Neue Kapellenausstattung

Getreu dem Spruch: „Alles neu macht der Mai!“,
feiern wir am kommenden Sonntag zum ersten Mal Gottesdienst in der Kapelle des Gerhard-Tersteegen-Hauses mit neuem Altar und neuem Lesepult!


Frau Faust vom Sozialdienst hat einen  Online-Handel gefunden, der mit Fachbetrieben zusammenarbeitet. In unserem Fall mit einer Schreinerei, die sich auf Kircheninventar spezialisiert hat. Sie ging  auf ihre speziellen Wünsche ein. So hat der Altar zum Beispiel Rollen. Er kann ganz leicht verschoben werden, wenn die Kapelle anderweitig genutzt werden soll.

Es ist der  Online-Handel W. Friedrich aus Amberg in Süddeutschland. Sie konzentrieren sich ausschließlich auf Kirchenbedarf. Altar und Lesepult wurden nach Kundenwunsch angefertigt und dann per Post zugesandt.

W. Friedrich – Kirchenbedarf

Frau Mosels Abschied

Mosel AbschiedsGoDi

2016-07-10 11.53.00 zugeschnitten

Am Sonntag war evangelischer Gottesdienst mit Diakonin Frau Anne Mosel. Sie ist im Haus sehr beliebt, da sie lange als Diplom-Sozialpädagogin und als Diakonin hier gearbeitet hat, bevor sie ins Dreikönigenhaus gewechselt ist.

Jetzt wird das Dreikönigenhaus Ende des Monats endgültig umziehen in einen Neubau in Krefeld-Hüls. Dort wird Frau Mosel als Leiterin des Sozialdienstes viel zu tun haben. Daher wird sie dann nicht mehr ein Mal im Monat bei uns im Gerhard-Tersteegen-Haus den Gottesdienst abhalten. Also verabschiedete sie sich mit dem Gottesdienst am Sonntag von uns.

2016-07-10 11.53.08 Bewohner
Die meisten der Bewohner waren ganz überrascht. Das hatten sie nicht gewusst. Sie waren sehr betroffen und traurig.

Ganz spontan hatte eine Bewohnerin ihr einen Rosenstrauß zum Abschied geschenkt. Man kann ihn vorne links auf dem Altar stehen sehen. Es waren eigentlich zwei Sträuße von Marlenes Büdchen, die nicht verkauft worden waren. Jetzt hatten sie einen sinnvollen Einsatz bekommen.

Das zentrale Thema von Frau Mosels Predigt war dann auch der Abschied.

Abraham und Sarah, die ihre Heimat verlassen mussten, um in der Fremde neu anzufangen (1. Mose/Genesis 12,1–13,4).

Jesus, der am Abend vor seiner Kreuzigung mit seinen Jüngern das Passamahl feierte (Lukas 22, 14-18).

Und Diakonin Frau Mosel, die sich von den Bewohnern des GTH verabschiedete.

Christus ist auferstanden!

Ihr habt sicherlich schon bemerkt, dass mir mein christlicher Glaube wichtig ist. Ich habe öfter schon über Gottesdienste im Gerhard-Tersteegen-Haus gebloggt. Dieses Jahr werden wir endlich wieder einen Gottesdienst an Ostersonntag haben. Das freut mich sehr! Letztes Jahr haben wir das hier sehr vermisst. Immerhin ist Ostern mit Christi Auferstehung das wichtigste Fest der Christen und das GTH ist ein Haus in evangelischer Trägerschaft.

Zur feierlichen Einstimmung in diesen Tag möchte ich euch das Gloria der Osternacht in der Kath. Pfarrei St. Laurentius Würzburg Heidingsfeld, gespielt von Ludwig Martin Jetschke vorstellen:

Auferstehung Jesu Christi – Wiki

Neukirchener Erziehungsverein

Atomkraftwerk der Liebe Gottes

pixabay.com

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Am Dienstag war nachmittags katholische Messe in der Kapelle des GTH. Ein Mal im Monat findet im GTH eine katholische Messe statt. Die Gottesdienste sonntags sind immer evangelisch bzw. ökumenisch.

Da die Messe dieses Jahr in der Karwoche stattfand, war sie außergewöhnlich gut besucht. Es waren an die 40 Bewohner anwesend.

Zur Eröffnung der Messe zog Pfarrer Schwarzmüller singend in die Kapelle ein. Am Altar angekommen verbeugte er sich, ging auf die Knie und küsste dann den Altar. Es folgten Begrüßung der Gemeinde, Einführung, Bußakt, Kyrie, Gloria und ein Gebet. All das trug der Pfarrer singend vor.

Daran schloss der Wortgottesdienst mit Lesungen, Zwischengesängen, Evangelium, Predigt, Glaubensbekenntnis und Fürbitten an.

Den dritten Teil bildete die Eucharistiefeier (im engeren Sinn) mit
Gabenbereitung, Eucharistischem Hochgebet, Kommunionteil mit Vaterunser, Friedensgruß, Brotbrechung/Agnus Dei und Schlussgebet.

Zum Abschluss gab es den Segen, einen Altarkuss und schließlich zog der Pfarrer aus der Kapelle aus.

Immer wieder durften auch die Bewohner mit dem Pfarrer zusammen Lieder (mir leider alle unbekannt) singen oder ein Gebet mitsprechen.

Nachdem ich nun als evangelische Christin mit Hilfe von katholisch.de 😉 den Ablauf der Messe erläutert habe (Pfarrer Schwarzmüller hat all diese Schritte wirklich durchlaufen!), komme ich zur Erklärung des Titels dieses Beitrags.

Der Titel stammt nämlich von einer Äußerung des Pfarrers. Er sagte, Gott habe die am stärksten mit Kraft und Energie ausgestattet, die arm und schwach seien, ‚mühselig und beladen‘.

