder malen Mandalas aus.
  • Ganz wenige sind mit Computer oder Tablet beschäftigt oder spielen mit dem Handy.
  • Viele schauen gerne und viel Fernsehen.

Eigentlich wollte ich über den neuen Bewohner schreiben, der ganz sorgfältig mit Buntstiften Mandalas koloriert. Dazu wollte ich jedoch ein paar Fotos von seinen Werken machen. Doch leider habe ich ihn gestern Nachmittag nicht mehr gefunden. Doch das hole ich noch nach. Er ist nämlich ganz stolz auf seine Bilder. Er brachte sie einmal mit herunter in den Speisesaal, um sie dort den Damen am Nachbartisch zu zeigen. Leider hatte ich da mein Handy nicht dabei.

Aber ich bleibe dran!

 

Närrische Gruppe für Jüngere

Allgemein wurde dieses Jahr nichts für alle Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses an Weiberfastnacht angeboten.

Es gab am Vormittag eine kleine Gruppe an Bewohnern und Angestellten des Sozialen Dienstes, die zu den Kindergartenkindern fuhren, um dort mit ihnen zu feiern.

Für alle anderen mobilen Bewohner gab es Närrische Ball- und Gedächtnisspiele am Vormittag.

Nachmittags fand die Närrische Gruppe für Jüngere statt. Dort sorgten 2 Damen des Sozialen Dienstes für gute Karenevalslaune! Insofern hatte ich als eine der jüngeren Heimbewohner also Glück! Für Herrn RPQ, der über 70 ist, behauptete ich, er sei als Jüngerer verkleidet. So schmuggelte er sich unter uns. 😁 😂 🤣

Es war für Karnevalsspeisen gesorgt. Blutwurst, Mett, Zwiebeln, Nudelsalat und Brötchen. Karnevalsmusik gab es über Internet und Tablet. Da outeten sich aber schnell diejenigen, die nicht offiziell zu der Gruppe für Jüngere gehören. Musikgeschmack ist nicht nur aber auch altersspezifisch. 😁

 

Die Bands KASALLA, oder QUERBEAT oder CAT BALLOU kannten die älteren nicht wirklich.

Aber als ich den Angestellten (eine Polin und eine Griechin) sagte, wie man die Bands schreibt, hörten wir auch neben den BLÄCK FÖÖSS und den HÖHNER die moderneren Bands.

Wir waren eine richtig ausgelassene Runde und hatten jede Menge Spaß.

 

Harfenmusik zum Träumen und Mitsingen 2020

Bereits zum dritten Mal war die Harfenistin Krystyna Dombik im Gerhard Tersteegen Haus um uns Bewohner mit ihrem Harfenspiel zu verzaubern. Sie wanderte dabei von Wohnbereich zu Wohnbereich durch das ganze Haus.

Sie spielte ruhige, entspannende Musik auf ihrer Konzertharfe. Sie begann mit kleinen, kurzen Stücken. Sie wollte testen, wie ausdauernd ihre Zuhörer waren.

Auf dem Flur wurde es mucks-mäuschen still. Die Bewohner lauschten wie gebannt der Musik. Das will echt etwas bedeuten, wenn die Senioren es schaffen, längere Zeit still zu sein. Nun ja, zuerst waren sie noch recht unruhig. Doch das änderte sich mit der Zeit!

Das Konzert fand bei uns auf dem Flur des Wohnbereichs statt, da der kleine Speisesaal zur Zeit grundgereinigt und neu gestrichen wird.

Nachdem Fr. Dombik fertig war mit ihrem Konzert, durften wir Fragen stellen und erfuhren einiges über das große Instrument. Zum Beispiel, dass eine große Konzertharfe 47 Saiten hat! Durch das Zupfen der Saiten mit den Fingerkuppen bildet sich an den Fingerkuppen des/der Harfenisten/in regelrecht Hornhaut.

Damit wir das selber spüren sollten, hatte Fr. Dombik eine kleine Harfe mitgebracht, an der wir probieren konnten, wie es sich anfühlt. Auf der Harfe waren die Stellen markiert, die gezupft werden solten, damit sich ein kleines Lied ergab.

Das war ein tolles Erlebnis!

Vielen Dank an die Angestellten des Sozialen Dienstes

und natürlich an die Künstlerin, Frau Dombik!

 

 

Yeah! Fehler behoben!

Es gibt Momente, da darf man ruhig mal Stolz auf sich sein!

Gestern Morgen machte ich das Radio an.

Erst funzte alles problemlos. Dann machte es „pöp“ und das Radio ging aus.

Örx!

