Schuhverkauf Mai 2019

Die Schuh Residenz besuchte das Gerhard Tersteegen Haus mit seinem mobilen Schuhfachgeschäft. Das mobile Regalsystem war schnell unten in Seminarraum und Kapelle aufgebaut und öffnet ein 16 Meter großes Schuhgeschäft mit fachkundiger Beratung direkt vor Ort. Die Auswahl war wirklich sehr groß.

Ich hatte letztens meine Fotos durchgesehen. Die Schuhe, die ich fast jeden Tag anhabe, hatte ich 2014 im Haus gekauft. Daher dachte ich, ich darf mir ruhig mal wieder ein neues Paar kaufen.

Gedacht, getan! Hier ist das neue Paar:

Klar, dass das keine Sommer-Schuhe sind. Da habe ich noch gute aus den vergangenen Jahren. Ich suchte also eher welche für die Zeit, wenn man keine leichten Sommer-Schuhe oder Sandalen braucht. Diese hier finde ich perfekt!

Sie würde ich sofort heiraten!

Herrn L. kenne ich schon seit längerem. In den ersten Jahren, in denen ich im Gerhard Tersteegen Haus wohnte, sah ich ihn oft aus dem Seiden Carré (Betreutes Wohnen) kommen und bei uns das Mittagessen abholen. Er hatte im Seiden Carré mit seiner Frau zusammen eine Wohnung.

Dann wurde seine Frau sehr krank und siedelte zuletzt um ins Pflegeheim, ins GTH. Hier starb sie dann auch vor einigen Jahren.

Dann kam auch Herr L. als Bewohner ins GTH. Er bekam einen Platz im Wohnbereich für verwirrte, demente Bewohner. Das ist keine „geschlossene Station“. So eine haben wir im Tersteegen Haus nicht. Hier können Bewohner von jedem Wohnbereich aus ganz normal das Haus verlassen. Der beschützte Wohnbereich, in dem Bewohner mit schwererer Demenz leben, arbeitet ebenfalls nur mit geschlossenen Türen, nicht mit verschlossenen. Aber oft reicht eine geschlossene Tür, die dementen Bewohner auf der Station zu halten.

Herr L. wandert gerne durch das Haus. Jeden Morgen kommt er im Speisesaal vorbei. Es gab eine Zeit, in der er erbost zu seinem alten Platz kam und zu der Bewohnerin, die jetzt dort sitzt, sagte: „Das ist mein Platz!“ Dass er schon länger nicht mehr unten isst, sondern oben auf seinem Wohnbereich, hatte er dann wieder vergessen.

Seit neuestem hat er vergessen, dass er mal verheiratet war. Letztens sagte er zu mir: „Die sagen mir immer, ich sei verheiratet gewesen!“

„Das waren Sie doch auch“, sagte ich.

„Nein! Wirklich nicht!“, sagte er lauter. „Wir waren höchstens befreundet! Das war eine Freundin!“, sagte er auf die Frage, wer denn dann bei ihm gewohnt habe.

Sie hätte ich sofort geheiratet! … Das könnten wir ja eigentlich immer noch…“, meinte der Schlawiner, „Waren Sie denn mal verheiratet?“

Ich verneinte.

„Wohnen Sie denn hier?“, fragte er.

Ich: „Ja.“

Er: „Haben Sie schon immer hier gewohnt? … Sind Sie hier geboren?“

Ich: „Nein! Ich wurde im Krankenhaus geboren.“

Er: „Waren Sie denn krank?“

Ich: „Nein. Das ist mittlerweile normal so. Hausgeburten sind eher selten.“

Er: „Ach!!!“

So würde es ewig weitergehen, wenn ich mich nicht irgendwann verabschiedete.

Aber morgen ist ein neuer Tag. Dann wird es ähnlich weitergehen. 😉

Junge Gruppe – Finde die Unterschiede

Vorgestern machten wir eine Übung, die ich euch auch als Wochenendrätsel stellen willl. Aber nacheinander…

Wir bekamen zwei Bilder, die auf den ersten Blick völlig gleich aussahen. Das waren sie natürlich nicht. Sie hatten einige winzige Unterschiede. Die galt es dann zu finden.

Man kennt solche Rätsel aus Zeitschriften. Es macht Spaß, die Fehler zu suchen. Interessant ist es, dass die verschiedenen Bewohner ganz unterschiedlich an die Sache herangehen.

So sagte U. irgendwann ganz genervt: „Also… ich finde den letzten Unterschied einfach nicht!“

Da setzte sich Frau Domke zu ihr und sagte: „Dann lassen Sie uns das ganze mal Schritt für Schritt durchgehen…“

U. zählte die Unterschiede auf, die sie gefunden hatte.

„Und was ist mit der Kleidung der Person?“, fragte Frau Domke.

„Na, die haben beide langärmlige T-Shirts an“, sagte U..

