Märchenhafter Besuch der Kindergarten-Kinder

Gestern besuchten uns die Kindergarten-Kinder von der Kindertagesstätte Arche Noah wieder. Sie kommen regelmäßig zu uns ins Gerhard-Tersteegen-Haus. Es ist eine sehr schöne Sache für beide Seiten, wenn jung und alt zusammenkommen.

Gestern stand alles im märchenhaften Ramen. Kinder und Bewohner saßen in einem großen Kreis im Speisesaal. Ein Erzieher nahm ein dickes Märchenbuch zur Hand. Er schlug es auf und las dann das Märchen von Dornröschen vor. Das machte er ganz hervorragend mit ruhiger Erzähler-Stimme. Seine Zuhörer, jung und alt, waren mucks-mäuschen still und folgten ganz aufmerksam der Geschichte.

Als er fertig war mit vorlesen, spielten die Kinder uns das Märchen vor. Dabei bildeten sie einen großen Kreis und die einzelnen Kinder / Figuren traten in die Mitte des Kreises oder tanzten außen um den Kreis herum. Dazu sangen sie „Dornröschen war ein schönes Kind“.

Zuletzt hatten Frau Faust und Frau Domke vom Sozialdienst Eis besorgt und verteilten die Eishörnchen an die Kinder und die Bewohner.




„Der Prozess“ beim Care-Slam

„Der Prozess“ angeklagt sitzt Marcus Jogerst-Ratzka auf der CareSlam- Bühne und versucht sich zu verteidigen, doch gegen die Übermacht „der Macht“ ist er machtlos. Eine humane Pflege zu ermöglichen bedeutet auf menschliche Gefühle einzugehen, diese Vorgehensweise kann „die Macht“ nicht akzeptieren und wird Jogerst-Ratzka das Hemd ausziehen.

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Früher hieß es…

…ach, sie kriegt bestimmt bald ihre Tage.

Seit der Chemo bekomme ich sie nicht mehr, die Blutungen. Aber die Stimmungsschwankungen… die sind immer noch da. Mich quält also nicht nur die MS (= Multiple Sklerose) sondern auch das PMS (= Prämenstruelles Syndrom). PMS gibt es auch in den Wechseljahren, in denen ich mich laut Gynäkologin befinde.

pixabay.com – silviarita

In der PMS sind es vor allem die Stimmungsschwankungen, die mir das Leben schwer machen. Ich bin reizbar und reagiere schnell sensibel. Ich habe nah am Wasser gebaut. Andererseits reagiere ich selber eher ruppig und laut. Wie in der Pubertät kann ich mich selber gar nicht leiden.

Nun ja, diese Zeit wird nicht umsonst oft mit der Pubertät verglichen. Denn auch in den Wechseljahren macht der Hormonhaushalt der Frau eine starke Änderung durch.

Tornado – Eine Fantasiereise

Tornados, Trichterwolken, sind auch in Deutschland gar nicht so selten. Bisher gab es 2017 schon 6 bestätigte, dazu 2 Plausible und 29 Verdachtsfälle, so steht es auf Thomas Säverts Tornadoliste Deutschland.

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Daher ist den Senioren der Begriff Tornado nicht fremd. Also wagte ich den Anstoß zu einer Fantasiereise morgens im Speisesaal. Ich rollte von Tisch zu Tisch und stellte folgende Frage:

„Ein Tornado würde Sie in die Luft wirbeln und irgendwo heil wieder absetzen. Wo möchten Sie gerne wieder abgesetzt werden? (Die Entfernung ist egal.)“

Die Senioren grübelten: „Ja… Wie?… Wo?…“

Ich sagte: „Das ist eine Fantasie. Nur so…“

Da sprach eine junge Dame der Hauswirtschaft: „Japan!“

Ich fragte: „Japan? Warum?“

„Da kommen doch die ganzen Animes und Mangas her. Die ganze Cosplay-Szene“, sagte sie ganz begeistert, „ich steh auf Cosplay.“

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„OKay… S. möchte also nach Japan… und sie Frau L.?“, jetzt sollten die Senioren mal Farbe bekennen!

