Weihnachten mit Prinzessin Dodo

Märchenerzählerin, Musikerin und Clownin Frau Diana Drechsler war wieder mit einer wundervollen Vorstellung bei uns im Gerhard Tersteegen Haus.

Mit ihrer Erzählung von Prinzessin Dodo, der quirligen, sympathischen, stolzen Clownprinzessin, die gerne heiraten möchte, fesselte sie uns Bewohner. Dodos Vater, der König, kann ihr keinen Wunsch abschlagen. So bestellt er mehrere Prinzen, die seine Tochter heiraten könnte.

Hans Hering
Karl Kugelig
König Drosselbart

Doch Dodo konnte sich nicht entscheiden. Es könnte ja noch ein besserer kommen.

Da hatte ihr Vater irdendwann die Nase voll und sagte, der nächste, der käme, den müsse sie nehmen!

Derjenige der kam, war ein windiger Kerl. Er verlangte von ihr, dass sie ihm etwas koche.

Sie musste ihm Essen servieren, die Hütte fegen und lauter Aufgaben im Haushalt erledigen, die sie als Prinzessin noch nie selber gemacht hatte.

Doch der Mann war König Drosselbart in Verkleidung. Als er sie ablegte und Dodo sah, wer er war, war sie froh und gerne bereit, ihn zu heiraten.

Sie luden die beiden anderen ein und alle feierten zusammen Weihnachten.

Frau Drechsler selbst spielte Dodo. Sie trug bunte, fantasievolle Kleidung, war quirlig und voller Energie. Die anderen Personen waren bunt auf Stoff gemalt.

Sehr fantasievoll und mit tollem Improvisationstalent spielte sie das Märchen und begleitete dieses mit gefühlvoller, passender Musik vom Band. Diese hat Daniel Bark, ein Pianist mit viel Einfühlungsvermögen und Musikalität komponiert und eingespielt.

Frau Drechsler nahm uns mit auf eine Reise in die faszinierende Welt der Phantasie. Sie ließ uns den Alltag mit seinen Problemen in dieser Zeit vergessen und in eine komplett andere Welt eintauchen. Es war eine wunderbare Vorstellung. Sie gefiel mir sehr!

Märchenstunde mit Frau Drechsler Oktober 2018

Auch im Oktober 2018 war Frau Drechsler wieder bei uns im Gerhard Tersteegen Haus zu Gast. Dieses Mal erzählte sie das Märchen „Wenn Bäume sprechen könnten…„.

Da die Tagespflege wegen eines Wasserschadens in den Seminarraum gezogen war, fand die Veranstaltung der Märchenerzählerin ausnahmsweise im großen Speisesaal statt.

Aber Frau Drechsler kann nicht nur voller Empathie und Fantasie Märchen erzählen. Sie schaffte es auch, eine Ecke des großen Speisesaals in eine gemütliche „Erzählhöhle“ zu verwandeln. Hier saßen wir der Künstlerin quasi zu Füßen und lauschten gebannt ihren Worten.



Märchenstunde mit Fr. Drechsler – „Prinz Achmed und die Feenkönigin Perî Banû“

pixabay.com – Anja Osenberg

Das Märchen spielt zu der Zeit, als Scheherazade den König mit ihrer Märchenerzählkunst ver-/be-zauberte. Scheherazade war die Tochter des Wesirs des Königs.

Der König war zutiefst enttäuscht von seiner Frau, die ihn betrog. Um es ihr heimzuzahlen, ließ er sich vom Wesir immer wieder neue Jungfrauen bringen, von denen er neue Geschichten verlangte. Wenn ihnen keine neuen Geschichten mehr einfielen, brachte er sie am nächsten Morgen um.

Scheherazade war überzeugt, dass sie genug Geschichten kannte, dass sie den König lange Zeit vom Morden abhalten könne.

So geschah es. Am spannendsten Moment einer Geschichte sagte Scheherazade, sie sei zu müde, um die Geschichte weiter zu erzählen. Sie sei müde und müsse erst einmal schlafen.

Der König war ganz gespannt. Er wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergehen würde. Also konnte er Scheherazade nicht umbringen. Clever!

Eine der Geschichten, die Scheherazade erzählte, war das Märchen „Prinz Achmed und die Feenkönigin Perî Banû“.