„Ja, und???“, fragte Frau Domke.

„Was und??? Ein grünes und ein violettes!“, antwortete U. entnervt.

Da dämmerte es ihr plötzlich.

„Arrrgggghhhh!!!!“

Sie musste lachen. Da hatte sie den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.

Bilder mit Knöpfen

Letzte Woche waren wir wieder sehr kreativ in der Jungen Gruppe. Frau Sobocik hatte für uns mit weiß auf schwarz grundierten Platten ein Profil eines Frauenkopfes gemalt. Jeder von uns bekam ein solches Bild.

Außerdem stellte sie Gefäße mit Knöpfen in vielen verschiedenen Formen und Farben und Klebstoffflaschen auf den Tisch.

Die Aufgabe lautete: „Beklebt die Kopfprofile mit Knöpfen eurer Wahl!“

Konzentriert widmeten wir uns dieser Aufgabe.

Es war nur ein kleiner Kreis junger Bewohner. Wir waren nur zu viert.

Doch auch so breitete sich der Geruch nach Klebstoff bald im ganzen Raum aus.

Es war interessant zu sehen, wie die einzelnen jungen Bewohner diese Aufgabe angingen. Es stellte sich bald heraus, dass unsere Feinmotorik sehr gefordert war.

Obelix suchte sich gezielt große Knöpfe aus. So wollte er schnell fertig sein.

Ich verlor schnell die Konzentration und das Durchhaltevermögen. Daher versah ich eine größere Fläche des Profils mit Kleber und schüttete meine ausgesuchten Knöpfe darüber. Ja, das ging schneller. Doch zuletzt musste ich auf die freien Zwischenräume doch wieder einzelne Knöpfe kleben.

Es war zwar echt anstrengend, doch die fertigen Bilder konnten sich sehen lassen! Grund genug sich zuzuprosten!🍻

(c) Junge Gruppe

So ist’s – Baustelle im GTH

Bald sieht es im ganzen Erdgeschoss so aus. 😣

Das hindert einen aber nicht daran, mit dem Aufzug runter und raus zu fahren / gehen.

Also war ich heute Vormittag draußen und fuhr zu Saturn®. Dort ließ ich alle meine Fotos von meinem Handy auf einen Stick übertragen. Anschließend konnte ich zu Hause fast alle Bilder und  Videos (die wurden auch gesichert) vom Handy runterschmeissen. Juhu! Jetzt ist da endlich wieder Platz!

Puh… Aufatmen!

Damit haben wir nicht nur die Baustelle im Haus. Nein, ich hatte meine private auch auf meinem Handy.

So war’s – Improvisationstheater ‚Ohne Alles‘

Drei Damen und drei Herren in schwarzen Hosen und schwarzen, kurzärmeligen T-Shirts mit dezentem Aufdruck „Ohne Alles“ boten  engagiertes Theater aus dem Stegreif.

In der ersten Szene traten eine Frau und ein Mann auf und gaben vor, Verkäufer auf einer Kaffee-Fahrt zu sein und wir seien die Mitreisenden.

„Hier kommt keiner raus, der nicht vorher etwas von uns gekauft hat. Denn wir bieten Ihnen Dinge, von denen Sie noch nicht gewusst haben, dass Sie sie brauchen!“, sagte der Verkäufer mit leichtem niederländischen Akzent.

Die beiden packten eine Inkontinenz-Hose aus. Dann präsentierten sie uns die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten: Regenhaube, Knieschoner bei der Gartenarbeit, als kleines Täschchen… (Nur als Windel wurde sie nicht präsetiert.)

Als Nächstes fragte der Moderator das Publikum nach einem Urlaubsziel. Viele Länder wurden genannt. Zuletzt einigte man sich auf Griechenland. Dann zogen sich die beiden Darsteller, die vorher die Verkäufer gemimt hatten zurück und erzählten von ihrem Griechenlandurlaub. Dazu zeigten sie „Dias“ von der Reise, wie man das so machte in der Zeit vor WWW und  Smartphone.

Die einzelnen „Dias“ wurden von den anderen vier Darstellern mimisch präsentiert.

Zum Schluss gab es noch einen Impro-Reim-Beitrag. Das wurde durch einen Satz aus dem Publikum begonnen. Nun warfen sich die einzelnen Darsteller die Sätze hin und her. Das war, weil vollkommen improvisiert, echt schwierig. Schnell erkannte man, dass das Dichten nicht jedem gleich gegeben war. Doch zwei Darsteller aus dem Team brachten das Gedicht, wenn es hakte immer wieder in Schwung!

Nach einer guten Stunde gab es viel Beifall für die mutigen, wendigen Darsteller. Ganz ‚Ohne Alles‘, ohne Regie, ohne Skript, ohne Text, ohne Kostüme, keine Requisite schafften sie es, uns wunderbar zu unterhalten.