Eis und Spiele im Januar 2020

Gestern hatte ich wieder Besuch vom Wohnbereichsmaskottchen, der Tochter einer Pflegerin von mir. Sie kommt schon seit vielen Jahren zu mir. Beim ersten Mal war sie noch im Kindergarten. Dann schon in der Schule. Jetzt ist sie in der fünften Klasse schon in der weiterführenden Schule. Es ist schön zu sehen wie sie sich weiterentwickelt. Es ist eine große Freude für mich, wenn sie bei mir ist! Ich habe sie richtig ins Herz geschlossen.

Dieses Mal haben wir nicht gebastelt, wie sonst immer. Das Wetter war zwar kühl. Aber die Sonne schien, als sie ankam. Daher fragte ich sie, ob sie Lust habe, erst einmal mit mir raus zu gehen. Das machten wir dann.

„Schade, dass die Eisverkäufer momentan geschlossen haben“, sagte sie ganz traurig und seufzte.

„Weißt du was? Wir gehen in die Stadt. Dort gibt es bestimmt irgendwo Eis“, sagte ich.

„Au ja! Meinst du?“, sie war sofort Feuer und Flamme.

Also machten wir uns auf den Weg, sie zu Fuß, ich mit E-Rolli.

Zuerst hatten wir keinen Erfolg. Doch dann hatte ich eine Idee.

„Wenn die Eiscafés alle geschlossen haben, dann gehen wir eben in einen Supermarkt!“, schlug ich vor.

Die Reaktion meiner Freundin war wie die einer Blume, die nach langer Trockenheit endlich Wasser bekommt. Sie strahlte!

Wir fanden dann schließlich für jede von uns das Richtige: Cola-Wassereis für sie und Vanille-Erdbeer-Eis für mich. Nachdem wir das kühle Eis im warmen Hansa Centrum vertilgt hatten, machten wir uns auf den Heimweg. Als wir im Gerhard Tersteegen Haus ankamen, fing es an wie aus Kübeln zu schütten. Glück gehabt!

 

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Jetzt begannen wir mit dem zweiten Teil unseres Nachmittags. Wir spielten das Legespiel Quirkle, das ich zu Weihnachten von einer Leserin meines Blogs geschenkt bekommen hatte. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht!

 

 

Wenn man nicht darauf angewiesen ist, übt so ein Rolli eine große Anziehungskraft aus. Meine Freundin fährt sehr gerne damit durchs Heim. Sie ist darin extrem geschickt!

 

 

Schuhverkauf im GTH

Am kommenden Montag kommt ein Schuhhandel zu uns ins Gerhard Tersteegen Haus. Ich finde es immer klasse, wenn Kleidung oder Schuhe hier im Heim präsentiert werden. Das erspart einem den Weg in die Stadt zu den Geschäften. Vor allem Bewohner, die kaum noch aus dem Haus kommen, bietet sich so die Möglichkeit, selber die Angebote zu sichten und anzuprobieren.

 

 

 

 

Es ist so schwer…

Bild von Krzysztof Pluta auf Pixabay

… Tag für Tag mit seiner eigenen Unzulänglichkeit konfrontiert zu werden.

… Tag für Tag Fähigkiten nicht mehr zu haben, die man einst locker schaffte.

… Tag für Tag Verluste festzustellen.

 

Ist das der Preis dafür, dass mir früher vieles leicht fiel?

Ich war gut in Schule, Uni, Sport, Musik…

Und jetzt?

 

Jetzt sagt man mir, es geht vielen viel schlechter.

Das hift mir nicht. Deshalb bin ich nicht glücklicher.

Man sagt, du hast ein gutes Heim erwischt.

Ich weiß, aber es ist trotzdem ein Altenheim.

Stimmt nicht, sagt man mir, es ist ein Pflegeheim.

Ja, ein Pflegeheim mit hauptsächlich Senioren um die 80 bis 90 wenige sogar um die 100 Jahre alt. OK, einige wenige auch unter 70.

 

Ich denke ich habe momentan einfach ein Stimmungs-Tief. Ich mache den Beitrag jetzt fertig und gehe dann ins Bett.

Morgen ist ein neuer Tag.

