Evang. Gottesdienst mit Hr. Böckler Feb 2020

Gestern war Sonntag. Wir hatten das Glück evangelischen Gottesdienst mit Hr. Böckler im Gerhard Tersteegen Haus feiern zu dürfen. Ich besuche immer gerne seine Gottesdienste. Da bin ich wohl nicht die einzige, die ihn gerne hört. Die Kapelle war gut besucht. Es war richtig voll.

 

 

Herr Böckler war früher mit im Vorstand des Neukirchener Erziehungsvereins. Doch er ist seit einigen Jahren im (Un-)Ruhestand. Als Diakon leitet er gerne noch ab und an den Gottesdienst bei uns im Gerhard Tersteegen Haus.

Er kann sehr gut reden. Wir Bewohner fühlen uns immer persönlich angesprochen. Er erklärt sehr verständlich auch komplizierte Dinge.

Zwei Dinge sind mir gestern aufgefallen.

Die Bewohnerin, die immer so gehetzt ist, nie wirklich lange beim Essen am Tisch sitzen bleibt, blieb gestern den ganzen Gottesdienst in der Kapelle! Dabei kam sie gehetzt und etwas verspätet an, wollte gar nicht auf einem der ihr angebotenen Stühle Platz nehmen, sondern setzte sich auf ihren Rollator (jederzeit zum Aufbruch bereit).

Zum anderen wusste Hr. Böckler, dass eine Bewohnerin zur Zeit krank ist und nahm sie mit in unsere Fürbitten. Frau VZ ist sonst immer zu den Gottesdiensten gekommen. Es fühlte sich sehr richtig an, sie mit in die Fürbitten zu nehmen.

 

Mit diesem Lied endete der Gottesdienst:

Christmette am Morgen des Heiligen Abend 2019

Heute morgen feiern wir schon vormittags die Christmette mit Pfr. Fricke-Hein.

 

 

Zum ersten Mal darf ich die dreiteilige Lesung halten, die in den Jahren zuvor immer von Angestellten des GTH gelesen wurde. Als ich gefragt wurde, ob ich das machen wolle, fühlte ich mich sehr geehrt und sagte gerne zu. Jetzt bin ich schon ein wenig aufgeregt.

 

Lesung Lukas 2

1. Teil

Verse 1-7

Gemeinde singt.

Lesung Lukas 2

2. Teil

8-14

Gemeinde singt.

Lesung Lukas 2

3. Teil

15-20

Gemeinde singt.

So ähnlich wird es ablaufen. Natürlich wird der Pfarrer predigen etc.

Sollte etwas Spannendes geschehen, werde ich davon erzählen. 😉

 

👼 Ich wünsche euch ein friedliches, gesegnetes Weihnachtsfest! 👼

 

Was hat eine GmbH im Gottesdienst zu suchen?

Ich dachte immer der Begriff GmbH sei in der Juristerei zu finden.

Doch als uns Hr. Hübner, der den heutigen Gottesdienst leitete, mit: „Liebe Bewohner und Anwesende des heutigen Gottesdienstes, willkommen in unserer GmbH hier im Gerhard Tersteegen Haus am heutigen Ersten Advent!“ begrüßte, überraschte uns das etwas.

„Doch, Sie haben richtig gehört… GmbH…

Gemeinde mit begründeter Hoffnung!

 

Image by Peggy Choucair from Pixabay

 

Das gefiel mir so gut, dass ich das heute bloggen wollte!

Die Rose von Jericho

Gestern fand der monatliche Gottesdienst im Gerhard Tersteegen Haus mit Pfarrerin Grünhoff statt. Sie brachte uns etwas sehr interessantes mit. Eine hutzelige, trockene, unscheinbare, anscheinend tote Pflanze. Sie ging durch die Reihen der Bewohner und ließ jeden die tote Pflanze anfassen und riechen.

 

Anastatica hierochuntica.jpgVon Der ursprünglich hochladende Benutzer war Nikswieweg in der Wikipedia auf Deutsch
(Originaltext: Klaus Polak) – Originally from de.wikipedia; description page is/was here.
(Originaltext: eigenes Foto), CC BY-SA 2.0 de, Link

 

Das hässliche, trockene Pflanzenknäuel war ganz leicht und fast geruchlos.

Dann packte sie eine Plastikdose aus, in der sich eine recht große Pflanze befand. Sie berichtete, dass sie so ein trockenes Pflanzenknäuel am Abend zuvor mit Wasser übergossen habe. Das hier sei daraus geworden!

 

Anastatica hierochuntica rose de Jéricho FloraTrek 2013.jpgVon FloraTrekEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

 

Anastatica hierochuntica flower.JPGDe Phil41Trabajo propio, CC BY 1.0, Enlace

 

 

Die Pflanze war durch das Wasser wieder zum Leben erweckt worden. Sie war jetzt groß, schwer und hatte einen intensiven Geruch.

Pfr. Grünhoff verglich die Pflanze und was mit ihr geschehen war mit dem Menschen und dem Glauben. Man nennt sie auch die Auferstehugspflanze.

 

Die Bildrede ist als Teil des Berichts von der Auferweckung des Lazarus überliefert. Als Jesus nach Bethanien, kam wohin er wegen der Krankheit des Lazarus gerufen wurde, war Lazarus bereits seit vier Tagen tot. Seine Schwester Martha klagte deshalb Jesus gegenüber, dass er noch leben würde, wenn Jesus da gewesen wäre, bekannte allerdings auch ihren Glauben daran, dass Gott Jesus geben werde, worum der ihn bittet. Als Jesus ihr daraufhin versichert, dass Lazarus auferstehen werde, erwiderte Martha, dass sie sehr wohl wisse, dass er auferstehen werde bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Daraufhin sprach Jesus das „Ich bin“-Wort:

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?

Johannes 11,25–26 LU

Martha bestätigte daraufhin die Frage Jesu und dass er der Christus sei. In der Folge (Vers 28–44) erweckte Jesus Lazarus schließlich wieder zum Leben.
Quelle

 

Das war eine sehr eindrückliche Predigt. Religion / Kirche zum Anfassen. Mich hat das sehr beeindruckt!

 

Gedenkfeier für die Verstorbenen – November 2019

Immer wieder gibt es sehr würdige Feiern in der erweiterten Kapelle des Gerhard Tersteegen Hauses. Die letzte war am 11.11.2019. Sie wird immer gestaltet vom Sozialen Dienst.

Zum ersten Mal leitete Herrn M. Hübner die Veranstaltung. Er stellte das Ganze unter den Titel Geborgen .

Wir sind ein christliches, evangelisches Haus. Daher findet eine Gedenkfeier auch mit Gott und Bibel, Gebeten und Liedern aus dem Gesangbuch statt. Das schafft einen würdigen Rahmen.

Mit Gott und den ganzen chrislichen Ritualen sind die meisten Bewohner aufgewachsen. Hier fühlen wir uns wohl und geborgen.

Wir saßen alle in einem großen Kreis um einen Tisch, der feierlich geschmückt war.

Herr Hübner hatte die Feier wunderbar durchorganisiert.

Beim Erinnern und Gedenken wurde über jeden Verstorbenen noch einmal gesprochen. Das Team des Sozialen Dienstes (Fr. Faust, Fr. Kubens und Hr. Hübner) kannte alle, denn sie sind ja Wohnbereichsunabhängig tätig. Daher konnten sie auch etwas zu den Verstorbenen des Wachkomabereichs sagen.

Ansonsten saßen in der Runde Bewohner eines jeden Wohnbereichs und kannten die Verstorbenen des eigenen Wohnbereichs. Sie waren aufgefordert und taten dies auch gerne, zu den einzelnen Mit-Bewohnern etwas zu sagen.

Anschließend wurde für jeden Verstorbenen ein Teelicht angezündet und auf den Tisch in der Mitte gestellt.

Zum Abschluss gab es Musik – Trauerlied „Time to say good bye“. Das ließ bei vielen Bewohnern noch einmal die Tränen fließen.

 

 

Es war wieder eine würdige Gedenkfeier voller Liebe und Gefühl.

 

Talita kum! – Steh auf!

„Talita kum!“ ist aramäisch, Muttersprache von Jesus, und heißt soviel wie „Steh auf!“.

Das ist eine der Lieblingsstellen von Herrn Hübner im neuen Testament. Es steht bei Markus im 5. Kapitel.

Hr. Hübner ist Religions- und Sozialpädagoge. Er arbeitet im Sozialen Dienst des Gerhard Tersteegen Hauses. Er wurde auch eingestellt, weil er einen Gottesdienst im Gerhard Tersteegen Haus abhalten kann. Heute ging es um die Auferweckung der Tochter des Jairus.

Dort wird die Geschichte im Haus des Synagogenvorstehers Jairus erzählt. Da herrscht großes Wehklagen und Geheul, denn dessen 12jährige Tochter ist anscheinend gerade gestorben. Als Jesus gerufen wird, sagt er, das Mädchen sei nicht tot. Es schlafe nur. Die Leute verlachen ihn. Jesus nimmt das Mädchen an der Hand und sagt: „Talita kum!“, was soviel bedeutet wie: „ Mädchen, ich sage dir: Steh auf!“ Und tatsächlich das Mädchen erhebt sich und geht umher. (vgl. Mk 5, 21)

Jesus glaubte nicht an den Tod. Er sah das Mädchen da liegen. Aber er bezweifelte die Augenscheinlichkeit des Todes. Er hatte die große Hoffnung, die den vielen Mächten des Todes widersteht und eintritt in dessen Bewegung für das Leben. Er hoffte ganz stark auf die Auferstehung und sprach: „Talita kum!“

Quellen: Gustav Schädlich-Buter , Basisbibel

Von der falschen und der rechten Sorge

Gestern hatten wir wieder Gottesdienst in der Kapelle des Gerhard Tersteegen Hauses. Pfarrer Fricke-Hein, Vorstand des Neukirchener Erziehugs Vereins (NEV) hielt eine sehr gute Predigt.

Sie sprach mich sehr an. Es ging um die vielen unnützen Sorgen, die wir Menschen uns täglich machen. Wir sorgten uns um unser Leben, unsere Nahrung, unsere Kleidung… und können dadurch unser Leben nicht um eine Stunde verlängern.

Andere Lebewesen, wie die Tiere oder die Pflanzen machen sich nicht solches Kopfzerbrechen. Gott nährt und kleidet sie doch. Sogar sehr prächtig!

Vielleicht sprach mich die Predigt so an, weil ich mir viel zu oft den Kopf über ungelegte Eier zerbreche.