So ein Mist! Der Compi ging auch nicht an! 😣

Das ließ mir keine Ruhe. Ich zog den Compi weg von der Wand und starrte auf das Kabelchaos mitten im weichen Staubflockenbett. Oh je!!! Ob der Fehler bei den Mehrfachsteckdosen lag? Derer hatte ich 2 große hintereinander gesteckt.😣 So sauber wie bei Bruno waren meine nicht. Aber Bilder von der Staubwüste habe ich leider nicht gemacht.🙁

Es ließ mir keine Ruhe. Ich musste die Steckerleisten testen. Also eine ausgebaut, getestet, sie war OK. Die zweite ausgebaut, getestet, aaaahhhhhaaaaaaa. Sie war kaputt. Also in die Tonne.

Dann rollte ich erst mal runter zum Frühstück. Dort lief mir der Haustechniker über den Weg. Ich klagte ihm mein Leid und er versprach, mal gucken zu kommen.

Als ich wieder oben war, rief ich bei meinem Vater an und er versprach, mir eine neue Leiste zu bringen.

Jetzt ging es erst mal zum Gottesdienst im Haus. Schließlich sollte ich die Lesung halten.

Wieder oben in meinem Zimmer, sah ich: „Auf Vater ist Verlass!“ Eine neue Steckerleiste lag auf meinem Tisch.

Jetzt begann das Kapitel „Selbsthilfe“. Als ich nach dem Mittagessen damit fertig war, hatte ich es geschafft! Tschakka!👍👍👍

 

Per App Pflegeplatz finden

Heute im Zeitalter des Smartphones gibt es für fast alles eine App. Endlich auch für die Suche nach einem Pflegeplatz.

Heimfinder NRW

Ob das klappt?

Erneut basteln mit dem Wohnbereichsmaskottchen

Am Samstag sagte mir der Pfleger, er habe gehört, dass ich Sonntag viiiiiiiiieeeeeeeleeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiicht Bastelbesuch bekäme. Es sei aber noch nicht klar, ob meine Freundin überhaupt Lust dazu habe. Ihre Mutter habe sie noch nicht gefragt.

Umso beglückter hörte ich Sonntagmorgen von der Pflegerin, ihre Tochter sei auch schon da. Ich freute mich wirklich sehr!

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Frisch geduscht holte ich sie vorne ab und wir gingen zusammen runter zum Frühstück.

Als wir nachher wieder oben waren und ich mir die Zähne geputzt hatte, überlegten wir, was wir machen wollten. Quirkel spielen? Basteln?

Das Wohnbereichmaskottchen wollte lieber basteln.

Hmm… Die nächste Frage war WAS?

Ich hatte verschiedene Angebote. Zuletzt kristallisierte sich heraus, dass wir mal wieder Falten wollten. Origami. Meine Freundin wollte gerne ein Himmel und Hölle Spiel falten. Ich wollte gerne wieder Würfel machen.

Wir fingen beide an mit Himmel und Hölle. Nach dem ersten machte die Freundin weitere H/H. Ich begann mit meinen Würfeln. Wie gut, dass es bei Youtube zu fast allem Videos gibt. Nachdem wir beides nachgeschlagen hatten, ging es los:

 

Himmel und Hölle falten:

Danach suchte ich ein Video für die Würfel:

Bald türmten sich die Himmel und Hölle Spiele. Das Wohnbereichsmaskottchen war sehr flink und fleißig. Da der Würfel aus 6 Teilen besteht, braucht er länger.

Fühldosen in der Jungen Gruppe

Letzten Donnerstag haben wir unter anderem wieder etwas für unseren Tastsinn, für unsere taktile Wahrnehmung getan. Das ist für jeden von uns in der Gruppe ein Sinn, der krankheitsbedingt nicht mehr so ganz funktioniert wie bei gesunden Personen.

Dazu hatten die beiden Damen des Sozialen Dienstes, die dieses mal die Gruppe leiteten, verschiedene undurchsichtige Plastikdosen mit Schraubdeckeln mit unterschiedlichen Sachen befüllt.

Nun sollten wir die Augen schießen (oder die Augen wurden zugehalten) und dann durften wir fühlen, was sich in der Dose befand.

Es gab verschiedene Schwierigkeitsgrade. Die Dose enthielt einen Gegenstand, 2 verschiedene oder sogar 3 verschiedene Gegenstände. Wie viele es waren, wurde vorher nicht gesagt. Außerdem hatten wir nicht viel Zeit, bevor die Dose wieder weggenommen wurde.

Anschließend ging es zurück an den Tisch und wir sollten aufschreiben, was wir erfühlt hatten.

Insgesamt bekam jeder 5 verschiedene Dosen präsentiert. Beim ersten Durchgang waren es 2 verschiedene  Dosen. Beim zweiten Durchgang 3 Dosen. Meine letzte Dose war die orangefarbene vorne rechts. Sie enthielt Wasser, also eine Flüssigkeit!😁

 

© Katrin – musikhai

 

Damit die anderen, die gerade nicht mit Fühlen dran waren, weiter gefordert waren, wurden Fragen zur Allgemeinbildung gestellt. Diese las Frau R. von ihrem Handy vor.