Diese Geschichte erzählte uns auch Frau Drechsler. Sie handelte von einem Sultan, der drei Söhne hatte. Das komplizierte war, dass sie sich alle 3 in die selbe Frau verliebten, die Prinzessin Nur en Nahar. Da überlegte der Vater sich etwas, um dieses Problem zu lösen. Er entschied, der Sohn, der ihm das zauberhafteste und seltsamste Ding bringe, dürfe seine Nichte Nur en Nahar heiraten.

Die drei Brüder erleben nun jeder für sich aufregende Abenteuer. Jeder reist in ein anderes fernes Land und jeder findet die wunderbarsten Dinge. Hier handelt es sich um einen fliegenden Teppich, einen Zauberapfel, um wunderschöne Feen und Prinzessinnen und um die Liebe.

Diana Drechsler erzählt frei und mit großer Lebhaftigkeit. Immer wieder unterstützt sie ihre Erzählungen mit Musik. Dazu hat sie eine Reihe von ungewöhnlichen Instrumenten mitgebracht.

Zum Schluss kann die Prinzessin nur gerettet werden, wenn alle 3 Brüder zusammen arbeiten. Der jüngste der 3, Prinz Achmed wollte am Ende die Prinzessin Nur en Nahar gar nicht mehr heiraten. Er hatte nämlich die Frau gefunden, mit der er sein weiteres Leben verbringen wollte. Das war die die Feenkönigin Perî Banû.

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Der Seminarraum mit anschließender Kapelle war mit Bewohnern des GTH gut gefüllt. Mittlerweile ist bekannt, dass Frau Drechsler wunderbar erzählen kann und die Zuhörer in eine Fantasiewelt entführt. Ich freue mich jetzt schon auf ihren nächsten Besuch Anfang Oktober!

Diana Drechsler erzählt Märchen für Senioren

Märchenstunde mit Frau Drechsler

Vorgestern war Frau Drechsler wieder im Gerhard Tersteegen Haus und erzählte uns Märchen von Hans Christian Andersen.

HCA by Thora Hallager 1869.jpgVon Thora Hallager (1821-1884) – http://museum.odense.dk/viden-om/hc-andersen/publikationer/jeg-sad-i-dag-for-photographen.aspx, Gemeinfrei, Link

Insgesamt erzählte sie drei Märchen:

  1. Des Kaisers neue Kleider
  2. Der Schweinehirt
  3. Tölpelhans

Sie hat eine sehr sympathische Erzählweise. So nimmt sie ihre Zuhörer mit in fremde Welten.

Zwischendrin sangen wir zusammen Lieder. Frau Drechsler begleitete auf dem Klavier. Da die Senioren gerne singen, waren sie mit Feuereifer dabei. Wir sangen deutsche Volkslieder, die ich auch kannte. So konnte auch ich gerne mitsingen.

    1. Das Wandern ist des Müllers Lust

    2. Grün, grün, grün

    3. O, Du lieber Augustin

Die Geschichte von Kalif Storch

Die Märchenerzählerin Diana Drechsler ist wieder im Gerhard Tersteegen Haus und verzaubert die Bewohner mit ihren Märchenerzählungen.

Die Waldorfpädagogin und Musiklehrerin arbeitet seit dem Jahr 2001 als freiberufliche Märchenerzählerin. Ausserdem gibt sie Musikunterricht, bietet Kurse im afrikanischen Trommeln an und ist ausgebildete Clownin.

Sie hat ihre Utensilien in der Kapelle aufgebaut und erzählt sehr lebhaft Märchen. Sie unterstützt ihre Erzählung durch Mimik und Gesten, durch Musik und diverse Klangkörper. Dabei hat sie spürbar Freude daran, die alten Märchen zu erzählen.

Immer wieder spricht sie die Zuhörer direkt an, stellt ihnen Fragen:

„Wie war noch das Zauberwort, das einen wieder zurück verwandelt vom Tier in den Menschen, der man ist?“

Und zu mir: „Sie sind jetzt bitte erst mal still.“

🤐 😉

Die Veranstaltung hat uns sehr viel Spaß gemacht! Zum Schluss hat sie noch etwas Klavier gespielt und mit uns gesungen.

Bilder: © Frank Regels

LibriVox_-_Die_Geschichte_von_Kalif_Storch.ogg(Ogg Vorbis sound file, length 29 min 55 s, 71 kbps)