 

 

Alt wird Neu

Tschakka! Ich habe meinen alten Platz wieder! Bereits gestern Mittag hatte die Hauswirtschafterin meinen und Frau XWs Platz getauscht und eingedeckt. Jetzt sitze ich also wieder an dem Platz, den ich zugeteilt bekam, als ich 2013 hier einzog.

Ich erkenne, dass es ein wirklich guter Platz ist, mit Blick in den Speisesaal hinein und bei leichter Kopfdrehung in den Garten des GTH.

Ich sah aber heute auch, warum ich mich damals wegsetzen ließ. Die anderen Tischgenossen kommen morgens sehr früh, essen schnell und verlassen den Tisch ebenso schnell, sobald sie ihr Frühstück beendet haben. Die Folge daraus ist, ich sitze oft die ganze Zeit allein am Tisch.

U. hat sich ja als erste wegsetzen lassen. Sie sitzt jetzt bei Obelix, mit dem sie mittlerweile gut befreundet ist. P. gesellt sich dazu, sobald sie ihr Blitzfrühstück an meinem alten neuen Tisch beendet hat. Außerdem sitzt dort auch B. (auch ein Mitglied der älteren der Jungen Gruppe). Wenn man die 4 dort herumalbern sieht, selber aber alleine sitzt, … So kam ich damals auf die Idee, woanders  sitzen zu wollen.

Doch jetzt genieße ich meine Ruhe, meinen Blick in den Garten und bin froh, wieder zurück zu sein. Tja, … aus Erfahrung klug geworden. 😉

 

 

Neuer Platz

Ich habe mich wieder umsetzen lassen. Die negative Atmosphäre, die von den Tischgenossen am letzten Platz verbreitet wurde, war einfach zu viel für mich. Es zog mich total runter. 😥

Jetzt sitze ich wieder an meinem alten Tisch. 😏

Dort wurde ich wieder freundlich empfangen: „Ach, kommst du jetzt zurück?“

Kleinlaut nickte ich.

„Warum?“, fragte Herr YX. … „Aha…“

Meinen alten Platz habe ich noch nicht zurück. Dort sitzt jetzt Frau XW. Mich hat man auf Frau XWs alten Platz gesetzt. Der ist allerdings für einen Rollifahrer nicht ideal. Vielleicht kann ich Fau XW bitten, den Platz mit mir zurück zu tauschen. Mal sehen. Sie ist halt ein wenig dement. Das wird nicht einfach sein. Ich muss einen Zeitpunkt abpassen, wo sie noch recht fit ist.

Die Hauswirtschafterin heute morgen, rollte nur mit den Augen. 🙄 „Ob Frau XW das auf die Reihe bekommt. Dieses ewige Hin und Her“, meinte sie nur.

Drückt mir die Daumen, dass es klappt.

Schon der alte Goethe sagte:

Johann Wolfgang von Goethe
Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem.
Johann Wolfgang von Goethe

Kartenstapel bilden anhand von Farben

Fitness für den Kopf, Teil 9: Kartenstapel bilden anhand von Farben

 

 

Ein normales Kartenspiel, wie Rommé oder Skat, wird für diese Übung in einen roten und einen schwarzen Stapel geteilt. Dann geht es ans Zuordnen von Farben und Symbolen. Was es bringt, demonstriert Bettina M. Jasper in diesem Teil der Videoserie: Die Teilnehmer werden schneller bei Verabeiten von Informationen und haben sichtlich Spaß dabei.

„Jonglage“ mit Duo Artistico

Gestern gab es eine halbe Stunde mit dem Duo Artistico. Sie ließen den großen Speisesaal zum Zirkuszelt werden.

Das Duo Artistico besteht aus zwei jungen Künstlern. Die beiden Männer jonglierten mit Kegeln, Ringen, Diabolo, Devilstick und Leuchtbällen.

Zwischendrin gaben sie auch kleine humoristische Einlagen. So versuchten sie unsere Angestellten des Sozialen Dienstes mit einzubinden.

Oder es wurde mit einem Tuch gezaubert.

Es war einfach toll! Die 30 Minuten waren viel zu schnell vorbei!