„Nein, nicht Japan“, sagte Frau L., „Da bin ich schon mehrmals gewesen. Ich möchte dann gerne in Neuseeland abgesetzt werden. Geht das?“

Wappen Neuseelands
Von SodacanEigenes Werk. Diese Datei wurde von diesen Werken abgeleitet:
Coat of arms of New Zealand.png
Flag of New Zealand.svg, CC BY-SA 3.0, Link

„Na klar!“, sagte ich mit Nachdruck.

„Au ja! Neuseeland, da möchte ich auch hin! Ich komm mit!“, Frau Scha. ließ sich von der Begeisterung  anstecken.

„Ich auch! Da sind wir schon zu dritt!“ meinte Frau T..

„Obwohl… eigentlich will ich gar nicht so weit weg. Im Strandkorb im Schatten im Garten ist es auch schön!“, meinte Frau Scha. nachdenklich.

Frau Schm. sagte: „Ich will am liebsten nach Baerl an den Rhein!“

Wappen von Baerl.svg

Wappen von Baerl.svg

Von Gemeinde Baerl – constructed and added by Jürgen KrauseBaerler Heimat- und Bürgerverein, Gemeinfrei, Link

Frau Kr. sagte mit leiser Stimme: „Ich möchte gerne nach Südfrankreich. Ich mag die Atmosphäre dort.“

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Zuletzt fragte ich Herrn L.. Im Krieg musste er aus Schlesien flehen. Sein Herz hängt immer noch an der alten Heimat. Als er davon sprach, hatte er fast Tränen in den Augen.

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Herr W., ebenfalls im Krieg aus dem Osten geflohen, meldete seinen großen Traum an. Er möchte gerne auf die Fidschi Inseln!

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So verschieden waren die Wünsche! Aber diese kleine Traumreise machte allen sichtbar Spaß! Jedoch stellten sie am Ende fest, dass es zu Hause am allerschönsten ist. Der Abenteuergeist war verflogen.

Renovierungsarbeiten im Speisesaal – Eine Erklärung

Als ich heute morgen frühstückte, kam Frau El Kaamouzi (stellvertretende Einrichtungsleitung) in den Speisesaal und begutachtete die Malerarbeiten.

„Wie gefällt es Ihnen so weit?“, fragte sie die anwesenden Bewohner.

„Schade, dass wir von dem warmen Gelb zum kühlen Weiß umsteigen“, meinte ich.

„Das ist kein Weiß. Das ist Hellblau und Hellgrau!“, bekam ich zur Antwort.

„Das sieht man aber nicht“, meinte ich.

„Doch, doch“, sagte sie, „das sieht man aber erst, wenn zum zweiten Mal darüber gestrichen wird. Wir haben uns auch etwas dabei gedacht. Auf dem neuen Hintergrund wirken die neuen Bilder, die wir bekommen werden viel besser, als auf gelbem Hintergrund. Wir bekommen nämlich ganz neue, tolle Bilder von Herrn Christoph Buenten aus Düsseldorf, der auch die Blumengalerie auf WB4 und die Bilder im Treppenhaus, die Bewohnerportraits, gemacht hat. Bilder von Bäumen!“

„Ach so! Das ist ja toll, dass wir neue Bilder von Christoph Buenten bekommen! Klasse! Darauf freue ich mich dann schon!“, sagte ich begeistert.

Erdbeeren 2017

Am Wochenende ging es auf WDR2 um Erdbeeren. Selber pflücken. Naschen. In der Küche verarbeiten.

Mir wurde ganz schwer ums Herz. Ich dachte an früher. Als ich das alles auch sehr gerne gemacht habe. Aber wie immer erinnert der Mensch sich an die schönen Momente. Was negativ war, wird vergessen.

Aber einiges ist auch hier im Gerhard-Tersteegen-Haus möglich!

Im Garten des Heims gibt es ein wunderbares Hochbeet. Dort sind auch dieses Jahr wieder Erdbeeren gepflanzt. So langsam haben sie genug Sonne bekommen, sodass ich auch in diesem Jahr wieder Erdbeeren pflücken kann.

Außer mir scheint das dieses Jahr keiner sonst zu tun. Also bediene ich mich gerne und pflücke die ein oder andere Erdbeere. Manchmal sind auch mehrere Früchte gleichzeitig reif. Dann bringe ich den anderen im Speisesaal etwas zum Naschen mit.



Erdbeeren im Hochbeet