Matthäus 11, 28: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Somit wären wir Bewohner des GTH ein wahres „Atomkraftwerk der Liebe Gottes!“ 😀

Palmsonntag 2016

Gestern hatten wir endlich wieder einmal einen Sonntag mit Gottesdienst in der Kapelle des GTH. Die Kapelle war gut gefüllt mit Bewohnern. Ich durfte wieder die Lesung halten.

Wir feiern mit dem Palmsonntag das Ende der Fastenzeit und den Beginn der Karwoche. Ostern als Höhepunkt der Karwoche ist das höchste christliche Fest.

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Von Vassil – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4633315

Beim Gottesdienst spielte Jesu Einzug auf einem Esel in Jerusalem eine große Rolle. Damals streute das Volk ihm Palmzweige zum Empfang. Pfr. Hans-Wilhelm Fricke-Hein vom Neukirchener Erziehungsverein hielt den Gottesdienst. Er hatte für uns Palmzweige in Form von Buchsbaumzweigen mitgebracht, die er am Ende des Gottesdienstes verteilte.

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Matthäuspassion – Johann Sebastian Bach – BWV 244 – O Haupt voll Blut und Wunden

Gedenkfeier für verstorbene Bewohner

Veranstaltung 01. März 2016

Alle paar Monate wird der verstorbenen Bewohner (und auch eventuell verstorbenen Mitarbeiter) des GTH gedacht.  Am 01. März fand wieder solch eine Veranstaltung in der Kapelle statt.

Dazu versammelten Frau Faust (Psychologin) und Frau Kubens (Sozialpädagogin) die Bewohner, die daran teilnehmen wollten in der Kapelle. Sie führten durch die Veranstaltung und hielten einen kleinen Gottesdienst ab.

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Die Bewohner saßen in einem Kreis um einen Tisch in ihrer Mitte. Der Tisch war feierlich dekoriert mit zwei Blumentöpfen, einer LED-Kerze und einem Tablett voller Teelichter, alles auf einer goldenen Tischdecke.

Es begann damit, dass alle zur Instrumental-Musik von ‚Time to say Goodbye‘ erst einmal zur Ruhe kamen, ganz in der Kapelle ankamen.

Dann wurden die Namen der Verstorbenen von November 2015, Januar 2016 und Februar 2016 einzeln vorgelesen und für jeden ein Teelicht angezündet. Anschließend konnte jeder, der den Bewohner kannte, etwas über ihn erzählen. Vielfach waren es Frau Faust oder Frau Kubens, die das übernahmen.

Zuletzt waren alle Teelichte entzündet und an jeden einzelnen Verstorbenen wohlwollend gedacht worden.

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Es war ein würdiges letztes Erinnern.

Die Veranstaltung klang aus mit Andrea Bocellis Version von ‚Time to say Goodbye‘. Manch ein Bewohner verdrückte eine Träne.

Gottesdienst am Valentinstag

In diesem Jahr fiel der Valentinstag (14. Februar) auf einen Sonntag. Das war vorgestern. Und tatsächlich fiel er auf einen Tag mit Gottesdienst mit Diakonin Frau Mosel.

Frau Mosel hat viele Jahre als Diplom-Sozialpädagogin im GTH gearbeitet und ist vielen Bewohnern noch bekannt und wird sehr vermisst. Doch vor knapp 2½ Jahren ist sie zum Dreikönigenhaus gewechselt. Dort ist der komplette Soziale Dienst und das Belegungsmanagement ihre Aufgabe.

Doch sie lässt es sich nicht nehmen, ein Mal im Monat einen Gottesdienst im Gerhard-Tersteegen-Haus abzuhalten. Der ist dann immer sehr gut besucht.

Das war also vorgestern der Fall. Es war ein ganz wunderbarer Gottesdienst, wo es sich um den Valentinstag drehte.

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Eigentlich wären laut liturgischem Kalender ganz andere Texte und Lieder für den 1. Sonntag der Passionszeit vorgesehen gewesen. Aber Frau Mosel erzählte uns etwas ganz anderes, alles im Zusammenhang mit St. Valentin von Terni, ein Heiliger und Märtyrer der römisch-katholischen Kirche.

Valentin von Terni lebte im 3. Jahrhundert nach Christus und wird heutzutage als Patron der Liebenden verehrt. Auf ihn geht das Brauchtum des Valentinstag zurück. (Siehe Wiki: Valentin von Terni). Dieser Tag ist also schon ganz alt und keine Erfindung der Floristen 😉

 Wie man auf dem ersten Bild oben sieht, hatte Frau Mosel drei große, flauschige, rote Herzen auf den Altar gelegt. Dann erzählte sie uns vom heiligen Valentin. Er heilte Kranke und traute Liebespaare nach christlichem Ritus, was unter dem römischen Kaiser verboten war. Den frisch verheirateten Paaren soll er Blumen aus seinem Garten geschenkt haben.

Zuletzt wurde er für sein verbotenes Tun am 14. Februar 269 hingerichtet.

Es gab trotz Valentinstag auch eine Predigt. Als Evangelium hatte Frau Mosel Paulus 5, 1-5 gewählt, ‚Frieden mit Gott‘. Hier geht es um Gottes Liebe als Grund für unsere Hoffnung. Ein sehr versöhnlicher, Mut machender Text. Er passte wunderbar zum Valentinstag. Denn auch hier dreht es sich um die Liebe.

Zum Abschluss des Gottesdienstes verteilte Frau Mosel kleine Milka-Schokolade-Herzen an die Bewohner.

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Zum Ausgang sangen wir wie gewohnt „EG 331: Großer Gott, wir loben dich“.