„HERMANN HESSE – ÜBER DAS ALTER (Autorenlesung)“

Lost Place – Krefelder Stadtbad

By Tom Kurpjuweit, CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11385361

Das Krefelder Stadtbad in der Neusserstraße liegt nicht weit vom Gerhard Tersteegen Haus. Mitten in der Innenstadt direkt an der Neusserstraße fiel es mir ins Auge. Ich rollte ganz nah heran an die große Frontscheibe. Dort klebte ein Poster, dass sagte, nach Anmeldung könne man es besuchen.

Fotos/Copyright: Peter Lengwenings | Musik/Copyright: Michael C. Kent (Song: „Dancing to a perfect Melody“)

Das Bad von innen habe ich selber nicht gesehen. Doch das Video vom Foto-Rundgang von Peter Lengwenings gibt einen schönen Eindruck davon wie prachtvoll es innen einmal ausgesehen haben muss.

Meine Fotos zeigen es von außen. Es liegt mitten in der Fußgängerzone. Man könnte es leicht übersehen wenn man nicht danach sucht. Vielleicht fällt es heute ein wenig mehr auf, weil die Stadt es im Rahmen ihres Programms „Perspektivwechsel“ präsentiert.

Acrylfarbe gießen (Acrylic Pouring)

Ich arbeite gerne kreativ. Da ich durch die Multiple Sklerose sehr eingeschränkt bin (rechts geht nicht mal das Schreiben per Hand mehr wie früher) ist das feine Malen mit der rechten Hand nicht mehr möglch (ich bin Rechtshänderin!).

Daher bin ich froh, wenn ich in der Ergotherapie neue Ausdrucksmöglichkeiten kennen lerne.

Erinnert ihr euch an meine Bilder, die durch Spachteln von Acrylfarbe entstanden?

Mit Acrylfarbe lassen sich durch viele interessante Techniken Bilder kreieren.

Die neueste Technik, die ich anwenden durfte nennt sich Acrylfarbe gießen oder Acrylic Pouring. Die Technik kommt ursprünglich aus den USA.

Man überlegt sich, welche Farben im Bild vorkommen sollen. Nun werden die Farben mit Wasser und Pouring Medium verdünnt. Dann gießt man diese Farben übereinander in einen Plastikbecher bis dieser randvoll ist. Nun kurz und vorsichtig leicht umrühren.

Als nächstes wird eine Leinwand auf den Becher gelegt und beides dann um 180 Grad umgedreht. Der Becher wird dabei die ganze Zeit fest auf die Leinwand gepresst.

Jetzt wird die Leinwand samt Becher auf den Tisch gelegt. Nachdem eine kurze Zeit gewartet wurde, damit bei der Farbzusammenstellung im Becher wieder Ruhe eintreten kann.

Zu guter Letzt wird der Becher senkrecht (Wichtig!) von der Leinwand hochgezogen, sodass sich die komplette Farbe über die Leinwand ergießt.

Man bewegt die Leinwand vorsichtig hin und her bis die weiße Leinwand überall mit Farbe bedeckt ist.

Fertig ist das Kunstwerk!

Das Doppelohr

Gestern vor 100 Jahren wurde Joseph Beuys in Krefeld geboren. Er lebte allerdings nur wenige Wochen in Krefeld. Dann zog die Familie um nach Kleve.

Das nehme ich als Anlass über Kunst im öffentlichen Raum in Krefeld zu erzählen. Der Künstler und Bildhauer Richard Deacon fertigte das Objekt „Das Doppelohr“ an. Es ist am Krefelder Volta Platz zu bewundern.

Der Volta Platz ist ein schiefer grüner Platz. Bewachsen mit Gras. Manchmal geschmückt mit Gänseblümchen, Krokussen, Narzissen, was die Jahreszeit so hergibt. Natur und die Gärtner der Stadt sind stets fleißig.

Der Platz liegt am Rande der Innenstadt. Er wird umtost von Autos, Straßenbahn nach Düsseldorf, im Hintergrund die Eisenbahn. Es ist laut und stinkt nach Autoabgasen.

Da wirkt der grüne Platz fast wie ein kleines Stück Paradies.

Mitten auf dem Platz steht das Doppelohr von Richard Deacon.

Ein Juwel.