Störfaktoren

Wir sind lästig.

..ooO( Muss ich ihr nun meinen Platz anbieten? )
..ooO( Ich habe den ganzen Tag gearbeitet. Sie tun den ganzen Tag nix. )

Immer brauchen wir Hilfe.

..ooO( Echt jetzt? Schon WIEDER??? )

Manchmal können wir uns nicht mal alleine umsetzen.

..ooO( Also wenn sie das nicht alleine können, ICH kann, nein ich DARF ihnen da nicht helfen. )

Wozu sind wir überhaupt noch da?

..ooO( Schaffen Arbeitsplätze, doch die schwere Arbeit ist unterbezahlt und nicht genug wertgeschätzt. )

In der Leistungsgesellschaft stören wir doch nur.

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Warum Demenz und Depression kein Schicksal sind – Gesamter Vortrag von Prof. Dr. med. Jörg Spitz

Dieser Vortrag von Prof. Dr. Spitz hat mich sehr beeindruckt! Mittlerweile habe ich ihn zwei Mal gehört. Die Erkenntnisse von Prof. Spitz sind nicht sein persöliches Konstrukt, mit dessen Hilfe er Geld machen will. Es sind sehr logische Schlussfolgerungen, die auch andere schon gemacht haben und auch am eigenen Leib erfahren haben (z.Bsp. Schriftsteller und Journalist, Sven Böttcher) . Er vermittelt sie sehr logisch! So kommt es jedenfalls bei mir an.

Und hey, MS´ler, endlich können wir selber etwas für uns tun!

Ich will versuchen, einen Teil der Tipps in meinem Leben umzusetzen (z.Bsp. wenig Fleisch, wenig Zucker und mal schauen was sonst noch geht). Mal sehen, wie lange ich das durchhalte *didum * Ich werde wieder davon berichten.

 

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Sie können Sich die PDF des Vortrags kostenfrei unter dem folgenden Link herunterladen: 👉👉 https://digitalewelt.spitzen-praevent… 👈👈 ————————————————————————————- Prof. Dr. Spitz zeigt nun aber in diesem spannenden und informativen Vortrag, wie sehr die Alzheimer-Demenz mit unserem Lebensstil und unserer technischen Umwelt verwoben ist und dass wir als Individuen und als Gesellschaft durchaus gefragt sind, unsere Verantwortung wahrzunehmen und die Rahmenbedingungen zu gestalten, die uns gesund erhalten! Das Gehirn ist, ebenso wie alle anderen Organe, von den Umweltfaktoren abhängig und kann somit ebenso auch durch diese Lebensfaktoren erkranken oder eben gesunden: “Der Zustand des Körpers reflektiert auf das Gehirn!” Zur PDF-Version: 👉👉 https://digitalewelt.spitzen-praevent… 👈👈 ————————————————————————————- Erlangen Sie in in diesem Vortrag spannende und inspiriernde Einblicke zum Thema Demenz und Depression und lassen Sie sich von Prof. Dr. Jörg Spitz zu einer neuen Gesundheitskultur anstecken. ————————————————————————————- Sollten Sie an dem im Vortrag erwähnten Meß- und Trainingsgerät Velio für iher persönliche „Spitzen-Gesundheit“ interessiert sein, so finden Sie weitere Informationen unter: https://www.gesund4you.org ————————————————————————————- 📧 Hier können Sie sich für den Newsletter bei der Akademie für menschliche Medizin registrieren https://spitzen-praevention.com/newsf…

Mein Tandemsprung – Wer hat das bezahlt?

Diese Frage wurde mir immer wieder gestellt.

Oder man fragte:

Wie teuer ist denn eigentlich so ein Sprung?

Wer da die genauen Preise wissen will, schaue >>hier<< nach.

Wir hatten tatsächlich einen Sponsor!

Der Verein Sonne, Mond und Sterne e. V. wurde 2002 gegründet, um schwerstkranken Menschen jeden Alters, unabhängig ihrer sozialen und religiösen Ansiedlung, einen Wunsch in ihrer letzten Lebensphase zu erfüllen.

Die Vorstandsvorsitzende und Gründerin des Vereins, Frau Meta Metz begleitete uns auf der Fahrt nach Dahlem-Binz.

Liebe Frau Metz, vielen herzlichen Dank, dass Sie mit dem Verein 🌞 🌜 und Leonita und mir die Erfüllung dieses Traums ermöglicht haben!

Neue Heldinnen

Ganz zu Anfang meines Blogs ( ) hatte ich einmal einen Beitrag über Stille Helden gepostet. Die beiden Heldinnen, über die ich damals schrieb, sind mittlerweile verstorben. Doch neue Heldinnen sind in die Zimmer nachgezogen.

Eine ist eine 85-jährige Dame, die an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erkrankt ist. ALS ist eine nicht heilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Bei ALS sind die Motoneurone betroffen.

Auch MS (Multiple Sklerose) , meine Erkrankung, ist eine Krankheit, die das Nervensystem betrifft. Doch hier werden die Markscheiden der Nervenfasern im zentralen Nervensystem, die elektrisch isolierende äußere Schicht der Nervenfasern im Zentralnervensystem (ZNS), angegriffen.

