Saugnäpfe, Kugelschreiber, Zunge

Was verbindet diese 3 Begriffe miteinander?

Die Antwort lautet: Logopädie!

Die Logopädin bastelte aus Kugelschreiberhütchen Saugnäpfe die sie anwendet, um die Sensibilität meiner Zunge zu steigern.

Was ich mit Worten schwer ausdrücken kann, zeigen vielleicht die Fotos.

Natürlich wollt ihr jetzt wissen, ob es wirklich etwas bringt.

Meine ganz klare Antwort ist: JA!!! 👍

Ich habe zwar immer noch Missempfindungen auf/an der Zunge. Aber es ist besser geworden. Ich beiße mir viel seltener auf die Zunge.

Auch die Empfindlichkeit bei sauer oder süß ist längst nicht mehr so gesteigert, wie es mal war. Ich genieße sogar wieder Schokolade und auch manchmal Nutella oder Honig! Das hätte ich vor Jahren noch nicht für möglich gehalten!

Zungenbrecher in der Logopaedie

Immer wieder werde ich konfrontiert mit dem Ausruf: „Du gehst zur Logopaedie? Du kannst doch ganz normal sprechen!“

Die meisten Menschen verbinden mit Logopaedie immer ein Problem mit der Sprache, mit dem Sprechen. Stottern, Lispeln, und andere Sprachstoerungen.

Dass sich der Logopaede mit viel mehr befasst, kann man beim Eintrag zu Logopaedie in der Wikipedia sehen:

Logopädie (von altgriechisch λόγος lógos, deutsch ‚Wort‘ und παιδεύειν paideuein, deutsch ‚erziehen‘; wörtlich also ‚Sprecherziehung‘) ist die medizinische Fachdisziplin, die Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörbeeinträchtigung zum Gegenstand hat. Sie beschäftigt sich mit Prävention, Beratung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation, Lehre und Forschung auf den Gebieten der Stimme, Stimmstörungen und Stimmtherapie, des Sprechens, Sprechstörung und Sprechtherapie, der Sprache, Sprachstörung und Sprachtherapie, des Schluckens, Schluckstörung und Schlucktherapie sowie der Kommunikation und des Hörens…

Quelle

Ich gehe hin, weil ich mich so oft beiße. Meine Sensibilität im Mundraum muss gesteigert werden.

Was mir viel Spaß macht, das sind die Zungenbrecher. Den schwierigsten von gestern zeige ich euch:

Also los, versucht euer Glück! Schafft ihr es so schnell und fehlerfrei wie die Dame im Video? Ich nicht. 😉

Einsatz von lokaler Vibrationstherapie in der Logopädie

Meine Logotherapeutin brachte letztens ein neues Gerät mit. Es war ein Gerät zur lokalen Vibrationstherapie, ein Novafon Schallwellengerät.

Mit einem speziellen Aufsatz kann sie damit meine Zunge entlang fahren und sie mit Schallwellen / Vibrationen behandeln. Durch die Tiefenwirkung können die Schwingungen bis zu 6 cm ins Gewebe eindringen.

Dabei erfuhren wir, dass ich tatsächlich die Ränder meiner Zunge gar nicht richtig wahrnehmen kann. Selbst die heftigsten Schwingungen bemerkte ich kaum.

Jetzt ist mir auch klar, warum ich mir so oft auf die Zunge beiße!

Die Therapeutin erhofft sich, dass die Sensibilität meiner Zunge durch häufige Behandlung mit dem Gerät gesteigert werden kann. Das wäre klasse, wenn das klappt!

Logopädie liefert mir neue Vorlese-Ideen

Ein Mal wöchentlich gehe ich zur Logopädin hier im Haus.

Was ursprünglich als Versuch gestartet war, die „haarigen“ Gefühle im Mund- und Rachenraum los zu werden, hat mir schon in vielen Dingen geholfen, was Missempfindungen dort angeht.

Es sorgt auch dafür, dass ich mir nicht mehr so oft auf Zunge und Lippen beiße.

Oft liefert es mir auch Ideen für die Wochenendrätsel. 😉

Nun hat es mir auch eine Idee gegeben, was ich als nächstes Buch vorlesen könnte!

Die Logopädin bearbeitet nicht nur Zähne, Zunge und Gaumen mit Zahnbürsten, Spateln, und Saugschlauch oder anderen Saugpfropfen.


Ab und zu muss ich schon mal etwas vorlesen. Gestern war es ein Blatt von Michael Endes „Momo“. Es ist schon lange her, dass ich das Buch gelesen habe. Aber es hatte mich ganz schnell wieder in seinen Bann gezogen. Das Buch muss ich kaufen für den Kindle! Vielleicht taucht es aber auch auf in dem Newsletter von lesen.net . Ich halte euch auf dem laufenden.