Der zwölfte CareSlam!

Ein Slam ist ein Wettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte auf der Bühne vorgetragen werden. Beim CareSlam dreht sich alles um das Thema Pflege

Am 01.11.2019 findet der 12. CareSlam in Berlin statt. Alle Info, alles Weitere findet ihr hier bei careslam.org  Ich bin schon sehr gespannt, was sich die tapferen Pflegekräfte alles einfallen lassen.

http://www.careslam.org

Die Zeit schreitet unaufhaltsam fort

Ich wohne mittlerweile über 6 Jahre im Gerhard Tersteegen Haus.

Es ist ein wenig, als lebe ich in einem Kokon und draußen tobt das Leben.

Rasant ändert sich die Welt.

So wie ich sie kannte, ist kaum noch etwas.

Wenn ich Freunde besuche oder zu irgendwelchen Veranstaltungen gehe, bin ich immer wieder froh, wenn ich heimkehre. Ich lasse den Trubel, die Hektik hinter mir.

Draußen tobt das Leben. Alles, was ich bisher kennengelernt habe, ändert sich.

Heute ist U. aus dem Krankenhaus wieder zurückgekommen. Ich war nach dem Mittagessen bei ihr. Wir haben uns fast 2 Stunden lang unterhalten. Zuletzt waren wir beide der Meinung, dass wir froh sind hier zu sein.

Wir lieben unseren Kokon! 🥰

Impulspapier – Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege

Der DBfK – Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe – gibt ein Impulspapier: Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege heraus. Hier kann es heruntergeladen werden:

Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege

Sehr lesenswert, nicht nur für Berufsätige in der Pflege!

Anfang des Impulspapiers (c)DBfK

Mein Dickschädel

Mein Dickschädel hat mich schon in manch brenzlige Situation gebracht. Am vergangenen Freitag zuletzt.

Als ich nach dem Mittagessen in die Eingangshalle kam, stand da ein Herr im Rolli, den ich noch aus DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft)-Zeiten her kenne. M. hat ebenfalls MS. Er ist zwar auch Roli-Fahrer, arbeitet aber noch. Er ist Elektroniker bei der Netzgesellschaft Niederrhein mbH (SWK). Allerdings ist er jetzt nur noch im Innendienst tätig.

Ein Pfleger brachte mir Post. Dabei war ein schwerer Umschlag vom Zoo Krefeld. ??? Ich öffnete ihn und das war darin:

Ich war fassungslos! Dabei lag eine Grußkarte. Der entnahm ich, dass es ein frühes Geburtstagsgeschenk von meiner lieben Freundin Uli war. Wir hatten damals in Bonn zusammen Pharmazie studiert. Wow!!! Was für eine tolle Idee!

Ich lehnte mich erst einmal fassungslos zurück.

M. sah das und so fachsimpelten wir über Zoo, Zoo-Besuch, Straßenbahn fahren mit Rolli, wie aussteigen aus der Bahn. Er hat viel Erfahrung damit. Er fährt auch Zug mit Rolli. Aussteigen aus der Straßenbahn auch wenn kein ebenerdiger Bahnsteig vorhanden ist…

Das brachte mich letzten Endes auf die unheilvolle Idee, beim Zoo auszusteigen ohne ebenerdigen Bahnsteig…

Ich machte mich also auf zum Zoo-Krefeld.

Der Straßenbahnfahrer wollte mir an der Haltestelle Zoo die Rampe ausklappen. Machte er auch. Puh, war das steil! Todesmutig kam ich mit Karacho volle Geschwindigkeit aus der Bahn heraus…

…und kippte samt Rolli vornüber auf die Straße.

Dabei landete ich mit dem Hinterkopf (!) meines Dickschädels unsanft auf dem Asphalt. Aua!!!

Die Passanten und andere Straßenbahn-Gäste waren schnell zur Stelle. Sie richteten mich wieder auf.

Eine sehr nette Frau mit Kind blieb bei mir, legte mir ein Tuch um den Hals um das herabströhmende Blut aufzufangen. Denn das lief nur so an mir runter. Sie war echt total lieb! Sie rief vorgestern und auch gestern noch mal an und erkundigte sich danach, wie es mir gehe. Außerdem wiederholte sie noch einmal ihr Angebot, mit mir zum Zoo zu gehen. Sie habe ebenfalls eine Jahreskarte.

Dann hörten wir das Martinshorn des Krankenwagens.

Siegfried Fries / pixelio.de

Auf ging es zur Notaufnahme ins Krankenhaus.

Wer schon einmal in irgendeiner Notaufnahme war, der weiß, dass man immer viel Zeit und Geduld dort braucht. Es waren zwar nur 3 Patienten vor mir dran. Aber es gab auch nur einen Assistenzart, der einen Patienten nach dem anderen abarbeitete.

Nachdem sich der Arzt überzeugt hatte, dass ich großes Glück gehabt hatte (Es ist nur ein tiefer Kratzer.) akzeptierte er auch mein Ablehnen weiterer Untersuchungen. Ich erhielt den Arztbrief für meine Hausärztin und sagte zu, dass sie mich Montag oder Dienstag sehen würde.

Nun hätte ich eigentlich noch auf den Oberarzt warten sollen *didum* . Aber ich wollte nur noch nach Hause. Ich kannte ja den Weg… ich machte mich mit dem E-Rolli also auf den Heimweg.

Pflegeheim ist kein Krankenhaus

Schon früh machte ich diese Feststellung. Anfangs störte mich das sehr. Doch das Pflegeheim ist das Zuhause, in dem den Bewohnern Hilfe bei der alltäglichen Versorgung gegeben wird.

Wenn ein Bewohner etwas an frei verkäuflichen Arzneimitteln benötigt, zum Beispiel Heparinsalbe bei blauen Flecken durch Sturz oder wegen einer wüsten Blutentnahme, dann muss er sich das selber kaufen. Es kann bei der Apotheke bestellt werden und wird einem dann geliefert. Aber man muss darauf warten.

Oder der Bewohner hat einen grippalen Infekt. Dann werden Nasenspray und Schleimlöser bei der Apotheke bestellt. Die liefert dann aber man muss darauf warten.

Im Krankenhaus gab es immer alle Medikamente sofort und man musste auch frei verkäufliche Medikamente nicht selbst bezahlen. Das war in der Krankenhausabrechnung mit drin.

Der monatliche Beitrag, den ich im Pflegeheim zahle, enthält das nicht. Da zahle ich für:

  • Vollstationär Pflege je nach Pflegegrad
  • Ausbildungsumlage gem. AltPflAusglVO
  • Vollstationär Unterkunft/Verpflegung
  • Dauerpflege Invest EBZ-Monat (keine Ahnung, was das ist???)

Die Pflegekasse zahlt einen gewissen Beitrag, der vom Pflegegrad des Bewohners abhängt.

Auf jeden Fall ist der Betrag, den ich monatlich an das Heim zahlen muss höher als meine Einnahmen durch die Rente. *seufz*

Pflegekräfte am Limit

Sehr interessater Beitrag von planet-wissen :

Pflegekräfte am Limit

14.09.2018 | 59:02 Min. | SWR

Krankenhäuser und Pflegeheime sind chronisch unterbesetzt und dennoch wird seit Jahren weiter an Pflegekräften gespart. Längst arbeiten sie am Limit. Viele von ihnen verlassen deswegen ihren Beruf. Die, die bleiben, leiden an Überlastung, Unterbezahlung und oft auch Mobbing. Auch mangelt es an neuen Auszubildenden. Aber es gibt auch Beispiele, die zeigen, dass gute Pflege möglich ist – trotz Fachkräftemangel und Pflegenotstand.

Quelle: PLANET WISSEN / YouTube

Die Story im Ersten: Der Pflegeaufstand

Die Story im Ersten: Der Pflegeaufstand

16.07.2018 | 45 Min. | Verfügbar bis 24.07.2018 | Quelle: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Noch nie lebten in Deutschland so viele Menschen in Pflegeheimen. Und noch nie stand Pflege so sehr in der Kritik, weil sie zu einem lukrativen Geschäft geworden ist. Vernachlässigt der Staat seine Schutzpflicht?

>>Hier mit 1 Klick zum Film<<