Ich stelle fest, dass mich mein pharmazeutisches Interesse hier dazu führt, einen eher wissenschaftlichen Beitrag zu schreiben. Das ist aber außer für mich persönlich für die Leser des Blogs eher uninteressant. Sorry!

Also wieder zurück zu der eher menschlichen Seite.

MS ist eine ziemlich frustrierende, verunsichernde, Angst einflößende Erkrankung. Aber sie lässt einen in der Regel lange damit leben.

Schon als ich damals im Studium von ALS hörte, dachte ich, dann schon lieber MS. Denn die Adjektive frustrierend, verunsichernd, Angst einflößend treffen hier auf jeden Fall auch zu. Aber dazu kommt, dass ALS innerhalb weniger Jahre meist tödlich verläuft.

Dass Frau V. die heftigen, sie doch sehr einschränkenden Wirkungen erst in relativ fortgeschrittenem Alter zu spüren bekam, ist ungewöhnlich. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 56 bis 58 Jahren. Frau V. war schon in den 70-ern, als sie die ersten Anzeichen bemerkte.

Sehr zugute kommt ihr ihre sportliche Aktivität in der Vergangenheit. Sie schwamm und betrieb Leichtathletik. Als junge Erwachsene betrieb sie Leistungssport und vertrat die BRD (Westdeutschland) auf großen Schwimmwettkämpfen.

 

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Bild von smasia auf Pixabay

Frau V. ist eine sehr tapfere, elanvolle Frau. Sie hat den Kampf gegen die gnadenlose ALS aufgenommen. Sie verbringt viel Zeit draußen und unter Menschen. Sie ist dankbar für ihr volles, reiches Leben vor der ALS. Dankbar, dass sie so viel schönes erleben durfte.

Dankbar für die lange Zeit mit ihrem lieben Lebenspartner. Dankbar für ihre 5 Kinder, die sich auch jetzt teilweise liebevoll um sie sorgen.

Für mich ist sie eine echte Heldin!

Selbsthilfe-Gruppe für Angehörige von neurologisch Erkrankten

Ein Mal im Monat trifft sich die Selbsthilfe-Gruppe für Angehörige von neurologisch Erkrankten um sich unter Leitung von Dipl.-Psych. Judith Faust bei uns im GTH miteinander auszutauschen.

Da mich der Titel des Treffens im Juli ansprach (Wut und schlechtes Gewissen in der Pflege von neurologisch Erkrankten), fragte ich Frau Faust, ob ich an dem Treffen teilnehmen dürfe. Ich durfte.

Als Gast war Herr Dieter Mokros, Leiter der Telefonseelsorge Krefeld geladen.

Wir saßen in einem lockeren Kreis an den Tischen im Seminarraum. „Wir“, das waren Leute, die ihre Angehörigen pflegen, nach Hirn- oder Herzinfarkt, weil sie dement sind in den unterschiedlichsten Stufen oder weil sie im Wachkoma liegen. Pflege selber im eigenem Haus oder Besuche des Angehörigen im Pflegeheim. U. und ich, interessehalber, Frau L. und Herr D., die selber demente Ehepartner haben, Bewohner des GTH.

Herr Mokros eröffnete die Runde und sagte, er wolle keinen Vortrag halten. Eher fände er es besser, wenn sich die Teilnehmer kurz vorstellten und sagten, warum sie hier seien.

So lief es dann auch ab. Es war sehr interessant für U. und mich. Ich hatte mir zuvor noch nie Gedanken darüber gemacht, was es heißt, jemanden pflegen zu müssen. Das bricht über einen gesunden Menschen herein wie eine Krankheit über einen bis dahin aktiven, mitten im Leben stehenden Kranken.

Eine Frau berichtete, sie war kurz davor, sich von ihrem Mann zu trennen. Da ereilte ihn plötzlich der Infarkt und er wurde ein Pflegefall. „Natürlich“, sagte sie: „konnte ich ihn da nicht verlassen. Er brauchte Hilfe.“

Welch Schicksal… für beide.

Ein Mann pflegt schon seit Jahren seine demente Frau. Nun müsste er sich eigentlich Hilfe holen, sie vielleicht in ein Heim umsiedeln. Denn es wird immer schwieriger und er geht dabei vor die Hunde. Aber er bringt es nicht übers Herz sie in ein Pflegeheim zu geben. Man höre ja nur schreckliches über Heime.

Daraufhin erzählte ich, dass ich seit 5 Jahren im GTH wohne und ich eigentlich nur gutes über den Aufenthalt im Pflegeheim sagen könne.

Das ganze war eine sehr abwechslungsreiche Runde. Unglaublich, welche Schicksale da offenbart wurden. Da wurde ich ganz kleinlaut. Mein Schicksal relativierte sich für mich. Eine ganze Menge Menschen haben auch einen sehr schwierigen Alltag. Und zwar Menschen in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Zum Schluss verteilte Herr Mokros noch Informationsmaterial zur Telefonseelsorge: